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Montag, 6. Juli 2026

Earphone trouble und kein Ende

Da will ich am Samstag einen Podcast auf dem Handy hören, als plötzlich ... der Ton auf einem Ohr ausfällt, sobald man das Kabel bewegt! Das kann doch nicht schon nach knapp drei Wochen ein Defekt meines frisch erworbenen In-Ear-Kopfhörers sein, denke ich. Ist es auch nicht. Der wahre Übeltäter ist, wie sich schnell herausstellt, der (zugegebenermaßen billig erworbene) Adapter, den ich benötige, um Klinkenkopfhörer mit dem USB-C-Ein-/Ausgang des Smartphones zu verbinden. Adapterlos in anderen soundabspielenden Geräten funkioniert mein neuer JBL-Kopfhörer wie gewünscht. Was soll dieser Blödsinn überhaupt, Handys ohne 3,5-mm-Buchse? Gleichzeitig das Handy laden und darüber Musik hören ist heutzutage nicht mehr möglich. Tolle Zukunft, in der wir leben. Und das Argument "Kauf dir doch USB-Kopfhörer!" zieht nicht, denn ich möchte ja, s.o., auch weiterhin Kopfhörer an Abspielgeräte mit klassischem Klinkenzugang stöpseln. Grrrr ...

Freitag, 19. Juni 2026

Immer Ärger mit Hörern

Ich habe mich entschieden: Nie wieder Kopfhörer mit Polstern aus so einem Material!


Schon mein altes Headset, das ich zum Videokonferieren verwendet und mit dem ich meine Let's Plays aufgenommen hatte, wurde 2020 völlig unbrauchbar, weil der Stoff zu zerbröseln anfing – dabei war die Soundqualität unverändert hoch. Und jetzt reißt und platzt die Oberfläche an den Ohrpolstern dieser nicht eben billigen Motorola-Kopfhörer, die ich mir vor ein paar Jahren habe schenken lassen. Nach jeder Benutzung sind meine Ohren voller kleiner schwarzer Krümel!

Es wäre zu überlegen, Over-Ear-Kopfhörern prinzipiell den Rücken zu kehren. In-Ears sind leichter zu transportieren, sind allgemein praktischer, und ganz ehrlich: Als einen Menschen, der mit riesigen Überohrhörern oder auch nur mit On-Ears durchs Stadtbild wandelt, sehe ich mich einfach nicht. (Das Motorola-Teil habe ich bisher auch nur zu Hause getragen.)

Dass In-Ears ebenfalls regelmäßig ersetzt werden müssen, versteht sich von selbst. In der Regel sind Kabelbrüche der Grund dafür. Und so machte, weil der Blitz nämlich mitunter doch zweimal an derselben Stelle einschlägt, gestern auch mein In-Ear-Kopfhörer die Biege. Ich schaue in meine Amazon-Bestellhistorie und sehe, dass ich mir 2008, 2012, 2014, 2016, 2017, 2018, 2020 und 2021 In-Ear-Kopfhörer bestellt habe. Und jetzt halt den nächsten. Die Lücke nach 2021 erklärt sich damit, dass ich mir einen weiteren zu Weihnachten gewünscht und einen bei Saturn oder Media Markt gekauft habe. Bis auf ein oder zwei Modelle waren diese Produkte übrigens sehr günstig, denn erfahrungsgemäß bieten selbst erschwingliche In-Ears einen ausgezeichneten Klang. Auch wenn ich kein Freund der Wegwerfgesellschaft bin, halte ich es hier wie mit Regenschirmen: Lieber öfter wenig Geld ausgeben als fast genauso oft viel Geld ausgeben, denn häufige Neukäufe sind bei diesen Gegenständen unvermeidlich – Schirme verliere ich ständig, und Kopfhörerkabel haben nun mal unabhängig von der Verarbeitung eine begrenzte Halbwertszeit.

Ach ja, der Vollständigkeit halber: Mit Earbuds fange ich gar nicht erst an! Keinen halben Tag würde es dauern, bis mir so ein Bobbel aus dem Löffel fiele und in einen Gully rollte.

Now playing: Midnight Odyssey - Funerals From the Astral Sphere (Wieso habe ich diese brillante australische Band erst jetzt entdeckt?!)

Sonntag, 10. Mai 2026

Vorteil Schreibmaschine?

Diese Woche habe ich Gerhard Henschels "Großstadtroman" und damit alle rund 6800 bisher erschienenen Seiten der Martin-Schlosser-Reihe abgeschlossen. Das Besondere an diesem nunmehr zwölften Teil ist, dass darin der erste Teil der autobiographischen Saga entsteht, was ein rechter Krampf gewesen sein muss: Ende 2001 beendet Henschel/Schlosser das Manuskript, 2004 erst erscheint der "Kindheitsroman". Auf dem Endspurt ereignet sich dann noch ein Malheur, und diese Stelle ließ mein Herz heftiger pochen als sämtliche anderen dramatischen Geschehnisse, die dem Autor in jener Zeitspanne (1998-2002) widerfahren:
Im Kindheitsroman war ich auf den letzten Metern angelangt. Unten links zeigte mein Bildschirm mir an, daß ich mich auf Seite 678 von insgesamt 688 Seiten befand. Die restlichen zehn enthielten das verbliebene Rohmaterial.
Als ich zwischendurch eine andere Datei öffnen wollte, erschien der Hinweis:
Freier Arbeitsspeicher des Computers zu klein.
Und unten links stand auf einmal nicht mehr "678/688", sondern "1/0". Das bereitete mir Unbehagen. Ich gab den Befehl zum Speichern, aber mein antiker PC versagte mir den Gehorsam: Er tat überhaupt nichts mehr. Der Cursor stand still und ignorierte alle Bewegungen der Maus.
In meiner Not drückte ich auf den Reset-Knopf, und als ich die Kindheitsromandatei danach wieder öffnete, war sie leer. Alles weg. 688 Seiten ausgelöscht.
Doch ich hatte ja noch die Sicherheitskopie auf einer Diskette. Aber wo war die hin?
Ich konnte sie nicht finden.
Hunderttausend heulende und jaulende Höllenhunde!

