Montag, 20. Juli 2026

Woran man Spam erkennt:

Daran, dass bereits die Absenderzeile eine Lüge enthält.


Die Betreffzeile wiederum war leer. Das üben wir noch, gell, "Edwin"?

Freitag, 17. Juli 2026

Torsten testet Nachahmerprodukte: Sandwich-Waffeln

Ich muss vorwegschicken, dass ich Kinder Cards nicht mehr als zweimal in meinem Leben gegessen haben dürfte, und das letzte Mal ist schon etliche Jahre her, aber in meiner Erinnerung rangiert dieser Waffelsnack unter allen Süßigkeiten der Marke Kinder (wo der Wortbestandteil Süß- in sehr dicken Lettern gedacht wird) weit oben. Nun hat ein Produkt seinen Weg in unseren Haushalt gefunden, das mich sofort an Kinder Cards denken ließ. Und das soll wohl auch so sein: ja! Sandwich Waffeln haben nicht nur die Anmutung von Spielkarten, sondern auch wenn nicht dieselbe, so wenigstens eine ähnliche (man müsste mal nachmessen) Größe wie das offensichtliche Ferrero-Vorbild. Zwischen den zarten, vom Eigengeschmack her eher neutralen Waffeln schmiegen sich Schokoladen- und Milchcreme, nicht zu dünn, nicht zu dick. Beim Reinbeißen krümelt es nur dezent, und man läuft wenig Gefahr, sich allzu arg vollzusauen. Zwei "Karten" befinden sich in einer kunstoffumhüllten Einheit, von denen sich wiederum fünf in einer Packung befinden. Fazit: Kann man bedenkenlos (für im Vergleich wenig Geld) kaufen und genießen; 7/10 Punkten.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Neues Altes (April-Juli '26)

