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Sonntag, 21. Dezember 2025

Weihnachten, fröhliche

Das hätte ich mir auch nicht träumen lassen, dass ich mal einen Weihnachtsbaum in der Wohnung stehen haben würde, allein schon deshalb, weil in meiner alten Wohnung gar nicht genug Platz dafür gewesen wäre. But here we are!

Ich verabschiede mich für ein paar Tage in die Weihnachtspause. Bis zum Ende des Jahres werden aber noch mindestens drei Beiträge erscheinen. Eine schöne Zeit wünsche ich allen!

Freitag, 21. November 2025

Es weihnachtet sehr (im November!)

Es tut mir leid, falls ich mit diesem Post Langeweile erzeugen sollte, doch getreu dem Motto des Techniktagebuchs, "Ja, jetzt ist das langweilig. Aber in 20 Jahren!", ist es mir eine Herzensangelegenheit, für die Nachwelt festzuhalten, wann das hierzulande so richtig außer Rand und Band geriet mit dem vorzeitigen Feiertagsjubel (iubilatio praecox).

Am selben Tag, als ich an dieser Stelle erstmals über verfrühte Weihnachtsbeschmückung im öffentlichen Raum lamett-, äh: lamentierte, musste ich beim Gang auf die Einkaufszeile feststellen, dass auch in unserem Örtchen schon die Lichterketten funkeln. Zugegeben, hier oben im Taunus ist das nicht unpassend, fiel doch schließlich wenige Tage später ordentlich Schnee; der Große Feldberg ist bereits vollständig berodelbar. Aber auch in Frankfurt: Lichterglanz, Adventskränze und rot-grüne Ornamente, wohin man schaut. Besonders Apothekenschaufenster tun sich diesbezüglich hervor. Und vor einem persischen Restaurant stehen drei mannshohe Aufblasfiguren aus dem Dunstkreis Santa Klausens. Anfang der Woche schaltete ich den Fernseher ein: Werbespots, als wär's schon Mitte Dezember! Ist der Coca-Cola-Christmas-Truck in der Vergangenheit auch schon um diese Jahreszeit über die Mattscheibe gerauscht?

Unerhörtes dringt vom Tegernsee zu uns: Uli Hoeneß hat seine "berühmte Fichte im Garten bereits zum Christbaum umfunktioniert und illuminiert", was der FAZ heute den Großteil ihrer "Deutschland und die Welt"-Seite wert war. "Ist das nicht ein bisschen früh?", frug sie den FC-Bayern-Ehrenpräsidenten, der sich wie folgt rechtfertigte: "Normalerweise beleuchten wir erst um den ersten Advent. Aber jetzt hat es geschneit, fast zehn Zentimeter. In so einer schönen Winterlandschaft sieht der Baum besonders schön aus." Dass die knapp 1000 Lämpchen mit Einbruch der Dunkelheit eingeschaltet werden und sich sieben Uhr morgens ausschalten, dass die Fichte mittlerweile den Status einer örtlichen Attraktion eingenommen hat und dass "zwei Fachleute zwei Tage lang" unter Zuhilfenahme eines Kranwagens mit dem Herrichten des Baumes beschäftigt waren, ließ uns Hoeneß im Interview wissen.

Offenlegung: Ich persönlich bin diese Woche kulinarisch schwach geworden und habe mir eine Packung Stollenkonfekt (Mohn-Marzipan) als Snack zum Nachmittagskaffee geholt. Die Dinger sind mega.

Dienstag, 11. November 2025

"Bald" nun ist Weihnachtszeit

In den Chor derer, die den alljährlich weiter nach vorn rückenden Verkaufsstart für saisonales Naschwerk beklagen, mag ich nicht einstimmen. "Spekulatius im August! Christstollen im September! Fondant-Dotter im Januar!" – ja ja, wir haben's zur Genüge gehört. Was mir jedoch dieses Jahr auffällt, scheint mir dokumentierenswert: Bereits jetzt, Anfang November, ist an vielen Stellen Weihnachtsdekoration zu sehen. Auf einer Imbissbude im Frankfurter Hauptbahnhof stehen mindestens seit letzter Woche Rentiere und winterliche Ornamente. Am Oberdeck eines Parkhauses in der Innenstadt hängen silbern glitzernde Lichterketten. Diverse Schaufenster sind entsprechend geschmückt. So einen regelrechten Festtags-Drang kannte ich bisher nur aus anderen Ländern. Tannengrün vor dem 1. Advent, das war doch bislang bei uns undenkbar. Es macht den Eindruck, als könnten es die Deutschen heuer kaum erwarten, dass es weihnachtlich wird, als sehnten sie die besinnliche Zeit nicht nur herbei, sondern wollten sie mit aller Gewalt manifestieren.

