Da will ich am Samstag einen Podcast auf dem Handy hören, als plötzlich ... der Ton auf einem Ohr ausfällt, sobald man das Kabel bewegt! Das kann doch nicht schon nach knapp drei Wochen ein Defekt meines frisch erworbenen In-Ear-Kopfhörers sein, denke ich. Ist es auch nicht. Der wahre Übeltäter ist, wie sich schnell herausstellt, der (zugegebenermaßen billig erworbene) Adapter, den ich benötige, um Klinkenkopfhörer mit dem USB-C-Ein-/Ausgang des Smartphones zu verbinden. Adapterlos in anderen soundabspielenden Geräten funkioniert mein neuer JBL-Kopfhörer wie gewünscht. Was soll dieser Blödsinn überhaupt, Handys ohne 3,5-mm-Buchse? Gleichzeitig das Handy laden und darüber Musik hören ist heutzutage nicht mehr möglich. Tolle Zukunft, in der wir leben. Und das Argument "Kauf dir doch USB-Kopfhörer!" zieht nicht, denn ich möchte ja, s.o., auch weiterhin Kopfhörer an Abspielgeräte mit klassischem Klinkenzugang stöpseln. Grrrr ...
Montag, 6. Juli 2026
Earphone trouble und kein Ende
Freitag, 19. Juni 2026
Immer Ärger mit Hörern
Ich habe mich entschieden: Nie wieder Kopfhörer mit Polstern aus so einem Material!
Schon mein altes Headset, das ich zum Videokonferieren verwendet und mit dem ich meine Let's Plays aufgenommen hatte, wurde 2020 völlig unbrauchbar, weil der Stoff zu zerbröseln anfing – dabei war die Soundqualität unverändert hoch. Und jetzt reißt und platzt die Oberfläche an den Ohrpolstern dieser nicht eben billigen Motorola-Kopfhörer, die ich mir vor ein paar Jahren habe schenken lassen. Nach jeder Benutzung sind meine Ohren voller kleiner schwarzer Krümel!
Es wäre zu überlegen, Over-Ear-Kopfhörern prinzipiell den Rücken zu kehren. In-Ears sind leichter zu transportieren, sind allgemein praktischer, und ganz ehrlich: Als einen Menschen, der mit riesigen Überohrhörern oder auch nur mit On-Ears durchs Stadtbild wandelt, sehe ich mich einfach nicht. (Das Motorola-Teil habe ich bisher auch nur zu Hause getragen.)
Dass In-Ears ebenfalls regelmäßig ersetzt werden müssen, versteht sich von selbst. In der Regel sind Kabelbrüche der Grund dafür. Und so machte, weil der Blitz nämlich mitunter doch zweimal an derselben Stelle einschlägt, gestern auch mein In-Ear-Kopfhörer die Biege. Ich schaue in meine Amazon-Bestellhistorie und sehe, dass ich mir 2008, 2012, 2014, 2016, 2017, 2018, 2020 und 2021 In-Ear-Kopfhörer bestellt habe. Und jetzt halt den nächsten. Die Lücke nach 2021 erklärt sich damit, dass ich mir einen weiteren zu Weihnachten gewünscht und einen bei Saturn oder Media Markt gekauft habe. Bis auf ein oder zwei Modelle waren diese Produkte übrigens sehr günstig, denn erfahrungsgemäß bieten selbst erschwingliche In-Ears einen ausgezeichneten Klang. Auch wenn ich kein Freund der Wegwerfgesellschaft bin, halte ich es hier wie mit Regenschirmen: Lieber öfter wenig Geld ausgeben als fast genauso oft viel Geld ausgeben, denn häufige Neukäufe sind bei diesen Gegenständen unvermeidlich – Schirme verliere ich ständig, und Kopfhörerkabel haben nun mal unabhängig von der Verarbeitung eine begrenzte Halbwertszeit.
Ach ja, der Vollständigkeit halber: Mit Earbuds fange ich gar nicht erst an! Keinen halben Tag würde es dauern, bis mir so ein Bobbel aus dem Löffel fiele und in einen Gully rollte.
Now playing: Midnight Odyssey - Funerals From the Astral Sphere (Wieso habe ich diese brillante australische Band erst jetzt entdeckt?!)
