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Freitag, 6. September 2024

Albernes zum Wochenschluss

HISTORIKERSTIMME
Historiker wie ich sind sich einig: Die TV-Comedywelle in Westdeutschland begann nicht erst 1984 mit der legendären öffentlich-rechtlichen Sendung “Sketchup”, sondern mit der von Radio Bremen produzierten “Rudis Tagesshow”. Oder mit der “Otto-Show” in den Siebzigern ... Trotzdem soll es heute um “Sketchup” gehen. Diether Krebs, der im Duett mit Beatrice Richter und später mit Iris Berben - (laut und übertrieben betont) die übrigens heute noch sehr attraktiv ist! - als trotteliger Stoffel und stieseliger Trampel brillierte, ist unvergesslich und unvergessen. Hören wir doch mal in eine Folge von “Sketchup” rein! Sie werden merken: Das hohe Tempo, die präzise platzierten Pointen und das geniale Spiel aller Beteiligten funktionieren auch heute noch so gut wie Iris Berben attraktiv ist.

TITELSONG (angelehnt an den Originalvorspann)
Sketchup, Rad ab, Hut ab, Bart ab, Knopf ab, Kopf ab -- Sketchup!
Sketchup, Ton ab, Film ab, Maz ab, Band ab, Schnitt ab -- Sketchup!
Sketchup, Bein ab, Arm ab, Ohr ab, Hand ab, Fuß ab -- Sketchup!
Sketchup, Huhn ab, Hund ab, Maus ab, Reh ab, Fisch ab -- Sketchup!
Sketchup, Schnur ab, Strick ab, Uhr ab, Ball ab, Schwanz ab -- Sketchup!
Sketchup, Stein ab, Salz ab, Senf ab, Hirn ab, Rumpf ab -- Sketchup!
Sketchup, Strom ab, Gas ab, Funk ab, Netz ab, Knall ab -- Sketchup!

Sketch beginnt

REGISSEUR
So, Teddy, schön, dass du’s geschafft hast. Hi!

TEDDY
Hallo. Klar, kein Problem.

REGISSEUR
Das Drehbuch hast du ja gelesen, hast du noch Fragen dazu?

TEDDY
Nein, ich bin gut vorbereitet. Das hier ist das Zeug?

REGISSEUR
Genau. Den Becher nimmst du am Ende in die Hand, schaust in die Kamera und nimmst einen kräftigen Schluck.

TEDDY
Na dann …

REGISSEUR
Kamera läuft. “Spilko Pampelmuse”-Werbespot, erster Take, uuuund Action!

TEDDY
Hey Leute, ich bin’s, Tour-de-France-Gewinner und Radfahrlegende Teddy Schreier, und wenn ich wieder mal an mein Limit gegangen bin, brauche ich ein Getränk, das mich erfrischt und aufpowert. Und es muss schmecken. Da ist die neue “Spilko Pampelmuse” genau das Richtige! Mit 100 Prozent Limonade. Mmmmhh. (Trinkgeräusche) Iiiihhh! (Spuckgeräusche) Pfui, was ist das denn? Das ist ja widerlich!

REGISSEUR
Cut! Ja, Teddy, was ist denn los?

TEDDY
Koste mal, das Zeug ist ätzend!

REGISSEUR
Also, Teddy, du hast das ganz wunderbar gemacht, aber du musst das schon überzeugend genießen. Komm schon, das geht ganz fix. Hinterschlucken und lächeln. So schlimm schmeckt sie doch nicht. Hier, nimm einen anderen Becher!

TEDDY
Uach, na schön. Gib her. Bin bereit.

REGISSEUR
Kamera läuft wieder. “Spilko Pampelmuse”-Werbespot, zweiter Take, Action!

TEDDY
Hey Leute, ich bin’s, Tour-de-France-Gewinner und Radfahrlegende Teddy Schreier, und wenn ich wieder mal an mein Limit gegangen bin, brauche ich ein Getränk, das mich erfrischt und aufpowert. Und es muss schmecken. Da ist die neue “Spilko Pampelmuse” genau das Richtige! Mit 100 Prozent Limonade. Mmmmhh. (Trinkgeräusche) (Spuckgeräusche) Baaaahhh! Scheiß die Wand an!

REGISSEUR
Schnitt!

TEDDY
Wollen die mich verarschen? Warum stellen die so was her?!

REGISSEUR
Teddy! Teddy! Ganz ruhig. Easy. Du schaffst das. Die zahlen schließlich gut. Denk dran, du bist deren Werbegesicht für die nächsten drei Jahre. Steht so im Vertrag.

