Sämtliche Rätsel des TV-Heftchens sind ins Muttermagazin gewandert! Und die TV-Beilage selbst? Scheint abgeschafft worden zu sein. Schade. Gerade jetzt, wo ich nicht mehr nur terrestrisches Antennenfernsehen empfange, sondern dank Satellitenanlage auch wieder Privatsender reinkriege, hätte ich gerne regelmäßig eine Programmzeitschrift auf dem Couchtisch liegen. Abgesehen davon habe ich das Stern-TV-Magazin stets deswegen gern aus der Redaktion mit nach Hause genommen (das ist mein Privileg als Seniorredakteur), weil es sich daheim viel behaglicher rätselt als im Büro. Das Kreuzworträtsel im dicken Stern und dann noch am Konferenztisch auszufüllen, fühlt sich nicht richtig an.
Samstag, 28. Juni 2025
R.I.P. Stern-TV-Magazin
Sämtliche Rätsel des TV-Heftchens sind ins Muttermagazin gewandert! Und die TV-Beilage selbst? Scheint abgeschafft worden zu sein. Schade. Gerade jetzt, wo ich nicht mehr nur terrestrisches Antennenfernsehen empfange, sondern dank Satellitenanlage auch wieder Privatsender reinkriege, hätte ich gerne regelmäßig eine Programmzeitschrift auf dem Couchtisch liegen. Abgesehen davon habe ich das Stern-TV-Magazin stets deswegen gern aus der Redaktion mit nach Hause genommen (das ist mein Privileg als Seniorredakteur), weil es sich daheim viel behaglicher rätselt als im Büro. Das Kreuzworträtsel im dicken Stern und dann noch am Konferenztisch auszufüllen, fühlt sich nicht richtig an.
Samstag, 30. November 2024
Süße Zwischenbilanz
Meine letzte Notiz über Süßstoffe ist rund eineinhalb Jahre her. Anlass für ein kurzes Update ist ein halbseitiger Artikel im aktuellen Stern über natürliche und synthetische Zuckeralternativen. Auszug:
Einige Wissenschaftler sehen in ihren Studien Hinweise auf Störungen des Mikrobioms, also der Darmflora. Und: Der Plan, Süßstoffe einzusetzen, um Gewicht zu verlieren, scheint nicht aufzugehen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärt, dass die Mittel zwar kurzfristig dabei helfen, abzunehmen, langfristig steige aber das Risiko einer Gewichtszunahme. Zudem wird diskutiert, ob einige Süßungsmittel Herzinfarkte und Schlaganfälle wahrscheinlicher machen. [...] Im Fall von Erythrit kam die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit 2023 trotzdem zu dem Schluss, dass bisherige Daten noch kein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen belegen. Für Xylit steht die Neubewertung noch aus.
Unterm Strich gelte einmal mehr: Die Menge macht's. Speziell zum "möglicherweise krebserregenden" Aspartam heißt es, dass ein Normalgewichtiger mehr als neun Dosen Cola light trinken müsse, um die zulässige Tagesdosis zu überschreiten.
Samstag, 12. Oktober 2024
Das gute Samstagsvideo
Dienstag, 5. Juli 2022
Das Wunder vom 30. Juni
Samstag, 3. Juli 2021
Der Kreuzwortärger geht weiter
Jetzt drehen sie beim Stern-TV-Magazin völlig durch! Schlimm genug, dass das Kreuzworträtsel dort immer noch auf lediglich einer halben Seite erscheint; schlimmer, dass das neueste Rätsel mit dem der Vorwoche identisch ist!
Meine Formulierung mit dem "durchdrehen" war natürlich unfair überspitzt. Ich bin mir sicher, dass es sich um einen einmaligen technischen Fehler handelte. Zudem hatte ich den fälligen Déjà-vu-Moment erst, als ich bereits ein gutes Viertel ausgefüllt hatte. Zu Ende gemacht habe ich's dann trotzdem. Wie man sieht, waren meine Wissenslücken von einer auf die andere Woche nicht aufgefüllt worden, und ich werde abermals ein paar Tage warten müssen, bis ich weiß, wie die griechische Bergnymphe heißt (mein Tipp: Oreide) und das Laichkraut und der Schachausdruck.
Freitag, 14. Mai 2021
Kreuzwort-Update
Neues in der Causa Stern-TV-Magazin: nichts! Das Schwedenrätsel ist zum zweiten Mal in Folge nur eine halbe Seite groß. Zum Heulen! Immerhin ist das Niveau wieder leicht gestiegen, ich konnte zwei Fragen nicht beantworten (Teil des Talmuds: GE_ARA; aalförmiger Fisch: IL_ER).
