Nach einer gnädigerweise langen Pause hat mich, und damit auch dieses Blog, das Thema Kannibalismus mal wieder eingeholt. Im Doppelpack. Bevor ich gestern einen Podcast über das in Amerika wohl jedem Schulkind bekannte Schicksal der Donner Party hörte, hatte ich in Jared Diamonds Monumentalwerk "Collapse" das Kapitel über die Osterinsel gelesen. Darin ist (neben dem Fakt, dass die Plattformen, auf denen die Moais stehen, ahu heißen) zu erfahren, dass die Bewohner der Insel, als ihnen neben vielen anderen lebensnotwendigen Ressourcen das Wildfleisch ausging, ihresgleichen verspeisten. Das muss im 18. Jahrhundert begonnen haben. In dieser Periode bildeten sich mündliche Überlieferungen mit "obsessivem" Kannibalismus-Bezug heraus, unter anderem galt es als krasseste Beleidigung, seinem Feind den Spruch "Das Fleisch deiner Mutter hängt mir zwischen den Zähnen!" entgegenzuschleudern. Das zumindest ließ mich schmunzeln. Auch die sonstigen Ernährungsgewohnheiten der Osterinsel-Bevölkerung mögen bei Fremden ein Schaudern auslösen. Von allen archäologischen Ausgrabungsstätten in Polynesien sind die der Osterinsel die einzigen, an denen man mehr Rattenknochen als Gräten gefunden hat. Das Jagen und Essen der Nager war nicht die Ultima Ratio; mangels Fisch, Schalentieren & Co. landeten Ratten en masse im Kochtopf, gerne als Ergänzung zu Fleisch von See- und Landvögeln. Wir sollten das nicht verurteilen. Diamond merkt an, dass er sich aus seiner Zeit im England der späten Fünfzigerjahre an Rezepte für "Sahne-Laborratte" erinnere, die unter Biologen kursierten. Von derartigen kulinarischen Eigentümlichkeiten wusste ich freilich schon aus dem schwerverdaulichen Dokumentarfilm "Rats".
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Sonntag, 27. Februar 2022
Von Ratten und Menschen
Mittwoch, 30. April 2014
Man isst, was man ist
Eine der vielen schwer gestörten Suchanfragen, die auf mein Blog führen, lautet "kannibalismus nebenwirkungen".
Da macht sich also jemand ernsthaft Gedanken darüber, welche Nebenwirkungen der Verzehr von Menschenfleisch haben könnte. Als wäre nicht eh schon alles egal, wenn man dieses kulinarische Experiment in Erwägung zieht, bzw. als hätte man als potentieller Menschenfresser nicht viel größere Probleme als eine etwaige allergische Reaktion oder Verstopfung oder was auch immer sich dieser Google-Psycho vorgestellt hat.
Nun gut, womöglich handelte es sich bei dem Ratsuchenden lediglich um jemandem mit etwas abseitigem, vielleicht sogar wissenschaftlichem, morbiden Interesse (wie mich).
Da macht sich also jemand ernsthaft Gedanken darüber, welche Nebenwirkungen der Verzehr von Menschenfleisch haben könnte. Als wäre nicht eh schon alles egal, wenn man dieses kulinarische Experiment in Erwägung zieht, bzw. als hätte man als potentieller Menschenfresser nicht viel größere Probleme als eine etwaige allergische Reaktion oder Verstopfung oder was auch immer sich dieser Google-Psycho vorgestellt hat.
Nun gut, womöglich handelte es sich bei dem Ratsuchenden lediglich um jemandem mit etwas abseitigem, vielleicht sogar wissenschaftlichem, morbiden Interesse (wie mich).