  • Archäologen entdecken Bibergrube aus der Jungsteinzeit bei Alsleben (mdr.de, 4. Mai) Ein Fund an der Saale, die rund 7000 Jahre alten Reste von mindestens zwölf Bibern, "liefert seltene Hinweise darauf, welche Rolle Pelzherstellung, Jagdstrategien und Kleidung bereits in der frühen Jungsteinzeit spielten".
  • Bei Schulausflug auf Bauernhof: Bub (6) macht Sensationsfund (Kurier, 11. Mai) Der Junge entdeckte im norwegischen Dorf Brandbu ein 1,30 m langes Schwert, das aus einem Acker ragte. Das überragend gut erhaltene Objekt soll 1300 Jahre alt sein, also "aus der Merowingerzeit oder dem Beginn der Wikingerzeit" stammen.
  • Stinkendes Notizbuch in mittelalterlichem Klo gefunden (wdr.de, 12. Mai) In Paderborn wurde ein in 700 bis 800 Jahre altes, gut erhaltenes, in Leder und Holz gebundenes und innen beschriebenes Buch gefunden – in einer Latrine. Womöglich handelt es sich um das Notizbuch eines Kaufmanns.
  • Muscheln und Schnecken der Saison (Spektrum.de, 18. Mai) Eine Untersuchung von Weichtierschalen, die in rauen Mengen in der spanischen Höhle Las Aviones gefunden wurden und ein Alter von 115.000 Jahren aufweisen, legt nahe, dass die Ernährungsvorlieben des Neandertalers denen des Homo sapiens, der erst 100.000 Jahre später die Bühne betrat, ähnelten. Demnach wurden Meeresfrüchte bevorzugt in der kalten Jahreszeit konsumiert. Das "könnte damit zusammenhängen, dass die Neandertaler den Rest des Jahres anderswo lebten; vielleicht verdarben die Muscheln und Schnecken während des Winters aber auch weniger schnell oder schmeckten besser".
  • Toter von Pompeji identifiziert – das war sein Beruf (t-online, 20. Mai) Einer jener 13 an dem als "Garten der Flüchtenden" bekannten Weinberg gefundenen Menschen hatte zum Zeitpunkt seines Todes unmittelbar nach dem Ausbruch des Vesuv einen Gegenstand bei sich, der den Eindruck eines "antiken Medizinkoffers" machte. Nach einer Analyse mit modernsten Methoden steht fest, dass das "Köfferchen eine Stofftasche mit Bronze- und Silbermünzen, ein Kästchen aus organischem Material sowie eine Reihe von Instrumenten, die zu einem medizinischen Set passen", enthielt. "Außerdem fanden sich eine Schieferplatte, die in der Antike zur Herstellung medizinischer oder kosmetischer Substanzen verwendet wurde."
  • Überraschung aus der Steinzeit: Vater und Sohn durch hunderte Kilometer getrennt (Der Standard, 21. Mai) Der Sohn eines um 3100 v. Chr. im hessischen Niedertiefenbach beigesetzten Mannes "fand seine letzte Ruhe rund 225 Kilometer weiter nördlich, in einer in den Fels geschlagenen Kammer bei Sorsum" bei Hildesheim – "der bisher größte dokumentierte geografische Abstand zwischen Verwandten ersten oder zweiten Grades aus dem Neolithikum". Anschließende Untersuchungen mehrerer Bestattungsplätze ergeben das Bild eines regelrechten Netzes mit "weitreichende[n] biologische[n] Verbindungen".
  • Neue Studie löst altes Rätsel: So übersteht diese Pyramide jeden Erdstoß seit Jahrtausenden (merkur.de, 26. Mai) Die Stabilität der Cheops-Pyramide: garantiert wird sie durch einen messbaren Unterschied zwischen den Eigenfrequenzen von Bauwerk und Untergrund, wodurch das sog. Resonanzphänomen vermieden wird. Druckkammern spielen dabei eine Rolle. "Die Pyramide vereint mehrere geometrische Prinzipien, die Ingenieure auch heute noch als vorbildlich bezeichnen würden."
  • Der nackte Brite aus Kreide wird aufgehübscht ("Spiegel online", 28. Mai) "[S]owohl stärkere Regenfälle als auch heißere Sommer" haben dem zwischen 700 und 1100 n. Chr. angefertigten Riesen von Cerne Abbas zugesetzt, weswegen die Umrisse des 55 Meter großen Scharrbildes früher als nach dem üblichen Turnus nachgezogen werden. "Die Neuverkreidung soll bis zu 15 Tage in Anspruch nehmen. Rund 300 Mitarbeiter und Freiwillige des National Trust werden laut der BBC daran beteiligt sein und etwa 17 Tonnen frische Kreide den steilen Hang hinauftragen."
  • Acht Meter unter dem Mainufer tauchen 2400 Jahre alte Gemäuer aus der Eisenzeit auf ("Welt online", 1. Juni) Eine eisenzeitliche Konstruktion aus Stein und Holz wurde am Mainufer in Aschaffenburg freigelegt. Sie stammt aus dem 4. vorchristlichen Jahrhundert und ist somit wohl der keltischen La-Tène-Kultur zuzuordnen. Über den Nutzen des "vermutlich auch repräsentativen Bauwerk[s]" ist (noch) nichts bekannt.
  • Keltisches Fürstengrab im Taunus entdeckt (Hessenschau, 8. Juni) Teile eines Streitwagens, goldene Ringe, Schmuckperlen, eine etruskische Kanne und mehr: Die Grabbeigaben im schon jetzt als Sensation geltenden Bad Camberger Grab deuten auf eine höhergestellte Persönlichkeit hin, die zu Beginn der frühen Eisenzeit gelebt hat.
  • Schülerin findet keltischen Armring aus Bronze - per Zufall (Hessenschau, 15. Juni) "Es handelt sich um ein rund 2.700 Jahre altes Schmuckstück aus der frühen Eisenzeit", welches eine Zwölfjährige in Büdingen in der Wetterau geborgen hat: einen Armring aus Bronze, der wohl Teil einer ganzen Tracht aus der Hallsteinzeit gewesen war. Der Fund bestätige, "dass der Glauberg bereits seit der frühen Eisenzeit besiedelt war. Zudem könnten solche Einzelfunde wichtige Hinweise auf mögliche bisher unentdeckte Grabhügel bieten - und seien deshalb ein Glücksfall für die Forschung".
