Merkreime zu den sieben SI-Einheiten und den dazugehörigen Basisgrößen
Mittwoch, 11. Februar 2026
Physik-Lyrik
Montag, 3. März 2025
Eis, heiß, maybe?
Bei TYWKIWDBI erschien am Wochenende ein Beitrag über ein Phänomen, von dem ich noch nie gehört hatte: Tut man einen Eiswürfel in eine Mikrowelle und bringt diese zum Laufen, passiert dem Eiswürfel angeblich nichts, er bleibe auch nach zweieinhalb Minuten noch unaufgetaut.
Das wollte ich selbst überprüfen! Heute Morgen legte ich zwei Eiswürfel in meine Mikrowelle, drehte diese auf 750 Watt und ließ sie mindestens 1,5 Minuten ihre Arbeit tun. Das Experiment verlief wie folgt:
Donnerstag, 7. März 2024
Betr.: Selbstheilung, Strömungen, Strom, Brille
Liebes Tagebuch, die lächerliche Abschürfung, die ich im Dezember 2023 am linken Unterarm erlitt, hat ein Wundmal hinterlassen, das nach einem Vierteljahr immer noch sichtbar ist! Es ist wirklich nur eine winzige Rötung, aber langsam frage ich mich, ob sie je vollständig verschwinden wird. Womöglich ist die auffällige Langsamkeit dieses Heilprozesses Symptom einer tiefer liegenden Störung, die mich irgendwann in ein rätselhaftes Koma fallen lässt. In diesem Fall hoffe ich, dass sich eine Art Dr. House meiner annimmt und im Zuge seiner Nachforschungen auf diesen (und den diesem vorangegangenen) Blogbeitrag stößt, sodann einen "Heureka!"-Moment hat und mich ins Leben zurückholt.
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Apropos Heureka: Neulich kippte ich mein Schlafzimmerfenster an, um durch den Spalt eine meinem Kopfkissen entwichene Daune ins Freie zu befördern. Da passierte Folgendes: Weil es draußen deutlich kälter als drinnen war, flog die Feder wieder zurück in die Wohnung; sie wurde regelrecht nach innen gesaugt. "[I]m unteren Teil strömt kältere Außenluft in den Innenraum. Thermischer Auftrieb, Differenzdruck, Strömungsgeschwindigkeit, Lüftungsfläche, Lage der Öffnungen und Gebäudehöhe stehen dabei in gegenseitiger Abhängigkeit", informiert mich "Baunetz Wissen", und mit Sicherheit wurden mir die zugrundeliegenden Gesetze und Wirkungen im Physikunterricht vermittelt.
Hätte ich den Federeffekt nicht vor zwei Wochen, sondern, sagen wir, in der griechischen Antike beobachtet, wäre ich als Genie in die Geschichte eingegangen, vorausgesetzt, ich hätte ihn schriftlich festgehalten und wäre fähig gewesen, ihn zu deuten. Ungnade der späten Geburt! Was ich damit sagen will: Klassische Zufallsentdeckungen wie Newtons Apfelfall, Archimedes' Badewannenüberschwappung oder den Montgolfier'schen Hemdenflug hätte früher oder später gewiss jemand anders gemacht. Man muss nur die Augen offen halten und die Dinge um sich herum zu interpretieren wissen. Nun gut, manchmal muss schon eine Reihe von Bedingungen erfüllt sein, damit es zum großen Hurra kommt: Vorm Urlaub liegen gelassene Petrischalen, in denen Schimmelkulturen wachsen, spielen zumindest in meinem Leben keine Rolle. Aber das mit der Zimmerluftbewegung im Winter, das habe ich jetzt halt auch entdeckt (Gaitzsch's law).
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Und noch eine physikalische "Entdeckung" habe ich gemacht, allerdings schon im letzten Jahr. Ich hörte, während ich meine Betten neu bezog, über In-Ear-Kopfhörer einen Podcast. Was passierte, weil das Falten, Knittern und Schütteln der Frotteebettwäsche ordentlich Reibungselektrizität verursachte? Der Strom kroch über die Kopfhörerkabel in mein Ohr (in nur ein Ohr, weil er sich stets einen Weg, nämlich den des geringsten Widerstands, sucht) und versetzte mir im Gehörgang einen Schlag. Die Entladung war freilich kaum mehr als ein spürbares Knistern, aber immerhin unangenehm genug, dass ich meine Tätigkeit ab da ohne In-Ear-Beschallung fortsetzte.