Spoiler: Es geht alles gut aus. Doch erinnerte mich diese Episode allzu brutal an eine eigene Erfahrung. Eines Abends, während ich an meiner Magisterarbeit schrieb, kippte ich aus Versehen ein halbes Glas Tee über meinen Laptop. Ich war geistesgegenwärtig genug, schnell einen USB-Stick in das Gerät zu stecken und eine Sicherheitskopie des Dokuments darauf abzulegen, bevor das Notebook sich verabschiedete. Selbstverständlich hatte ich die Arbeit in einem (nicht viel) älteren Zustand noch woanders abgelegt; ich achtete stets darauf, immer mindestens zwei halbwegs aktuelle Sicherheitskopien vorrätig zu halten. Ein ganz in meiner Nähe wohnender, IT-begabter Freund erklärte sich spontan bereit, rüberzukommen und die Katastrophe zu begutachten: "Klar, dann machen wir eine schöne Freitagabend-Notebook-Schraub-Session!" In seine Einzelteile zerlegt, offenbarte mein Klapprechner den erlittenen Schaden, der sich tatsächlich auf den Zustand "nass sein" beschränkte. Durchgeschmort oder anderweitig unbrauchbar geworden war dem ersten Anschein nach nichts. Mehr als föhnen, tupfen und abwarten (ohne Tee) konnten wir nicht tun, und brauchten wir auch nicht zu tun. Am nächsten Tag konnte der Schlepptop zusammengesetzt und wieder in Betrieb genommen werden. Puh! Hätte ich statt erkalteten Tee, was weiß ich, einen klebrigen Milchshake oder Schwefelsäure getrunken, hätte die Sache womöglich ganz anders ausgesehen. Auch während ich diesen Beitrag tippe, steht ein Glas Tee neben dem Rechenknecht. Ich bin aber ganz vorsichtig!

Samstag, 21. März 2026

Adieu, Silberlinge!

Mir fiel es direkt auf, als ich sie aus dem Briefkasten zog, die Aprilausgabe der GameStar ... Aber bevor ich selbst etwas formuliere, übergebe ich das Wort doch einfach an Markus Schwerdtel, der die betreffende Änderung im Editorial anspricht:

Es gibt keine DVDs mehr. Mit dieser Ausgabe verabschieden wir uns schweren Herzens von den glänzenden Plastikscheiben, die GameStar seit der ersten Ausgabe 1997 begleitet haben. Allerdings haben die Disks im Jahr 2026 keine Daseinsberechtigung mehr. Laufwerke dafür (oder für Blu-ray) sind in modernen PCs eine Seltenheit, und auch im Wohnzimmer hat der DVD-Player unterm Fernseher ausgedient. Kurz: Die Ära der optischen Datenträger ist vorbei und wir winken den DVDs bei ihrem Ritt in den Sonnenuntergang dankbar nach.

Zur Erklärung: Der GameStar, zumindest der sog. XL-Version, die ich abonniert habe, lagen jeden Monat zwei DVDs bei. Darauf befanden sich von der Redaktion produzierte Preview-, Test-, Talk- oder Rückblicks-Videos. Eine der Scheiben, sozusagen die "Haupt"-DVD, konnte als solche auf Playern oder Konsolen mit Laufwerk abgespielt werden, sie hatte ein richtiges Menü. Einen DVD-Player besitze ich selbst nicht, aber meine Xbox One kann DVDs und BluRays lesen. Die zweite DVD enthielt lediglich Videodateien; diese kopierte ich i.d.R. von der Disk auf meine Festplatte, um sie anzusehen. Mein Laptop hat nämlich sehr wohl noch ein BluRay/DVD-Laufwerk, was zugegebenermaßen bereits bei dessen Anschaffung ein seltenes, aber mir wichtiges Feature war. Jeder GameStar waren außerdem stets zwei Vollversionen beigegeben, wobei diese in den letzten Jahren nur noch in den seltensten Fällen auf den Datenträgern lagen: Vielmehr schaltete man die Spiele mit im Heft zu findenden Keys (für Steam, GOG oder andere Plattformen) frei. Auch die GameStar 04/26 enthält wieder Vollversionen (diesmal sogar drei) bzw. abermals Aktivierungscodes für diese. Man bekommt also nicht weniger geboten. Auch auf Videos muss nicht verzichtet werden, man gelangt über QR-Codes in den dazugehörigen Artikeln dahin. (Übrigens waren ganz früher auch noch Patches, Spieletrailer, Standardprogramme, Wallpapers und andere Gimmicks, die man sich heute ausnahmslos aus dem Netz bezieht, auf den Scheiben.)

Alles in allem ist die Abschaffung der Beileger nachvollziehbar und gerechtfertigt, nicht zuletzt im Sinne der Umwelt. Ich bedaure es dennoch ein wenig, nicht mehr jeden Monat ein Dutzend für "mich" "ausgewählte" Videos "serviert" zu bekommen – kuratiertes Material, für das ich mir gerne Zeit genommen habe. Der Online-Bereich der GameStar erschlägt mich regelrecht mit seinem Output an Videos. Sicher, da gibt es viel, was mich ansprechen würde, aber ich schaffe es schlicht nicht, mich durch das pralle Archiv (und die zusätzlichen Youtube-Kanäle) zu wühlen. Ich wette, auch anderen erwachsenen, berufstätigen Menschen geht es so. Man kommt ja schon kaum mit dem Lesen hinterher! Vom Zocken ganz zu schweigen.

