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Dienstag, 13. Januar 2026

Just another Jahresstatistik

Jepp, es gibt noch eine nachzutragende personalisierte Zusammenfassung für 2025. Es kam vor zwei Tagen per E-Mail: das "Wrapped"-Äquivalent von, haha!, Payback. Um der Transparenz willen teile ich auch diese Konsumverhaltensauswertung liebend gern.




Ohne die genauen Zahlen zu kennen: Da ging früher aber mehr. Jaaa, früher, als man noch bei Rewe Punkte sammeln konnte ... Als letzter Wert wurde mir noch mitgeteilt, dass ich null mal mit Payback bezahlt habe. Ich weiß nicht mal, wie das geht.

Dienstag, 21. November 2023

Mein vergessener PDF-Schatz

Kaum zwei Monate nachdem Google die Einstellung von Google Podcasts angekündigt hat, erreicht mich eine Mail, die mich auf englisch über das Ende eines weiteren Google-Services informiert – eines Services, den ich überhaupt nicht auf dem Schirm hatte. Offenbar gab es bis 2020 die Möglichkeit, über Google News digitale Zeitschriften zu kaufen. Magazin-Abonnements via App gibt es nach wie vor im Play Store, aber der sog. Google Play Kiosk mit der Möglichkeit, Einzelausgaben zu erwerben, exisitiert nicht mehr. Ab dem 18. Dezember wird nun, lässt mich die E-Mail wissen, auch meine Zeitschriften-Bibliothek auf Google News gelöscht. Dass ich so eine habe, wusste ich nicht (mehr), aber tatsächlich: Folge ich dem beigegebenen Link, habe ich Zugriff auf zwei virtuelle Hefte, die ich mir in grauer Vorzeit in ein ominöses Archiv geladen haben muss.


Aber was heißt "in grauer Vorzeit"? So lange ist das noch gar nicht her. Wieso kann ich mich daran nicht erinnern, und wieso habe ich diese hochinteressanten Zeitschriften (im Retro Gamer geht's um 30 Jahre Super Mario, das Spektrum der Wissenschaft behandelt den Schwerpunkt "Wie Sprache entsteht. Linguisten stürzen Noam Chomskys Universalgrammatik") nie gelesen? Das werde ich in den kommenden Tagen nachholen, sofern ich nicht wieder von etwas anderem abgelenkt werde.

Donnerstag, 10. August 2023

Revisited: Die Regeln des Spiels

Am 19. März 2017 besuchte ich gemeinsam mit einer Freundin die Ausstellung "The Probable Trust Registry: The Rules of the Game" der in Berlin lebenden US-amerikanischen Künstlerin und Kantianerin Adrian Piper. "Ausstellung" ist womöglich nicht der richtige Ausdruck: Das in der Berliner Nationalgalerie der Gegenwart im Hamburger Bahnhof zu besuchende Kunstwerk wird auf der Webseite der Staatlichen Museen als Installation und Gruppen-Performance bezeichnet, bestehend aus "3 grauen raumhohen Wänden, 3 runden goldenen Tresen, goldenen Reliefbuchstaben, 3 Lesepulten, 3 Stehhilfen, Computersystem, 3 Rezeptionsten".

Meine Erinnerungen an diese Erfahrung drohten bereits zu verblassen, aber mit Blick auf die Fotos und Beschreibungen kommen sie wieder. Man betrat also die riesige, gewölbte, nahezu leere Halle und wurde an drei "Rezeptionen" vorstellig. Dort schloss man jeweils einen "Vetrag" mit sich selbst, indem man qua Unterschrift auf einem Touchpad drei "Spielregeln" zustimmte:
1. Ich werde immer zu teuer sein, um gekauft zu werden.
2. Ich werde immer meinen, was ich sage.
3. Ich werde immer tun, was ich sage, dass ich tun werde.

Einem nicht mehr nachzuvollziehenden Gedankengang folgend, unterschrieb ich nur die Verträge 1 und 2, denn allein diese beiden liegen mir noch vor; man bekam sie nach dem Prozedere in gedruckter Form ausgehändigt. Zusätzlich überreichten einem die freundlichen Tresenperson Bögen mit "Handlungsanweisungen". Diese unterschieden sich lediglich hinsichtlich der Nummer der Spielregel, weswegen ich sie hier nur einmal aufführe. Weil ich zu faul bin, die Punkte abzutippen, möchte ich hier und jetzt ein technisches Experiment wagen: Ich werde das Blatt mit meinem Smartphone abfotografieren und den Text mittels OCR auslesen, diesen dann kopieren und in eine Mail einfügen, die ich an mich selbt schicke. Genial? Genial.