  • Unberührte Maya-Stätte im mexikanischen Dschungel entdeckt ("Spiegel online", 24. Juni) Die 15 Hektar große Stadt, deren Reste im Bundesstaat Campeche entdeckt wurde, ist Minanbé getauft worden (aus der Maya-Sprache mit "Es gibt keinen Pfad" zu übersetzen). Neben Hieroglyphentexten barg der auf die Zeit zwischen 600 und 900 n. Chr. datierte überwucherte Ruinenkomplex einen "13 Meter hohen Pyramidentempel, Altäre, palastartige Gebäude, Plätze, Wasserkanäle sowie einen Stein mit einer eingravierten Enthauptungsszene".
  • Über 2.000 Jahre alte menschliche DNA in Höhlen Spaniens und Portugals entdeckt (AOL, 24. Juni) Eine internationale Studie zeigt, "dass Felsoberflächen menschliche genetische Spuren über Tausende von Jahren bewahren können", konkret "menschliche DNA nicht nur auf einer mit Pigmenten bedeckten Oberfläche der portugiesischen Höhle von Escoural, sondern auch in Bereichen ohne Malereien in [der Höhle von Maltravieso in Cáceres] und in der asturischen Höhle Covarón" sowie auf weiteren "Tafeln mit Felskunst aus elf Höhlen in Spanien und Portugal". "Von den analysierten Proben stammen drei von Frauen, eine von einem Mann; eine weitere ließ sich keinem Geschlecht eindeutig zuordnen." (Ausführlicher auch die Tagesschau)
  • Neues Rätsel um Frühmensch Homo naledi: Warum lagen in einer Höhle nur weibliche Skelette? (National Geographic, 25. Juni) 20 von 20 Individuen in der südafrikanischen Rising-Star-Höhle wurden als weiblich identifiziert. Der Artikel geht ausführlich auf die Methodik der Geschlechtsbestimmung bei 300.000 Jahre alten Skeletten ein und wägt diverse Erklärungsversuche ab: Kulturelles Verhalten, sprich eine zielgerichtete Bestattung, sei bei frühen Homininen wie dem Homo naledi mit seinem relativ geringen Gehirnvolumen wenig wahrscheinlich. Solch ein Verhalten wäre tatsächlich ein Indiz für "eine Praxis, die ein Maß an abstraktem Denken voraussetzt, das bislang nur dem Menschen zugeschrieben wurde".
  • Spannender Fund in Nidderau gibt Einblicke in das Leben der Kelten (Hessenschau, 30. Juni) Sieben Gräber aus der Zeit von vor 2500 Jahren bargen Angehörige der keltischen Mittel- und Oberschicht, darunter einen mutmaßlichen Krieger, der "mit Schwert und Speer bestattet" wurde. Folgeuntersuchungen sollen u.a. klären, "ob die Menschen körperlich schwer arbeiten mussten und ob sie ausreichend Nahrung hatten. Auch mögliche Krankheiten, das Alter oder Familienverhältnisse können zum Teil aufgedeckt werden".
  • Stätte in Nordirland könnte zu den frühesten stadtähnlichen Siedlungen Europas gehören ("Spiegel online", 1. Juli) "In Haughey's Fort in der Nähe von Armagh soll es bereits ab etwa 1200 v. Chr. Besiedlung gegeben haben." Alles deutet auf ein bronzezeitliches "proto-urbanes Zentrum" hin, mit "Handwerksproduktion, Tauschhandel und gemeinschaftliche Aktivitäten", das zudem wahrscheinlich in Zusammenhang mit der bedeutsamen Stätte King's Stables und den Creeveroe-Erdwällen steht.
  • Der Hobbit-Mensch aß, was die Drachen übrigließen (National Geographic, 8. Juli) Die "Hobbits" auf der indonesischen Insel Flores haben offenbar nicht, wie man lange annahm, selbst gejagt. Wie ein kurioses Beiß-Experiment jetzt gezeigt hat, ernährte sich der Homo floresiensis von Kadavern des Rüsseltiers Stegodon, jedoch nur von Exemplaren, die Warane zuvor erlegt hatten. Immerhin: "Um das Fleisch vom Knochen zu trennen, nutzten sie Werkzeuge."
  • 2000 Jahre alte Gräber und byzantinische Stadt in der ägyptischen Wüste entdeckt (Deutschlandfunk, 6. Juli) "Die Gräber in Marina El-Alamein wurden etwa hundert Kilometer westlich von Alexandria gefunden" und enthielten "menschliche Überreste, Töpferwaren, Amphoren und andere Grabbeigaben". "Es wird angenommen, dass es sich bei dem Fundort um die antike Stadt Leukaspis handelt, ein Mittelmeerhafen, der zwischen der hellenistischen und der byzantinischen Zeit seine Blütezeit erlebte." Die Überreste einer komplexen byzantinischen Wüstensiedlung aus dem 4. Jahrhundert wurden unabhängig davon freigelegt.
  • Archäologen entschlüsseln Namen eines Maya-Astronomen ("Spiegel online", 14. Juli) Der Mathematiker, der im 8. Jahrhundert (Zeit der Maya-Klassik, 250-900) gelebt haben soll, habe Sak Tahn Waax geheißen, was so viel wie "Weißbrustfuchs" bedeute. Zu Grunde lagen "astronomische Berechnungen an der Wand einer Kammer in der Maya-Ruinenstadt Xultún" (Guatemala).
  • Bislang unbekanntes Grab bei Luxor entdeckt: Hinweise auf einen Würdenträger der Ramessidenzeit (herder.de, 14. Juli) Im Bereich Sheikh Abd el-Qurna stieß ein Forschungsteam auf eine dem Neuen Reich zuzuordnende "Grabanlage östlich des bekannten thebanischen Grabes TT 45". "Zu den bedeutendsten Funden gehören die Wanddekorationen im Inneren der Anlage. Mehrere Darstellungen nennen den Namen des Grabherrn 'Paser'."