Sonntag, 10. Mai 2026
Vorteil Schreibmaschine?
Im Kindheitsroman war ich auf den letzten Metern angelangt. Unten links zeigte mein Bildschirm mir an, daß ich mich auf Seite 678 von insgesamt 688 Seiten befand. Die restlichen zehn enthielten das verbliebene Rohmaterial.
Als ich zwischendurch eine andere Datei öffnen wollte, erschien der Hinweis:
Freier Arbeitsspeicher des Computers zu klein.
Und unten links stand auf einmal nicht mehr "678/688", sondern "1/0". Das bereitete mir Unbehagen. Ich gab den Befehl zum Speichern, aber mein antiker PC versagte mir den Gehorsam: Er tat überhaupt nichts mehr. Der Cursor stand still und ignorierte alle Bewegungen der Maus.
In meiner Not drückte ich auf den Reset-Knopf, und als ich die Kindheitsromandatei danach wieder öffnete, war sie leer. Alles weg. 688 Seiten ausgelöscht.
Doch ich hatte ja noch die Sicherheitskopie auf einer Diskette. Aber wo war die hin?
Ich konnte sie nicht finden.
Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde!
Spoiler: Es geht alles gut aus. Doch erinnerte mich diese Episode allzu brutal an eine eigene Erfahrung. Eines Abends, während ich an meiner Magisterarbeit schrieb, kippte ich aus Versehen ein halbes Glas Tee über meinen Laptop. Ich war geistesgegenwärtig genug, schnell einen USB-Stick in das Gerät zu stecken und eine Sicherheitskopie des Dokuments darauf abzulegen, bevor das Notebook sich verabschiedete. Selbstverständlich hatte ich die Arbeit in einem (nicht viel) älteren Zustand noch woanders abgelegt; ich achtete stets darauf, immer mindestens zwei halbwegs aktuelle Sicherheitskopien vorrätig zu halten. Ein ganz in meiner Nähe wohnender, IT-begabter Freund erklärte sich spontan bereit, rüberzukommen und die Katastrophe zu begutachten: "Klar, dann machen wir eine schöne Freitagabend-Notebook-Schraub-Session!" In seine Einzelteile zerlegt, offenbarte mein Klapprechner den erlittenen Schaden, der sich tatsächlich auf den Zustand "nass sein" beschränkte. Durchgeschmort oder anderweitig unbrauchbar geworden war dem ersten Anschein nach nichts. Mehr als föhnen, tupfen und abwarten (ohne Tee) konnten wir nicht tun, und brauchten wir auch nicht zu tun. Am nächsten Tag konnte der Schlepptop zusammengesetzt und wieder in Betrieb genommen werden. Puh! Hätte ich statt erkalteten Tee, was weiß ich, einen klebrigen Milchshake oder Schwefelsäure getrunken, hätte die Sache womöglich ganz anders ausgesehen. Auch während ich diesen Beitrag tippe, steht ein Glas Tee neben dem Rechenknecht. Ich bin aber ganz vorsichtig!
Samstag, 21. März 2026
Adieu, Silberlinge!
Mir fiel es direkt auf, als ich sie aus dem Briefkasten zog, die Aprilausgabe der GameStar ... Aber bevor ich selbst etwas formuliere, übergebe ich das Wort doch einfach an Markus Schwerdtel, der die betreffende Änderung im Editorial anspricht:
Es gibt keine DVDs mehr. Mit dieser Ausgabe verabschieden wir uns schweren Herzens von den glänzenden Plastikscheiben, die GameStar seit der ersten Ausgabe 1997 begleitet haben. Allerdings haben die Disks im Jahr 2026 keine Daseinsberechtigung mehr. Laufwerke dafür (oder für Blu-ray) sind in modernen PCs eine Seltenheit, und auch im Wohnzimmer hat der DVD-Player unterm Fernseher ausgedient. Kurz: Die Ära der optischen Datenträger ist vorbei und wir winken den DVDs bei ihrem Ritt in den Sonnenuntergang dankbar nach.