Freitag, 5. Juli 2013
Kannibalismus, durch die historische Lupe betrachtet
Das ist echt komisch: Der Artikel "Kannibalismus" ist mittlerweile der meistgelesene auf diesem Blog, und bei den Suchanfragen, die auf Kybersetzung.net führen, liegt "Kannibalismus" auf Platz 2. Das offensichtliche Interesse an diesem Thema möchte ich hiermit stillen. Bei meiner Recherche (= Rumgoogelei) bin ich auf die kostenlos bei Google Books verfügbare Monographie "Von Menschenfressenden Völkern und Menschenopfern" gestoßen (Friedrich Ludwig Walther, Hof: 1784). Die ersten paar Seiten des alten Schmökers habe ich durchgesehen, und ein paar der darin verzeichneten Beispiele für Kannibalismus gebe ich an dieser Stelle wieder.
Da ist etwa der Fall des Schiffs "Peggy", das 1766 in London von einer Reise zurückkehrte, und dessen Captain Folgendes unter eidesstattlicher Versicherung erzählte. Das Schiff war Ende 1765 auf dem Weg von den Azoren nach New York leckgeschlagen und konnte fortan nur mit stark verringerter Geschwindigkeit fahren, weshalb es zu Lebensmittelknappheit kam.
"Eine Kazze und zwo Tauben, die einzigen noch lebendigen Thiere an Bord, wurden izt geschlachtet und aufgetheilt. Der Capitaen erhilt den Kazzenkopf. Nach diesem krazten sie die Muscheln ab, die sich oberhalb des Wassers an das Schiff angesezt hatten. So schwanden nach und nach 16 kummervolle Tage […] Indessen hatten sie alle Knöpfe von ihren Jakken, Licht, Oehl und das Leder von den Pumpen aufgegessen und noch konnten sie kein Schiff erblikken. Sie zogen also das Todes-Loos. Es traf ihren einzigen Neger, der auch sogleich erschossen und in Stükken zerhauen wurde. Dreizehn Tage lang asen sie Negernfleisch, aber nunmehro gieng es zu Ende und nach einem abermaligen zweitägigen Fasten, wurde zum zweitenmahle gelost. Das Loos traf einen Matrosen, den sie alle sehr lieb hatten."
Dem Auserwählten wird eine Gnadenfrist gesetzt, binnen welcher die Mannschaft – o göttliche Fügung! – auf ein anderes Schiff trifft, das sie errettet. So musste am Ende allein der "Neger" dran glauben (ja ja, "Losziehung", schon klar); wobei man dem Kapitän zugute halten muss, dass er dieses grausame Menschenopfer hinterher freiwillig eingestanden hat (Er hätte ja auch sagen können: "Och, der ist ertrunken."). Ein weiteres Exempel wird aus dem Herzen Deutschlands berichtet:
"Im Jahr 1772, da Teutschland Miswachs hatte und vile Provinzen Hunger leiden musten, ward aus den Boineburgischen Gütern, an der Grenze von Thüringen (im Fuldaischen) ein Hirte eingezogen, der durch Hunger gezwungen, einen iungen Burschen erschlagen und gefressen, auch verschiedene Monate lang in gleicher Absicht blos des Wohlschmaks wegen, zu morden fortgefahren hatte. Er sagte im Verhöre aus, daß ihm das Fleisch iunger Leute vorzüglich gut geschmekt habe."
Dann geht es endlich nach Afrika:
"Odoardo Lopez aus Benevento in Portugal, der 1578 und 1589 als Religionslehrer sich einige Jahre in Congo in Süd Guinea aufhielt erwähnt der Ansiger, (Anziker) Völker [...] als einer grausamen Menschenfressenden Nation. Sie sind von einem wilden kriegerischen Carakter und fressen das Fleisch nicht etwa ihrer getödeten Feinde oder Kriegsgefangenen, sondern ihrer eigenen Sklaven / Freunden, und Anverwanden und handeln mit ihrem Fleische als mit einem Lebensmittel. Auf ihren Märkten wird Menschenfleisch, wie bei uns Rind- oder anders Thier-Fleisch verkauft. Sie verkaufen ihre Sklaven an Mezger um von diesen geschlachtet zu werden." [Fußnote: Bemerkenswert, dass die von mir an anderer Blogstelle dokumentierte "um zu"-Schlamperei bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert zu finden ist!] "Vile suchen eine Ehre darinnen fuer den Gaumen ihrer Beherrscher zu sterben und für diese aus ihrem eigenen und ihrer gemästeten Sklavenfleische wohlschmekkende Gerichte zubereiten zu lassen."
