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Sonntag, 30. August 2026

+++ EIL +++ Trockenerdbeeren günstig wie nie +++ JETZT HORTEN!

Gestern habe ich bei Aldi Süd diesen 25-Gramm-Beutel mit Trockenobst gekauft:


"Lieblings-Erdbeere" der Marke Nutripur für 1,99 Euro! Damit ist der im April von Netto aufgestellte, von dm seit bereits 2021 gehaltene Tiefpreis von 110,- €/kg offiziell unterboten: Hier zahlt man 79,60 Euro pro Kilogramm.

Dienstag, 18. August 2026

Ja, ist denn heut' schon Erntedankfest?

Buko hat mit der Sorte "India" eine meiner liebsten Frischkäsesorten im Portfolio. Als ich die hier im Supermarkt sah, konnte ich nicht anders als sie mitzunehmen ...


... obwohl ich den Hype um Pumpkin Spice Latte und davon abgeleitete herbstliche Genüsse nie verstanden habe; ich könnte nicht mal sagen, ob ich jemals in einem Café einen P.S.L. geordert habe. Dieser Aufstrich jedenfalls wird mir als einer der albernsten meiner Konsumentenbiographie in Erinnerung bleiben. Das ist, als ob man sich Lebkuchen aufs Brot schmieren würde! Dazu passt denn auch der irrwitzige Serviervorschlag: Ein halber Becher Frischkäse als Muffin-Topping, why not? Er ist schließlich in der Tat vordergründig nicht herzhaft. Die Arla-Produktseite zu dieser Limited Edition (die, das muss betont werden, Anfang August gelauncht wurde!) preist sie entsprechend an: "Als süßer Aufstrich oder zum Verfeinern herbstlicher Backideen wie Pumpkin Spice Muffins, Zimtschnecken und cremiger Desserts - Arla Buko® Pumpkin Spice sorgt für herbstlichen Genuss mit Wohlfühlfaktor." Drin ist dies: Frischkäse, 10 % Kürbiszubereitung (Zucker, 3,5 % Kürbis, Wasser, Tapiokastärke, Gewürze, Zitronensaftkonzentrat), Speisesalz. Happy Halloween!

Montag, 3. August 2026

Ein Fall von Beutelschneiderei

In der beliebten Stiftung-Warentest-Rubrik "Diese Verpackungen nerven" findet sich diesen Monat ein besonders verwerflicher Fall von Shrinkflation:


Bei der Sorte "Fenchel-Anis-Kümmel" von Teekanne wurde nicht einfach – was schneller auffallen würde – die Anzahl der Teebeutel in einer Packung verringert, sondern der Inhalt pro Beutel reduziert! Nur noch 2 statt bisher 3 Gramm Teemischung befinden sich in einem Beutel, was sich deutlich auf die Ergiebigkeit bei der Teezubereitung und also auf die Intensität auswirken dürfte. Und vor allem: "Das ist eine Preiserhöhung von 50 Prozent", wie Leserin E. aus R. korrekt anmerkt. Der Hersteller begründet die Maßnahme mit "gestiegenen Kosten".

Freitag, 17. Juli 2026

Torsten testet Nachahmerprodukte: Sandwich-Waffeln

Ich muss vorwegschicken, dass ich Kinder Cards nicht mehr als zweimal in meinem Leben gegessen haben dürfte, und das letzte Mal ist schon etliche Jahre her, aber in meiner Erinnerung rangiert dieser Waffelsnack unter allen Süßigkeiten der Marke Kinder (wo der Wortbestandteil Süß- in sehr dicken Lettern gedacht wird) weit oben. Nun hat ein Produkt seinen Weg in unseren Haushalt gefunden, das mich sofort an Kinder Cards denken ließ. Und das soll wohl auch so sein: ja! Sandwich Waffeln haben nicht nur die Anmutung von Spielkarten, sondern auch wenn nicht dieselbe, so wenigstens eine ähnliche (man müsste mal nachmessen) Größe wie das offensichtliche Ferrero-Vorbild. Zwischen den zarten, vom Eigengeschmack her eher neutralen Waffeln schmiegen sich Schokoladen- und Milchcreme, nicht zu dünn, nicht zu dick. Beim Reinbeißen krümelt es nur dezent, und man läuft wenig Gefahr, sich allzu arg vollzusauen. Zwei "Karten" befinden sich in einer kunstoffumhüllten Einheit, von denen sich wiederum fünf in einer Packung befinden. Fazit: Kann man bedenkenlos (für im Vergleich wenig Geld) kaufen und genießen; 7/10 Punkten.