TEDDY
Kaum zu fassen …

REGISSEUR
Hier ist noch mal ein anderer Becher. Alles klar? Läuft.

TEDDY
(seufzt) Na schön.

REGISSEUR
“Spilko Pampelmuse”-Werbespot, Take drei, und Action!

TEDDY
Hey Leute, ich bin’s, Tour-de-France-Gewinner und Radfahrlegende Teddy Schreier, und wenn ich wieder mal an mein Limit gegangen bin, brauche ich ein Getränk, das mich erfrischt und aufpowert. Und es muss schmecken. Da ist die neue “Spilko Pampelmuse” genau das Richtige! Mit 100 Prozent Limonade. Mmmmhh. (Trinkgeräusche) (Spuckgeräusche) Aaaahhhhhh! (Würgegeräusche) ICH BRING EUCH ALLE UM! (hustet) Schluss, aus, Abbruch.

REGISSEUR
Cut! (seufzt) In Ordnung … (ruft in den Raum) Hol’ mir mal jemand Ersatzflüssigkeit. Irgendwas, das wie “Spilko” aussieht!

TEDDY
Nein, schon gut. Ich hab überreagiert … Es tut mir leid. Ich schaffe das. Diesmal wirklich.

REGISSEUR?
Wirklich? Mit diesem Becher hier?

TEDDY Hey, ich hab schon ganz andere Hürden gerissen. Bin ready!

REGISSEUR
Klasse! Zurück auf eure Positionen, people. Kamera läuft noch, ja? ACTION!

TEDDY
Hey Leute, ich bin’s, Tour-de-France-Gewinner und Radfahrlegende Teddy Schreier, und wenn ich wieder mal an mein Limit gegangen bin, brauche ich ein Getränk, das mich erfrischt und aufpowert. Und es muss schmecken. Da ist die neue “Spilko Pampelmuse” genau das Richtige! Mit 100 Prozent Limonade. Mmmmhh. (Trinkgeräusche) Mmmmhhh …. (gequält) Lecker. (mehr Trinkgeräusche) Mjamm … Aahh! (vorgetäuschtes Genussgeräusch) Eine Tür öffnet sich quietschend.

FRAU
Entschuldigung, dass ich störe. Das Team von der Dopingprüfstelle hat vorhin die Becher mit den Urinproben irgendwo stehen lassen.

TEDDY
Oh-oh.

ANDERER REGISSEUR (JENER, DER DEN SKETCH INSZENIERT)
Cut!

REGISSEUR
Hä? Was hat denn nicht gestimmt?

ANDERER REGISSEUR
Der Schauspieler hat nach der Pointe nicht in die Kamera geguckt.
(Posaunentöne)

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Teil eines Manuskripts für ein nie realisiertes Radio- oder Podcast-Projekt aus dem Jahr 2020, in dem es um die Geschichte des deutschen Humors gehen sollte.
Wer die parodierte Fernsehsendung nicht kennt, muss eigentlich nur wissen, dass die Sketche darin sich oft durch teils quälende Wiederholungen und Überkonstruktion auszeichneten und fast immer damit endeten, dass Diether Krebs die Vierte Wand brach und konsterniert in die Kamera blickte. "Sketchup" traf nichtsdestotrotz einen gewissen Nerv und genießt bis heute bei vielen Deutschen einer gewissen Altersgruppe nicht zu Unrecht Kultstatus.

Montag, 26. Juni 2023

Aus dem Audio-Archiv: Anruf im Tätowiersalon

Ein weiterer Scherzanruf, der noch auf meiner Festplatte lagerte und vermutlich um die Jahrtausendwende herum entstanden ist. Ich schäme mich und bitte um Entschuldigung.

Montag, 24. Mai 2021

Schrottcast

Letzte Woche wurde bei "6 vor 9" im "BildBlog" eine Podcast-Parodie bzw. ein Parodie-Podcast namens "Podcasts – der Podcast" verlinkt. In dieser Spotify-Eigenproduktion soll "den beliebtesten deutschsprachigen Podcaster:innen auf humorvolle und liebevolle Art Respekt für ihre beeindruckende kreative Arbeit" gezollt werden. Angehört habe ich mir dieses Format nicht, denn nicht nur schreckt mich die Beschreibung ab, auch die persiflierten Podcasts kenne ich bestenfalls dem Namen nach. Ausnahme: "Zeit Verbrechen". Ich gestehe, dass ich schon während so mancher langer Zugfahrt die ein oder andere Folge dieser beliebten True-Crime-Reihe (wohl die erste ihrer Art in Deutschland) gehört habe. Das hat mich sogar zu einer eigenen Parodie inspiriert, die Teil eines leider nie realisierten Audio-Projekts werden sollte und jetzt an dieser Stelle veröffentlicht werden soll:

Sabine Rückert von “Zeit Verbrechen” erzählt einen Witz 
SABINE RÜCKERT
Heute, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, habe ich einen Fall mitgebracht, der Sie bestimmt besonders interessiert, denn es geht – ja: es geht um ein Verbrechen. Aber auch um einen Witz, und das ist der Witz daran, aber auch das Erschreckende. Da sind also ein Priester, ein Rabbi und eine Blondine, und diese vier Personen – also es sind vier; man muss noch erwähnen, dass auch noch eine Lehrerin dabei ist. Diese vier Personen gehen in eine Bar. Das verläuft zunächst ganz normal, man bestellt ein Getränk, man lacht, man spielt auch eine Runde Darts, vielleicht liegt ein Hund in einem Hundekorb und trinkt Wasser aus einem Schälchen, wie man sich das so vorstellt, man unterhält sich, man geht mal auf Toilette, man geht vor die Tür zum Rauchen, man geht zwischendurch nach Hause für ein paar Wochen, man streitet sich, man blättert die Zeitschriften durch, die da ausliegen, zum Beispiel die neue Ausgabe von Zeit Verbrechen mit einer ganz-ganz tollen Geschichte über junge Frauen, die nackt an einem Jeep über eine Landstraße geschliffen worden sind. Und dann wird es seltsam. An dieser Stelle, das haben damals auch die Zeugen gesagt vor Gericht, ich war ja im Zuschauerbereich, ich habe auch alle Akten gelesen. Also im Zuschauerbereich der Bar, meine ich, neben dem Hund mit dem Wassernapf, da habe ich gelegen, und ich dachte schon damals insgeheim bei mir: Irgendwas an denen kommt mir verdächtig vor, die Sache stinkt mir, wie man so sagt. Zum Beispiel – und das war wirklich ungewöhnlich – hatte einer von den fünfen – es waren nämlich fünf Gäste, aber den fünften habe ich jetzt mal weggelassen, weil der keine Rolle mehr spielen wird, das war ein Schamane. Und als jetzt die Blondine einen Manhattan on the rocks bestellt und dann, als der Barkeeper gerade ein Glas in die Hand nimmt und die Blondine einen Revolver aus der Handtasche zieht, da denke ich: Moment mal, einen Manhattan trinkt man doch niemals mit Eis! Und das Gericht hat ja dann auch entschieden, dass das ein Raub war, also genauer eine, ich zitiere: “räuberische Erpressung”, so heißt das im Beamtendeutsch, und dafür gibt es IMMER eine Gefängnisstrafe, da wird man eingesperrt in einem Gebäude. Ja, und die Blondine hat alles abgestritten, es war aber auch – das habe ich vergessen zu erwähnen – eine andere Blondine, und das war auch nur in einem Film. Dieser Witz basiert auf einem Film. Und da fragt der Rabbi: “Und wie heißt diese Nummer?” Und der Barkeeper antwortet: “‘The Aristocrats’!”
[DRÄUENDE MUSIK LEGT SICH ÜBER DEN MONOLOG, WÄHREND S.R. AUSFADET]
Und an dieser Stelle war die Lehrerin ins Spiel gekommen. Das habe ich extra nachgelesen in der Urteilsbegründung, die ich mir kopiert hatte. Geklaut hatte. Es war, sie war die Lehrerin von Klein Fritzchen, den wir ja schon aus unserem Fall “Der enthauptete Lehrer” kennen. Und die Lehrerin spricht kein Wort Friesisch, sondern nur Hochdeutsch, der Fall spielt ja in Ostfriesland, wir erinnern uns.

Freitag, 26. Juli 2019

Albernes zum Wochenschluss

Kohlrabi steht für Kenia

"Meister Anton Theodor Lamprecht ärgert manchmal minderjährige Nichtschwimmer, trägt schwere, ebenhölzerne Äste, singt gegebenenfalls garstige Gesänge, säuft lachend eimerweise Bier, grillt Tausende Buletten nebst Koteletts, züchtet gelegentlich Kohlrabi und kuckt sonntags (abends) Sport beziehungsweise Tatort, natürlich, bis seine Mutter mit Sorgfalt Labskaus serviert." 