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Fast zwei Jahre ist es her, dass ich mir eine neue Brille habe machen lassen, und noch immer werde ich – oft schmeichelnd – darauf angesprochen, sogar (bzw.: erst recht?) von Leuten, die mich sehr selten sehen. Als ich letztens routinemäßig bei meiner Zahnärztin war, sagte die Sprechstundenhilfe zu mir: "Oh! Haben Sie eine neue Brille?" Ich musste kurz überlegen und sagte: "Eigentlich trage ich die schon ... ach nee, stimmt, die habe ich erst bekommen, nachdem ich das letzte Mal bei Ihnen war."
Mir gefällt das neue Modell sehr gut. Die Gläser sind größer als die alten, was allerdings einen Nachteil mit sich bringt: Das Putzen dauert erheblich länger! Mehr fällt mir dazu nicht ein. Das war's für heute.
Dienstag, 5. Oktober 2021
Wissen macht *gähn*
Was mich, nun ja, "aufregt" wäre ein zu starkes Wort ... Was mich die Augen rollen lässt, ist, wenn ein uraltes Mysterium der Natur aufgeklärt wird und die Lösung geradezu trivial, um nicht zu sagen banal ausfällt. Beispiel: der "singende Sand". Wüstendünen geben unheimliche Geräusche von sich, die seit Jahrhunderten wahlweise als Brummen oder Dröhnen beschrieben werden, während die Ursache(n) im Trüben blieben. Ich hatte wiederholt von diesem Phänomen gelesen; meine Enttäuschung, als 2004 die Erklärung geliefert wurde, kann man sich vorstellen: "Französische Forscher der Université Paris 7 haben das Geheimnis nun gelöst. 'Die mysteriösen akustischen Signale stammen aus Lawinen, in denen Sandkörner aufeinander prallen und elastische Wellen auf der Dünenoberfläche erzeugen'." ("Spiegel online")
Ein zweites recht bekanntes Wüstenrätsel war das der scheinbar wandernden Steine im Death Valley. Im kalifornischen Wüstensand fanden sich immer wieder von Felsbrocken hinterlassene Schleifspuren, deren Zustandekommen aber nie jemand hatte beobachten können. 2013 dann wurde eine der zahlreichen im Laufe der Jahrzehnte aufgestellten Thesen bestätigt. "Eines Nachts passierte es: "Nachdem es geregnet hatte, bildete sich ein flacher See auf der Hochebene, er gefror. Millimeterdünnes Eis umschloss die Steine. Im Tauwetter am Morgen zerbrach es in Abertausende Schollen, die vom Wind getrieben wurden. Eingekeilt im Eis nahmen auch die Steine Fahrt auf. Die Forscher entdeckten frische Schleifspuren hinter vielen Brocken." (Nochmals "Spiegel online") Das ist schon leidlich interessanter; ernüchternd und gleichzeitig ulkig ist dabei aber, dass die These nur deshalb ewig nicht verifiziert werden konnte, weil Aufnahmen mit fest installierten Kameras im Tal des Todes nicht erlaubt sind.
Auf welt.de las ich nun heute etwas, das mich sofort an diese Art von Entzauberung erinnerte: "Geheimnis der schwebenden Steine ist gelöst". Es geht um jene flachen Steine, die häufig beispielsweise auf dem gefrorenen Baikalsee vorzufinden sind und lediglich von einer dünnen Eissäule getragen werden. Die Physik dahinter ist allerdings komplexer, als ich zuerst befürchtete, und ich möchte den Artikel gerne weiterempfehlen.
(Mit Dank an Sebastian S.!)
Dienstag, 15. Januar 2019
Muss ich denn alles selber machen?!
Es handelt sich streng genommen um mehrere Teil-Rätsel, von denen das erste am einfachsten zu lösen ist. Der Bodensee hat ein Volumen von 48 km³, also 48 Billiarden Milliliter. Legt man Instantpulverpackungen für je 500 ml Wackelpudding zu Grunde, kommt man darauf, dass 96 Billionen Stück benötigt werden. Das sind 9,6 Milliarden Tonnen Pulver, also fast eine Million Mal der Eiffelturm; das ist schon einigermaßen unvorstellbar und schwer zu glauben.