Wenn ich dran denke, werde ich nächstes Jahr das erste Auftauchen von Xmas-Deko fotografisch festhalten. Ich könnte mir im Übrigen vorstellen, dass man hierzulande demnächst auch das Erntedankfest nach amerikanischer Art begeht, quasi als Nachvornverlängerung der Weihnachtszeit. Halloween, Thanksgiving, Nikolaus, Heiligabend, Silvester, zwei Monate lang "Happy Ho-Ho-Holidays!" – ich weiß nicht recht, was ich davon halten soll.

Samstag, 4. Januar 2025

Viel Rauch um viel

In der Weihnachtszeit 2024 habe ich mehr Räucherkerzchen angezündet als all die Jahre zuvor. Auch heute lasse ich eins runterbrennen (bis zum 6. Januar darf man noch!). Ein Grund dafür, neben mit zunehmendem Alter wachsender Begeisterung für Endjahresgemütlichkeit, ist der Fakt, dass mir ein Knox-Adventskalender geschenkt worden war. Und euch interessiert es garantiert brennend (!), welche Sorten sich hinter den 24 Türchen verbargen. Ich will's nicht verschweigen:

  1. Schokolade
  2. Caffè Latte
  3. Meeresbrise
  4. Lemon
  5. Sinn für Gefühle
  6. Vanille
  7. Glühwein
  8. Orange
  9. Entspannung
  10. Meditation
  11. Feuerzangenbowle
  12. Orient
  13. Gebrannte Mandeln
  14. Weihrauch-Myrrhe
  15. Magie der Sinne
  16. Tanne
  17. Kräutergarten
  18. Weihnachtsgewürz
  19. Bratapfel
  20. Bergmanns Gruß
  21. Zimt
  22. Weihrauch-Sandel
  23. Waldhonig
  24. Weihnachtsduft

Mittwoch, 27. November 2024

Word of the season

Trotz täglichem Lesen und/oder Hören von Englisch hält diese Sprache auch nach zig Jahren noch Neuentdeckungen für mich bereit. Man lernt nie aus! (One never learns out.) Als verlässliche Lieferantin lexikalischer Schmankerl entpuppt sich regelmäßig die Serie "Family Guy": In deren letzter Folge ("Gift of the White Guy") hörte ich zum ersten Mal den Ausdruck white elephant. Im Kontext wurde schnell klar, was das ist: Ein white elephant gift exchange entspricht im Grunde der (vor)weihnachtlichen Tradition des Wichtelns, bloß dass nicht von vornherein feststeht, wer welches Geschenk bekommt; vielmehr steuern alle Teilnehmenden je einen Gegenstand zu einem Geschenkepool bei, aus dem reihum gegriffen, ausgepackt und sodann fröhlich getauscht, geklaut und gefeilscht wird. So haben wir immer Schrottwichteln gespielt.

Freitag, 4. Oktober 2024

Schon jetzt an Weihnachten riechen!

Leute, ich gebe es auf, meine Liste der Räucherkerzchensorten aus dem Hause Knox weiterzuführen. Vergangenes Wochenende war ich in der Erzgebirgsstadt Seiffen, wo 365 Tage im Jahr Weihnachten ist, und in den unzähligen Holzkunst- und Endjahresschmuck-Geschäften sah ich so viele mir unbekannte Varianten, dass mir schwindelig wurde (das könnten aber auch die ganzen sich ununterbrochen drehenden Pyramiden ausgelöst haben). Nicht nur bei Knox, sondern auch bei der Konkurrenz (Crottendorfer, Neudorfer) sind sie scheint's völlig außer Rand und Band: Melonenduft fand ich vor, Pfirsich, Waldhonig, Edel-Kakao und etwas, das sich "Winter-Orange" nannte. Außerdem das alles hier:


Müßig zu erwähnen, dass ich aus Neugier hie und da zugeschlagen habe ...