Samstag, 4. Juli 2026

Zwo Chipse

Bei Rewe gab es neulich außergewöhnliche Chips zum Sonderpreis, da musste ich natürlich zugreifen.


Die Pringles-Sorten der limitierten Edition Stadium Snacks sind womöglich schon wieder aus dem Handel verschwunden. Bevor ich die anderen in dieser Reihe testen konnte, habe ich wenigstens die Sorte Cheeseburger probiert ... und wurde angenehm überrascht! Was genau sich hinter der "Würzmischung mit Cheeseburger-Geschmack" und den "Aromen", von denen auf der Zutatenliste die Rede ist, verbirgt, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Am deutlichsten herausschmecken konnte ich kurioserweise Gurken. Käsiges scheint ebenfalls enthalten zu sein (Inhalt: Buttermilchpulver, Laktose), Fleischderivate, deren Hinzufügung wegen der Burger-Anlehnung naheliegt, sind nicht explizit aufgeführt, jedoch kann auch das enthaltene Dinatrium-5'-ribonucleotid tierischen Ursprungs sein. Tja, ein gewisser Mysteryfaktor macht hier halt den Reiz aus; der Flavour lässt sich nicht greifen, beschäftigt aber die Geschmacksrezeptoren. Ich gebe gute 7/10 Punkten.


Funny-frisch liefert wieder mal ab. Intense Chips nennt sich ihre neue Linie, die "
für besonders intensive Würzungen und moderne, außergewöhnliche Geschmacksrichtungen" steht und "ein ganz neues Chips-Erlebnis" für "alle, die es besonders knusprig und geschmacklich intensiv mögen", biete, wie es auf der Firmen-Homepage leicht überladen heißt. Unter den drei aktuell angebotenen Richtungen habe ich mich für Sweet & Spicy Curry entschieden; es gibt auch noch "Perky Pepper" und "Juicy Paprika". Wie so oft, vor allem im direkten Vergleich mit Pringles, kann Funny-frisch mit einer überschaubaren, von Chemie weitgehend freien Inhaltsliste punkten. Curry-, Chili-, Zwiebel- und Mangofruchtpulver sind neben sonstigem natürlichen Aroma enthalten, was sich in einer tatsächlich authentischen Thai-Anmutung niederschlägt. Ein störender Nachgeschmack stellt sich nicht ein, die Textur ist harmonisch, die crossen Scheibchen weisen hinsichtlich Ausprägung und Durchmesser eine gewisse Individualität auf, die sie abermals von Pringles abhebt (deren Uniformität allerdings auch schon wieder bewundernswert ist). Würde ich halbe Punkte vergeben, kämen die "Intense Chips" mit 7,5 von 10 weg, so aber tendiere ich dazu, sie als den "Stadium Snacks" ebenbürtig zu werten.

Donnerstag, 28. Mai 2026

Der Hausherr meldet sich zum Dienst (Aufstrich-Content inside!)

So, da bin ich wieder – und finde das Blog so vor, wie ich es verlassen habe. Die in meiner Abwesenheit veröffentlichten Inhalte konnten nicht nur das von hier gewohnte Qualitätsniveau halten, sondern dieses sogar übertreffen und zudem das thematische Spektrum aufs Interessanteste erweitern (Drogen! Sex! Rennräder!). Auch mit den Klickzahlen bin ich zufrieden; das sind die Synergieeffekte, die ich mir von meinen Gastbeiträgern als Multiplikatoren erhofft hatte. Fazit: Das machen wir mal wieder! Die nächsten Vertretungsstunden kann ich hiermit schon jetzt ankündigen, voraussichtlich für das erste Quartal 2027.

Nun aber zurück zum Wesentlichen. Die neue Stiftung Warentest teilt uns mit, dass Konfitüre jetzt Marmelade heißen darf:

Wer Beeren- oder Aprikosen-Konfitüre schon immer „Marmelade" nennt, liegt damit jetzt auch offiziell richtig. Bisher war der Begriff streng genommen Zubereitungen aus Zitrusfrüchten vorbehalten. Nun darf auch bei anderen Fruchtarten „Marmelade" auf dem Etikett stehen – dank Änderungen der „EU-Frühstücksrichtlinien" und der deutschen Konfitüren-Verordnung. Diese fordern nun auch einen höheren Fruchtgehalt: mindestens 450 Gramm Frucht je Kilogramm, bei der Bezeichnung „Extra" sogar 500 Gramm.