Dieser Satz eignet sich hervorragend, um sich die Staaten Afrikas von Nordwesten nach Südosten (von links nach rechts, "reihenweise") zu merken. Die Anfangsbuchstaben darin entsprechen nämlich den Anfangsbuchstaben der Länder Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen, Ägypten, Mauretanien, Mali, Niger, Tschad, Sudan, Eritrea, Äthiopien, Senegal, Gambia, Guinea-Bissau, Guinea, Sierra Leone, Liberia, Elfenbeinküste, Burkina Faso, Ghana, Togo, Benin, Nigeria, Kamerun, Zentralafrikanische Republik, Gabun, Kongo, Uganda, Kenia, Somalia, Angola, Sambia, Burundi, Tansania, Namibia, Botsuana, Simbabwe, Malawi, Mosambik, Südafrika, Lesotho und Swasiland. 

Ich habe jedoch nur die Binnenländer aufgenommen, die Zwergstaaten habe ich auch rausgekickt. Wer sich trotzdem noch Äquatorialguinea, São Tomé & Príncipe, Madagaskar und die Kapverdischen Inseln einprägen möchte, dem sei folgendes Dialogfragment als Eselsbrücke ans Herz gelegt:
"Mathilda, asoziale Totalversager lieben ärmliche Karohemden mit mausgrauen Nähten." 
"Tatsächlich, Swantje? Ein ästhetisches Subjekt gleicher Größenordnung gastiert seit langem erfolgreich bei Gertrude Tannenbaum."
"Barfuß, nackt, krumm, zerzaust, schmutzig, Äpfelwein gluckernd, krank und keimig! Sie atmet schwer."
"Billiger Tabak! Nichtsdestotrotz besucht sie manchmal Millionäre. Möchten Sie lieber sterben?"

Anm.: Diesen Schwachsinn habe ich im Jahre 2004 geschrieben, weswegen der erst später in Erscheinung getretene Staat Südsudan nicht auftaucht.

Freitag, 13. Dezember 2013

Aus meinem Giftschrank (3)

Wie schon im letzten Dezember hier ein mitgeschnittener Telefonstreich vom Anfang der Nullerjahre. Ich möchte dazu anmerken, dass ich in jener Zeit sehr gerne Flohmärkte frequentiert habe, und dass ich einigermaßen stolz auf diesen Anruf bin, weil tatsächlich alles improvisiert ist!



€: Hintergrundsinfo-Foto


Freitag, 2. August 2013

Aus meinem Giftschrank (2)

Heute: unveröffentlichte Texte für TITANIC online. Da die Anlässe für die meisten Beiträge längst in Vergessenheit geraten sein dürften, habe ich hier und da hilfreiche Links eingefügt.

[25.6.2010] BP erklärt sich
Daß das Sommerfest des Bundespräsidenten am 2. Juli unter anderem von BP gesponsort wird, ist von vielen Seiten harsch kritisiert worden. In einer Pressemitteilung hat der Skandal-Konzern nun Stellung bezogen: "Sehr geehrte Damen und Herren! Das Unternehmen BP ist sich der unschönen Vorgänge im Golf von Mexiko durchaus bewußt. Nichtsdestotrotz werden wir an unserer Absicht, als einer von 19 Hauptsponsoren des präsidialen Sommerfestes zu agieren, festhalten – wir verstehen dies auch als Schritt zur Wiedergutmachung. BP wird am Tag des Festes in erster Linie für das Catering verantwortlich zeichnen. Unser einzigartiges BP-Buffet verwöhnt die Gäste u.a. mit exotischen Fischen, frittiertem Geflügel, eingelegten Krabben, Nudeln mit Ölpesto, Käse mit extra großen Löchern, Pumpsteaks, Sushi (schwarz) mit Klebe-Reis, einer Schokofontäne und anderen Leckereien. ;) Für den großen und kleinen Durst werden unsere Mitarbeiter extra eine Schwarzbier-Pipeline zum Schloß Bellevue verlegen. Wir freuen uns mit Ihnen auf den 2. Juli. Ihre BP."