Mittwoch, 6. Dezember 2023

Service-Post zum Nikolaustag: Alle Knox-Sorten, wo gibt

In den letzten Jahren konnte ich mich mit Weihnachten, das ich als Jugendlicher überhaupt nicht mochte, immer mehr anfreunden; ich würde fast soweit gehen zu sagen, dass ich ein Fan dieses Festes bin. Damit einher geht, dass ich Räucherkerzen inzwischen recht gern rieche. Auf dem Weihnachtsmarkt (ja, auch die finde ich mittlerweile toll) sah ich am Wochenende, dass die Knox Räuchermittelherstellung GmbH einige neue Sorten vertreibt, die ich überhaupt noch nicht kannte. Darum habe ich die Firmen-Homepage eingesehen und mal sämtliche verfügbaren Düfte aufgeschrieben. Hier:

  • Ananas
  • Apfel
  • Bratapfel
  • Caffè Latte
  • Cocos
  • Feuerzangenbowle
  • Glühwein
  • Grüner Tee
  • Honig-Lebkuchen
  • Lavendel
  • Lebkuchen
  • Lemon
  • Mandeln, Gebrannte
  • Marzipan
  • Opium
  • Orange
  • Patchouli
  • Sandel
  • Schokolade
  • Tabak
  • Tanne
  • Vanille
  • Veilchen
  • Waldduft
  • Waldhonig
  • Weihnachtsapfel
  • Weihnachtsduft
  • Weihrauch-Myrrhe
  • Zimt
  • Zimtrinde

Und das ist nur die auf der Homepage gelistete Auswahl. An einem Marktstand lagen Schachteln mit Cannabis-Aroma aus! In einem Erzgebirgs-Shop fand ich außerdem die Sorten Erdbeer und Tabak Virginia. Wer soll das alles riechen? Wer kann beispielsweise Glühwein von Feuerzangenbowle unterscheiden? Das wäre glatt was für "Wetten, dass..?".

Noch erstaunlichere Wette: Räucherkerzchen-Aroma am Aussehen erkennen (hier: Opium)

^^^^UPDATE 16.12.23 - In meiner Facebook-Timeline gespotted: Eisenbahn-Duft!

Donnerstag, 19. Dezember 2019

Baby, it's celt outside

Möglicherweise werde ich auf meine alten Tage doch noch zum Weihnachtsfan. Zumindest kann ich gewissen musikalischen Subgenres mehr abgewinnen als früher. Weihnachtslieder, so meine bisherige Devise, kommen mir (bis auf eine traditionelle Ausnahme) weder ins Haus noch ins Ohr, doch bereits 2018 erfreute ich mich an diversen Playlists mit den Labels Irish und Celtic, und so auch heuer. "An Irish Christmas" von The Irish Rovers beispielsweise ist ein Gute-Laune-Album, das so richtig fetzig-stimmungsvollen holiday spirit durch die Stube sausen lässt. Fiedel, Flöte und Rahmentrommel vermögen selbst ausgelutschteste Festtagsweisen aufzuwerten, und wenn gar in irischer Sprache gesungen wird, herrscht pure Magie. Schottland gibt auch einiges her.
Now playing: "Merry Irish Christmas" von den Greenhorns.

Sonntag, 24. Dezember 2017

(Christ-)Kindheitserinnerung

Eines Jahres haben mein Bruder und ich uns gewünscht, dass heuer nicht der Weihnachtsmann, sondern ausnahmsweise das Christkind die Geschenke am Heiligabend bringen möge. Wir hatten im Fernsehen und von den (sehr wenigen uns bekannten) Gleichaltrigen aus christlichen Haushalten von dieser Alternativkreatur erfahren. Tja, und da stand dann halt einfach ein Sack mit Präsenten vor der Tür. Das war vielleicht lame!

Einer Telefonumfrage von 2012 zufolge kommt zu 91 % der österreichischen Familien das Christkind! Meine Interpretation: In 91 % der österreichischen Familien ist man schlicht zu faul für Schauspiel- und Verkleidungszinnober. Andererseits haben die ja den wunderbaren Krampus.