Montag, 13. Juli 2026

Abt. Gute Ortsnamen

Dass US-amerikanische Gemeinden von heute auf morgen und nach Lust und Laune ihren Namen ändern dürfen, erfuhr ich aus einem Abschnitt über Ortsnamenwechsel in Ken Jennings' Geographieschmöker "Maphead". Sicher, ein paar Hürden mag es für solche gravierenden Schritte geben, doch scheinen diese niedriger zu liegen als etwa in Deutschland. Zum Beispiel können die Einwohner einer Stadt darüber abstimmen, so geschehen im Bundesstaat New Mexico:

Ursprünglich hieß die Stadt Hot Springs. Am 31. März 1950 beschlossen die Bürger der Stadt mit 1294 zu 295 Stimmen sie nach der Quizshow Truth or Consequences von Ralph Edwards umzubenennen. Edwards hatte versprochen, die Rundfunksendung in der Stadt zu produzieren, die als erste den Namen der Show annimmt. Heute wird ihr Name von der Bevölkerung New Mexicos meist zu T or C abgekürzt. (Quelle: Wikipedia)

Könntet ihr euch vorstellen, in "Gefragt, gejagt (Bayern)" oder "Familienduell (Mecklenburg-Vorpommern)" zu leben? Nun, immerhin hatten wir kurzzeitig Swiftkirchen. Im Übrigen wollen wir das Fass Halfway, Oregon (Amerikas erste "Dot-Com-City") genau so ungeöffnet lassen wie Kiefer Sutherlands Neo-Noir-Thriller "Truth or Consequences, N.M.", in dem der nach 1950 beobachtet Umbenennungseffekt offenbar behandelt wird.

Samstag, 11. Juli 2026

Schrödingers Buchstabenkästchen

Über Uneindeutigkeiten im Kreuzworträtsel habe ich mich in diesem Blog schon zweimal ausgelassen. Die "Trick/Track"- und die "Sambia/Gambia"-Ambiguität waren ja schon empörend, ebenso wie diese von mir über die Jahre gesammelten Fälle:

NT oder AT?

Fa oder La?

Xi oder Pi?

mir oder dir?

Ralf oder Rolf?

Dem Fass den Boden aus schlug aber das Stern-Schwedenrätsel der Kalenderwoche 28, ergeben sich doch ebd. an einer Stelle gleich drei Alternativen:


Soll ich hier "hemi" (griechisch), "semi" (lateinisch) oder "demi" (französisch) eintragen? Alle drei Vorsilben sind gebräuchlich und bedeutungsgleich. Ich möchte bei dieser Gelegenheit an den Fakt erinnern, dass eine Vierundsechzigstelnote auf englisch hemidemisemiquaver heißt.

Donnerstag, 9. Juli 2026

Throwback Thursday: WWW

Von 1996 bis 2004 (die genaue Zeitspanne musste ich recherchieren) lief auf Sat.1 eine Sendung namens "WWW – Die Witzigsten Werbespots der Welt". Darin wurden, wie der Titel suggeriert, witzige Werbespots aus aller Welt gezeigt. Zusammengehalten wurde diese Clipshow, deren Intro ab ca. 1999 seltsamerweise mit dem Hook des Bloodhound-Gang-Hits "The Bad Touch" unterlegt wurde, durch Zwischen-"Moderationen", die darin bestanden, dass Fritz Egner den Inhalt des jeweils zuletzt gesehenen Spots nacherzählte.

Irgendwann um die Jahrtausendwende herum gab es eine Spezialausgabe der ebenfalls bei Sat.1. beheimateten Nachrichten-Comedy "Die Wochenshow", in der die besten Werbeparodien daraus gezeigt wurden. Dieses Special war als eindeutiger Seitenhieb auf Fritz Egners Sendung konzipiert; Bastian Pastewka persiflierte den Moderator und ahmte insbesondere dessen Überleitungen, die wie gesagt nichts als unbeholfene, absolut überflüssige Zusammenfassungen der Werbefilmchen waren, erschreckend realistisch nach. Diese Egner-Parodie halte ich noch heute für das Lustigste, was Bastian Pastewka je gemacht hat (und er hat viel Lustiges gemacht), übertroffen nur von seiner Ottfried-Fischer-impression.

Waaaaaruuuummmmm gibt es diese Art von Humor heute nicht mehr im deutschen Fernsehen? Oder überhaupt irgendetwas, das mir wenigstens ein mildes Schmunzeln abtrotzt?

Dienstag, 7. Juli 2026

Don't Worry Starling

In Cal Flyns "Verlassene Orte. Enden und Anfänge in einer menschenleeren Welt", dem wieder mal sehr anregenden und repräsentativen 100. (!) Band der Reihe "Naturkunden" bei Matthes & Seitz, wird erwartbarerweise auch das Thema invasive Arten berührt. Insbesondere geht es darum, wie im Zuge von Kolonisierung nichtendemische Spezies in neue Lebensräume, zielgerichtet oder unabsichtlich, eingeschleppt werden. Erstaunlichste Stelle (S. 190):

Manchmal nahmen die Kolonialisten Pflanzen und Tiere zur Gesellschaft mit, weil sie hübsch aussahen oder ihnen in der Fremde ein Gefühl der Vertrautheit vermittelten. Sie zu sammeln und zu pflegen, war ein beliebter kolonialer Zeitvertreib. Im Jahr 1890 setzte eine "Akklimatisierungsgesellschaft" in New York Exemplare aller in Shakespeares Werken erwähnten Vogelarten im Central Park aus.

