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Samstag, 12. September 2026

Nostalgische Gefühle beim Dateienöffnen

Wie dürfen Dateien auf modernen Betriebssystemen benannt werden? Ich habe ja noch Zeiten erlebt, in denen sich sämtliche Sonderzeichen verboten; und durften Dateinamen nicht eine bestimme Zeichenzahl (ich meine, acht) nicht überschreiten?

Die IT Center University of Cologne hält Empfehlungen für Benennungen von Dateien/Ordnern bereit. Nach wie vor unter Windows nicht erlaubt sind demnach die Zeichen \ / : * ? " <  > und |. Das war mir bekannt. "Erlaubt, aber nicht empfohlen" sind "Umlaute und Leerzeichen. Windows 11 kann mit diesen Zeichen umgehen, Server häufig jedoch nicht, wodurch Fehler auftreten können".

Neulich erhielt ich eine dienstliche E-Mail mit einem angehängten JPG, dessen Dateiname den Buchstaben ä sowie ein Ausrufezeichen enthielt. Ich lud das Bild herunter ... und konnte es nicht anschauen! "Fehler beim Öffnen der Datei", sagte eine Fehlermeldung. Ich bin ein wenig stolz auf mich, dass ich nach wenigen Sekunden von selbst darauf kam, dass die Benennung der Datei schuld daran sein könnte. Ich entfernte zunächst das Ausrufezeichen – die Fehlermeldung kam erneut. Dann tilgte ich den Umlaut, fügte an seiner statt ein a ein und tadaa!, das Bild ließ sich öffnen (mit XnView, meinem Standard-Bildbetrachtungsprogramm). Danach wurde es erratisch. Ich schloss die Datei, ersetzte testweise das a wieder durch ein ä, doch das Bild ließ sich weiterhin öffnen. Klar, auf meiner Festplatte liegen zig andere Files mit ä, ö und/oder ü im Namen, mit denen ich auch nie Probleme hatte. Der Faktor "Mailversand" scheint hier eine Rolle gespielt zu haben. Tiefer mag ich in die Materie nicht einsteigen.

Montag, 25. August 2025

Zwei kurze Update-Update-Updates

(Dies ist eine – ich gebe zu: reichlich langweilige – Fortsetzung zum Eintrag vom 15. August.)

1. Ein erster Pferdefuß des ansonsten erfolgreich durchgeführten Upgrades auf Windows 11 ist sichtbar geworden: Ich kann keine Screenshots machen. Glaubt mir's oder nicht, aber es ist schlichtweg nicht möglich, Bildschirmfotos aufzunehmen. Drücke ich die Print-Taste oder das Shortcut-Äquivalent, öffnet sich zwar so etwas wie das Snipping-Tool von Windows 10, doch sobald ich mit dem Auswahlwerkzeug den zu screenshottenden Bereich des Bildschirms erfasst habe, schließt sich das Tool kommentarlos. Etwaige Bilddateien werden nirgendwo abgelegt. Es ist wie verhext, und in den Weiten des Netzes kann mir niemand helfen.

2. Da ich ja nun erneut über reichlich Handyspeicherplatz verfüge, habe ich "Pokémon Go" wieder installiert! Entfernt hatte ich das Spiel vor circa vier Jahren von meinem Smartphone. Aus welchem Grund, weiß ich gar nicht mehr: entweder weil man wegen der Pandemie-Eindämmungsmaßnahmen sowieso nicht überall Pokémons fangen durfte; oder weil ich davon genervt war, dass mein Itembeutel permanent voll war; oder weil ich es für aussichtslos hielt, noch weiter im Level aufzusteigen. Nun habe ich wie gesagt meinen Account reaktiviert und stelle fest, dass es gar nicht mehr allzu weit ist bis zu Level 24, und ich bin frohen Mutes, diverse Fortschritte zu machen. Etliche neue Features sind während meiner Abwesenheit hinzugekommen, ich bin motiviert wie damals, als die App die halbe Welt in ihren Bann zog. Meinem Tatendrang zuträglich ist außerdem, dass ich inzwischen woanders wohne und also in unbekannten Umgebungen und Biomen auf Monsterjagd und Portalsuche gehen kann!

Freitag, 15. August 2025

Zwei kurze Update-Updates

1. Monatelang hatte ich mich geweigert, doch nun gab es kein Entkommen mehr: Ich habe das Betriebssystem meines Laptops auf Windows 11 upgegradet. Das ging ohne aufwendiges Zutun meinerseits und obendrei flotter, als ich befürchtet hatte. Auch die Änderungen empfinde ich, der ich mich vor krassen Änderungen fürchte, als gar nicht so krass. Die Icons und Ordnersymbole sehen ein wenig anders aus, und die Anordnung der Elemente auf der Taskleiste ist neu: Ganz links steht eine knappe Info zum Wetter (aktuell: eine Sonne nebst der Angabe "34 °C Sonnig"); als ich meinen Mauszeiger dorthin bewegte, wurde der halbe Screen von Widgets (remember Widgets?) und News verdeckt. Das ließ sich zum Glück so schnell wie unkompliziert wieder ausblenden – ich möchte nicht mit Nachrichten aus der Welt zugeballert werden; wenn mir danach ist, öffne ich auf meinem Browser eine entsprechende Seite. Ach ja, ein paar Gigabyte Speicherplatz waren nach der Umstellung weg. Das neue Windows ist bei aller Schlankheit anscheinend doch umfangreicher als sein Vorgänger.