Zur Erklärung: Der GameStar, zumindest der sog. XL-Version, die ich abonniert habe, lagen jeden Monat zwei DVDs bei. Darauf befanden sich von der Redaktion produzierte Preview-, Test-, Talk- oder Rückblicks-Videos. Eine der Scheiben, sozusagen die "Haupt"-DVD, konnte als solche auf Playern oder Konsolen mit Laufwerk abgespielt werden, sie hatte ein richtiges Menü. Einen DVD-Player besitze ich selbst nicht, aber meine Xbox One kann DVDs und BluRays lesen. Die zweite DVD enthielt lediglich Videodateien; diese kopierte ich i.d.R. von der Disk auf meine Festplatte, um sie anzusehen. Mein Laptop hat nämlich sehr wohl noch ein BluRay/DVD-Laufwerk, was zugegebenermaßen bereits bei dessen Anschaffung ein seltenes, aber mir wichtiges Feature war. Jeder GameStar waren außerdem stets zwei Vollversionen beigegeben, wobei diese in den letzten Jahren nur noch in den seltensten Fällen auf den Datenträgern lagen: Vielmehr schaltete man die Spiele mit im Heft zu findenden Keys (für Steam, GOG oder andere Plattformen) frei. Auch die GameStar 04/26 enthält wieder Vollversionen (diesmal sogar drei) bzw. abermals Aktivierungscodes für diese. Man bekommt also nicht weniger geboten. Auch auf Videos muss nicht verzichtet werden, man gelangt über QR-Codes in den dazugehörigen Artikeln dahin. (Übrigens waren ganz früher auch noch Patches, Spieletrailer, Standardprogramme, Wallpapers und andere Gimmicks, die man sich heute ausnahmslos aus dem Netz bezieht, auf den Scheiben.)
Alles in allem ist die Abschaffung der Beileger nachvollziehbar und gerechtfertigt, nicht zuletzt im Sinne der Umwelt. Ich bedaure es dennoch ein wenig, nicht mehr jeden Monat ein Dutzend für "mich" "ausgewählte" Videos "serviert" zu bekommen – kuratiertes Material, für das ich mir gerne Zeit genommen habe. Der Online-Bereich der GameStar erschlägt mich regelrecht mit seinem Output an Videos. Sicher, da gibt es viel, was mich ansprechen würde, aber ich schaffe es schlicht nicht, mich durch das pralle Archiv (und die zusätzlichen Youtube-Kanäle) zu wühlen. Ich wette, auch anderen erwachsenen, berufstätigen Menschen geht es so. Man kommt ja schon kaum mit dem Lesen hinterher! Vom Zocken ganz zu schweigen.
Sonntag, 4. Januar 2026
Nachgereicht: #Mapped2025
349 Kilometer in fünf Ländern, das ist sicherlich beachtlich, wenn auch nicht ganz korrekt. Einige Wanderungen, vor allem aber (kürzere wie längere) Spaziergänge habe ich nicht aufgezeichnet; wer weiß, was da noch alles an Kilometern hinzugekommen wäre! Weswegen freilich auch die Höhenmeterzahl nach oben zu korrigieren wäre:
Gerade seit meinem Umzug in die Berge läppert sich diesbezüglich gewiss so einiges. (Meine Partnerin erreichte gar über 10.000 Meter, was 1,2 mal dem Mount Everest entspricht.) Nichtsdestotrotz darf ich mir diesen Orden an die Brust heften:
Freitag, 5. Dezember 2025
Musikstream-Bilanz 2025
Dass ich geschmacklich toleranter, flexibler, womöglich auch gleichgültiger geworden bin, wird untermauert von der Tatsache, dass ich rund 50 Interpreten mehr als 2024 meine Aufmerksamkeit geschenkt habe, nämlich 699 Artists.
Der Algorithmus charakterisiert mich denn auch als "Entdecker" ("Neuerscheinungen ziehen dich magisch an"; na ja) und hat mich dem "Club" "Grit Collective" zugeteilt.
Samstag, 20. September 2025
Drei kleine Worte
Durch die britische Miniserie "The Guest" (Besprechung folgt) erfuhr ich von einem alternativen globalen Orientierungs- bzw. Ortungssystem, von dem ich noch nie gehört hatte, obwohl es seit über zehn Jahren existiert: what3words. Ich werde die Startseite des Unternehmens hier nicht verlinken, denn angesichts herber finanzieller Verluste in jüngerer Vergangenheit und wiederholter Kritik an der Praktikabilität steht zu befürchten, dass dieser Link eher früher als später ins Leere laufen könnte.