Die Schwalbe, die den Sommer bringt.
Der Spatz, der Zeisig fein,
Die Lerche, die sich lustig schwingt
Bis in den Himmel 'nein.

Die meisten verschwanden in den Bäumen und wurden nie wieder gesehen, aber die sechzig Stare ("Ja, einen Star schaff' ich mir an, der nichts soll lernen / Zu schrein, als 'Mortimer'!") entwickelten sich prächtig. Heute gibt es etwa 200 Millionen amerikanische Stare.

Das ist crazy! Aber leider nur halbwahr. Richtig ist, dass ein New Yorker Apotheker namens Eugene Schieffelin der American Acclimatization Society angehörte und ihr im Jahr 1877 vorstand; auch setzte jener tatsächlich 1890 die genannte Zahl an Staren im Central Park aus, allerdings wohl nicht als Teil eines Projekts mit Shakespeare-Bezug: "Some historians have cast doubt on this story, as no record of it exists until the 1940s." Dass sich der Star in den Vereinigten Staaten dermaßen stark und mit teils verheerenden Folgen ausbreitete, stimmt jedoch.

Montag, 6. Juli 2026

Earphone trouble und kein Ende

Da will ich am Samstag einen Podcast auf dem Handy hören, als plötzlich ... der Ton auf einem Ohr ausfällt, sobald man das Kabel bewegt! Das kann doch nicht schon nach knapp drei Wochen ein Defekt meines frisch erworbenen In-Ear-Kopfhörers sein, denke ich. Ist es auch nicht. Der wahre Übeltäter ist, wie sich schnell herausstellt, der (zugegebenermaßen billig erworbene) Adapter, den ich benötige, um Klinkenkopfhörer mit dem USB-C-Ein-/Ausgang des Smartphones zu verbinden. Adapterlos in anderen soundabspielenden Geräten funkioniert mein neuer JBL-Kopfhörer wie gewünscht. Was soll dieser Blödsinn überhaupt, Handys ohne 3,5-mm-Buchse? Gleichzeitig das Handy laden und darüber Musik hören ist heutzutage nicht mehr möglich. Tolle Zukunft, in der wir leben. Und das Argument "Kauf dir doch USB-Kopfhörer!" zieht nicht, denn ich möchte ja, s.o., auch weiterhin Kopfhörer an Abspielgeräte mit klassischem Klinkenzugang stöpseln. Grrrr ...

Samstag, 4. Juli 2026

Zwo Chipse

Bei Rewe gab es neulich außergewöhnliche Chips zum Sonderpreis, da musste ich natürlich zugreifen.


Die Pringles-Sorten der limitierten Edition Stadium Snacks sind womöglich schon wieder aus dem Handel verschwunden. Bevor ich die anderen in dieser Reihe testen konnte, habe ich wenigstens die Sorte Cheeseburger probiert ... und wurde angenehm überrascht! Was genau sich hinter der "Würzmischung mit Cheeseburger-Geschmack" und den "Aromen", von denen auf der Zutatenliste die Rede ist, verbirgt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Am deutlichsten herausschmecken konnte ich kurioserweise Gurken. Käsiges scheint ebenfalls enthalten zu sein (Inhalt: Buttermilchpulver, Laktose), Fleischderivate, deren Hinzufügung wegen der Burger-Anlehnung naheliegt, sind nicht explizit aufgeführt, jedoch kann auch das enthaltene Dinatrium-5'-ribonucleotid tierischen Ursprungs sein. Tja, ein gewisser Mysteryfaktor macht hier halt den Reiz aus; der Flavour lässt sich nicht greifen, beschäftigt aber die Geschmacksrezeptoren. Ich gebe gute 7/10 Punkten.