Es hat geklappt! Nur einige wenige Korrekturen sowie etwaige Formatierungen musste ich vornehmen.

SPIELREGEL NR. 1 HANDLUNGSANWEISUNGEN:

1. Jede/r Unterzeichner/in unterschreibt und datiert am Empfangstisch eine digitale Persönliche Erklärung auf einem Bildschirm. Anschließend wird die unterzeichnete Persönliche Erklärung zusammen mit dieser Seite, Spielregel Nr. 1 Handlungsanweisungen, auf Papier ausgedruckt.

2 Der/Die Unterzeichner/in lässt am Empfangstisch seinen oder ihren Namen sowie eine Kontaktadresse in ein digitales Verzeichnis aufnehmen.

3. Die Informationen in diesem digitalen Verzeichnis werden der Nationalgalerie-Staatliche Museen zu Berlin gegenüber VERTRAULICH behandelt. Dem Empfangspersonal ist es untersagt, diese Informationen ohne explizite schriftliche Einverständniserklärung des Unterzeichners/der Unterzeichnerin weiterzugeben.

4. Der/Die Unterzeichner/in behält den Ausdruck der unterzeichneten Erklärung sowie der Spielregel Nr. 1 Handlungsanweisungen.

5. Das Empfangspersonal behält im Auftrag der Nationalgalerie-Staatliche Museen zu Berlin die digitale und auf dem Bildschirm unterschriebene Persönliche Erklärung.

6. Die unterzeichnete digitale Persönliche Erklärung wird im Verzeichnis Spielregel Nr. 1 so abgelegt, dass sie dem jeweiligen Namen des Unterzeichners/der Unterzeichnerin und seiner/ ihrer Kontaktadresse eindeutig zugeordnet werden kann.

7. Nach dem Ende der Ausstellung schickt die Nationalgalerie-Staatliche Museen zu Berlin eine Liste, die NUR die nach dem Nachnamen alphabetisch sortierten Namen aller Unterzeichner/innen enthält, an die Unterzeichner/innen der Persönlichen Erklärung der Spielregel Nr. 1 und NUR an diese.

8. Sollte eine Unterzeichner/in der Persönlichen Erklärung der Spielregel Nr. 1 eine/n andere/n Unterzeichner/in kontaktieren wollen, so muss Erstere/r die Nationalgalerie-Staatliche Museen zu Berlin kontaktieren, um die Kontaktdaten des/der Letzteren anzufragen.

9. Die Nationalgalerie-Staatliche Museen zu Berlin muss die ausdrückliche schriftliche Einverständniserklärung des/der Angefragten einholen, bevor seine oder ihre Kontaktdaten an den/die Anfragende/n weitergegeben werden dürfen. Andernfalls gilt die Erlaubnis als nicht erteilt.

10. Das vertrauliche digitale Verzeichnisdokument geht in den verschlossenen Bestand der Nationalgalerie-Staatliche Museen zu Berlin über. Es wird für einen Zeitraum von 100 Jahren, gerechnet vom Enddatum der Ausstellung, für die Öffentlichkeit unzugänglich aufbewahrt.

11. Das Empfangspersonal, die Nationalgalerie-Staatliche Museen zu Berlin sowie die Adrian Piper Research Archive Foundation Berlin haben allesamt Verwahrungsverträge unterzeichnet, die sie auf diese Anweisungen verpflichten.

NATIONALGALERIE-STAATLICHE MUSEEN ZU BERLIN-PREUSSISCHER KULTURBESITZ

Tatsächlich erreichten mich, wie in Punkt 7 vermerkt, nach dem Ende der rund sechsmonatigen Ausstellungsdauer, nämlich im Mai des Folgejahres, zwei E-Mails mit PDF-Anhängen. 14 eng bedruckte Seiten mit Namen in kleiner Schrift, alle teilgenommen Habenden alphabetisch geordnet. 'Ein datenschutzrechtlicher Albtraum!', dachte ich damals, aber gut, es sind ja nur Namen, und wie man den Punkten 8 und 9 entnehmen kann, darf Kontaktaufnahme ausschließlich über die Nationalgalerie erfolgen.