Sonntag, 4. Januar 2026

Nachgereicht: #Mapped2025

Schon gewusst? Auch die Wander-App Komoot schnürt ihren Usern neuerdings eine persönliche Jahresstatistik zusammen: "Mapped" (angelehnt an Spotifys "Wrapped") heißt diese Bewegungsauswertung, die bei mir folgende Daten zeitigte:


349 Kilometer in fünf Ländern, das ist sicherlich beachtlich, wenn auch nicht ganz korrekt. Einige Wanderungen, vor allem aber (kürzere wie längere) Spaziergänge habe ich nicht aufgezeichnet; wer weiß, was da noch alles an Kilometern hinzugekommen wäre! Weswegen freilich auch die Höhenmeterzahl nach oben zu korrigieren wäre:


Gerade seit meinem Umzug in die Berge läppert sich diesbezüglich gewiss so einiges. (Meine Partnerin erreichte gar über 10.000 Meter, was 1,2 mal dem Mount Everest entspricht.) Nichtsdestotrotz darf ich mir diesen Orden an die Brust heften:


Vorsatz für 2026: Noch öfter, im Idealfall bei jedem Auslauf, der über "Besorgungen machen" hinausgeht, Komoot benutzen. Und weiter dem Wandern frönen.

Auch hier ist, um im Bild zu bleiben, noch Luft nach oben.

Freitag, 5. Dezember 2025

Musikstream-Bilanz 2025

Ursprünglich, i.e. noch vor ein paar Wochen, hatte ich nicht vor, meine Spotify-Jahresauswertung zu teilen, weil ich den Dienst 2025 nur halbherzig genutzt habe. Nun kam mein "Wrapped" aber rein und, ach, warum nicht? Gehört habe ich 7.869 Minuten, gerade mal zwei Drittel der Zeit, die ich 2024 damit verbracht habe. Insgesamt 246 Genres lassen sich die von mir gestreamten Titel zuordnen.


Dass ich geschmacklich toleranter, flexibler, womöglich auch gleichgültiger geworden bin, wird untermauert von der Tatsache, dass ich rund 50 Interpreten mehr als 2024 meine Aufmerksamkeit geschenkt habe, nämlich 699 Artists.


Der Algorithmus charakterisiert mich denn auch als "Entdecker" ("Neuerscheinungen ziehen dich magisch an"; na ja) und hat mich dem "Club" "Grit Collective" zugeteilt.


Ach ja, und ich habe ein musikalisches Alter:


Gab es das letztes Jahr schon? 28 hätte ich jedenfalls nicht erwartet, irgendwie aber schon. Muss mir das peinlich sein? Nun, kaum peinlicher als es ist, überhaupt seine Spotify-Statistik zu veröffentlichen.

Samstag, 20. September 2025

Drei kleine Worte

Durch die britische Miniserie "The Guest" (Besprechung folgt) erfuhr ich von einem alternativen globalen Orientierungs- bzw. Ortungssystem, von dem ich noch nie gehört hatte, obwohl es seit über zehn Jahren existiert: what3words. Ich werde die Startseite des Unternehmens hier nicht verlinken, denn angesichts herber finanzieller Verluste in jüngerer Vergangenheit und wiederholter Kritik an der Praktikabilität steht zu befürchten, dass dieser Link eher früher als später ins Leere laufen könnte.

Das Prinzip ist das folgende: what3words hat die Welt in 3x3 m große Quadrate eingeteilt und jedes Quadrat mit einer Kombination aus drei durch Punkte separierten Wörtern markiert. Beispielsweise hat ein beliebter Aussichtspunkt in meiner Wohngegend, der Dettweiler Tempel, die "Koordinaten" ///kartoffel.vororte.igel. Wobei man ihn auch mit Hilfe der Angabe ///erwachte.katze.bewohnt finden würde, oder auch ///erstens.sommer.tänzer. (Der Kartenmarker weicht übrigens ein wenig vom tatsächlichen Standort ab; hier müsste mal jemand justierend eingreifen.) Die Kleinteiligkeit begründet das Londoner Unternehmen wie folgt: "Straßenadressen sind im 21. Jahrhundert nicht mehr zeitgemäß. Sie sind nicht genau genug, um Orte wie Gebäudeeingänge präzise zu beschreiben. Für Parks oder in vielen ländlichen Gegenden gibt es überhaupt keine Straßenadressen. Das erschwert das Finden bestimmter Plätze und macht es in Notfällen unmöglich, genau zu beschreiben, wo Hilfe nötig ist." Insbesondere Firmen könnten Dreiwortadressen teilen, um es Partnern und Kunden zu ermöglichen, sich punktgenau zu ihrem Sitz lotsen zu lassen. Das Navigieren selbst erfolgt auf der Webseite oder in der App über Schnittstellen zu Google Maps, Apple Maps, Waze, Bing Maps und Citymapper.