Mit "Odoardo Lopez" ist Duarte Lopes gemeint, der als Abgesandter des Heiligen Stuhls im Königreich Loango unterwegs war (dazu vielleicht ein andermal!). In der Tat findet sich auf der Karte der Region von ca. 1630 ein Eintrag "Anzicana, cujus populi Anthropophagi" ("... dessen Bewohner Menschenfresser sind"); ich konnte jedoch nichts Näheres über dieses sagenhafte Volk herausfinden. Genau hierin liegt auch das Problem: Wir müssen uns auf die Berichte von einzelnen Reisenden europäischer Provenienz verlassen, die stets einem gewissen Bias unterworfen waren. Selbst Walther war sich dessen bewusst, wie aus einem hübschen Halbsatz hervorgeht:
"Wäre Lopez der einzige Augenzeuge der dies von ihnen erzählte, so hätte man einem wahrscheinlichen Grund in seine Erzählung Mistrauen zu sezzen, da die Missionare nicht immer die hellesten Köpfe und glaubwürdigsten Leute sind; aber so erwähnen fast alle Reisebeschreiber der Anziger als der grimmigsten Menschenfresser."
Kolonialphantasien allenthalben? Man weiß es nicht. Schaurig-vergnüglich ist solche Kunde von anno dazumal trotzdem zu lesen. Fortsetzung folgt.
Da ist etwa der Fall des Schiffs "Peggy", das 1766 in London von einer Reise zurückkehrte, und dessen Captain Folgendes unter eidesstattlicher Versicherung erzählte. Das Schiff war Ende 1765 auf dem Weg von den Azoren nach New York leckgeschlagen und konnte fortan nur mit stark verringerter Geschwindigkeit fahren, weshalb es zu Lebensmittelknappheit kam.
"Eine Kazze und zwo Tauben, die einzigen noch lebendigen Thiere an Bord, wurden izt geschlachtet und aufgetheilt. Der Capitaen erhilt den Kazzenkopf. Nach diesem krazten sie die Muscheln ab, die sich oberhalb des Wassers an das Schiff angesezt hatten. So schwanden nach und nach 16 kummervolle Tage […] Indessen hatten sie alle Knöpfe von ihren Jakken, Licht, Oehl und das Leder von den Pumpen aufgegessen und noch konnten sie kein Schiff erblikken. Sie zogen also das Todes-Loos. Es traf ihren einzigen Neger, der auch sogleich erschossen und in Stükken zerhauen wurde. Dreizehn Tage lang asen sie Negernfleisch, aber nunmehro gieng es zu Ende und nach einem abermaligen zweitägigen Fasten, wurde zum zweitenmahle gelost. Das Loos traf einen Matrosen, den sie alle sehr lieb hatten."
Dem Auserwählten wird eine Gnadenfrist gesetzt, binnen welcher die Mannschaft – o göttliche Fügung! – auf ein anderes Schiff trifft, das sie errettet. So musste am Ende allein der "Neger" dran glauben (ja ja, "Losziehung", schon klar); wobei man dem Kapitän zugute halten muss, dass er dieses grausame Menschenopfer hinterher freiwillig eingestanden hat (Er hätte ja auch sagen können: "Och, der ist ertrunken."). Ein weiteres Exempel wird aus dem Herzen Deutschlands berichtet:
"Im Jahr 1772, da Teutschland Miswachs hatte und vile Provinzen Hunger leiden musten, ward aus den Boineburgischen Gütern, an der Grenze von Thüringen (im Fuldaischen) ein Hirte eingezogen, der durch Hunger gezwungen, einen iungen Burschen erschlagen und gefressen, auch verschiedene Monate lang in gleicher Absicht blos des Wohlschmaks wegen, zu morden fortgefahren hatte. Er sagte im Verhöre aus, daß ihm das Fleisch iunger Leute vorzüglich gut geschmekt habe."