Ihr steht alle auf meiner Liste!

Und was sollte das nun alles? "Das Werk verhandelt auf dialogische Weise, wie Vertrauen gebildet wird und zielt damit auf die Grundlagen zwischenmenschlicher Beziehungen ab. In einem größeren Zusammenhang wirft es philosophische, aber auch ganz praktische Fragen zu demokratischen Prozessen und individueller Verantwortung auf, denn es fordert die Besucherinnen und Besucher nicht nur zu einer Aktion – einem persönlichen Bekenntnis – auf, sondern bringt uns dazu, über unser tägliches Handeln und dessen Konsequenzen auf politischer, ökonomischer und sozialer Ebene nachzudenken." So der offizielle Begleittext. Ich weiß noch, wie ich beim Herausgehen damals recht underwhelmed war. Aber immerhin denke ich über fünf Jahre später noch an diese Aktion.

Donnerstag, 31. März 2022

Betr.: Tennis-Aus, Horrorautor, Payback, Freund

Die australische Tennisspielerin Ashleigh Barty hängt den Schläger an die Wand. Hinsichtlich ihrer Entscheidung wird die 25-Jährige mit den Worten zitiert: "I know how much work it takes to bring the best out of yourself. It’s just I don’t have that in me anymore." (Hervorhebung durch mich.) Sprich: Sie hat nicht mehr das Zeug dazu, packt es nicht mehr, traut es sich nicht mehr zu, und was dergleichen idiomatischer Umschreibungen mehr sind. Was aber macht eine große deutsche Qualitätszeitung aus dem Satz und druckt's als Oberzeile in ihren Sportteil? "Ich habe das nicht mehr in mir".

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Apropos schlecht übersetzt: Vor einer Weile habe ich mir Stephen Kings es von der Dicke her fast mit "Es" aufnehmen könnenden Roman "Tommyknockers" aus dem Bücherschrank gekrallt und bin letzte Woche auf Seite 355 angekommen. Dort gibt es einen Schmunzler. Denn wie später in "Elevation" und "Mr. Mercedes" (ich berichtete) hat sich der Autor in die im Bundesstaat Maine angelegte Kulisse selbst eingebaut: "Franks Nichte, Bobbi Anderson, wohnte jetzt dort – natürlich betrieb sie keine Landwirtschaft; sie schrieb Bücher. Ev hatte kaum je ein Wort mit Bobbi gewechselt, aber sie hatte einen guten Ruf in der Stadt. Sie bezahlte ihre Rechungen pünktlich, sagten die Leute, und klatschte nicht. Außerdem schrieb sie gute alte Westerngeschichten, die man verschlingen konnte, nichts mit erfundenen Monstern und unanständigen Wörtern wie in den Büchern von diesem Burschen, der in Bangor wohnte."

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Jedes Mal, wenn ich irgendwo meine Payback-Karte einsetze, erhalte ich eine E-Mail, die mir mitteilt, wie viele Bonuspunkte ich für die eben getätigte Transaktion gutgeschrieben bekommen habe.
Am Montag nun habe ich innerhalb kurzer Zeit erst bei Rewe, dann bei dm eingekauft und jeweils mit der Payback-, die zugleich eine Kreditkarte ist, gezahlt. Wieder daheim, wurde mir vermittels meines Maileingangs erstmals klar, was der Unterschied zwischen Rewe und dm ist: Die Betreffzeile zur Mail mit dem Payback-Update von Rewe lautete "Dein neuer Punktestand!", während die der dm-Mail lautete: "Ihr neuer Punktestand!".