Samstag, 23. Dezember 2017

Jingle bellum

Ich wollte gerade überprüfen, ob man, so wie man den Text der DDR-Nationalhymne zur Melodie des Deutschlandliedes singen kann und umgekehrt, den Text von "Alle Vögel sind schon da" zur Melodie von "Morgen kommt der Weihnachtsmann" singen kann und umgekehrt (ja, kann man). Dabei habe ich zum ersten Mal den ungeheuerlichen Ursprungstext von "Der Weihnachtsmann" aus dem Jahre 1835 gelesen:

"Morgen kommt der Weihnachtsmann,
Kommt mit seinen Gaben.
Trommel, Pfeife und Gewehr,
Fahn und Säbel und noch mehr,
Ja ein ganzes Kriegesheer,
Möcht’ ich gerne haben."

Was zur Hölle, Hoffmann von Fallersleben? Die zweite Strophe schwingt immerhin ins angenehm Bizarre:

"Bring’ uns, lieber Weihnachtsmann,
Bring’ auch morgen, bringe
Musketier und Grenadier,
Zottelbär und Panthertier,
Roß und Esel, Schaf und Stier,
Lauter schöne Dinge."

Zottelbär und Panthertier! Das dürften sich meine Kinder gerne wünschen. Ich würde natürlich einen mahnenden Vortrag darüber halten, dass Bären und Panther zwar als Jungtiere niedlich und verspielt sein mögen, ausgewachsen aber viel Pflege, Auslauf und Lebendfutter benötigen und dazu neigen, ihre kleinen menschlichen Halter/-innen unbarmherzig zu zerfleischen.
In diesem Sinne ein friedvolles Weihnachtsfest!


Montag, 22. Dezember 2014

Kybermontag 4 (und Schluss)

Immer noch im Strumpf: Räucherkerzchen, Videogames und irgendwas anderes.

Hört ihr eigentlich auch so gerne "Scary Solstice", das Lovecraft inspired holiday album mit Klassikern wie "Death to the World", "Es Y'Golonac", "Great Old Ones Are Coming to Town" und "All I Want for Solstice is My Sanity"? Das ist in den letzten Jahren meine liebste (und einzige) Weihnachtstradition geworden. <3

Montag, 1. Dezember 2014

Abfent, Abfent

Das habe ich gestern schon im sozialen Netzwerk geteilt, nun soll sich auch die Blogosphäre daran ergötzen: meine Adventsdekoration 2014.


Eigentlich mag ich Weihnachten überhaupt nicht, aber weil mich meine es stets gut meinenden Eltern in den letzten Jahren mit Jahresendkrempel geradezu überschüttet haben, "verziere" ich jeden Dezember meine Wohnung mit einer Auswahl desselben. Außerdem besitze ich noch Räucherkerzchen in den Geruchsrichtungen Glühwein, Tanne, Zimt, Marzipan und "bunte Mischung".

Und damit dieser Beitrag noch irgendeinen Sinn bekommt, rufe ich hiermit den ersten von (voraussichtlich) vier Kybermontagen aus! Wer mir etwas Nettes und/oder Originelles in die Kommentarsektion schreibt, gewinnt vielleicht ein Buch aus meinem Bücherstapel. Oder etwas anderes.

Freitag, 6. Dezember 2013

Wat mir uffregt

Coca-Cola! Ich traue mich dieser Tage kaum noch, irgendein YouTube-Video zu öffnen, weil fast jedes Mal dieser supereklige Coca-Cola-Werbespot eingeblendet wird ("Holidays are coming, holidays are coming..."). Die Coke-Arschlöcher haben sich vermutlich Folgendes gedacht: "Zu welcher Jahreszeit hat ein normaler Mensch das geringste Verlangen nach unserem in der Regel eiskalt konsumierten Zuckersprudel? Klar: im Winter! Warum also gehen wir nicht offensiv mit dieser himmelschreienden Diskrepanz um und erklären uns zum Weihnachtsgetränk Nummer eins? Der Coca-Cola-Santa als Maskottchen! Der Coca-Cola-Truck als kapitalistischer Rentierschlitten! Bruharrharr!"