EU-Frühstücksrichtlinien, herrlich! Ganz streng genommen dürfte sich "Marmelade" ja nur auf Zubereitungen aus Quitten beziehen. Wie dem auch sei, mir soll recht sein, was die Frühstücksdirektoren in Brüssel entscheiden. Verstehe ich das richtig: Was "Marmelade" heißen darf, ist nun gleichzeitig lockerer und strenger reglementiert? Auf die Frucht kommt es nicht an, wohl aber auf den Fruchtanteil. Nicht geregelt ist laut Stiftung Warentest übrigens die Produktbezeichnung "Fruchtaufstrich", "mitunter" sei dabei "besonders viel Frucht enthalten".

Dienstag, 21. April 2026

B.B.B.

B.B.B. steht für "BioBio-Beeren", denn siehe: Auch der Discounter Netto hat nun über sein Bio-Segment gefriergetrocknete Beeren auf den Markt gebracht. Es gibt sowohl Erdbeeren als auch Himbeeren im 25-Gramm-Beutel. Der im dieswöchentlichen Prospekt ausgewiesene "Dauertiefpreis" ergibt einen Kilopreis von 110,- Euro, mit dem uns allerdings schon Ende 2021 die Drogeriekette dm entgegengekommen ist. Gespart werden kann, wie im Bild zu sehen ist, mit der Netto-plus-App, die ich aber nicht besitze; ich kann doch, bitt'schön, nicht auch noch für jedes markteigene Bonusprogramm eine App installieren!


Update: Ich war gerade bei dm und kann bestätigen, dass nicht nur der Preis von 2,75 € für 25 Gramm Trockenerdbeeren gleich geblieben ist, sondern dass für denselben Preis nun auch dort getrocknete Himbeeren erhältlich sind. Die getrockneten Heidelbeeren sind jedoch inzwischen aus dem Sortiment verschwunden.

Montag, 13. April 2026

Trockenobst-Update

Heute war ich einkaufen und entdeckte sowohl bei Rewe als auch bei Netto die von mir erst kürzlich als Trendprodukt vorausgeahnte Trockenobstvariante Himbeeren. Zum einen ist jetzt der einschlägige Hersteller Kluth an Bord, der für seine gefriergetrockneten Himbeeren allerdings einen Kilopreis von fast 200 Euro ansetzt.


Zum anderen lässt der mir bislang unbekannte Player Fruucs die Muskeln spielen: Er stellt mit dem Kampfpreis von 99,80 €/kg (für ein 50-Gramm-Glas) einen neuen Tiefstwert auf.


Bei all diesen neuen Beeren sollte man nicht die diversen Klassiker der Müslizugaben vergessen, beispielsweise getrocknete Mangos. Just dieses Wochenende hat die Süddeutsche Zeitung einen großen Vergleichstest jenes Produkts durchführen lassen. Zehn verschiedene Sorten wurden getestet. Angegeben wurde jeweils nur der Preis pro Packung; ich war zu faul, die Kilogrammpreise auszurechnen, doch scheint mir die Firma Seeberger mit 3,69 € je 100 g diesbezüglich vorne zu liegen – getrocknete Mangos sind also deutlich günstiger als ihre beerigen Pendants. Mit 5 von 10 Punkten nehmen die Seeberger-Früchte übrigens den vorletzten Platz ein, geteilt mit denen von süssundclever. Nur die "fruchtigen Mangostreifen" von Rewe Beste Wahl kamen mit 4/10 schlechter weg ("Die Textur wirkt zäh und insgesamt mehr trocken als saftig. Das erinnert mich an industrielle Massenproduktion"). Die höchste Punktzahl, nämlich 9, hat die Testerin der dm-Eigenmarke gegeben: Die Bio-Streifen, als deren Nachteil lediglich die Kleinheit bemängelt wurde, sind mit 1,95 € für 100 g zudem ziemlich billig. 8 von 10 Punkten erhielten die "exotischen Trockenfrüchte Mango" von Farmer naturals (Aldi Süd) sowie das in mehreren Märkten erhältliche Produkt aus dem Hause Farmer's Snack.