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Neulich von einer besonderen Figur im US-amerikanischen Recht gelesen: der des Amicus Curiae. Dieser "Freund des Gerichts" fungiert als eine Art Berichterstatter oder sachverständiger Zeuge in Prozessen mit gesellschaftlicher Relevanz, darf aber parteiisch sein und im Rahmen seiner Stellungnahme, die stets als formales schriftliches "Gutachten" vorzulegen ist, neue Rechtsfragen aufwerfen. Weltweit gesehen ist der anglo-amerikanische Amicus Curiae ziemlich einzigartig, jedoch zum Beispiel auch am Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte etabliert.
"Auch wenn der Amicus Curiae in der deutschen Rechtsordnung nicht normativ verankert ist, so treten in der Praxis durchaus Personen in dieser Rolle an die Gerichte heran. [...] Das bis dato prominenteste Beispiel war eine Stellungnahme der Gesellschaft für Freiheitsrechte e.V., die diese im September 2018 in einem Verfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht (Urt. v. 29.1.2020, Az. 6 A 1.19 u.a) eingereicht hatte. Darin ging es um die Frage, ob das Vereinsverbot gegen die Betreiber des Internetportals 'linksunten.indymedia.org' rechtmäßig ergangen war". Ein lesenswerter Gastbeitrag in der "Legal Tribune online" (Zitat von dort) ordnet das Rechtsinstitut historisch ein und erklärt, welche Rolle es hierzulande künftig spielen könnte, nachdem die Tesla Manufactoring Brandenburg SE sich letztes Jahr zum Amicus Curiae aufgeschwungen und am OVG Berlin-Brandenburg unbestellt einen interessegeleiteten Schriftsatz zu einem die sog. Gigafactory betreffenden Verfahren eingereicht hat. Bestehendes Prozessrecht müsste freilich angepasst werden. "Als Vorbild innerhalb des kontinentaleuropäischen Rechtskreises könnte Frankreich dienen. Denn jenseits des Rheins ist der Amicus Curiae bereits seit über zehn Jahren im Code de Justice Administrative normiert – wenngleich er praktisch eher selten genutzt wird."

Samstag, 10. August 2019

Zum zehnten Mal (wahrscheinlich) kein Glück

Dies ist ein Update zu Ich war noch niemals in New York.
Zum "Jubiläum" gab es sogar eine Neuerung: eine automatische Antwortmail von NBC: "Thank you so much for entering the lottery for the SNL 2019-2020 season! You will be notified through the email address you provided only in the event you are chosen. Winners are notified on a rolling basis and may be selected any time throughout the season."
Und so weiter. Klappen wird es vermutlich wieder nicht. Insgehein hoffe ich es sogar, denn, so pathetisch das klingen mag, ich will eigentlich gar nicht nach Amerika, solange dieser Präsident Präsident ist. So!

Montag, 10. September 2018

Ich war noch niemals in New York (2018/19-Edition)

Am 29. September beginnt die 44. Staffel von "Saturday Night Live", und ich habe es zum nunmehr neunten Mal nicht geschafft, Tickets für die Live-Aufzeichnung zu ergattern. Langsam verliere ich den Mut, zumal die Show in den vergangenen drei Jahren wirklich deutlich an Qualität abgenommen hat. Einzig Heidi Gardner und Kyle Mooney waren Lichtblicke; ob sie auch Teil des diesjährigen Ensembles sein werden, steht noch nicht mal fest. 