[7.7.2008] Bundeswehr-TV: Das neue Programm
Der bundeswehreigene Fernsehkanal, den der aktuelle Stern als "Gähn-TV" bezeichnet, will sein Image verbessern. TITANIC zeigt die Programmvorschau für das nächste Wochenende: 
05.30 Mordenmagazin
10.00 Mord ist Ihr Hobby
11.00 Auto, Motor und Mord. Heute: Der Mord Mondeo IV  
13.00 Konzert: Mordern Talking live in Tötensen (Wdh.)
15.00 Der Mord zum Sonntag (Morderation: Anne Kill)
17.30 Ein Schloß am Mördersee
18.30 Law & Morder. Heute: "Dial Y for Murder"
19.30 Mordsee-Report
20.00 Spielfilm: Harold and Mord
22.15 Mord aber fair. Thema: Mörderschulen für Hochbegabte?
23.15 Sexy Mord Clips

[7.12.2009] Nachruf: Alfred Hrdlicka
Zeit seines Lebens verachtete Hrdlicka zwei Dinge: Ungerechtigkeit und Vokale. Gewalt, Körperlichkeit, Lust und Schnauzbärte waren stets zentrale Themen des "Amokmeißlers aus Wien", dessen Kunstwerke Jörg Haider sel. noch als "herrlich entartet" bezeichnete. Als Bub hängte Alfred Zinnsoldaten an den Weihnachtsbaum und schrie "Das san Deserteure, denkt's amal darüber nach!"; in der Jugend folgten ausdrucksstarke Werke wie "Saturn kotzt seinen Sohn wieder aus", "Roll over Mondrian (mit einer Dampfwalze)" und "Im Wutanfall zerdroschenes Ikea-Regal". Zu seinen seltsamsten Schöpfungen zählt jedoch die Zusammenführung von Gregor Gysi und Oskar Lafontaine 2000 in Saarbrücken. Alfred Hrdlicka starb vergangenen Samstag an einem Schlagbohranfall.

[13.12.2009] Fünf unbequeme Fakten über Karl-Theodor zu Guttenberg
1. In seiner Zeit als Wirtschaftsminister hat er nie von einer "Wirtschaftskrise" gesprochen, sondern nur von "rezessionsähnlichen Zuständen".
2. Auf AC/DC-Konzerten erscheint er immer erst nach der Vorband.
3. Er liest vor dem Schlafen die Ilias gar nicht im Original, sondern in der (umstrittenen!) Neuübersetzung von Raoul Schrott.
4. Einer seiner Vornamen ist gekauft: Franz.
5. Auf genaues Nachfragen hin fand er seinen Grundwehrdienst gar nicht so toll, außer das Kekswichsen.

[1.1.2010] Wissenschaftsmeldung
Eine Studie an amerikanischen Jugendlichen hat ergeben, daß zeitiges Zubettgehen langfristig vor Depressionen schützt. Die untersuchenden Forscher lieferten auch gleich einen Grund, früher ins Bett zu gehen: Depression.

[17.12.2010] News zum Jaulen
Weil im US-Bundesstaat Oklahoma das Hinrichtungsgift für Menschen zur Neige geht (wohl wegen Weihnachten), ist gestern erstmals ein verurteilter Mörder mit dem Tier-Narkosemittel Pentobarbital exekutiert worden. Für die Angehörigen des Todeskandidaten gab es dann doch noch eine freudige Überraschung, als der ausführende Henker ihnen anbot: "Für nur 100 $ extra stopf' ich ihn aus und Sie können ihn mit nach Hause nehmen."

[1.3.2011] Trendbehinderung Stottern
Nach dem vierfachen Oscarerfolg des Historienfilms "The King's Speech" ist es buchstäblich in aller Munde: Stottern. Warum stottert man, wo kann ich Stottern lernen und wie stottere ich die Gebühren für den Logopäden ab? Dies sind die Fragen, die sich viele Menschen zur Zeit stellen. TITANIC hat exklusiv mit einem Betroffenen gesprochen. Das Interview lesen Sie hier in voraussichtlich zwei Wochen; derzeit warten wir noch auf das Ende der ersten Antwort.

Mittwoch, 19. Dezember 2012

Aus meinem Giftschrank (1)

Jetzt kommt ein echtes Schmankerl.
Als Jugendliche (hach!) haben ein paar Freunde und ich regelmäßig Telefonstreiche gemacht. Bei meinem letzten Besuch in meinem alten Kinderzimmer habe ich zwei CDs gefunden, die randvoll waren mit solchen mitgeschnitten Prank calls.
Hier ist nun einer der besseren: mein Anruf bei dem Dresdner Feinkosthersteller Dr. Doerr. Mit 7 Minuten geht das Telefonat nicht eben kurz, entwickelt aber eine ganz schöne Dynamik.
Disclaimer: Das Stück ist über 10 Jahre alt. Keine Mitarbeiter von Dr. Doerr sind aufgrund dieses Scherzes zu Schaden gekommen.