Samstag, 28. März 2026

Schmalzkartoffeln statt Salzkartoffeln

Wenn man nur eine einzige Sache über mich weiß, dann diese: dass ich keine Zwiebeln mag. "Torsten Gaitzsch, deutscher Blogger und Zwiebelverächter" ist das Erste, was aufscheint, wenn man meinen Namen googelt. Die Wahrheit ist: Es gibt eine Form bzw. Verarbeitungsart, in der ich die gemeine Küchenzwiebel akzeptiere. Mit Röstzwiebeln habe ich kein Problem. Als Zutat in einem gewissen Produkt halte ich sie sogar für bereichernd, wenn nicht unerlässlich. Die Rede ist von Zwiebelschmalz, kurz Schmalz oder auch Fett (wie in "Fettbemme"). Dieses gibt es seit ein paar Jahren auch auf nicht-tierischer Basis zu kaufen, und beispielsweise Deli Reform Rein pflanzliches Schmalz finde ich ganz famos.

Besagten Veggie-Aufstrich haben wir gerade zu Hause, und auf der Abdeckung befindet sich, was kurios erscheinen mag, eine Rezeptidee. Die haben wir diese Woche umgesetzt. Man kocht 500 g kleine Kartoffeln (z.B. Drillinge) mit Schale in Salzwasser, schwenkt 400 g grüne Bohnen ("Schneidbohnen") in einer Pfanne in veganem Schmalz, gibt Pfeffer, Salz und etwas Wasser dazu und dünstet die Bohnen 10 Minuten. Sind die Kartoffeln gekocht, werden sie in einer anderen Pfanne ebenfalls in Schmalz angebraten. Zu diesen kommen sodann die Bohnen, 140 g kleingeschnittene getrocknete Tomaten und eine angemessene Menge getrockneter Basilikum hinzu. Zuletzt bröselt man 120 g Feta darüber. Die Mengenangaben sind variabel.

Mittwoch, 25. März 2026

Neuer Verpackungsärger

Zwei unentschuldbare Missstände werden im "Echo"-Teil der neuen Ausgabe von Stiftung Warentest angeprangert. Der erste schafft Aufmerksam dafür, dass Shrinkflation auch in der Kosmetikbranche zum "guten" Ton gehört. Michael H. aus E. schreibt über die Tiegel, in denen Sebamed Gesichtscreme daherkommt: "Hier ist nicht nur ein doppelter Boden verbaut, nein auch ein wulstiger Rand." Beweisfoto: ein leerer Tiegel im Querschnitt. Dass die Wuchtigkeit des Behälters "dem Schutz und der Stabilität des Produkts" dienen soll, wie der Hersteller mitteilt, ist für die Redaktion nicht nachzuvollziehen.

Zum Schmunzeln brachte mich der Hinweis, dass Iglo eines seiner beliebtesten Fischgerichte umbenannt hat: "Ich hieß mal Bordelaise Knusprig Kross" steht auf der Packung des nun nur noch "Knusprig Kross" heißenden Gerichts. Dieses hat mit 52 Prozent einen deutlich geringeren Anteil von Seelachsfilet als vorher, moniert Leserin Ruth v. L. aus H. Doch Obacht: Es "handelt sich um unterschiedliche Schlemmerfilet-Varianten"; die "alte" mit 71 % Fischanteil existiert nach wie vor, jetzt allerdings unter dem Namen "à la Bordelaise Classic".

Donnerstag, 19. März 2026

Was geht an der Trockenobstfront?

Fast drei Jahre ist es her, dass ich zuletzt über Trockenobst geschrieben habe. Seitdem waren in zahlreichen Supermärkten wiederholt Anzeichen dafür auszumachen, dass sich gefriergetrocknete Erdbeeren immer größerer Beliebtheit erfreuen. Mitunter war und ist dieses Erzeugnis in Säcken erhältlich, von Koro etwa gibt es 350-Gramm-Packungen. Erstaunlich ist, dass der Trockenobst- und Nussspezialist Seeberger erst jetzt mit gefriergetrockneten Erdbeeren um die Ecke gekommen ist.


Dieses 15-g-Tütchen habe ich mir bei Rewe für den Aktionspreis von 1,89 Euro (was 125,- €/kg entspricht) geholt. Da kann man nicht meckern. Gleichzeitig mit den Erdbeeren hat Seeberger getrocknete Himbeeren in sein Sortiment aufgenommen. Diese Beeren habe ich bisher noch gar nicht als Trockenvariante gesehen. Für so etwas Rares hat man denn auch einen Kilopreis von 157,50 € zu akzeptieren; eine Tüte enthält lediglich 12 Gramm.