Samstag, 22. Oktober 2016

Immer wieder nett: Leserbriefe

Vor einigen Wochen spielte ein findiger Finder der Titanic-Redaktion (wo ich arbeite) das Inhaltsverzeichnis eines leicht abstrusen wissenschaftlichen Sammelbandes zu: "Das Orale. Die Mundhöhle in Kulturgeschichte und Zahnmedizin". An die Herausgeber schrieb ich daraufhin für das Oktoberheft 2016 diesen Brief an die Leser
Hartmut Böhme und Beate Slominski!
Sie sind Herausgeber eines im Verlag Wilhelm Fink erschienenen Bandes mit dem Titel »Das Orale. Die Mundhöhle in Kulturgeschichte und Zahnmedizin«, was wir – wenn auch leider gerade in der analen Phase steckenden – Lesefreunde völlig in Ordnung finden. Über Ihr mehr als naheliegendes Grundlagenkapitel »Einführung in die Mundhöhle« haben wir genausowenig zu maulen wie über den Aufsatz »Ethik in der Zahnheilkunde« oder die Beantwortung der bohrendsten Fragen »zur Traumsymbolik von Zähnen«. Mit offenen Mündern saßen wir über den Texten »Ästhetik und Anästhetik des Mundraums«, »Zähne in der Literatur« und »Schlingen und Würgen im Werk von Christoph Schlingensief«. Als wir schließlich den Rausschmeißer »Die Zähne fressen das Orale. Marshall McLuhans Update des Kadmos-Mythos« durchgekaut hatten, waren zwar unsere Speichelkanäle versiegt, doch wußten wir so sicher wie nie: Im Wissenschaftsbetrieb wird noch die abstruseste Quatschidee mit Zungenkußhand genommen und publiziert. Lipp-lipp, hurra!
Eine Frage haben wir aber noch: Wird es ein Hörbuch geben? Sinnlich eingesprochen, ja: -geschmatzt und mit unbearbeiteten Kau-, Beiß- und Schnalzgeräuschen als Bonustracks? Das wäre doch ausgesprochen köstlich!
Sagt »Aaaaaa«:
Titanic
Kurz darauf erreichte uns eine E-Mail folgenden Inhalts (in Auszügen):
"Sehr geehrte Damen und Herren [...] Auf S. 11 mokieren Sie sich über das Buch 'Das Orale' von Böhme/Slominski. Ich setzte voraus, daß ich weder Fr. Slominski noch Hrn. Böhme persönlich kenne. Von der eventuellen Mutmaßung, ich würde hier als 'Ghost-Writer' fungieren, bitte ich Sie von vornherein Abstand zu nehmen. Es steht Ihnen frei, eine Publikation sinnvoll oder sinnlos zu finden, aber mit Ihrer pauschalisierenden Feststellung, im Wissenschaftsbetrieb werde noch die abstruseste Quatschidee mit Zungenhandkuß genommen und publiziert, stimmen Sie mit ein in das aktuelle Stammtischniveau, das als 'abstrus' diffamiert, womit es sich nur nicht auseinandersetzen möchte. [...] Und haben Sie sich schon einmal überlegt, ob das Thema nicht eigentlich hochbrisant ist in Zeiten, da die Zahnsubstanz bei einem hohen Bevölkerungsteil zwischen untere Mittelschicht und Hartz IV ernäherungsbedingt und durch Umwelteinflüsse stark beeinträchtig und gleichzeitg die Zahnzusatzversicherung im Berufsleben zu einem sozialen 'Must have' geworden ist? (Sie persönlich sehen auf den Fotos nicht so aus, als ließen Sie Ihre Zähne verlottern und retouchierten dann die Bilder.) Abgesehen davon, daß uns allmählich der Biß verloren geht. U.a. auch Ihrem Magazin." 
Tja, es juckt mich in den Fingern, dem guten Mann eine ernsthafte Antwort zu geben. Ich könnte etwas von gespielter Oberflächlichkeit, dem Bedienen von Ressentiments und meinem Spaßprinzip "Wortspiel vor Inhalt" schreiben, evtl. aufführen, dass ich dem Wissenschafts(publikations)betrieb selbst nicht ganz fremd bin, und zugeben, dass ich mich sogar ein bisschen schäme; aber Satire zu verteidigen ist halt meistens lahm und letztlich fruchtlos.

Montag, 22. August 2016

Lucky Number Seven?

Zum siebten Mal in Folge habe ich mich heute um ein Ticket für eine Aufzeichnung von "Saturday Night Live" beworben. Sowohl meine Hoffnung als auch mein Enthusiasmus sind inzwischen nicht mehr ganz so hoch wie noch 2010. Damals waren noch Kristen Wiig und Bill Hader und Fred Armisen dabei, das hätte sich richtig gelohnt! Die letzten zwei bis drei Staffeln von SNL haben mich indes meist ermüdet, und auch an Season 42 (!) stelle ich keine riesigen Erwartungen. Freuen würde ich mich natürlich trotzdem wie Bolle, wenn ich irgendwann mal in das ehrwürdige Studio 8H des Rockefeller Centers einrücken dürfte. Man wird ja wohl noch träumen dürfen!

Samstag, 4. Oktober 2014

Betr.: Filmkenntnis, Wölfe, passiv-aggressive Mails

Moderne Zeiten. Junge Leute kennen Filme nur noch unter den Dateinamen, wie man sie auf Sharingseiten findet. Zitat: "James Franco hat mich spätestens seit 'Howl.2010.PROPER.LIMITED.DVDRip.XviD-AMIABLE' überzeugt."

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Notiz vom 14.2.2012

Sächsische Zeitung: "Erstmals gibt es einen sicheren Beweis für einen Wolf südlich der Autobahn 4." – *gasp* Haben uns die Alten nicht davor gewarnt? Erzählten sie uns nicht vom Winter 1893, als angeblich ein ganzes Rudel der Schwarzpelze die mystische Demarkationslinie A4 überschritt? "Bleib stets unterhalb der A4, dann wird dir nichts geschehen", mahnten unsere Mütter, wenn sie uns zu Omas Waldhütte schickten. Jetzt ist es also soweit. Geißlein von Deutschland, verschanzt euch in der Raststätte eures Vertrauens!