Samstag, 8. Mai 2021
Kreuzwortmord
Als ich am Donnerstag das TV-Magazin des neuen Stern öffnete, stutzte ich: Wo war das Schwedenrätsel? An seiner üblichen Stelle am Ende des Heftes befand es sich nicht. Panisch blätterte ich, bis ich das Kreuzworträtsel irgendwo im Heftinnern vorfand – eingestampft auf eine halbe Seite!
Selbst die letzten Dinge, auf die man sich noch freuen kann, werden einem genommen! Dass ich das Rätsel (in wenigen Minuten) vollständig lösen konnte, war da nur ein schwacher Trost. Vermutlich sinkt der Schwierigkeitsgrad mit dem Umfang.
Womöglich war das nur eine einmalige, aus Anzeigenüberschuss erwachsene Notkürzung. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.
Samstag, 10. April 2021
Precht'sches Theater
Die Tuberkulose zum Beispiel gedieh dort, wo es eng und schmutzig war und wo Armut herrschte. Wenn der Staat nicht wollte, dass sehr große Teile der Bevölkerung hinweggerafft wurden, musste er dafür sorgen, dass die Wohnverhältnisse und die Hygiene besser wurden. So begann im 19. Jahrhundert das, was der Philosoph Michel Foucault Bio-Politik nennt. Der Staat fing an, sich für die Gesundheit seiner Bürger verantwortlich zu fühlen, und handelte. Zumindest, wenn es um ansteckende Krankheiten ging. Es entstand dann nach und nach das moderne Vor- und Fürsorge-System, das wir heute als Pflicht des Staates begreifen.
Dies ist, ich schwöre es, der einzige Abschnitt in zweieinhalb Seiten à drei Spalten, der so etwas wie Erkenntnisgewinn beinhaltet. Der Rest sind Platitüden, Nullsätze und Aussagen, die auch ein durchschnittlich begabter 16-Jähriger in Gemeinschaftskunde zu Papier bringen könnte. Es sollte in dem Gespräch um die Pflichten des Staates vor dem Hintergrund des sog. "Impf-Debakels" gehen. Warum auch nicht? Die Menschen dürfen und sollen während einer Pandemie nicht nur von Fachleuten aus der Medizin Erklärungen und Handreichungen bekommen, sondern auch aus den Bereichen Politologie, Wirtschaftswissenschaften, Psychologie und eben: Philosophie. Aber wenn sich die Aufklärung durch einen als Intellektueller geltenden Honorarprofessor in Sentenzen erschöpft wie "Der Staat muss verhindern, dass der Einzelne durch andere in eine bedrohliche Situation kommt", "Der Vorsorgestaat darf nie zum Bevormundungsstaat werden" oder "Es geht immer um die Frage, inwieweit andere von meinem Handeln oder Unterlassen betroffen sind", dann wirft das kein gutes Licht auf den gegenwärtigen Stand der Philosophie in Deutschland. Für die sollten Knalltüten wie Richard David Precht und Markus Gabriel natürlich nicht als stellvertretend behandelt werden, ich fürchte aber, in der öffentlichen Wahrnehmung geschieht genau das. Sonst hätte man die Niederschrift des Stern-Interviews ja direkt eingemottet, statt sie abzudrucken.
Samstag, 20. Februar 2021
No news is good news
Seit ein paar Jahren kommt kein Magazin, keine Zeitung mehr aus ohne größere und kleinere, unregelmäßige oder serielle Features darüber, dass trotz der düsteren Weltlage "alles immer besser" werde. Die Zeit überschrieb ihren Rückblick auf das vergangene Horrorjahr mit der Frage "Ist 2020 doch besser als sein Ruf?" und listete darunter "50 Dinge, die gar nicht übel waren dieses Jahr" auf. Und wie viele Interviews mit Steven Pinker müssen wir eigentlich noch ertragen? Besonders nervig finde ich den bemühten Optimismus in der Stern-Rubrik "Das sind ja mal gute Nachrichten". Wie in der genannten Zeit-Strecke finde ich hier so gut wie nie irgendetwas, das mich von meinem Fatalismus bezüglich der Menschheit abbringen könnte. Die angeblich positiven Meldungen in der letzten Ausgabe habe ich beispielhaft abgeschrieben:
- Das "virale" Gedicht, das die junge Amerikanerin Amanda Gorman bei der Amtseinführung Joe Bidens vorgetragen hat, erscheint im März in deutscher Fassung.
- Der britische Kontaktlinsenhersteller LGL entwickelt eine "iLens", die sich im Auge "mit dem Handy verbinden" lässt und "auf Zwinkern Fotos machen" kann.