Lächeln! Es gibt Leute, die scheinen nach dem Leitspruch zu leben "Jeder Tag, an dem du nicht den Satz 'Jeder Tag, an dem du nicht lächelst, ist ein verlorener Tag' sagst, ist ein verlorener Tag". Dieses ausgeleierte Charlie-Chaplin-Zitat war zu meiner Schulzeit ein Standardeintrag in jedem Freundschaftsbuch. Freundschaftsbücher – gibt's die überhaupt noch? Oder gar Poesiealben (ausgesprochen: Pooosie-Alben)? Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal absichtlich gelächelt habe. (Es steht mir nicht.) Auf sympathische Weise typisch deutsch ist die Tatsache, dass es seit einigen Jahren verboten ist, auf Passfotos zu lächeln. Hat wohl irgendwas mit dem Überwachungsstaat zu tun, erleichtert aber auch die Arbeit der Berufsfotografen. Darf man auf Bewerbungsbildern lächeln? Kommt sicher auf den angestrebten Posten an (Zahnmodel vs. Bestatter). Und wie viele asiatische Nationen streiten sich eigentlich um den Titel "Land des Lächelns"? Als Ausgleich zu all den herzigen Staaten müsste es auch einen geben, der als besonders stinkig und bärbeißig verrufen ist. Deutschland böte sich an (Stichwort Passfotos). "Land des Murrens": Mit der zunehmenden und krampfhaften Unverkrampftheit hierzulande wird das nix mehr.

Handtrockner! Die Meinung, dass Heißluft-Handtrockner des Teufels sind, verfechte ich schon lange. Vor Jahren habe ich einen längeren Zeitungsartikel zum Thema Händetrocknen gelesen, und darin kamen die Geräte nicht besser weg als der klassische Papiertuchspender. Was dieser nämlich an Müll verursacht, gleichen die Warmluftbläser mit ihrem hohen Energieverbauch locker aus. Genaue Zahlen liegen leider nicht vor, weil solche Studien oft von Unternehmen gesponsort werden und daher dem Verdacht unterliegen, biased zu sein. Hygieneexperten empfehlen jedenfalls Tücher, weil beim mechanischen Abtrocknen noch Restschmutz von den Pfoten entfernt wird. Die elektronischen Lufttrockner sind dagegen echte Keimschleudern bzw. -wirbel. Und wie lange es dauert, bis der Sensor reagiert! Und dann gehen sie oft nach kurzer Zeit wieder aus, so dass man erneut wie ein Irrer davor herumfuchtelt! Toll hingegen sind die immer mehr Verbreitung findenden Dyson Airblades, jene Kästen, in die man links und rechts seine Hände einführt, die dann von "Luftklingen" getrocknet werden: Das Wasser wird von Druckluft weggedroschen! Die Teile sind extrem laut, dafür aber wesentlich umweltfreundlicher (mit einem Schweizer Klimalabel ausgezeichnet!), und es dauert nur 10 Sekunden, bis die Hände trocken sind. Bei den alten Gebläsen braucht man 60 Sekunden, und wirklich leise sind die auch nicht gerade.

Montag, 3. Dezember 2012

Fünf weitere Listen

Die fünf ekelhaftesten Weihnachtslieder 
Santa Claus Is Coming To Town
Heitschi Bumbeitschi
Jingle Bells Rock
Last Christmas
Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä

Sieben Weihnachtslieder, die ich tatsächlich mag
Joy to the World
Kommet, ihr Hirten
Es ist für uns eine Zeit angekommen
God Rest You Merry Gentlemen
Carol of the Bells
Deck the Halls
Little Drummer Boy

Acht räudige Biermarken
Staropramen
Pilsator
Beckers Pilsener
Mammut Pils
Reudnitzer
Lausitzer Porter
Schloss Edelpilsener
Adelskrone

Neun goldene Regeln, die ich auf die harte Tour lernen musste
Bedenke, dass es auch im Hochsommer nachts kalt werden kann.
Nimm die Sonnenbrille ab, bevor du im Meer schwimmen gehst.
Aktiviere die Tastensperre deines Mobiltelefons.
Freue dich nie zu früh auf irgendwas.
Verstaue niemals wichtige Zettel in deiner Gesäßtasche, wenn du Fahrrad fährst.
Wenn du eine Datei löschen willst, verschiebe sie lieber erst in den Papierkorb statt gleich Shift + Entf zu drücken.
Überzeuge dich vor dem Zähneputzen, ob das wirklich Zahnpasta ist, was du dir auf die Bürste presst. 
Reinige scharfe Messer separat, nicht im Spülbecken.
Verlasse dich nie auf die öffentlichen Verkehrsmittel. 