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Betreffzeile einer Mail von thalia.de: "Warum haben Sie Ihren Gutschein noch nicht eingelöst?" – Oh, Entschuuuuldigung! Was kommt als nächstes? "Ihr Gutschein löst sich nicht von alleine ein!" Oder: "Es passieren Unfälle. Heute löst einer seinen Gutschein nicht ein, morgen brennt seine Wohnung aus ..."


Mittwoch, 5. März 2014

Betr.: Keulen, Spam, Aldi, Firmennamen

Fakt: Wer das Wort "Antisemitismuskeule" benutzt, tut dies ausschließlich, um Antisemitismus zu rechtfertigen. Als wäre Antisemitismus nicht die viel brutalere, stumpfere, maliziösere Keule! Man sollte dieses Verhalten "Antisemitismuskeulen-Keule" nennen. Und vor allem sollte man eins: ausgewiesene Antisemiten als solche bezeichnen, wann immer es geht ("der Antisemit Rudolf Steiner / Walt Disney / Martin Luther ...").

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Obwohl web.de der wohl schlechteste Email-Anbieter überhaupt ist (12 MB Speicher, max. 500 Mails, hahaha!), habe ich dort noch immer ein Postfach. Die Mails, die von dort aus in meinen Thunderbird gepoppt werden, sind zum größten Teil Werbemist. Ich konnte die Spamflut allerdings neulich spürbar eindämmen, indem ich einen Filter anlegte, durch den jede Nachricht mit den Wörtern "spins", "Freispiele", "Kredit" und "genehmigt" in der Betreffzeile sofort gelöscht wird. Wenn mir jemals irgendwer über web.de mitteilen möchte, dass mir etwas (z.B. ein Kredit) genehmigt wurde, werde ich es nie erfahren.

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Letzte Woche hat es mich mal wieder in den Aldi verschlagen. Bass erstaunt war ich, als ich sah, dass es dort jetzt diese Gemüsecremeaufstriche gibt, die man bisher nur im Bioladen bekommen hat. Wir leben wahrlich in goldenen Zeiten.

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Der beste Kosmetikunternehmensname ist immer noch BÜBCHEN.

Samstag, 18. Januar 2014

Rätselhaftes aus meinem Mail-Archiv (9.11.2012)

ich habe diese idee, mit mir als opfer in der hauptrolle: ich am currywurststand, bestelle und verzehre eine currywurst. am ende kommt der moderator zu mir und sagt, dass ich jetzt bei VERSTEHEN SIE SPAß bin, sie hätten alles gefilmt. ich bin total überrascht, entdecke die kameras und schwöre, dass ich die ganze zeit wirklich nichts gemerkt hätte!
viele grüße,
E

Mittwoch, 12. Dezember 2012

Kurze Mail-Bestandsaufnahme

Ich habe zum Zeitpunkt dieser Niederschrift 1001 (eintausendundeine) eMail in meinem gmx-Posteingang liegen. Bei web.de sind's 430, bei Googlemail 140, bei Hotmail 1298 und in meinem Dienstpostfach 1058 Mails.
Macht zusammen 3927 eMails (Taschenrechner).
Dabei ist es keineswegs so, dass ich jede Nachricht bis zum Sanktnimmerleinstag (12.12.12) aufbewahre! Bei web.de zum Beispiel muss man häufig entrümpeln, weil dort nur lächerliche 500 Mails gespeichert werden. Werbung, Newsletter und (mit zeitlichem Sicherheitsabstand) Kauf-/Zahlbestätigungen fliegen bei mir regelmäßig raus.
Die älteste noch gespeicherte eMail datiert auf den 23.05.2004 und beginnt so: "Halli hallo, heut habe ich nun endlich mal die Zeit gefunden um Euch, wie schon telefonisch angekündigt, alle Details für unser 1. Klassentreffen nach wer weiss wievielen Jahren zukommen zu lassen."
Wie viele Mails lagern in euren virtuellen Briefkästen? Findet ihr das normal? Sollte man alle Mails ausdrucken und abheften? Und wer spricht heute noch von "virtuellen Briefkästen"?