Und ja, die haben tatsächlich den gesamten Planeten gerastert, auch die Ozeane! Wir sprechen hier von rund 57 Billionen Quadraten. Die "Adressnamen" im Meer setzen sich allerdings ausschließlich aus englischen Wörtern zusammen, während die Rechtecke auf dem Festland neben Englisch auch wahlweise auf Deutsch (s.o.), Spanisch, Türkisch, Gujarati, Kasachisch oder mit Wortmaterial aus vielen anderen Sprachen angezeigt werden können; es handelt sich dabei nicht um die jeweiligen Übersetzungen. "Die englische Wortliste von what3words besteht aus 40.000 Wörtern [...] Jede weitere what3words-Sprache verwendet eine Wortliste mit 25.000 Wörtern zur Abdeckung der weltweiten Landfläche. Die Listen gehen durch mehrere automatisierte und menschliche Prozesse, bevor sie nach einem Algorithmus sortiert werden, der die Verwechslungsgefahr minimieren soll, und beleidigende Wörter werden entfernt." (Wikipedia)


Das Prinzip ist schon irgendwie genial, und ich wünsche what3words, dass es noch lange bestehen bleibt und stärker wahrgenommen wird. Doch wie zukunftsfähig ist es wirklich? Die bei Wikipedia angeführten Kritikpunkte leuchten ein: "Der alltägliche Nutzen des Systems ist gering. Ohne elektronisches Gerät können w3w-Adressen nicht lokalisiert werden, und der Abstand zwischen zwei w3w-Adressen kann nicht abgeschätzt werden. Dadurch ist es schwer, Fehleingaben von unbekannten Orten zu erkennen. Auch die einfache Merkbarkeit ist fraglich, da die Wortliste viele sinnähnliche und Pluralversionen mancher Wörter enthält. [...] Dadurch, dass entgegen der Behauptungen von what3words annähernd gleich klingende Adressen durchaus nur wenige Kilometer voneinander entfernt sein können und das System sprachgebunden ist, kann es für Fremdsprachler sehr schwer bis unmöglich sein, sie sicher zu unterscheiden." Ganz zu schweigen von dem nicht völlig undenkbaren Fall, dass in einer Adresse ein Wort ersetzt oder auch nur ein einziger Buchstabe geändert wird ...

Freitag, 5. September 2025

Die drei ??? und das magische Handy (Noch ein Update-Update)

Zum ersten Mal durfte ich auf meinem neuen Google Pixel 9 (ich berichtete) ein Android-Update aufspielen. Es war fast 1 GB groß. Groß war auch die Überraschung nach dem Neustart: Auf dem Display ist plötzlich mehr Platz! Obwohl es physisch wohl kaum gewachsen ist. Ich komm und komm nicht drauf, wie der zusätzliche Oberflächenfreiraum entstanden sein könnte. Sind die App-Icons geschrumpft? Ach, hätte ich doch vor der Aktualisierung einen Screenshot gemacht. So sah es jedenfalls nach dem Update aus:


Und jetzt, nach etwas Schieberei, so:


Youtube schaue ich eigentlich kaum auf dem Smartphone, aber ich wusste nicht, welcher Anwendung ich sonst eine Positionierung auf der ersten "Seite" zugestehen sollte. Spotify? Dort habe ich zurzeit keine Premium-Mitgliedschaft (die übrigens kürzlich teurer geworden ist!).

PS: Wer mit Blick auf den Display-Shot glaubt, mich auf der Schloßstraße 118 antreffen zu können – dort halte ich mich nie auf. Das GPS verortet mich falsch, warum auch immer.

Montag, 25. August 2025

Zwei kurze Update-Update-Updates

(Dies ist eine – ich gebe zu: reichlich langweilige – Fortsetzung zum Eintrag vom 15. August.)

1. Ein erster Pferdefuß des ansonsten erfolgreich durchgeführten Upgrades auf Windows 11 ist sichtbar geworden: Ich kann keine Screenshots machen. Glaubt mir's oder nicht, aber es ist schlichtweg nicht möglich, Bildschirmfotos aufzunehmen. Drücke ich die Print-Taste oder das Shortcut-Äquivalent, öffnet sich zwar so etwas wie das Snipping-Tool von Windows 10, doch sobald ich mit dem Auswahlwerkzeug den zu screenshottenden Bereich des Bildschirms erfasst habe, schließt sich das Tool kommentarlos. Etwaige Bilddateien werden nirgendwo abgelegt. Es ist wie verhext, und in den Weiten des Netzes kann mir niemand helfen.

2. Da ich ja nun erneut über reichlich Handyspeicherplatz verfüge, habe ich "Pokémon Go" wieder installiert! Entfernt hatte ich das Spiel vor circa vier Jahren von meinem Smartphone. Aus welchem Grund, weiß ich gar nicht mehr: entweder weil man wegen der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen sowieso nicht überall Pokémons fangen durfte; oder weil ich davon genervt war, dass mein Itembeutel permanent voll war; oder weil ich es für aussichtslos hielt, noch weiter im Level aufzusteigen. Nun habe ich wie gesagt meinen Account reaktiviert und stelle fest, dass es gar nicht mehr allzu weit ist bis zu Level 24, und ich bin frohen Mutes, diverse Fortschritte zu machen. Etliche neue Features sind während meiner Abwesenheit hinzugekommen, ich bin motiviert wie damals, als die App die halbe Welt in ihren Bann zog. Meinem Tatendrang zuträglich ist außerdem, dass ich inzwischen woanders wohne und also in unbekannten Umgebungen und Biomen auf Monsterjagd und Portalsuche gehen kann!