- Der Bierkonsum der Deutschen ist 2020 um 5,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
- Makaken auf Bali haben eine Art "ökonomischen Sachverstand" entwickelt: Sie tauschen geklaute Sonnenbrillen, Hüte etc. bei Tempelmitarbeitern gegen Leckerli ein.
- "Das Schlosshotel Kronberg [...] ist Kulisse für den Film 'Spencer', ein Drama über das Leben der britischen Prinzessin."
- Neue markante Flatterleinen vor der namibischen Küste könnten die Zahl der durch Fischerboote mitgetöteten Seevögel um 98 Prozent senken.
- "Das Empire State Building deckt seine Stromversorgung jetzt zu 100 Prozent aus Windkraft."
- In Berlin gibt es inzwischen drei mobile Stroke-Units, also auf Schlaganfälle spezialisierte Einsatzwagen.
- Die Investitionen in umweltfreundliche Projekte, sog. Green Bonds, könnte in diesem Jahr 450 Milliarden Dollar betragen.
- Ein Team des MIT hat Spinatwurzeln mit Nanotechnologie aufgerüstet, die "Hinweise auf Minen im Boden finden" soll.
Samstag, 17. Oktober 2020
Deutschland 2020
Interviewschnipsel aus dem aktuellen Stern:
["Curb Your Enthusiasm" theme starts playing in the distance]
Samstag, 16. Mai 2020
Von Nordfries- ins Sauerland
Dienstag, 15. Oktober 2019
Mit Kanones auf Spatzen schießen
Man kann über Sinn und Unsinn eines solchen Lesekanons streiten. Wenn es heißt, dies und jenes müsse man gelesen haben, weil man es halt gelesen haben muss, habe ich in der Regel gleich viel weniger Lust auf die Lektüre. Das erinnert mich nämlich an Schule (XYZ muss man lesen, weil es Prüfungsstoff ist) und hat gleichzeitig etwas von alberner Distinktion (Stichwort Bourdieu, "Die feinen Unterschiede" (muss man gelesen haben! (ich hab's nicht gelesen))): Lesen als Abgrenzung, Kenntnis von Literatur, damit man einem speziellen Zirkel angehören darf.
Im Gegensatz zu Marcel Reich-Ranickis berühmtem Kanon scheint mir der Scheck'sche aber tatsächlich mehr leidenschaftliche Empfehlung denn bildungsbürgerliche Direktive zu sein, was ich daran festmache, dass unter den 100 Items auch Modernes, Kindliches, Abseitiges ist. Da will jemand aufrichtig Neugier aufs und Freude am Lesen machen. Und darauf kommt's doch an. Kurzum: Nicht schämen, wenn man was nicht kennt! Auch wenn ich in Sachen Weltliteratur nicht mitreden kann, meine ich doch, dass die Hunderten (Tausenden?) Titel, die ich konsumiert habe, mir in hinreichendem Maße Wissen vermittelt und den Verstand geschärft haben. Ich glaube jedenfalls nicht, dass mich ein Schnarchschmöker wie "Frau Jenny Treibel" zu einem interessanteren Gesprächspartner gemacht hätte.
Montag, 11. Februar 2019
Gefragt, geplagt
Ich verstehe die Intention hinter dieser "Schlagabtauschisierung" von Promi-Interviews durchaus. Man möchte einer Textsorte neues Leben einhauchen, nachdem der Leser die tausendfach abgespulten Standardfragen und -antworten mittlerweile auswendig kennt. Einfach nur ermüdend sind zum Beispiel die Interviews in der Cinema. Immerimmerimmer wieder derselbe Schmus:
- "Wie war es für Sie, mit Regisseur XY zu drehen?"
- "Es war eine riesige Ehre und eine unglaubliche Erfahrung. XY weiß genau, wie eine Szene ablaufen muss, er ist extrem präzise und strikt, gleichzeitig gibt er dir das Gefühl, die einzige Person im Raum zu sein, die ihm etwas bedeutet."
- "Sie sind selbst Mutter von zwei Söhnen, jetzt spielen Sie eine Kindsmörderin. Haben Sie gezögert, als man Ihnen die Rolle angeboten hat?"
- "Klar, zuerst musste ich schlucken, aber nachdem ich die ersten Seiten des Drehbuchs gelesen hatte, war mir klar: Das musst du einfach machen, so eine Chance bekommst du nicht jeden Tag. Es war sagenhaft intensiv, und ich bereue die Entscheidung nicht."
- "Wird man Sie jetzt öfter in solchen schweren Rollen sehen?"