Gesetzt den Fall, die Firma Dr. Oetker würde es je schaffen, so viel Wackelpuddingpulver zu produzieren (der Gesamtkaufpreis betrüge, sofern man praktische Achterpacks der Sorte Waldmeister bei Amazon bestellt, 95.040.000.000.000,- Euro, ein gutes Stück weniger als das weltweite Bruttoinlandsprodukt): Wie schaffen wir es, den Bodensee zu erhitzen? Dr.-Oetker-Wackelpudding braucht nicht gekocht zu werden, doch muss man das Pulver in zu erwärmendes Wasser einrühren. (Das Rührproblem lassen wir mal außen vor; eventuell müsste man ein tausendköpfiges, mit Quirlen ausgestattetes Tauchteam in Thermoanzüge stecken und durch den See schwimmen lassen.) Wir sollten die Vorteile des Klimawandels nutzen und das Experiment im Hochsommer durchführen. In Ufernähe wurden im Bodensee in den letzten Jahren Temperaturen von bis zu 28° C gemessen! Gehen wir von einer Durchschnittstemperatur von 22 Grad aus, die wir auf sagenwamal 90 Grad erhöhen wollen, beträgt unsere gewünschte Wärmeenergie 13.643.520.000.000.000.000 Joule oder kurz 13.643.520 Terajoule. Das ist gerade mal ein Tausendstel des jährlichen Gesamtenergiebedarfs der Bundesrepublik Deutschland. Dennoch sind, um diese Energie zu erzeugen, 65 Exemplare der stärksten jemals gezündeten Wasserstoffbombe, der sowjetischen "Zar-Bombe", nötig. Und ich glaube gerade, an irgendeiner Stelle habe ich mich verrechnet. (Auf Dominica gibt es übrigens eine überflutete Fumerole, die als "boiling lake" eine Touristenattraktion darstellt. Darin könnte man den Versuch im kleinen Maßstab proben.)
Als nächstes gilt es, den Bodensee tüchtig abzukühlen. Das fertig gerührte heiße Dessert muss nämlich noch zwei Stunden im Kühlschrank stehen, um seine typische Festigkeit zu erlangen. Ich habe allerdings keine Energie (!) mehr für weitere Rechenspiele. Nehmt's halt Antimaterie oder was.
Der wichtigste Punkt kommt ohnehin zuletzt ins Spiel: Reicht die Oberflächenspannung von Wackelpudding, wie wir ihn kennen, überhaupt aus, um einen ausgewachsenen, normalschweren stehenden Menschen zu tragen? Ich habe mehrere englischsprachige Diskussionsthreads gefunden, in denen es um das amerikanische Pendant Jell-o geht; ähnliche Beschaffenheit wie bei unserem Wackelpeter vorausgesetzt, scheint mir die Haupt-Kniffligkeit darin zu bestehen, dass gelatinöse Speisen inhomogen und viskoelastisch sind. Kurioserweise wird häufiger die Frage behandelt, ob man in Jell-o schwimmen könne. Eine befriedigende, aber unbelegte Antwort auf Google Questions lautet: "[I]f the Jello is so concentrated that it behaves as a solid, the best you can do is to dig your way
across. You'd NOT fall to the bottom!" Der Konsens ist offenbar: Es kommt auf die Dichte des Puddings an. Zur Sicherheit sollte man also ein paar Tütchen mehr in den See schütten.
Ich denke, ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich voraussage, dass die Menschheit sich niemals zu diesem potenziell sehr spaßigen Experiment durchringen wird. Bleibt also die graue Theorie, doch wer mag sie beherrschen außer Randall Munroe, der anscheinend Wichtigeres zu tun hat? Vielleicht sollten manche irdischen Rätsel ja auch nie gelöst werden – nicht umsonst spricht man von Götterspeise ...
Freitag, 30. Juni 2017
Fragen, die ich mir selbst stelle
Aber befragen wir doch drei willkürlich ausgewählte Quellen zu diesem Haushaltsrätsel. ">Alle Speisen, die in kurzer Zeit bei sehr hoher Temperatur zubereitet werden, sollten in den vorgeheizten Ofen geschoben werden. Werden diese Gerichte in einen kalten Ofen eingeschoben, können sie zäh und labberig werden", behauptet die Seite hausjournal.net. "Zum Beispiel die Aufbackbrötchen oder eingefrorene Brötchen, die Sie für Ihr Sonntagsfrühstück aufbacken wollen, sollten unbedingt in den vorgeheizten Ofen." Labberige TK-Brötchen sind mir persönlich noch nie untergekommen; bei Pizza möchte ich es nicht ausschließen. Eine Begründung bleibt der Artikel allerdings schuldig. Kuchen, so weiter, könne wie Brot und Aufläufe hingegen auch in den kalten Backofen geschoben werden.