Freitag, 15. August 2025

Zwei kurze Update-Updates

1. Monatelang hatte ich mich geweigert, doch nun gab es kein Entkommen mehr: Ich habe das Betriebssystem meines Laptops auf Windows 11 upgegradet. Das ging ohne aufwendiges Zutun meinerseits und obendrei flotter, als ich befürchtet hatte. Auch die Änderungen empfinde ich, der ich mich vor krassen Änderungen fürchte, als gar nicht so krass. Die Icons und Ordnersymbole sehen ein wenig anders aus, und die Anordnung der Elemente auf der Taskleiste ist neu: Ganz links steht eine knappe Info zum Wetter (aktuell: eine Sonne nebst der Angabe "34 °C Sonnig"); als ich meinen Mauszeiger dorthin bewegte, wurde der halbe Screen von Widgets (remember Widgets?) und News verdeckt. Das ließ sich zum Glück so schnell wie unkompliziert wieder ausblenden – ich möchte nicht mit Nachrichten aus der Welt zugeballert werden; wenn mir danach ist, öffne ich auf meinem Browser eine entsprechende Seite. Ach ja, ein paar Gigabyte Speicherplatz waren nach der Umstellung weg. Das neue Windows ist bei aller Schlankheit anscheinend doch umfangreicher als sein Vorgänger.

2. Apropos Speicher: Zuletzt konnte ich auf meinem Google Pixel 3a kaum noch Apps aktualisieren, geschweige denn Videos aufnehmen. Es war schlicht kein Platz mehr. Als zuletzt auch noch die Laut- und Leiser-Taste aus dem Gehäuse fiel, war mir klar, dass ich ein neues Smartphone brauchte. Zunächst rein informatorisch begab ich mich in eine Saturn-Filiale, wo mein 3a just vollends austickte: Immer wieder fuhr es sich hoch und wieder herunter, es war, als stürbe es. So konnte ich nicht mal Online-Recherchen anstellen, während ich die Ladenauslage begutachtete. Die "Geiz ist geil"-Götter meinten es gut: Für nur 499 statt 899 Euro war das aktuelle Pixel 9 zu haben. Da ich alles in allem stets zufrieden mit dem Pixel 3a war, nahm ich eins mit (zur Abwechslung, nachdem ich ein weißes hatte, eines in schwarz) und verfüge nun über das Doppelte an internem Speicher, nämlich 128 GB. Dass der Speicher von Handys heutzutage nicht mehr mit SD-Karten erweiterbar ist, stellt freilich ein Ärgernis dar und ist selbstverständlich so gewollt. Ein weiterer unschöner Trend: Kein Phone hat noch einen Klinkeneingang! Stattdessen müssen Kopfhörer über die USB-C-(zugleich: Lade-)Buchse angeschlossen werden. Die (dadurch bedingte?) Soundqualität ist miserabel. Auch finde ich das 9er Pixel viel zu schwer, was vor allem durch die ambitionierte und physisch erhabene Kamera bedingt ist. Immerhin ist es nicht größer als das 3a, sondern hat nahezu exakt die gleichen Breiten- und Längenmaße (bei größerem Display). Bei dieser Diagonale ziehe ich aber auch einen Schlussstrich, mein nächstes Telefon soll bitte nicht mehr als 6,3 Zoll messen! (Ob es für dieses Begehr noch geeignete Kandidaten geben wird, wenn es soweit ist, wage ich jedoch zu bezweifeln, seufz.) Prima ist die Präzision des Fingerabdruckscanners: Ich entsperre das Gerät mit meinen Daumen, und die Trefferquote liegt, ganz anders als bei meinem Althandy, bei 100 Prozent! Oh, und der Akku hält ewig. Darin punktet Google einfach. Das Übertragen meiner alten Inhalte, Anwendungen und Einstellungen ging mühelos vonstatten, und ich musste mich kaum an neue Oberflächenspezifikationen gewöhnen.

Freitag, 25. Juli 2025

Von Technik enttäuscht

Ich hatte bis vor wenigen Monaten nichts an Spotify auszusetzen, ja empfand diese Plattform in der Bezahlversion sogar als deutlich komfortabler, funktionaler und anregender als Prime Music. Die Zeit des freudenreichen Musikstreamings scheinen jedoch vorbei zu sein. Letzte Woche habe ich mein Abonnement gekündigt. Ich werde es erst wieder erneuern, sobald mindestens drei neue "Drei Fragezeichen"-Folgen erschienen sein werden, die ich sodann hintereinander weg hören kann. Der Algorithmus, jenes höhere Wesen, das wir verehren, wurde einfach immer schlechter. Es wird mir nur noch Musik aus exakt dem gleichen Genre vorgeschlagen, das ich jeweils zuletzt abgespielt hatte. Ich habe ein Jazz-Album gehört, zack!, wird mir nur mehr ausschließlich Jazz empfohlen. (Ausgedachtes Beispiel!) Das Schlimmste ist, dass diese Empfehlungen zu nichts zu gebrauchen sind. Vielleicht bin ich ja über die Jahre zu anspruchsvoll geworden, vielleicht kenne ich inzwischen sämtliche guten Interpreten, Fakt ist, dass mir die vorgeschlagenen Alben kaum noch gefallen und nach wenigen Tracks von mir abgebrochen werden. Sollten die Geschmackserkennungsroutinen nicht stetig besser werden?

Wo ich schon am Nörgeln bin, muss ich, so leid es mir tut, mich einmal mehr über Google auslassen. Google Drive hat ja wohl die sinnfreieste, benutzerunfreundlichste, verwirrendste, chaotischste Oberfläche, die man von einem Cloudspeicher erwarten kann bzw. eben nicht erwarten kann, wenn man schon einmal mit Dropbox oder der eigenen Festplatte zu tun hatte, Sakrament!