Das Prinzip ist das folgende: what3words hat die Welt in 3x3 m große Quadrate eingeteilt und jedes Quadrat mit einer Kombination aus drei durch Punkte separierten Wörtern markiert. Beispielsweise hat ein beliebter Aussichtspunkt in meiner Wohngegend, der Dettweiler Tempel, die "Koordinaten" ///kartoffel.vororte.igel. Wobei man ihn auch mit Hilfe der Angabe ///erwachte.katze.bewohnt finden würde, oder auch ///erstens.sommer.tänzer. (Der Kartenmarker weicht übrigens ein wenig vom tatsächlichen Standort ab; hier müsste mal jemand justierend eingreifen.) Die Kleinteiligkeit begründet das Londoner Unternehmen wie folgt: "Straßenadressen sind im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß. Sie sind nicht genau genug, um Orte wie Gebäudeeingänge präzise zu beschreiben. Für Parks oder in vielen ländlichen Gegenden gibt es überhaupt keine Straßenadressen. Das erschwert das Finden bestimmter Plätze und macht es in Notfällen unmöglich, genau zu beschreiben, wo Hilfe nötig ist." Insbesondere Firmen könnten Dreiwortadressen teilen, um es Partnern und Kunden zu ermöglichen, sich punktgenau zu ihrem Sitz lotsen zu lassen. Das Navigieren selbst erfolgt auf der Webseite oder in der App über Schnittstellen zu Google Maps, Apple Maps, Waze, Bing Maps und Citymapper.
Und ja, die haben tatsächlich den gesamten Planeten gerastert, auch die Ozeane! Wir sprechen hier von rund 57 Billionen Quadraten. Die "Adressnamen" im Meer setzen sich allerdings ausschließlich aus englischen Wörtern zusammen, während die Rechtecke auf dem Festland neben Englisch auch wahlweise auf Deutsch (s.o.), Spanisch, Türkisch, Gujarati, Kasachisch oder mit Wortmaterial aus vielen anderen Sprachen angezeigt werden können; es handelt sich dabei nicht um die jeweiligen Übersetzungen. "Die englische Wortliste von what3words besteht aus 40.000 Wörtern [...] Jede weitere what3words-Sprache verwendet eine Wortliste mit 25.000 Wörtern zur Abdeckung der weltweiten Landfläche. Die Listen gehen durch mehrere automatisierte und menschliche Prozesse, bevor sie nach einem Algorithmus sortiert werden, der die Verwechslungsgefahr minimieren soll, und beleidigende Wörter werden entfernt." (Wikipedia)
Das Prinzip ist schon irgendwie genial, und ich wünsche what3words, dass es noch lange bestehen bleibt und stärker wahrgenommen wird. Doch wie zukunftsfähig ist es wirklich? Die bei Wikipedia angeführten Kritikpunkte leuchten ein: "Der alltägliche Nutzen des Systems ist gering. Ohne elektronisches Gerät können w3w-Adressen nicht lokalisiert werden, und der Abstand zwischen zwei w3w-Adressen kann nicht abgeschätzt werden. Dadurch ist es schwer, Fehleingaben von unbekannten Orten zu erkennen. Auch die einfache Merkbarkeit ist fraglich, da die Wortliste viele sinnähnliche und Pluralversionen mancher Wörter enthält. [...] Dadurch, dass entgegen der Behauptungen von what3words annähernd gleich klingende Adressen durchaus nur wenige Kilometer voneinander entfernt sein können und das System sprachgebunden ist, kann es für Fremdsprachler sehr schwer bis unmöglich sein, sie sicher zu unterscheiden." Ganz zu schweigen von dem nicht völlig undenkbaren Fall, dass in einer Adresse ein Wort ersetzt oder auch nur ein einziger Buchstabe geändert wird ...
Freitag, 5. September 2025
Die drei ??? und das magische Handy (Noch ein Update-Update)
Youtube schaue ich eigentlich kaum auf dem Smartphone, aber ich wusste nicht, welcher Anwendung ich sonst eine Positionierung auf der ersten "Seite" zugestehen sollte. Spotify? Dort habe ich zurzeit keine Premium-Mitgliedschaft (die übrigens kürzlich teurer geworden ist!).