Das Magazin Chip (womit die sich so beschäftigen!) gibt meiner Logik recht: "Wenn Sie den Ofen vorheizen, dauert es in der Regel insgesamt länger bis Ihr Gericht fertig ist. Das liegt daran, dass das Auftauen und Garen des Produkts bereits während des Aufheizens geschieht." Eben! Weiter: "Bei einigen Gerichten ist es ratsam den Backofen vorzuheizen. Immer dann, wenn eine Oberfläche knusprig werden soll, kann das Nicht-Vorheizen den Geschmack beinträchtigen. Während eine Kruste erst ab einer bestimmten Temperatur gebildet wird, ist das eigentliche Gericht der langsam zunehmenden Temperatur ausgesetzt. Das kann dazu führen, dass das Gericht einen anderen Geschmack annimmt. Wenn Sie den Backofen vorheizen, können Sie sichergehen, dass Sie das bestmögliche Geschmackserlebnis bekommen." Okay, ist notiert.
Eine alte "Stimmt's?"-Kolumne aus der Zeit klärt, zum Dritten, auf, dass "Vorheizen [...] fast immer überflüssig" ist. Der Vorteil des Anwärmens bestehe lediglich darin, dass man sich auf die in Rezepten angegebenen Backzeiten eher verlassen kann. Denn, und darin gehen auch die anderen zwei Quellen d'accord, unterschiedliche "Öfen heizen sich unterschiedlich schnell auf".
Freitag, 16. September 2016
Albernes zum Wochenschluss
Anionen: die schlechtgelauntesten aller Teilchen. Sind ständig negativ geladen und machen andere Ionen dumm an, daher der Name
Baryonen: besonders schwere Teilchen. Um abzunehmen, gehen sie zum Spinning und trainieren auf Indoor-Bikes (siehe auch: Spinräume)
Charginos: italienische Antimaterie (Antipasti), vergleichbar mit Kapern
Dämonen: bilden die dunkle Energie im Erdkern
Elektränen: lügen nicht
Fermionen: werden in der Molekularküche eingesetzt. Rezepttipp: ein gutes Dutzend Bärlauch-Atome spalten, Majoran-Fermionen darüber streuen, mit einer Prise Parmeson abschmecken und auf dreifache Lichtgeschwindigkeit beschleunigen
Gravitonen: fallen immer mit der marmeladenbeschmierten Seite auf den Boden
Higgs-Bison: das neue Nationaltier der USA (Atommacht!)
Isotonen: mit ihnen werden hochgradig ekelhafte Flüssigkeiten angereichert
Jesus-Körnchen: so nennen Kreationisten alle Teilchen, die man nicht mit bloßem Auge sehen kann
Kaonen: besonders kaotische Teilchen. Wo sie auftauchen, geht's drunter und drüber, vgl. den Film "Die nackte Kaone"
Lego-Teilchen: die am schwersten zu findenden Teilchen (mal unter der Couch nachsehen!)
Makronen: besonders große Teilchen, der Wortstamm makro- bedeutet "mit Kokosraspeln"
Neutrinos: lustige Kleinstteilchen für Kinder. Pädagogisch wertvoll, da sie sich wegen ihrer Neutralität nicht dem klassischen Gut-Böse-Schema zuordnen lassen
Omega-minus-Hyperonen: sind nur in ihrer ungesättigten Ausführung gesund
Photonen: Falschschreibung für "Protonen"
Quanten: (bitte eigenen Schuh-Scherz machen)
Ramonen: nicht durchgesetzte Eindeutschung des Bandnamens Ramones
Strange-Quarks: schmecken komisch und können in sich weitere Teilchen enthalten, z. B. Kirschkerne
Tachyonen: Zeitteilchen. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage zunehmend von "Teilzeitteilchen" verdrängt
Unheimlich: es gibt keine Teilchen, die mit "U" anfangen!
Verdächtig: auch keine mit "V"!
Wallonen: kommen nur in Belgien vor. Das Brüsseler Atomium ist zum Beispiel daraus gebaut worden
Xenophonen: auch bekannt als "Die Xenophons", griechische Geschichtsschreiberfamilie
Ypsilonen: siehe auch: Buchstabensuppe, Ytong
Zitronen: saure, gelbe Teilchen. Achtung, dürfen nicht ins menschliche Auge geraten!
Donnerstag, 9. Juni 2016
Kurz notiert: Klima, wandel dich
Dienstag, 23. Juni 2015
Neulich in der mündlichen Physikprüfung
- "Ähh ... Masse?"
- "Richtig. Weiter!"
- "Volumen? Nein, Stoffmenge!"