Funny-frisch liefert wieder mal ab. Intense Chips nennt sich ihre neue Linie, die "
für besonders intensive Würzungen und moderne, außergewöhnliche Geschmacksrichtungen" steht und "ein ganz neues Chips-Erlebnis" für "alle, die es besonders knusprig und geschmacklich intensiv mögen", biete, wie es auf der Firmen-Homepage leicht überladen heißt. Unter den drei aktuell angebotenen Richtungen habe ich mich für Sweet & Spicy Curry entschieden; es gibt auch noch "Perky Pepper" und "Juicy Paprika". Wie so oft, vor allem im direkten Vergleich mit Pringles, kann Funny-frisch mit einer überschaubaren, von Chemie weitgehend freien Inhaltsliste punkten. Curry-, Chili-, Zwiebel- und Mangofruchtpulver sind neben sonstigem natürlichen Aroma enthalten, was sich in einer tatsächlich authentischen Thai-Anmutung niederschlägt. Ein störender Nachgeschmack stellt sich nicht ein, die Textur ist harmonisch, die crossen Scheibchen weisen hinsichtlich Ausprägung und Durchmesser eine gewisse Individualität auf, die sie abermals von Pringles abhebt (deren Uniformität allerdings auch schon wieder bewundernswert ist). Würde ich halbe Punkte vergeben, kämen die "Intense Chips" mit 7,5 von 10 weg, so aber tendiere ich dazu, sie als den "Stadium Snacks" ebenbürtig zu werten.

Donnerstag, 2. Juli 2026

Serientagebuch 06/26

03.06. The Legend of Vox Machina 3.01
05.06.
The Legend of Vox Machina 3.02
The Legend of Vox Machina 3.03
06.06. Grace 6.03
07.06. Grace 6.04
08.06. The Legend of Vox Machina 3.04
09.06. Leverage 3.05
10.06. Leverage 3.06
11.06. The Legend of Vox Machina 3.05
12.06. Leverage 3.07
14.06. The Legend of Vox Machina 3.06
16.06.
The Legend of Vox Machina 3.07
17.06. Leverage 3.08
Widow's Bay 1.01
Widow's Bay 1.02
19.06. The Simpsons 37.16
Widow's Bay 1.03
21.06. The Legend of Vox Machina 3.08
The Legend of Vox Machina 3.09
22.06. Widow's Bay 1.04
Widow's Bay 1.05
24.06. The Legend of Vox Machina 3.10
25.06. The Legend of Vox Machina 3.11
The Legend of Vox Machina 3.12
Company Retreat 1.01
26.06. Company Retreat 1.02
30.06. Leverage 3.09

Heute gibt es nur wenige Worte über nur zwei Serien zu verlieren.

Mit vier neuen Grace-Episoden wurden wir beschenkt, und alle waren der phänomenalen fünften Staffel mindestens ebenbürtig. Ob es noch eine siebte geben wird, möchte ich all jenen zuliebe, die noch nicht so weit sind, offenlassen. Verraten kann ich jedoch, dass ich kurz vorm Ende der letzten Folge bei mir dachte: Hach, das ist doch ein würdiger Abschluss für eine hochwertige Ermittler-Saga ...

Die dritte Staffel von The Legend of Vox Machina (die vierte und offiziell vorletzte läuft zurzeit) hat mir bisher am besten gefallen. Sie ist erwachsener, fokussierter, narrativ gediegener, ohne dabei die diesem Animationsabenteuer ureigenen Tugenden aufzugeben. Der eine krasse überraschende Plotpoint hat mich tatsächlich kalt erwischt und mir regelrechte "Game of Thrones"-Flashbacks beschert.

Dienstag, 30. Juni 2026

Buchstabensalat (nicht-vegan)

Die Organisation PETA hat eine neue Anti-Tierausbeutungs-Kampagne im öffentlichen Raum laufen:


Eine Frage beschäftigt mich, seit ich diese Plakate zum ersten Mal gesehen habe: Ist das Schriftbild der Botschaften so unbeholfen-krakelig, weil diese von Tieren verfasst wurden oder weil sie von Tierbabys verfasst wurden? Konkreter: Schreiben Tiere, wenn sie reifer, gelehrter und weltgewandter sind, weniger kindlich? Oder kommt die Handschrift eines Tieres (eins der zwei anderen Motive zeigt ein Ferkel, das ebenfalls eine, haha!, Sauklaue hat) unabhängig von dessen Alter grundsätzlich niemals an die eines (erwachsenen) Menschen ran? Falls Ersteres, hätte man die Statements entsprechend erweitern können: "Wenn ich groß bin, möchte ich kein Kotelett werden, sondern Kalligraphie betreiben."

Sonntag, 28. Juni 2026

Kurz notiert: Ziegenturm

Mir schoss letzte Woche fast die Ziegenmilch aus der Nase, als ich erfuhr, dass es Ziegentürme, wie ich sie bisher nur aus "Goat Simulator" kannte, tatsächlich gibt! Die englischsprachige Wikipedia führt einen Artikel dazu, laut dem diese Bauwerke erst recht spät auftauchen, nämlich im 19. Jahrhundert als Zierelemente in der europäischen Gartenkunst (als sog. Follies) und ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wenn auch in überschaubarer Zahl, weltweit, zuerst 1981 in Südafrika, dort direkt inspiriert vom ersten derartigen Turm in Portugal.