Sonntag, 8. März 2026

Wo bleiben die Flips-Tipps?

Das fragen sich wahrscheinlich alle, die einzig wegen meiner kundigen Knabbergebäck-Rezensionen regelmäßig hier vorbeischauen. Nun, nach einer langen Flaute kann ich heute endlich mal wieder eine Flips-Empfehlung aussprechen.


Die Erdnuß-Locken-Sorte Western Style ist die vortrefflichste Offenbarung aus dem Hause Lorenz seit dem Launch der Jumbo-Locken. Die Shrinkflation-Praxis dieser Firma, die im Snacksegment freilich nicht singulär ist, wollen wir bei der Bewertung außen vor lassen; erfreulicherweise war der Preis einer Tüte, als ich sie kaufte, auf verschmerzbare 1,09 € gesenkt. Kurzfazit: Wer ErdnußLocken (Eigenschreibweise) liebt und Chips mit "Western"-Aroma etwas abgewinnen kann, wird mit dieser Neuheit glücklich werden. Abschreckend mag sich die Inhaltsangabe "stark tocopherolhaltige Extrakte" lesen, doch handelt es sich dabei laut Infoseite des Zusatzstoffmuseums um ein unbedenkliches Antioxidans. 8 von 10 Punkten!

Freitag, 13. Februar 2026

Der monatliche Windbeutelpranger

In unsere Redaktionsstube flattert allmonatlich das Magazin der Stiftung Warentest hinein. Leider schaue ich viel zu selten in das Blatt, wodurch ich regelmäßig für mich mal mehr (Olivenöle), mal weniger (Mini-Kettensägen) relevante Testberichte verpasse. Auch habe ich erst diese Woche die famose Rubrik "Über diese Verpackungen ärgern sich unsere Leserinnen" entdeckt. Darin werden Shrinkflation-Vertuschungen und sonstige Dreistigkeiten auf Produktverpackungen aufgezeigt. Aus der aktuellen Ausgabe:



Fruchtgummischnüre werden immer kürzer, endlich sagt's mal jemand! Ich finde das ganz unironisch herrlich! Eine reine Shaming-Plattform ist diese Ecke indes keineswegs, denn die (als solche empfundenen) Missstände werden mit Einordnungen und Nachforschungen durch die Redaktion versehen. So kann sich jeder eine Meinung bilden. Zum Beispiel ich: Im Falle der Kaffeesticks, finde ich, handelt Jacobs zumindest insoweit vorbildlich, als sie die – gewiss kritisierenswerte – Mengenreduktion transparent kennzeichnen.

Ich bin schon gespannt, welche Windbeuteleien es in die Märzausgabe schaffen. Notiz an mich selbst: Öfter Stiftung Warentest lesen!

Sonntag, 14. Dezember 2025

... und sie schrie'n nach Klopapier

Im Juni 2017 hielt ich folgendes Rewe-Erlebnis fest:

Im Supermarkt kaufte ich unter anderem Kamille-Toilettenpapier. Bevor die Kassiererin das Produkt scannte, hob sie es an, hielt es sich vors Gesicht und unterzog es einer intensiven Geruchsprobe. Da musste ich grinsen.

Kamille! Ja, ich gebe es zu: Mit extravaganten Düften und Aromen, zumal in Verbindung mit dem Aufdruck "Limited Edition", kriegt man mich. Und mit "man" meine ich die Hersteller von Drogerieprodukten wie Weichspüler, Geschirrspülmittel oder eben Toilettenpapier. Diese Woche lockte abermals Rewe mit einem speziellen Angebot aus diesem Bereich: Zewa Ultra Soft "Wolkenweich" für 3,99 Euro. Diese Sorte ("NEU!") hat Zewa offenbar anlässlich seines 65. Geburtstags entwickelt. Ob das Papier wirklich weich wie Wolken ist und wonach es riecht, werde ich allerdings vorerst nicht erfahren, denn im Regal entdeckte ich eine weitere zeitlich limitierte, noch abgefahrenere Sorte namens "Mountain Glow". Da musste ich grinsen und gab dieser den Vorzug.

