Sonntag, 25. Mai 2014
Ein guter Grund, heute das Haus zu verlassen
Mittwoch, 25. September 2013
Eine Partei unter der LUPe
Das Parteienkürzel LUPe dürfte das, sorry: beknackteste Parteienkürzel aller Zeiten sein. Es steht für "Lärmfolter Umwelt Politik ehrlich". Super. Da hat man einfach vier beliebige Schlagwörter, die auf keine Weise zusammenpassen, zu einer irgendwie bedeutungsvollen Initialkürzung aneinandergereiht. Das kann ich auch! Hiermit beantrage ich Markenschutz für folgende noch zu gründende Parteien:
- BRILLe: "Baulärm Recht Industrie. Liebe Leute, echt!"
- FoLTeR: "Flug ohne Lärm, Themen erörtern real!"
- SCHMEr-z: "SCHland Mehrheit Europa ruck-zuck"
- PEIN: "Partei Einigkeit Intoleranz Neofaschismus"
- WaHNsinn: "Wahlen: alles Hohn? Na, soweit ist's noch nicht!"
Reicht, oder?
Sonntag, 15. September 2013
Basteln mit Parteinamen
1) "Finncrispdose": eine Frischhaltebox für FinnCrisp
2) "Knospdrang": der Trieb einer Pflanze, zu knospen
Für FDP gibt es leider keine Vertreter. Wohl aber für AfD: "Schafdung", "Schlafdoktor", "Strafdilemma" (immerhin 7 Google-Treffer). Und für CSU? Hmmm ... "Cognacsucht"? "Ticsupport" (= Beratung für Menschen mit nervösen Zuckungen; wobei man das wohl mit Trennstrichen schreiben würde)?
Nun aber Schluss damit! Solche Spielereien erfreuen sich schließlich traditionell in der Neonazi-Szene großer Beliebhteit; das Kleiderlabel Consdaple wurde ja nur kreiert, weil darin die Buchstaben NSDAP enthalten sind.
Freitag, 30. August 2013
Der Epic Fail, der keiner war
Die zwei Parteien haben einfach das gemacht, was man halt macht, wenn man keine eigenen Fotos oder Videos anfertigen will oder kann – sie haben die Dienste einer Agentur in Anspruch genommen. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit erwischt man dann eben Material, das schon einmal von irgendjemand anderem benutzt wurde. Auch die Süddeutsche Zeitung und die FAZ erwischen schätzungsweise einmal im Quartal dasselbe Stockfoto für ihre Titelseiten. Darüber kann man jedes Mal ein wenig schmunzeln, aber auch nicht mehr als über die Tatsache, dass der Fahrrad-Clip bereits in einer finnischen Quarkreklame vorkam.
Mich ärgert, dass man sich an dieser Petitesse hochzieht und dabei den eigentlichen Missstand zu vergessen scheint, nämlich dass die NPD immer noch zu Bundestagswahlen antreten darf!
Sonntag, 7. Juni 2009
Gesinnungsbekundung qua Schriftsatz?
Heute finden in einigen Städten, darunter in meiner, Stadtratswahlen statt. Vielerorts konnte man Wahlplakate sehen. Eine Kampagne irgendeiner Partei bediente sich symbolischer Ortsschilder nach dem Muster Ortseingang = etwas Positives, Ortsausgang = etwas Negatives, zB "Mindestlöhne" und darunter (durchgestrichen) "Lohndumping". Ein spezielles Schild trug die Aufschrift "Weltoffenheit", und das darunter stehende Wort "Fremdenhass" war in gebrochener Schrift gesetzt (ich weiß nicht, in welcher genau, da ich das besagte Plakat nur kurz im Vorbeifahren sah).
Das ließ mich wundern. Wieso wird dieses antidemokratische Schlagwort mit einer veralteten Schriftart in Verbindung gebracht? Bzw. warum assoziiert man alte Schriften mit Nationalsozialismus? In diesem Wiki-Artikel steht, dass die gebrochene Schrift 1941 aus den Schulen verbannt wurde, und ist von Hitler nicht überliefert, dass er die lateinische Schrift bevorzugte, um sich besser in der ganzen Welt behaupten zu können? Also wäre das lateinisch gedruckte Wort "Weltoffenheit" tatsächlich im Sinne Hitlers! Obwohl, naja, er hat wohl eher was anderes darunter verstanden. Neonazis wiederum würden freilich nie von "Fremdenhass" sprechen, die sind ja heute viel "subtiler", was mich zu den erwartbarerweise dümmsten Plakaten bringt, nämlich jenen einer nicht erwähnenswerten Partei, die im Ernst "Kriminelle Ausländer raus!" fordert - das Adjektiv "kriminelle" extra klein geschrieben. Und in lateinischen Buchstaben.