- "Ja, was noch?"
- "Stärke."
- "Sie meinen sicher Lichtstärke. Okay, lass ich gelten."
- "Dichte?"
- "Blödsinn! Dichte ist doch keine Basiseinheit! Weiter, bitte."
- "Hmmm ... Anti-Haarverlust?"
- "Etwas genauer."
- "Anti-Haarverlust, verursacht durch Haarbruch."
- "Sehr gut. Eine noch, es darf auch eine abgeleitete sein!"
- "Ähmmm, katalytische Aktivität!"
- "Korrekt, wobei ich auch die Bezeichnung Haarwurzel-Aktivierung hätte gelten lassen."
Mittwoch, 24. Dezember 2014
Fragen, die ich mir selbst stelle
Im Internet ist dieses Thema ein Dauerbrenner. Verblüfft musste ich feststellen, dass es selbst in Expertenkreisen divergierende Meinungen gibt. In einem Physikerforum etwa ist die herrschende Meinung, das Ganze sei nur eine Legende – leider fehlt da die Quellenangabe. Die Löffelmethode wurde sogar bereits zweimal in populärwissenschaftlichen Fernsehsendungen getestet – allerdings mit unterschiedlichen Methoden und Ergebnissen. Bei "Quarks & Co." wurde offenbar lediglich die Temperatur gemessen, und es stellte sich heraus (Zitat eines Physikforums-Users): "Die Luft über dem Sekt wirkt als thermischer Isolator und verhindert den Wärmeabfluss, wenn man eine warme Sektflasche in den Kühlschrank stellt. Hängt man einen Gegenstand mit sehr guter Wärmeleitung in den Flaschenhals (z.B. einen Silberlöffel), so erhöht sich die Wärmeübergangskonstante des Systems und die Flasche kühlt schneller ab." Klingt ganz gut. Zumindest für mich als Laien.
Nun ist die Frage, ob, und wenn ja, warum das schnellere Abkühlen der Flasche den Kohlensäuregehalt begünstigt. In der Sendung "Kopfball" hat man dann sogar bestätigen können, dass die Löffel-Sekte (Sekts?) am nächsten Tag wirklich mehr Kohlensäure enthielten. Erklärung: s.o. (Kalte Getränke binden mehr Kohlensäure.) Man kann das alles zusammenfassend bei "Zeit online" nachlesen. Moneyquote: "Aus dieser Erklärung folgt sofort, dass der Löffel aus einem Material bestehen sollte, das möglichst gut die Wärme leitet. Plastiklöffel bringen also gar nichts, es muss schon Metall sein." Daraufhin habe ich meine absolut nutzlosen Utensilien guten Gewissens dem Mülleimer überantwortet.
Mittwoch, 13. Februar 2013
Fragen, die ich mir selbst stelle
Also, anscheinend habe ich die Eigenschaften der Größen Gewicht und Kraft jahrelang wild durcheinandergehauen. Gewicht ist nämlich eine Spezialform der Kraft, weswegen man auch Gewichtskraft sagt. Kraft allgemein "gibt an, wie stark zwei Körper aufeinander einwirken." (schuelerlexikon.de). Das Formelzeichen ist ein F mit 'nem Pfeil obendrüber, F allein steht für den Betrag, die Einheit ist 1 N (Newton). "Ein Newton (1 N) ist die Kraft, die einem Körper der Masse 1 kg eine Beschleunigung von 1 m/s² erteilt. Es ist etwa die Kraft, mit der ein Körper der Masse 100 g auf eine ruhende Unterlage drückt oder an einer Aufhängung zieht." (ebd.) Das Konzept einer Quadratsekunde kann mein Gehirn leider nicht verarbeiten.
Nun zum Gewicht. Das definiert schuelerlexikon.de genau wie Kraft: "Die Gewichtskraft gibt an, wie stark ein Körper auf eine Unterlage drückt oder an einer Aufhängung zieht." Die Maßeinheit ist ebenfalls 1 N (häh?). Das Formelzeichen ist
, bei Wikipedia allerdings
. Soso. Wikipedia schreibt weiter: "Sie ist nach unten gerichtet und setzt sich im rotierenden Bezugssystem der Erde aus der Gravitationskraft und einer kleinen Korrektur durch die Zentrifugalkraft zusammen." Kann man also sagen: Gewichtskraft ist immer auf die Erde bezogen? Das täte ich akzeptieren.
."Mittwoch, 4. November 2009
Die geilste Wissenschaftsmeldung,
(Zeit, scienceblog)