Donnerstag, 27. November 2025

Allerlei Zähflüssiges

Ich liebe es, Listen mit den verschiedenen Varianten und Sorten eines bestimmten Produktes zusammenzustellen. Schon als Bub habe ich handschriftlich und aus dem Gedächtnis (es gab ja kein Internet) alle Ritter-Sport-Sorten in einem Notizbuch festgehalten. Es wäre saisonbedingt mal wieder an der Zeit für eine Knox-Bestandaufnahme, aber mehr als Räucherkerzchen faszinieren mich zurzeit Sirups von Monin. Auch das ist nämlich ein Unternehmen, das sein Sortiment regelmäßig verändert. Seit Jahren habe ich stets eine kleine Auswahl von Monin-Sirups vorrätig; jetzt kam mir in den Sinn, dass ich mir 1-2 Flaschen zu Weihnachten wünschen könnte. Welche neuen Geschmacksrichtungen es wohl gebe, fragte ich mich und wurde von der aktuellen Palette fast erschlagen, welche nicht weniger als 98 umfasst und die ich hier (Quelle: monin-deutschland.de) vollständig auflisten möchte (ohne nachzuzählen). Seid ihr bereit? Die gefetteten Sorten sind die, die ich schon probiert habe, soweit ich mich erinnere.

Agave
Amaretto
Ananas
Apple Pie
Aprikose
Basilikum
Bergamotte
Birne
Blue Curaçao
Blutorange
Brombeere
Bubble Gum
Butterscotch
Caribbean
Choko Cookie
Cinnamon Roll
Cocos
Cranberry
Crème Brûlée
Curaçao Triple Sec
Erdbeere
Falernum
Gelbe Banane
Geröstete Haselnuss
Gewürzte Rote Früchte
Glasco Lemon
Gomme
Granatapfel
Grenadine
Grüne Banane
Grüner Apfel
Gurke
Haselnuss
Haselnuss Zuckerfrei
Heidelbeere
Hibiskus
Himbeere
Holunderblüte
Honig
Ingwer
Irish
Jasmin
Kaffee
Karamell
Karamell Zuckerfrei
Kastanie
Kirsche
Kiwi
Lavendel
Lebkuchen
Lemonade Mix
Lime Juice Cordial
Limette
Limonadenbasis
Limone
Litschi
Macadamia
Mandarine
Mandel
Mango
Maracuja
Matcha Grüner Tee
Melone
Mirabelle
Mojito Mint
Muscovado Zucker
Orange
Orange Spritz
Pfefferminz
Pfirsich
Piña Colada
Pink Grapefruit
Pistazie
Popcorn
Praline
Praliné-Nuss
Pumpkin Spice
Rhabarber
Rose
Salziger Karamell
Sauerkirsche
Schokolade
Schwarze Johannisbeere
Spekulatius
Spicy Mango
Toasted Marshmallow
Vanille aus Madagaskar
Vanille Zuckerfrei
Veilchen
Waldmeister
Wassermelone
Weiße Minze
Weiße Schokolade
Weißer Rohrzucker
Winter Spice
Zimt
Zitronengras
Zuckerwatte

Gotta mix them all! Das hat Spaß gemacht. Ob es letztes Jahr wohl "Dubai" gab?

An dieser Stelle möchte ich erneut die Firma Bürger für ihren Einfallsreichtum loben: Gestern habe ich "Vegane Mini-Maultaschen" und "Thai-Maultaschen" gekauft. Sie waren im Angebot (das heißt anno 2025: 1,49 Euro; vor wenigen Jahren bekam man welche für 99 Cent). Es gibt inzwischen aber auch: "Glutenfreie Maultaschen", "Weißwurst Maultaschen" und "Unsere Besten Käse Maultaschen" (Liste bei weitem nicht vollständig!).

Donnerstag, 6. November 2025

Die Quittung gekriegt

Überaus entzückt war ich, als ich neulich diesen portugiesischen Brotaufstrich sah:


Erklärung: Unser deutsches Wort Marmelade ist eine Entlehnung aus ebenjenem portugiesischen Wort marmelada, das auf der Schachtel steht. Das wiederum ist eine Ableitung von marmelo "Quitte" und hat die Bedeutung "Quittenmus". Und genau um dieses Produkt handelt es sich! Marmelada hat sich also die ursprüngliche, enge Bedeutung bewahrt, und Quittenmarmelade heißt eben nicht, analog zu bspw. marmelada de laranja (Orangenmarmelade), "marmelada de marmelo".
Nichtlinguistinnen mögen jetzt mit den Schultern zucken, aber ich kann mich über so etwas freuen wie Bolle.
Geschmeckt hat's übrigens so mittel.