Seit 2009 seien goat towers ein Internet-Meme, und tatsächlich hat diese architektonische Kuriosität einen eigenen Eintrag bei "Know Your Meme" (auf BoingBoing sei das südafrikanische Exemplar erstmals porträtiert worden).

Noch ein Grund mehr, eine Wiedergeburt als Ziege anzustreben! (Foto: Marcia Rittmueller Johnson - File:Johnson's_Goat_Tower.jpg, CC BY-SA 4.0, Link)

Freitag, 26. Juni 2026

Meine neue Bibel

Im Urlaub entdeckte ich in einer Bibliothekstaverne (was für ein Konzept!) dieses Kochbuch bzw. eine ältere Ausgabe davon:


Nach nur oberflächlichem Durchblättern wusste ich: Das muss ich haben! Im einschlägigen Online-Buchhandel bekommt man es antiquarisch für ein paar Kröten.

Madhur Jaffrey, mittlerweile 92 Jahre alt, ist eine britisch-indische Schauspielerin und Köchin, die in den Siebziger- und Achtzigerjahren quasi im Alleingang der westlichen Hemisphäre die indische Küche nähergebracht hat. Die meisten Rezepte in vorliegendem Buch, das nur eines von fast drei Dutzend ist, die Madhur Jaffrey herausgebracht hat, stammen denn auch aus Indien, man findet aber auch welche aus Indonesien, China, Japan, der Türkei und und und. Zwei Gerichte habe ich bereits zubereitet, beide sind, angemessen bei der aktuellen Hitze, sehr leicht und erfrischend, zudem einfach zu zaubern, weswegen ich die Rezepte (von mir minimalst variiert) gerne mit euch teile.

Das erste ist ein nahöstlicher Linsensalat. Man kocht 200 g trockene grüne Linsen nach der üblichen Vorgehensweise (Kochzeit je nachdem, ob Linsen vorher eingeweicht wurden), fügt dem Wasser neben 2 TL Salz allerdings noch einen 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel hinzu. Nach dem Abspülen und Abkühlenlassen der Linsen mischt man darunter: 2 Frühlingszwiebeln (in dünne Scheiben, bis kurz vorm weißen Teil geschnitten), 2 EL Zitronensaft, 2 EL Olivenöl, 15 g gehackte Petersilie (z.B. tiefgekühlte), etwas frisch gemahlenen Pfeffer. Durchziehen lassen, ggf. kaltstellen (hält sich im Kühlschrank mehrere Tage). Für mehr Portionen (Stichwort potluck) die Mengenangaben entsprechend anpassen.


Das zweite Rezept ist eine persische Joghurtsuppe. Dafür 450 ml Naturjoghurt mit 1 TL Salz und 1/4 TL schwarzem Pfeffer in einer Schüssel cremig schlagen. Langsam und unter stetigem Rühren 250 ml eisgekühltes Wasser und 250 ml Sahne* hinzugeben. Nach und nach kommen hinein: 2 EL Sultaninen (vorher in heißem Wasser einweichen), 15 cm Gurke, geschält und geraspelt, 2 EL Frühlingszwiebel-Grün in feinen Ringen, 1 EL fein gehackter Dill, 3 EL grob gehackte Walnüsse. Umrühren, sofort servieren oder für später in den Kühlschrank stellen.
* Verlangt wird single cream, was laut Internet Sahne mit einem Fettgehalt von 18 % ist. Ich habe 200 ml Schlagsahne (30 %) verwendet, die ich mit 50 ml Kaffeesahne (10 %) gemischt habe.

Donnerstag, 25. Juni 2026

Saturday Night News

Kurzes Status-Update zu meinem Langzeitprojekt "Sämtliche jemals ausgestrahlte Episoden von 'Saturday Night Live' gucken": Es ist eine Achterbahnfahrt! Irgendwann im ersten Quartal 2026 hatte ein heiligzusprechender User auf archive.org alle (!) Staffeln hochgeladen, und zwar VHS-Rips der Original-NBC-Cuts, zum Teil inklusive Werbung. Nicht nur konnte ich somit endlich Season 7 abschließen (die ich, trotz Eddie Murphy, unterwältigend bis schnarchig fand), ich habe mir auch direkt die komplette Staffel 14 heruntergeladen. Nachdem ich davon die ersten drei Ausgaben gesehen habe, lege ich mich fest: Die späten Achtziger sind meine zweitliebste Phase der SNL-Geschichte und haben die Ära, in der ich "eingestiegen" bin und zum Superfan wurde (ca. S34-37), abgelöst und auf Platz 3 verdrängt (unveränderter Favorit: die zweite Hälfte der 1990er). Jedes einzelne Mitglied in diesem überschaubaren, aus heutiger Sicht geradezu winzigen Casts (ich bin übrigens schon sehr gespannt auf Ben Stillers stint als Featured Player!) ist ein unersetzliches Rädchen in einer perfekt geölten Maschinerie, zu deren Funktionieren freilich auch ein brillantes Autorenteam sowie eine Reihe legendärer Hosts gehörten. Der politische Humor ist mit der feinste, den die Show je geliefert hat; außerdem ist es faszinierend, aus der Zukunft den närrischen Bush-vs.-Dukakis-Wahlkampf zu "beobachten". Zusammengezuckt bin ich nur einmal, als in "Weekend Update" ein gewisser Donald Trump Objekt eines Witzes war.