Dienstag, 10. Juni 2025

Auf Wellenjagd

Von meiner jugendlichen Radio- und Funkbegeisterung habe ich schon einmal erzählt. Es erwärmt mein Herz, dass ich noch immer drei Fachbücher aus dieser Phase meines Lebens besitze: neben der erwähnten "Spezial-Frequenzliste 1998/99" auch den Funkschau-Sonderband "1000 neue Scannerfrequenzen" und die 2000er Nummer von Schmitz/Siebels informationssattem "Jahrbuch für weltweiten Rundfunkempfang" mit dem schlichten Titel "Sender & Frequenzen" (das 2017 zum letzten Mal herausgegeben wurde). Absoluter Kult! Das Beste an "S&F" war, dass man einen jeder Ausgabe beiliegenden Supplements-Bezugsschein ausfüllen und an den Verlag schicken konnte, wodurch man mehrmals im Jahr gratis ein solches Heftchen erhielt:


Darin fand man aktualisierte Hörfahrpläne ...


... Meldungen über deutschsprachiges und sonstiges Sonderprogramm aus allen Winkeln der Erde ...


... Ankündigungen nischiger Hörschmankerl ...


... und, besonders cool, Nachrichten aus der Welt der Piraten- und Untergrundsender:



Hach, da werde ich schon wieder richtig nostalgisch. Das war ein Universum, das nicht zuletzt durch die Ausbreitung des World Wide Web nahezu untergegangen ist.

Mittwoch, 28. Mai 2025

So nicht, Vorwerk!

Just nachdem ich kürzlich ein (halbes) Thermomix-Rezept geteilt hatte, ergab sich ein Anlass, der es nötig macht, noch einmal auf die Thermomix-Rezeptdatenbank zu sprechen zu kommen.

Ich erinnerte mich eines Gerichts, das ich gerne mal wieder mit Hilfe der Wundermaschine zubereiten wollte. Ich fand es auf Anhieb:


Doch was war da los? Mit meinem Thermomix-Modell konnte ich es gar nicht kochen! Ausweislich der Labels "TM6" und "TM7" ist die Zubereitung nur noch mit ebendiesen Versionen möglich. Die Pilze in dieser Dönervariante werden nämlich gebraten, was mein 5er-Thermomix nicht beherrscht. Der kann nur dünsten und dampfgaren, und auf letztere Weise wurden die Champignons in dem Rezept, auf das ich damals zugegriffen hatte, denn auch behandelt. Das heimliche "Upgrade" des Rezepts, um die Features der Generationen 6 und 7 zu nutzen, hat zur Folge, dass mir, als Besitzer des Vor(vor)gängermodells, der Dönergenuss verwehrt wird. Wir werden schrittweise entmündigt.

Freilich wusste ich mir zu helfen: Ich übertrug die einzelnen Arbeitsschritte aus dem TM6/7-Rezept auf einen Zettel und führte sie unter Weglassung des Bratvorgangs auf meinem 5er manuell durch. Es wurde dann halt zusätzlich der Einsatz einer Pfanne notwendig. Kein Problem. Nur: Sollten in Zukunft immer mehr TM5-kompatible Gerichte aus der Rezeptdatenbank, mit der ich all die Jahre höchst zufrieden war, verschwinden, werde ich es mir überlegen, ob ich weiterhin 30 Euro pro Jahr dafür bleche.

Donnerstag, 10. April 2025

Betr.: Wetter, Kreuzwortambiguität, Manisches, No Limit

Diese Woche ist wieder Wüstenklima in dem Sinne, dass – um altmodisches Wetterfroschsprech zu bemühen – das Quecksilber tagsüber auf sommerliche Werte klettert, während sich die Nächte derart abkühlen, dass man vergessen könnte, dass wir uns im Frühling befinden. Besonders raderdoll geht's im Alpenvorland zu. Ich blicke auf die Titelseite der Süddeutschen Zeitung und sehe für München die Vorhersage "tags 23° / nachts -6°". Warum nicht gleich tags 40 Grad und nachts minus 20?

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Seit Jahren rege ich mich über Uneindeutigkeiten im Kreuzworträtsel auf. Wenn nach einem Personalpronomen im Dativ mit drei Buchstaben gefragt ist und der erste Buchstabe sich nicht mit einer anderen Lösung kreuzt, ist es mir relativ egal, ob nach "mir" oder "dir" gefragt wurde. Fälle wie dieser machen mich jedoch fuchsig:

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Der Tagespresse entnehme ich, dass das in Hessen heimische Manische neuerdings zum Weltkulturerbe zählt. Die mal als Geheimsprache, mal als Dia-, mal als Soziolekt eingestufte Variante des Rotwelsch wird nur noch von wenigen Menschen in Gießen gesprochen. Die Gießener Allgemeine gibt eine kompakte Einführung.

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Möglicherweise gibt es derlei in Deutschland schon seit einer Weile, mir ist aber erst vor wenigen Tagen zum ersten Mal eine Werbung dafür begegnet: Mobildatentarife mit unendlichem Volumen. Aldi Talk bietet "ab 9,99 € pro 4 Wochen" einen vertraglosen Tarif an, der zwar mit 5 GB als Grundguthaben startet, aber unbegrenztes Nachbuchen inkludiert. "Endlich unendlich" stand über der Anzeige in der Bild. Das ist keine Werbung meinerseits, ich möchte nur festhalten, dass diese Art mobiler Datenbereitstellung, die ich bisher nur aus dem fortschrittlichen Ausland kannte, sich allmählich weltweit durchzusetzen scheint. Mich persönlich spricht die Offerte nicht an. Mein gegenwärtiger Tarif enthält, glaube ich, 3 Gigabyte, von denen ich allmonatlich kaum zwei Drittel verbrauche.

Sonntag, 16. März 2025

In die Röhre gesprochen

In der Geschichte "Die Träumenden" in Stephen Kings letztem Kurzprosaband "Ihr wollt es dunkler" ("You Like It Darker") erwähnt der Ich-Erzähler, der als Stenograf beschäftigt ist, dass er bei seiner Arbeit gelegentlich eine Stenomaske tragen muss. 'Was zur Hölle ist eine Stenomaske?', fragte ich mich.