Dann geht es endlich nach Afrika:
"Odoardo Lopez aus Benevento in Portugal, der 1578 und 1589 als Religionslehrer sich einige Jahre in Congo in Süd Guinea aufhielt erwähnt der Ansiger, (Anziker) Völker [...] als einer grausamen Menschenfressenden Nation. Sie sind von einem wilden kriegerischen Carakter und fressen das Fleisch nicht etwa ihrer getödeten Feinde oder Kriegsgefangenen, sondern ihrer eigenen Sklaven / Freunden, und Anverwanden und handeln mit ihrem Fleische als mit einem Lebensmittel. Auf ihren Märkten wird Menschenfleisch, wie bei uns Rind- oder anders Thier-Fleisch verkauft. Sie verkaufen ihre Sklaven an Mezger um von diesen geschlachtet zu werden." [Fußnote: Bemerkenswert, dass die von mir an anderer Blogstelle dokumentierte "um zu"-Schlamperei bereits im ausgehenden 18. Jahrhundert zu finden ist!] "Vile suchen eine Ehre darinnen fuer den Gaumen ihrer Beherrscher zu sterben und für diese aus ihrem eigenen und ihrer gemästeten Sklavenfleische wohlschmekkende Gerichte zubereiten zu lassen."
Mit "Odoardo Lopez" ist Duarte Lopes gemeint, der als Abgesandter des Heiligen Stuhls im Königreich Loango unterwegs war (dazu vielleicht ein andermal!). In der Tat findet sich auf der Karte der Region von ca. 1630 ein Eintrag "Anzicana, cujus populi Anthropophagi" ("... dessen Bewohner Menschenfresser sind"); ich konnte jedoch nichts Näheres über dieses sagenhafte Volk herausfinden. Genau hierin liegt auch das Problem: Wir müssen uns auf die Berichte von einzelnen Reisenden europäischer Provenienz verlassen, die stets einem gewissen Bias unterworfen waren. Selbst Walther war sich dessen bewusst, wie aus einem hübschen Halbsatz hervorgeht:
"Wäre Lopez der einzige Augenzeuge der dies von ihnen erzählte, so hätte man einem wahrscheinlichen Grund in seine Erzählung Mistrauen zu sezzen, da die Missionare nicht immer die hellesten Köpfe und glaubwürdigsten Leute sind; aber so erwähnen fast alle Reisebeschreiber der Anziger als der grimmigsten Menschenfresser."
Kolonialphantasien allenthalben? Man weiß es nicht. Schaurig-vergnüglich ist solche Kunde von anno dazumal trotzdem zu lesen. Fortsetzung folgt.
(Wikimedia Commons)
Freitag, 30. November 2012
Kannibalismus
Ein Klassikbeitrag aus dem Mai 2010, den ich für den Junior Web Award vorschlage
"Er aß ihn" stand vor einigen Jahren in riesigen Lettern auf dem Titelblatt einer Boulevardzeitung. Es ging um den Kannibalen von Rothenburg, und ganz Deutschland verfolgte die Berichterstattung mit wohligem Gruseln. Die Tat war kein Einzelfall. Wer etwa die Bild verfolgt, stößt alle paar Monate auf entsprechende Vorfälle. "Menschenfresser aß Berliner" habe ich mir z.B. vor ca. acht Jahren ins Notizheft geschrieben, und damit war kein Pfannkuchen gemeint. Legendär ist auch diese kaum kommentierbare Meldung vom April des Jahres 2010.
Und jetzt macht der "neue Jack the Ripper" von sich reden, der das Fleisch von drei ermordeten Huren verspeist haben soll. Kannibalismus ist also keine Seltenheit. Ich glaube, es gibt im Wesentlichen drei Motive:
Liebe Ein Mensch will sich einen anderen "einverleiben", will ihn voll in sich aufnehmen. Die Causa Meiwes war ein Beispiel dafür, ein anderes wird in dem sehr lesenswerten Buch "Verbrechen" von Ferdinand von Schirach geschildert.