Montag, 25. August 2025
Zwei kurze Update-Update-Updates
(Dies ist eine – ich gebe zu: reichlich langweilige – Fortsetzung zum Eintrag vom 15. August.)
1. Ein erster Pferdefuß des ansonsten erfolgreich durchgeführten Upgrades auf Windows 11 ist sichtbar geworden: Ich kann keine Screenshots machen. Glaubt mir's oder nicht, aber es ist schlichtweg nicht möglich, Bildschirmfotos aufzunehmen. Drücke ich die Print-Taste oder das Shortcut-Äquivalent, öffnet sich zwar so etwas wie das Snipping-Tool von Windows 10, doch sobald ich mit dem Auswahlwerkzeug den zu screenshottenden Bereich des Bildschirms erfasst habe, schließt sich das Tool kommentarlos. Etwaige Bilddateien werden nirgendwo abgelegt. Es ist wie verhext, und in den Weiten des Netzes kann mir niemand helfen.
2. Da ich ja nun erneut über reichlich Handyspeicherplatz verfüge, habe ich "Pokémon Go" wieder installiert! Entfernt hatte ich das Spiel vor circa vier Jahren von meinem Smartphone. Aus welchem Grund, weiß ich gar nicht mehr: entweder weil man wegen der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen sowieso nicht überall Pokémons fangen durfte; oder weil ich davon genervt war, dass mein Itembeutel permanent voll war; oder weil ich es für aussichtslos hielt, noch weiter im Level aufzusteigen. Nun habe ich wie gesagt meinen Account reaktiviert und stelle fest, dass es gar nicht mehr allzu weit ist bis zu Level 24, und ich bin frohen Mutes, diverse Fortschritte zu machen. Etliche neue Features sind während meiner Abwesenheit hinzugekommen, ich bin motiviert wie damals, als die App die halbe Welt in ihren Bann zog. Meinem Tatendrang zuträglich ist außerdem, dass ich inzwischen woanders wohne und also in unbekannten Umgebungen und Biomen auf Monsterjagd und Portalsuche gehen kann!
Freitag, 15. August 2025
Zwei kurze Update-Updates
Freitag, 25. Juli 2025
Von Technik enttäuscht
Ich hatte bis vor wenigen Monaten nichts an Spotify auszusetzen, ja empfand diese Plattform in der Bezahlversion sogar als deutlich komfortabler, funktionaler und anregender als Prime Music. Die Zeit des freudenreichen Musikstreamings scheinen jedoch vorbei zu sein. Letzte Woche habe ich mein Abonnement gekündigt. Ich werde es erst wieder erneuern, sobald mindestens drei neue "Drei Fragezeichen"-Folgen erschienen sein werden, die ich sodann hintereinander weg hören kann. Der Algorithmus, jenes höhere Wesen, das wir verehren, wurde einfach immer schlechter. Es wird mir nur noch Musik aus exakt dem gleichen Genre vorgeschlagen, das ich jeweils zuletzt abgespielt hatte. Ich habe ein Jazz-Album gehört, zack!, wird mir nur mehr ausschließlich Jazz empfohlen. (Ausgedachtes Beispiel!) Das Schlimmste ist, dass diese Empfehlungen zu nichts zu gebrauchen sind. Vielleicht bin ich ja über die Jahre zu anspruchsvoll geworden, vielleicht kenne ich inzwischen sämtliche guten Interpreten, Fakt ist, dass mir die vorgeschlagenen Alben kaum noch gefallen und nach wenigen Tracks von mir abgebrochen werden. Sollten die Geschmackserkennungsroutinen nicht stetig besser werden?
Wo ich schon am Nörgeln bin, muss ich, so leid es mir tut, mich einmal mehr über Google auslassen. Google Drive hat ja wohl die sinnfreieste, benutzerunfreundlichste, verwirrendste, chaotischste Oberfläche, die man von einem Cloudspeicher erwarten kann bzw. eben nicht erwarten kann, wenn man schon einmal mit Dropbox oder der eigenen Festplatte zu tun hatte, Sakrament!