"Eine Stenomaske wird verwendet, wenn Gespräche zwischen mehreren Personen von einer anderen Person aufgezeichnet oder gedolmetscht werden, insbesondere beim Simultandolmetschen", weiß die Webseite Konferenztechnik.de. "Die dicht am Mund des aufzeichnenden Sprechers anliegende Maske lässt zum einen nur die Worte des aufzeichnenden Sprechers in die Aufzeichnung oder Übertragung einfließen und verhindert zum anderen einen akustischen 'Echoeffekt' durch das ständige Nachsprechen im selben Raum für die eigentlichen Gesprächsteilnehmer." Die Markteinführung folgte 1954 in den USA (die King-Geschichte spielt im Jahr 1971).

Noch nie in meinem Leben habe ich dieses Utensil im Einsatz gesehen, weder in der Fiktion noch im echten Leben. Es ist ein ulkiger Anblick, man denkt an Gasmasken, Aliens und Bane aus dem Batman-Universum. Überzeugt euch selbst: Bildersuche "Stenomaske".

Dienstag, 11. Februar 2025

Google und ich: Es bleibt kompliziert

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr veröffentlichte ich einen Beitrag mit der Überschrift "Bei Google wird alles schlechter, Teil 398". Heute habe ich der Liste von Dingen, die dafür sorgen, dass ich immer weniger Freude an Google habe, zwei weitere hinzuzufügen.

1.) Die Google-Umfrage-App, mit der man sich auf einfache Weise ein paar Cent verdienen konnte, hat zuletzt keine (Um-)Fragen mehr ausgespuckt. Stattdessen wurden mir ständig "Belegaufgaben" gestellt: Ich möchte doch bitte die Quittung von meinem letzten Einkauf abfotografieren und hochladen. Darauf habe ich aber keine Lust, daran konnten auch die regelmäßigen Pushnachrichten mit dem Lockruf "Extra Guthaben mit Belegaufgaben" nichts ändern. Und so habe ich die App nach fast zehn Jahren der Nutzung deinstalliert. Das Google-Play-Guthaben in Höhe von 4,22 Euro werde ich demnächst einlösen, um auf Youtube den Film "The Banshees of Inisherin" zu leihen (3,99 €); der ist nämlich weder auf den üblichen Streaming-Plattformen noch als physisches Leihmedium in der Stadtbibliothek erhältlich.

2.)

(Hintergrund auf heute.de)

Donnerstag, 23. Januar 2025

Kurz notiert: Künstliche Wiederbelebung

In der gestrigen Ausgabe von "Aktenzeichen XY ungelöst" wurde wie so oft das rekonstruierte Gesicht einer Leiche gezeigt. Neu war dabei, dass neben dem Foto der Hinweis "KI-bearbeitet" stand. Rudi Cerne erklärte, das Bild sei "mit Hilfe Künstlicher Intelligenz ein wenig retuschiert" worden. Da sage ich: Okay, das ist doch mal ein sinnvoller Einsatz moderner Software! Ich könnte mir vorstellen, dass KI mittlerweile nicht nur in der Lage ist, zu berechnen, wie ein unidentifizierter Toter zu Lebzeiten ausgesehen haben könnte (ich bin mit der Formulierung bewusst vorsichtig), sondern auch Personen, die seit langer Zeit vermisst werden oder untergetaucht sind, "altern" zu lassen – ihr wisst schon, die berühmte Fahndungsphrase "Inzwischen könnte die Gesuchte so aussehen."

Mittwoch, 8. Januar 2025

Social-Media-Verhalten 2025

Die sozialen Medien sind einerseits bedeutsam wie nie, andererseits werden sie regelmäßig für tot erklärt. Das ist, zugegeben, eine sehr oberflächliche Darstellung der Lage, sie soll aber reichen als Einleitungszeile vor einer kleinen Übersicht meiner persönlichen Social-Media-Nutzung, Stand 7. Januar 2025.

Bluesky ist seit über einem Jahr mein Lieblingskurznachrichtendienst. Angemeldet hatte ich mich bereits, als das exklusiv mit Einladungscodes ging. Bisweilen herrscht dort eine Atmosphäre wie auf Twitter in seiner angenehmsten und unterhaltsamsten Phase (ca. 2011-2015). Zwar haben mittlerweile etliche Nervensägen von ebendort hierher gefunden, aber die kommen mir kaum in die Quere. Ich öffne Bluesky mehrmals täglich, sowohl im Webbrowser als auch über die App. Ich habe 334 Follower.

Auf X bin ich seit Mai 2024 inaktiv. Der Hauptgrund dafür ist der, dass alle interessanten Kanäle inzwischen ebenfalls stumm bzw. ganz verschwunden sind. Von meinen einst 2080 Followern sind 1736 verblieben. Der große Exodus begann mit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk, danach gab es ständig neue Anlässe für Weggänge ("Jetzt reicht's aber wirklich!"). Gelöscht habe ich meinen Account nicht; etwa einmal pro Woche werfe ich via Browser einen Blick auf die Plattform und muss alsbald feststellen, dass von den von mir Gefolgten noch etwa eine Handvoll übrig sind, die täglich "tweeten". Diese Leute kann man leider selbst mit viel Wohlwollen nur als "hängengeblieben" bezeichnen.