Sonntag, 7. September 2025

Kurz notiert: Olfactory overload

Hin und wieder gehe ich vor der Arbeit oder während einer Pause zu dm und kaufe Haushaltsprodukte, die ich folglich in der Redaktion, in der ich arbeite, zwischenlagern muss. Das ist bisweilen störend, aus einem banalen, aber nicht zu vernachlässigenden Grund: Reinigungsmittel, beispielsweise Badhygieneprodukte, duften stark. Zum Teil so stark, dass der Duft in Gestank übergeht. Besonders schlimm sind Blauspüler à la "WC-Blau", aber, wie ich am Freitag lernte, auch Wäscheparfüm hat es in sich! Ich mag "Lenor Non-Stop Frische" sehr gern, doch mein Stoffbeutel, in welchem sich die (ungeöffnete!) Dose der Sorte "Aprilfrisch" befand, musste ich im äußersten Winkel meines Büros platzieren, um nicht über die Maßen belästigt zu werden. Was ich damit sagen will: Angenehme Sinneserregungen können in unangenehme umschlagen, wenn sie gar zu intensiv sind.

Samstag, 16. August 2025

(Freeze-dried) Strawberry Fields Forever

Wieder und wieder waren sie mir in letzter Zeit aufgefallen: gefriergetrocknete Erdbeeren. In mehreren Supermärkten wie auch in Drogerien standen Säckchen mit dem edlen Müslizusatz herum. Bald würden sie zum Massenprodukt werden, war ich mir sicher, und von da würde es nur noch ein kleiner Schritt zur Marktüberflutung und zu Preisstürzen sein (vgl. Angebot und Nachfrage). Seit meinem gestrigen Rewe-Besuch weiß ich: Wir befinden uns jetzt an dem Punkt, an dem Trockenerdbeeren keine Nischenware mehr, sondern in rauen Mengen, sogar in Großpackungen verfügbar und beinahe erschwinglich sind.


Kilopreis: 68,54 €. Zum Vergleich: Für den 25-Gramm-Beutel, wie es ihn seit 2021 gibt, zahlt man nach wie vor fast das Doppelte, 110 Euro pro Kilogramm!

Freitag, 16. Mai 2025

Zum Ditschen reicht's

Plombir, das beliebte Eis, in Keksform, das klingt erst mal verlockend. Leider konnte ich mich nicht dafür erwärmen, zumindest nicht für die Breakfast Biscuits mit Schokogeschmack. Es gibt auch noch Karamellgeschmack, der ist womöglich intensiver. Die von mir getestete Sorte fand ich jedoch ziemlich fad.

Das Konzept "Frühstücks-Biskuits" sagt mir aber grundsätzlich zu. Ich aß heute drei dieser Kekse als Begleitung zum ersten Bürokaffee (ich hatte allerdings zuvor schon daheim Müsli gegessen). Dann war die Packung, die ich vor Wochen im Supermarkt entdeckt hatte (Sonderangebot), endlich leer.

Sonntag, 4. Mai 2025

Die Crème der Unendlichkeit

Vor einigen Wochen habe ich einen leichten Riss an meinem Fuß mit dem Inhalt aus dieser Dose behandelt; man beachte das Ablaufdatum des Produkts:



Als ich die Dose zuschraubte, dachte ich: Wenn die leer ist, dann ist die erste Sekunde der Ewigkeit vergangen. Diesem Bild zugrunde lag natürlich die bekannte Erzählung von dem Vogel, der alle hundert Jahre seinen Schnabel an einem Berg wetzt – die erste Sekunde der Ewigkeit sei vergangen, sobald der Berg vollständig abgetragen sei. Aus welchem Märchen der Gebrüder Grimm stammt diese Analogie eigentlich?, fragte ich mich und recherchierte es. Antwort: Aus dem Märchen "Das Hirtenbüblein" (KHM 152). Und das ist nun ein wenig unheimlich, denn ein Hirte, wenngleich ein ausgewachsener, ist es ja, der den Deckel der Penaten-Dose ziert. Das oben zu sehende Logo ist allerdings veraltet! Seit 2009 begleitet den Schäfer nicht mehr ein Hund, sondern ein Schaf.

(Bild der Penaten-Website entnommen)