Dienstag, 10. Juni 2025
Auf Wellenjagd
Von meiner jugendlichen Radio- und Funkbegeisterung habe ich schon einmal erzählt. Es erwärmt mein Herz, dass ich noch immer drei Fachbücher aus dieser Phase meines Lebens besitze: neben der erwähnten "Spezial-Frequenzliste 1998/99" auch den Funkschau-Sonderband "1000 neue Scannerfrequenzen" und die 2000er Nummer von Schmitz/Siebels informationssattem "Jahrbuch für weltweiten Rundfunkempfang" mit dem schlichten Titel "Sender & Frequenzen" (das 2017 zum letzten Mal herausgegeben wurde). Absoluter Kult! Das Beste an "S&F" war, dass man einen jeder Ausgabe beiliegenden Supplements-Bezugsschein ausfüllen und an den Verlag schicken konnte, wodurch man mehrmals im Jahr gratis ein solches Heftchen erhielt:
Darin fand man aktualisierte Hörfahrpläne ...
... Meldungen über deutschsprachiges und sonstiges Sonderprogramm aus allen Winkeln der Erde ...
... Ankündigungen nischiger Hörschmankerl ...
Hach, da werde ich schon wieder richtig nostalgisch. Das war ein Universum, das nicht zuletzt durch die Ausbreitung des World Wide Web nahezu untergegangen ist.
Mittwoch, 28. Mai 2025
So nicht, Vorwerk!
Doch was war da los? Mit meinem Thermomix-Modell konnte ich es gar nicht kochen! Ausweislich der Labels "TM6" und "TM7" ist die Zubereitung nur noch mit ebendiesen Versionen möglich. Die Pilze in dieser Dönervariante werden nämlich gebraten, was mein 5er-Thermomix nicht beherrscht. Der kann nur dünsten und dampfgaren, und auf letztere Weise wurden die Champignons in dem Rezept, auf das ich damals zugegriffen hatte, denn auch behandelt. Das heimliche "Upgrade" des Rezepts, um die Features der Generationen 6 und 7 zu nutzen, hat zur Folge, dass mir, als Besitzer des Vor(vor)gängermodells, der Dönergenuss verwehrt wird. Wir werden schrittweise entmündigt.
Donnerstag, 10. April 2025
Betr.: Wetter, Kreuzwortambiguität, Manisches, No Limit
Sonntag, 16. März 2025
In die Röhre gesprochen
In der Geschichte "Die Träumenden" in Stephen Kings letztem Kurzprosaband "Ihr wollt es dunkler" ("You Like It Darker") erwähnt der Ich-Erzähler, der als Stenograf beschäftigt ist, dass er bei seiner Arbeit gelegentlich eine Stenomaske tragen muss. 'Was zur Hölle ist eine Stenomaske?', fragte ich mich.
"Eine Stenomaske wird verwendet, wenn Gespräche zwischen mehreren Personen von einer anderen Person aufgezeichnet oder gedolmetscht werden, insbesondere beim Simultandolmetschen", weiß die Webseite Konferenztechnik.de. "Die dicht am Mund des aufzeichnenden Sprechers anliegende Maske lässt zum einen nur die Worte des aufzeichnenden Sprechers in die Aufzeichnung oder Übertragung einfließen und verhindert zum anderen einen akustischen 'Echoeffekt' durch das ständige Nachsprechen im selben Raum für die eigentlichen Gesprächsteilnehmer." Die Markteinführung folgte 1954 in den USA (die King-Geschichte spielt im Jahr 1971).
Noch nie in meinem Leben habe ich dieses Utensil im Einsatz gesehen, weder in der Fiktion noch im echten Leben. Es ist ein ulkiger Anblick, man denkt an Gasmasken, Aliens und Bane aus dem Batman-Universum. Überzeugt euch selbst: Bildersuche "Stenomaske".
Dienstag, 11. Februar 2025
Google und ich: Es bleibt kompliziert
Fast auf den Tag genau vor einem Jahr veröffentlichte ich einen Beitrag mit der Überschrift "Bei Google wird alles schlechter, Teil 398". Heute habe ich der Liste von Dingen, die dafür sorgen, dass ich immer weniger Freude an Google habe, zwei weitere hinzuzufügen.