Wie die X-App habe ich auch die Facebook-App längst gelöscht. Trotzdem schaue ich fast jeden Tag auf meine Facebook-Timeline, denn mehrere mir bekannte bis nahestehende Personen posten dort, als wär's 2015 (was ihnen auf Dauer nicht gutzutun scheint). Bedauerlicher- wie ärgerlicherweise ist es nicht möglich, sich bloß die Beiträge jener Freundinnen und Freunde in chronologischer Reihenfolge anzeigen zu lassen, und so werden mir wild durcheinander teils tagealte Posts zwischen Neuigkeiten und für mich völlig irrelevanten Inhalten eingeblendet. Kürzlich erschienen, ich schwöre es, acht Werbeanzeigen hintereinander. Eine Zeitlang war alles mit KI-Bildern vollgemüllt. Da verliere ich schnell die Lust.

Sehr gerne bin ich auf Instagram. In diesem Fall kann ich sogar genau sagen, wie lange, denn "Insta" verwende ich nur als App, und Appnutzungsdauern werden getrackt. Also, mein Smartphone weiß: Am heutigen Dienstag war ich insgesamt 2 Minuten auf Instagram, gestern 1 Minute, am Sonntag 3 Minuten, am Samstag 7, am Freitag 3, am Donnerstag 1 Minute. Der berüchtigte ~A~l~g~o~r~i~t~h~m~u~s~ ist mir dabei wumpe, ich wähle beim Starten stets "Gefolgt" aus und sehe dann ausschließlich den Output der Kanäle, die ich abonniert habe. Aber selbst der "Für dich"-Feed besteht aus Unbedenklichem oder gar Erfreulichem. Ich habe 607 Follower.

Tja, das war's auch schon. Zusätzlich habe ich ein Konto bei Mastodon, wo ich mich allerdings nie aufhalte. Bei TikTok bin ich nicht registriert, weil ich ein erwachsener Mann bin. Grob überschlagen beschäftige ich mich jeden Tag zwischen einer Viertel- und einer halben Stunde mit Social Media. Es könnte demnächst deutlich weniger werden, denn just nachdem ich diesen Blogbeitrag zu Ende geschrieben habe, kommen alarmierende News zur Zukunft von Meta, den Mutterkonzern von Facebook und Instagram, rein: Unter anderem soll die Faktenprüfung abgeschafft werden, zudem sitzt seit Neuestem ein Trump-Vertrauter im Verwaltungsrat.

Freitag, 6. Dezember 2024

Musikstream-Bilanz 2024

Juchhu, diese Woche kam die Jahresauswertung meines Spotify-Nutzungsverhaltens rein. Ich habe, trotz längerem Aussetzen der Premium-Mitgliedschaft, fleißiger gestreamt als 2023. Sagenhafte 11.849 Minuten lang habe ich dieses Jahr Spotify gehört, das sind mehr als acht Tage. 2.358 Titel von 646 Artists habe ich abgespielt, am häufigsten diese hier:


Dazu muss ich sagen, dass ich den Nr.-1-Song lediglich sechs Mal abgespielt habe, denn ein Ohrwurm-bis-er-zum-Hals-raushängt-Hörer bin ich nicht. Meine Top-Interpreten sind:


Abriction hat heuer gewissermaßen Sadness abgelöst, wobei ich mir sicher war, dass ich Letztere trotzdem insgesamt öfter laufen gelassen hätte. Wundern tut mich auch, dass es Lustre und Mesarthim nicht auf die Liste geschafft haben, die ich dieses Jahr entdeckt und intensiv gehört habe. Der dritte Platz für Ramin Djawadi erklärt sich daraus, dass ich, nachdem die jeweiligen Serienstaffeln ausgestrahlt worden waren, die OSTs von "Fallout" und "House of the Dragon" gestreamt habe – jeweils nur einmal, aber die Alben beinhalten eben viele Tracks.

Weiters wurde mir diese wichtige Information nicht vorenthalten:


Tja, hm, da habe ich laut meinem Kalender regulär gearbeitet; offenbar brauchte ich an jenem Tag besonders viel Beschallung zur Konzentration/Ablenkung.

Im März hatte ich laut Spotify meine "atmospheric-fantasy-black-metal-Phase", im August war "light academia ballet classical" mein "Ding", während mein Oktober "im Zeichen von post-apocalyptic movie tunes soundtrack" stand. Na, wenn die das sagen.

Samstag, 24. August 2024

Das Ende der Podcast-App-Saga (?)

Ich will mich kurz fassen, denn viele von euch mag das Thema inzwischen ermüden, aber den paar Leuten, die ähnlich ticken wie ich, bin ich es schuldig, zu protokollieren, dass der Wechsel von Google Podcasts (RIP) zu Youtube Music ganz anders vonstatten ging als befürchtet.

"Eine reibungslose Transition, im Zuge derer auch meine sämtlichen Fortschrittsstatus, i.e. welche Podcasts habe ich (bis wohin) gehört?, beibehalten werden, erwarte ich dennoch nicht", schrieb ich Pessimist im Oktober 2023. Das Gegenteil ist eingetreten. Ich kann Podcasts runterladen, speichern, unterbrechen und später weiterhören wie in den guten alten Zeiten. Zwei winzige Negativpunkte sind festzuhalten: 1. Nicht alle Podcasts, die es bei Google gab, gibt es auch bei YT Music, allerdings fehlen ausschließlich welche, die ich eh nicht abonniert hatte (zwei bis drei sind mir eingefallen, bei denen ich bloß mal reinhören wollte und die ich nun nicht mehr vorfinde); 2. Mir ist es noch nicht gelungen, Push-Nachrichten für neue Episoden zu aktivieren, aber wahrscheinlich bin ich einfach nur unfähig, mich zu den entsprechende Einstellungen durchzuwühlen.

Fazit: Läuft.