Schmähnamen für unsere Monate
Lahmuar
Gaybruar
Schmärz
Fapril
Schaißmai
Buuuhni
Uncooli
Maugust
Nepptember
Schmocktober
Doofember
Bähzember

Anmerkungen
1) Gerechterweise müsste Last Christmas auf Platz 1 der schlimmsten Weihnachtssongs sein, allein wegen seiner Allgegenwärtigkeit. Da ich mich aber nur selten in der Nähe von Weihnachtsmärkten oder laufenden Radios aufhalte, bringt mich dieser Klassiker des saisonalen Ekelerregens nicht so sehr zur Weißglut wie Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä, ein Lied, das Kinder noch blöder dastehen lässt als sie sind. Pfui! Amerikanische Xmas-Hits der 40er und 50er (Swing!) sind aber auch unerträglich. Ich kriege davon immer Kopfschmerzen. Chestnuts roasting on an open fire... Sprachlich anstrengend fand ich immer Mary's Boy Child. Als wir es in der Schule zum ersten Mal sangen, dachte ich: 'Soll das Englisch sein? Wenn ja, dann kann ich diese Sprache ja überhaupt nicht!' Davon abgesehen, dass in unserem Musikbuch die Original-Lyrics von 1956 standen, wir aber dazu die 1978er Version von Boney M. hörten, verwirrte mich die Hälfte der darin vorkommenden Wörter und Phrasen enormst. Es beginnt schon beim Titel. Boy child? Hat man das je woanders gelesen? Das erinnert mich an Tierbezeichnungen wie tomcat oder she-goat. Dann der Refrain: Hark oh hear, the angels sing! – Hark? Man shall live for evermore, because of Christmas day. – Schon dieses because erschien mir hier ganz komisch. Dann in der letzten Strophe: By'n'by they found a little nook [...] from afar. – Mal ehrlich, das überfordert doch jeden Achtklässler! (PS: Gute nordirische Post-Rock-Band: And So I Watch You From Afar)

2) Man könnte ja meinen, dass deutsche Biere wegen des Reinheitsgebotes mehr oder weniger gleich gut schmecken. Ein Beispiel für ein Gebräu, ja: Gesöff, das sich garantiert NICHT an das Reinheitsgebot hält, ist die Abscheulichkeit namens Lausitzer Porter. Erfunden von einem königlichen Hofpanscher mit von Syphillis aufgeweichtem Hirn, enthält dieses "Bier" u.a. Malz, Blut, Zucker, Zucker, Speichel und Zucker. Pfui! Über Geschmäcker streite ich mich ungern, aber wer diese lusitanische Perversität zu seinen Lieblingsgetränken zählt, hat doch wirklich einen an der Waffel. Sorry.

Samstag, 17. Dezember 2011

Kurz notiert: STERN, Elfen


Die Familie Obama hat kürzlich ein paar weihnachtlich verkleidete Kinder getroffen. Der Stern schreibt dazu: "Glaubt man dem Fotografen, waren diese als Elfen verkleidet, auch wenn sie eher wie Wichtel aussahen." 
Tatsächlich, der Begleittext zu dem entsprechenden Reuters-Foto lautet: "President Barack Obama, first lady Michelle Obama and their daughters Sasha (L) and Malia greet children, dressed as elves, at the 'Christmas in Washington' celebration at the National Building Museum..." 
Tja, das ist ja ein dolles Ding, dass in einem englischsprachigen Text die Folkloremännchen nicht mit dem deutschen Wort "Wichtel" bezeichnet werden, sondern mit dem Namen, unter dem sie in Amerika seit dem vorletzten Jahrhundert bekannt und beliebt sind, Christmas elves. Also, von einem Magazin, das einen halbnackten Mann und die Schlagzeile "Arbeit ist der neue Sex" auf dem Cover hat, hätte ich mehr journalistische Sorgfalt erwartet. 

PS: Den Will-Ferrell-Film Elf hätte man in Deutschland wirklich als "Der Wichtel" oder so vermarkten können. Stattdessen entschied man sich für "Buddy – Der Weihnachtself".