2. Apropos Speicher: Zuletzt konnte ich auf meinem Google Pixel 3a kaum noch Apps aktualisieren, geschweige denn Videos aufnehmen. Es war schlicht kein Platz mehr. Als zuletzt auch noch die Laut- und Leiser-Taste aus dem Gehäuse fiel, war mir klar, dass ich ein neues Smartphone brauchte. Zunächst rein informatorisch begab ich mich in eine Saturn-Filiale, wo mein 3a just vollends austickte: Immer wieder fuhr es sich hoch und wieder herunter, es war, als stürbe es. So konnte ich nicht mal Online-Recherchen anstellen, während ich die Ladenauslage begutachtete. Die "Geiz ist geil"-Götter meinten es gut: Für nur 499 statt 899 Euro war das aktuelle Pixel 9 zu haben. Da ich alles in allem stets zufrieden mit dem Pixel 3a war, nahm ich eins mit (zur Abwechslung, nachdem ich ein weißes hatte, eines in schwarz) und verfüge nun über das Doppelte an internem Speicher, nämlich 128 GB. Dass der Speicher von Handys heutzutage nicht mehr mit SD-Karten erweiterbar ist, stellt freilich ein Ärgernis dar und ist selbstverständlich so gewollt. Ein weiterer unschöner Trend: Kein Phone hat noch einen Klinkeneingang! Stattdessen müssen Kopfhörer über die USB-C-(zugleich: Lade-)Buchse angeschlossen werden. Die (dadurch bedingte?) Soundqualität ist miserabel. Auch finde ich das 9er Pixel viel zu schwer, was vor allem durch die ambitionierte und physisch erhabene Kamera bedingt ist. Immerhin ist es nicht größer als das 3a, sondern hat nahezu exakt die gleichen Breiten- und Längenmaße (bei größerem Display). Bei dieser Diagonale ziehe ich aber auch einen Schlussstrich, mein nächstes Telefon soll bitte nicht mehr als 6,3 Zoll messen! (Ob es für dieses Begehr noch geeignete Kandidaten geben wird, wenn es soweit ist, wage ich jedoch zu bezweifeln, seufz.) Prima ist die Präzision des Fingerabdruckscanners: Ich entsperre das Gerät mit meinen Daumen, und die Trefferquote liegt, ganz anders als bei meinem Althandy, bei 100 Prozent! Oh, und der Akku hält ewig. Darin punktet Google einfach. Das Übertragen meiner alten Inhalte, Anwendungen und Einstellungen ging mühelos vonstatten, und ich musste mich kaum an neue Oberflächenspezifikationen gewöhnen.

Mittwoch, 27. März 2013

Fenster und Kacheln

Nun bin ich also Nutzer von Windows 8. Was für ein Blödsinn. Da wird auf einem PC die Oberfläche von mobilen Geräten simuliert, die die Oberfläche von PCs simuliert. Warum werden Programme jetzt ausschließlich "Apps" genannt? Weshalb sollte ich beispielsweise eine Facebook-App verwenden, wenn ich mir Facebook ganz gemütlich in einem Webbrowser anschauen kann (und nebenbei andere Seiten besuchen kann)? Ich halte mich jedenfalls von den komischen Kacheln fern und bewege mich weiterhin auf der gnädigerweise mitgelieferten Desktopoberfläche.
Wenigstens war die Registrierung von Windows 8 ein Kinderspiel. Es muss an dieser Stelle wiederholt werden, was ich im Mai 2007 aufschrieb. Ich hatte mir gerade meinen ersten Laptop gekauft – Betriebssystem: Windows Vista. (Es ist ja eine Binse, dass jede zweite Windows-Version gut ist und jede andere zweite mies.)  
Seit einigen Tagen war auf meinem fast neuen Notebook ein Fenster erschienen, das mir wahrheitswidrig mitteilte, der Product Key zur Aktivierung des Betriebssystems sei ungültig. Bis gestern hatte ich die Meldung brav ignoriert, doch dann kam nach dem Hochfahren die Info, dass jetzt Zapfenstreich sei und ich mir einen neuen Key generieren lassen solle, wenn ich Windows Vista Home Premium künftig nicht mit eingeschränkten Funktionen nutzen wolle (und wer kann schon auf Aero verzichten?!). Also wählte ich mich per "automatischem Telefonsystem" ein. Als erstes musste ich die auf meinem Bildschirm angezeigten 54 (!) Ziffern auf meinem Telefon eingeben. Darauf stellte mir ein Roboter diverse Fragen, die ich mit "1" oder "2" beantworten musste, z.B. ob ich mir sicher sei, wirklich eine Original-Version zu besitzen. Ich wurde dann nach längerer Wartezeit mit einer menschlichen Mitarbeiterin verbunden, die nicht nur den ersten 54-stelligen Bildschirm-Ziffernblock sowie den alten Product Key abfragte, sondern mich noch einmal exakt die gleichen Dinge fragte wie zuvor der Roboter. Schließlich wurde eine neue (ebenfalls 54-stellige) Ziffernfolge generiert, die ich am Rechner eingeben musste, worauf mir angezeigt wurde, dass die Authentizität immer noch nicht festgestellt werden konnte. Ich musste mir ein Programm runterladen (wahrscheinlich Spyware in Reinform), das dann doch noch herausfand, dass mein Vista "echt" ist und mir endlich vollen Zugriff gewährte. Eine telefonische Support-Anfrage bei Microsoft kostet übrigens, sofern man Windows länger als 90 Tage benutzt, 63 Euro zzgl. MwSt! Vorher fallen "nur" die Telefongebühren an (12 ct/Min.). Fazit: Es lebe der Monopolismus!