Rituelle Gründe Ich sage nur: Papua-Neuguinea. Da frisst man, glaub ich, die ehrwürdigen Ahnen, aber manchmal werden auch Jüngere zubereitet. Wie ich irgendwo mal las, spielen durchaus auch kulinarische Erwägungen eine Rolle. Fleisch aus der Wange soll von einigen Völkern besonders geschätzt werden. Auch Gehirne sind beliebt. Unschöne Nebenwirkung: u.a. Kuru.
Notlagen Die erste derartige Darstellung in der Literatur findet sich bei Mark Twain. Die (ziemlich langweilige) Kurzgeschichte "Kannibalismus auf der Eisenbahn" handelt von einer Gruppe Reisender, die mit ihrem Zug im Nirgendwo feststeckt und, um zu überleben, einen Menschen zum Nahrungsspender wählen muss. Man hörte Ähnliches auch schon von Flugzeug-Passagieren. Im Zweifel muss der Dickste dran glauben. Ich nehme an, bei dem modernen britischen Ripper spielte auch übersteigertes Verlangen, gepaart mit einem Ödipus-Komplex, eine Rolle für sein Handeln. Vielleicht gibt es auch noch ein viertes Motiv: Rache an seinen Feinden. Beispiele: Yoshi in Super Mario World (obwohl der keine Vertreter der eigenen Spezies verschlingt) sowie Hannibal Lecter.
Ich werde noch weitere Forschungen zu diesem Thema anstellen (mal sehen).
"Er aß ihn" stand vor einigen Jahren in riesigen Lettern auf dem Titelblatt einer Boulevardzeitung. Es ging um den Kannibalen von Rothenburg, und ganz Deutschland verfolgte die Berichterstattung mit wohligem Gruseln. Die Tat war kein Einzelfall. Wer etwa die Bild verfolgt, stößt alle paar Monate auf entsprechende Vorfälle. "Menschenfresser aß Berliner" habe ich mir z.B. vor ca. acht Jahren ins Notizheft geschrieben, und damit war kein Pfannkuchen gemeint. Legendär ist auch diese kaum kommentierbare Meldung vom April des Jahres 2010.
Und jetzt macht der "neue Jack the Ripper" von sich reden, der das Fleisch von drei ermordeten Huren verspeist haben soll. Kannibalismus ist also keine Seltenheit. Ich glaube, es gibt im Wesentlichen drei Motive:
Liebe Ein Mensch will sich einen anderen "einverleiben", will ihn voll in sich aufnehmen. Die Causa Meiwes war ein Beispiel dafür, ein anderes wird in dem sehr lesenswerten Buch "Verbrechen" von Ferdinand von Schirach geschildert.
Rituelle Gründe Ich sage nur: Papua-Neuguinea. Da frisst man, glaub ich, die ehrwürdigen Ahnen, aber manchmal werden auch Jüngere zubereitet. Wie ich irgendwo mal las, spielen durchaus auch kulinarische Erwägungen eine Rolle. Fleisch aus der Wange soll von einigen Völkern besonders geschätzt werden. Auch Gehirne sind beliebt. Unschöne Nebenwirkung: u.a. Kuru.
Notlagen Die erste derartige Darstellung in der Literatur findet sich bei Mark Twain. Die (ziemlich langweilige) Kurzgeschichte "Kannibalismus auf der Eisenbahn" handelt von einer Gruppe Reisender, die mit ihrem Zug im Nirgendwo feststeckt und, um zu überleben, einen Menschen zum Nahrungsspender wählen muss. Man hörte Ähnliches auch schon von Flugzeug-Passagieren. Im Zweifel muss der Dickste dran glauben. Ich nehme an, bei dem modernen britischen Ripper spielte auch übersteigertes Verlangen, gepaart mit einem Ödipus-Komplex, eine Rolle für sein Handeln. Vielleicht gibt es auch noch ein viertes Motiv: Rache an seinen Feinden. Beispiele: Yoshi in Super Mario World (obwohl der keine Vertreter der eigenen Spezies verschlingt) sowie Hannibal Lecter.
Ich werde noch weitere Forschungen zu diesem Thema anstellen (mal sehen).
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