Welche der mir noch fehlenden Staffeln (4-6, 8-13) werde ich mir danach vornehmen? Das steht in den Sternen, denn kurz nach dem Internet-Archive-Upload-Segen waren alle Dateien wieder verschwunden. Hätte ich doch bloß alles instantan gesichert! Jetzt gibt es, wenn überhaupt, lediglich die stark (um-)geschnittenen Peacock-Versionen, die i.d.R. noch unbrauchbarer sind als die Comedy-Central-Reruns, welche man gelegentlich im Netz findet. Argh! Nun, gut Ding will Weile haben, und erst mal liegen ja 17 Folgen eines exzeptionellen Jahrgangs vor mir.

Mittwoch, 24. Juni 2026

Ein paar Dinge: Kiwi

In der gestrigen "Leute"-Spalte der Süddeutschen Zeitung war dieser Beitrag zu finden:

Andrea Kiewel, 61, Moderatorin, ärgert sich über Apothekenpreise. In ihrer Kolumne in der Zeitschrift SuperIllu schreibt Kiewel laut einem Bericht des Münchner Merkur, sie habe für einen Einkauf von zwei kleinen Tuben Sonnencreme 45 Euro bezahlen müssen. "Und ich bin mir sicher, mich verhört zu haben", schreibt die Moderatorin. Aufgrund ihrer empfindlichen Haut könne sie nur spezielle Sonnencremes verwenden. "Mag ja sein, dass die Firma mehr bezahlen muss für alle chemischen Zutaten meiner Sonnencreme, sorry, aber ich bekomme keinen Pfennig mehr Gehalt", ergänzt sie. Die Zeitung Welt am Sonntag berichtete 2024, dass Kiewel für ihre Moderation des ZDF-"Fernsehgartens" eine Jahresgage von etwa 400.000 Euro erhält.

Dazu fallen mir mehrere Dinge ein ... um nicht zu sagen: ein paar Dinge. Das ist doch ein guter Anlass, diese alte, hier bisher nur ein einziges Mal erschienene, bei Seth Meyers längst in den Ruhestand geschickte Rubrik zu reinstallieren:


ERSTENS Warum erfahren wir den Inhalt von Kiewels Kolumne aus dritter Hand? Hätte die Münchner Panorama-Redaktion sich nicht direkt eine SuperIllu besorgen können statt den (zitierenden) Merkur zu zitieren? Das gebieten doch sowohl die journalistische Sorgfaltspflicht als auch die Solidarität unter Printschaffenden.

ZWEITENS Was ist Frau Kiewels Definition einer "kleinen Tube"? Qualität hat nun mal ihren Preis. Unabhängig von der Hautempfindlichkeit sollte man in puncto Sonnenschutz nicht sparen, zumal mir 45 Euro für zwei Tuben jetzt nicht sooo überzogen vorkommen. Es könnten ja auch 100 sein! Mit etwas Vorausplanung und Geduld findet man außerdem gelegentlich preisgesenkte Pflegeprodukte.

DRITTENS Ich bin mir sicher, mit Hilfe einer erfahrenen Beraterin könnte Frau Kiewel die Kosten für Sonnencreme als besondere Belastungen von der Steuer absetzen.

VIERTENS Apropos: Wenn man dermatologisch diesbezüglich vorbelastet ist, warum heuert man dann freiwillig bei einem Format namens "FernsehGARTEN" an? Die Moderatorin sollte sich überlegen, zu einer weniger outdoor-gecodeten Show zu wechseln; vielleicht mal mit dem ZDF einen "Fernsehschuppen" oder "Fernsehbunker" konzipieren?

FÜNFTENS Der letzte Satz ist irgendwie unangenehm, ein überflüssiges Nachtreten. Nicht mal eine halbe Million (vor Steuern, nehme ich an) für eines der langlebigsten Zugpferde der öffentlich-rechtlichen Unterhaltung, das kommt mir, once again, nicht sooo überzogen vor. Das US-amerikanische Pendant von Kiwi, wobei mir da auf die Schnelle keines einfällt, würde für läppische 400.000 nicht mal ein Mikrofon in die Hand nehmen.

SECHSTENS War es nötig, in diesen wenigen Zeilen zum Schluss – nach SuperIllu und Münchner Merkur – noch ein drittes Medium einzuführen? Das sind zu viele Quellen!