- "Das kann ich so pauschal nicht sagen. Wenn es passt, dann passt es. Comedy macht mir immer noch wahnsinnigen Spaß, aber ich möchte mich auf lange Sicht nicht in einer Sparte festfahren und gerne was Neues ausprobieren. Die Leute sollen sehen, dass ich mehr kann als die ewige Ulknudel zu geben."
- "Kann man den Schauspielberuf auch nutzen, um seine dunklen Seiten auszuleben?"
- "Ich denke, jeder Mensch hat eine dunkle Seite. Ich finde es herausfordernd, aber auch unheimlich faszinierend, mich in abseitige Charaktere hineinzuversetzen."
- "Haben Sie eine geheime Facette, die Sie gerne mal auf der Leinwand präsentieren würden?"
- "Selbstverständlich, aber die verrate ich nicht. (lacht)"
Überschrift des Interviews: "Jeder Mensch hat eine dunkle Seite". Erkenntnisgewinn: nicht vorhanden.
Freitag, 4. Januar 2019
Achievement unlocked: "Kästchen für Kästchen"
Alles gewusst! Unbekannt war mir lediglich die Schreibweise Ghi statt Ghee ("Büffelbutter"), und ich musste kurz überlegen, ob die Wilhelm-Busch-Figuren "Plisch und Plum" oder "Plusch und Plim" heißen. Den "Stern im 'Walfisch'" kannte ich auch nicht, doch die Lösung, "Mira", ergab sich durch den Männernamen Kai (wobei es freilich auch "Myra"/"Kay" hätte sein können; man weiß ja nie!).
Jetzt kann ich zufrieden sterben.
Samstag, 1. Dezember 2018
Knapp vorbei
Mir ist klar, dass dieses Foto kein Beweis für mein Können ist, aber ich schwör's: Alles habe ich gewusst, nur das französische Kartenspiel mit sechs Buchstaben kannte ich nicht. Ich war mir zwar zu 90% sicher, dass EKA_TE "Ekarte" heißen muss, doch ich bin fair genug, um das Handtuch zu werfen, wenn Zweifel bestehen. Also auf die nächsten (gefühlt) 500 Versuche!
Dienstag, 9. Januar 2018
Nervenkitzel Produktbegutachtung?
Was tatsächlich akzeptabel ist, erfuhr ich neulich in einem Stern-Bericht über die Kette dm. "Wer möchte, soll so ausgiebig wie ungeniert Shampoos aus Tuben drücken, Finger in Cremetöpfe tauchen oder Teststifte auf Lippen schmieren. Langmut gehört zum Geschäftsmodell", heißt es darin. Mit dem Segen von Drogeriechef Götz Werner dürfen wir uns also benehmen wie die Schweine. Mysophobe sollten besser ausschließlich Waren von ganz hinten aus den Regalen nehmen.
Mittwoch, 29. April 2015
Granny-Awards
Freitag, 5. Dezember 2014
Donnerstag, 14. August 2014
Die kleine Liste
- "ein Chamäleon der eigenen Fantasie"
- "Januskopf der Prominenz"
- "Die Solinger Welt von Veronica Ferres ist eine Apfelkuchen-Welt ohne Chichi"
- "Ansonsten spricht sie voller Atemhauch mit dieser wohlvertrauten Ferres-Stimme"
- "Profi der Instant-Inszenierung"
- "Es ist, als spiele Veronica Ferres vom ersten Moment an die Hauptrolle in ihrem eigenen Melodram"
- "eine Seiltänzerin zwischen Schein und Sein"
- "Zwischendurch knabbert sie getrocknete Maulbeeren"
Samstag, 13. April 2013
Weitere 26 obskure Kreuzworträtsel-Lösungen
- Schiffstau: Reep
- in Reihen säen: drillen
- Schmelzgemenge: Fritte
- Flachsbündel: Riste
- künstlicher Uferschutzdamm: Buhne
- kleine Bucht: Anse
- Abzugsgraben: Dole
- Spachtelwerkzeug: Schabe
- Träger in Bahnfahrzeugen: Frame
- Taschenklappe: Patte
- Schote (norddt.): Pale
- feiner Zitrusschalenstreifen: Zeste
- Vorbau, Vorsprung: Risalit
- Spule: Kops
- englischer Staatsschuldschein: Konsol
- Stoff für Gardinen: Etam
- altes Getreidemaß: Simmer
- Haltepflock für Pferdeleinen: Pilar
- Färberpflanze, Resede: Wau
- Segelrand: Liek
- starker Schiffsflaschenzug: Gien
- Uneinigkeit (ugs.): Knies
- Schiffsenterbalken: Ramm
- viereckige Wandpfeiler: Anten
- natürliche Polsterung: Kapok
- ungehobelter Mensch: Rekel