1.) Die Google-Umfrage-App, mit der man sich auf einfache Weise ein paar Cent verdienen konnte, hat zuletzt keine (Um-)Fragen mehr ausgespuckt. Stattdessen wurden mir ständig "Belegaufgaben" gestellt: Ich möchte doch bitte die Quittung von meinem letzten Einkauf abfotografieren und hochladen. Darauf habe ich aber keine Lust, daran konnten auch die regelmäßigen Pushnachrichten mit dem Lockruf "Extra Guthaben mit Belegaufgaben" nichts ändern. Und so habe ich die App nach fast zehn Jahren der Nutzung deinstalliert. Das Google-Play-Guthaben in Höhe von 4,22 Euro werde ich demnächst einlösen, um auf Youtube den Film "The Banshees of Inisherin" zu leihen (3,99 €); der ist nämlich weder auf den üblichen Streaming-Plattformen noch als physisches Leihmedium in der Stadtbibliothek erhältlich.
2.)
Donnerstag, 23. Januar 2025
Kurz notiert: Künstliche Wiederbelebung
In der gestrigen Ausgabe von "Aktenzeichen XY ungelöst" wurde wie so oft das rekonstruierte Gesicht einer Leiche gezeigt. Neu war dabei, dass neben dem Foto der Hinweis "KI-bearbeitet" stand. Rudi Cerne erklärte, das Bild sei "mit Hilfe Künstlicher Intelligenz ein wenig retuschiert" worden. Da sage ich: Okay, das ist doch mal ein sinnvoller Einsatz moderner Software! Ich könnte mir vorstellen, dass KI mittlerweile nicht nur in der Lage ist, zu berechnen, wie ein unidentifizierter Toter zu Lebzeiten ausgesehen haben könnte (ich bin mit der Formulierung bewusst vorsichtig), sondern auch Personen, die seit langer Zeit vermisst werden oder untergetaucht sind, "altern" zu lassen – ihr wisst schon, die berühmte Fahndungsphrase "Inzwischen könnte die Gesuchte so aussehen."
Mittwoch, 8. Januar 2025
Social-Media-Verhalten 2025
Freitag, 6. Dezember 2024
Musikstream-Bilanz 2024
Juchhu, diese Woche kam die Jahresauswertung meines Spotify-Nutzungsverhaltens rein. Ich habe, trotz längerem Aussetzen der Premium-Mitgliedschaft, fleißiger gestreamt als 2023. Sagenhafte 11.849 Minuten lang habe ich dieses Jahr Spotify gehört, das sind mehr als acht Tage. 2.358 Titel von 646 Artists habe ich abgespielt, am häufigsten diese hier:
Dazu muss ich sagen, dass ich den Nr.-1-Song lediglich sechs Mal abgespielt habe, denn ein Ohrwurm-bis-er-zum-Hals-raushängt-Hörer bin ich nicht. Meine Top-Interpreten sind:
Abriction hat heuer gewissermaßen Sadness abgelöst, wobei ich mir sicher war, dass ich Letztere trotzdem insgesamt öfter laufen gelassen hätte. Wundern tut mich auch, dass es Lustre und Mesarthim nicht auf die Liste geschafft haben, die ich dieses Jahr entdeckt und intensiv gehört habe. Der dritte Platz für Ramin Djawadi erklärt sich daraus, dass ich, nachdem die jeweiligen Serienstaffeln ausgestrahlt worden waren, die OSTs von "Fallout" und "House of the Dragon" gestreamt habe – jeweils nur einmal, aber die Alben beinhalten eben viele Tracks.
Weiters wurde mir diese wichtige Information nicht vorenthalten:
Tja, hm, da habe ich laut meinem Kalender regulär gearbeitet; offenbar brauchte ich an jenem Tag besonders viel Beschallung zur Konzentration/Ablenkung.
Im März hatte ich laut Spotify meine "atmospheric-fantasy-black-metal-Phase", im August war "light academia ballet classical" mein "Ding", während mein Oktober "im Zeichen von post-apocalyptic movie tunes soundtrack" stand. Na, wenn die das sagen.























