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Mittwoch, 31. Dezember 2025

Jahresausblick 2026

Ende 2024 schrieb ich über jenes Jahr, es sei "global gesehen das neunte beschissene Jahr in Folge" gewesen, und: "Wäre doch gelacht, wenn wir mit 2025 nicht die Zehn vollmachten!" Das ist uns gelungen. Ich finde mittlerweile gar keine Worte mehr dafür, um auszudrücken, wie sehr ich es hasse, in dieser Zeit zu leben. Es muss doch irgendwann mal irgendetwas besser werden ... Nun, schauen wir mal, was 2026 planmäßig für uns bereithält.

Es steht mal wieder ein Superwahljahr ins Haus: In Berlin, Baden-Württemberg, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wird das Abgeordnetenhaus resp. Länderparlament gewählt. Bulgarien bekommt den Euro. Die Vereinigten Staaten von Amerika treten pünktlich zu ihrem 250-jährigen Bestehen aus der Weltgesundheitsorganisation aus. In Mailand und dem mir bis eben unbekannten Cortina d’Ampezzo werden die Olympischen Winterspiele und wenig später die Paralympischen Winterspiele ausgerichtet. Für uns in Mitteleuropa besondere astronomische Ereignisse sind die totale Sonnenfinsternis am 12. August und die partielle Mondfinsternis am 28. August. Die NASA startet die Mondmission Artemis II. Die Sonde Voyager 1 wird sich währenddessen, 49 Jahre nach ihrem Launch, einen Lichttag von der Erde entfernt haben. In Amerika (= USA, Kanada, Mexiko) findet die Fußball-WM statt. Wikipedia wird 25 Jahre alt.

100 Jahre alt geworden wären: Jerry Lewis, Siegfried Lenz, Elizabeth II., Leslie Nielsen, Marilyn Monroe, Valéry Giscard d’Estaing, Fidel Castro, Michel Foucault und Ingeborg Bachmann. 100 Jahre alt wird (so Gott will) Mel Brooks! Karl Liebknecht hat seinen 200. Geburtstag, E. T. A. Hoffmann seinen 250., weswegen dem Mann-Jahr das Hoffmann-Jahr folgt, außerdem ist (immer noch) Rilke-Jahr (150. Geburtstag 2025; 100. Todestag 2026).

Wie gehabt kommt das Schönste zum Schluss: die NATUR DES JAHRES. Dem Kleinen Abendsegler wird die Ehre zuteil, 2026 und noch im Folgejahr Fledermaus des Jahres zu sein. Der Alpensalamander ist der Lurch des Jahres, der Europäische Wels der Fisch des Jahres – nichts anderes habe ich nach all den Wels-News 2025 erwartet! Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist Schmetterling des Jahres, der Warzenbeißer das Insekt des Jahres, die Streifenkreuzspinne die Spinne des Jahres, das Weichtier des Jahres steht noch nicht fest. Den Titel "Pilz des Jahres" darf der Igelstachelbart tragen, während der Pinselschimmel Penicillium zur Mikrobe des Jahres erkoren wurde. Blume des Jahres ist der Feld- oder Ackerrittersporn, Baum des Jahres die Zitterpappel. Die Gartenbohne ist – das mag überraschend kommen – die Giftpflanze des Jahres, die Gemeine Nachtkerze hingegen Heilpflanze des Jahres; die Schönaster ist die Staude des Jahres. Gratulation an alle!

Und an alle, die das gelesen haben: Danke, danke, danke! Guten Rutsch, viel Gesundheit und Liebe. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch in meinem zwanzigsten Bloggerjahr begleiten tätet.

Montag, 30. Dezember 2024

(Youtube-)Rück- und (allgemeiner) Ausblick

Vor gut einem Jahr äußerte ich den Wunsch nach einem persönlichen Youtube-Jahresrückblick à la "Spotify Wrapped". Meine Gebete wurden zum Teil erhört. Ich bekam vor wenigen Tagen eine Auswertung meines Videoguckverhaltens in Bezug auf das am häufigsten von mir aufgesuchte Genre:


Zu gern wüsste ich, welchen Anteil andere Kategorien ausmachen. Innerhalb des Gaming-Genres jedenfalls habe ich "mir dieses Jahr Videos zu 18 verschiedenen Games angesehen". Bloß? Ich vermute, es waren weitaus mehr, nur wurde bei vielen Videos das jeweilige Spiel nicht getaggt bzw. nicht automatisch erkannt. Der Spitzenreiter von "meinen" 18 Spielen dürfte Leute, die mich einigermaßen kennen, so wenig überraschen, wie er mich überrascht hat ...



Wie gesagt: Das ist noch ausbaufähig, Youtube darf mich ruhig mit allen möglichen Statistiken zuballern. Von Audible kam heuer übrigens nix.

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Das also war 2024 – global gesehen das neunte beschissene Jahr in Folge. Wäre doch gelacht, wenn wir mit 2025 nicht die Zehn vollmachten! Ich frage mich oft, womit ich es verdient habe, die Blüte meines Lebens (na ja) in so einer hoffnungslosen, entmutigenden Ära verbringen zu müssen. Aber nützt ja nix. Immerhin ist 2025 ein Heiliges Jahr! Das gibt es nur alle 25 Jahre (daher kommt die Wendung "alle Jubeljahre"), wobei ich mich gar nicht mehr daran erinnere, dass 2000 auch eins war. Kurzgefasst gibt es in einem Heiligen Jahr Ablass für alle, einfach so vom Papst spendiert. Eröffnet wurde das Jubeljahr bereits am 24. Dezember, ich habe im Fernsehen davon erfahren. Wikipedia: "Der Papst öffnet am Heiligen Abend die eigens in den Petersdom gebrochene Heilige Pforte, eine massive Marmorplatte, feierlich mit mehreren Hammerschlägen eines goldenen Hammers und spricht einen Segen. Die Pforte öffnet sich, der Papst schreitet als erster hindurch, die Gläubigen folgen. Zum Abschluss des Heiligen Jahres wird die Heilige Pforte wieder geschlossen." So ist es Brauch seit 1500.

2025 hält zwei partielle Sonnenfinsternisse für uns bereit: am 29. März und am 21. September. Frauen dürfen in Deutschland ab 1. Mai sorbische Nachnamensendungen führen. Passbilder dürfen nur noch elektronisch angefertigt werden. Südafrika wird als erstes afrikanisches Land Gastgeber des G20-Gipfels sein. Rumänien und Bulgarien treten dem Schengen-Raum bei. Curaçao und Sint Maarten bekommen den Karibischen Gulden als Nachfolgewährung des Antillen-Gulden. Und wir bekommen endlich "The Day The Clown Cried" zu sehen!

Zu den größeren Gedenktagen zählen: 500 Jahre (nicht nur Pfälzer) Bauernkrieg, 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs, 1700 Jahre Konzil von Nicäa, 150 Jahre Meterkonvention. 100 Jahre alt geworden wären Hans Rosenthal, Malcolm X, Peter Sellers, Margaret Thatcher, Sammy Davis, Jr., Rock Hudson und die Knef. Gar 200 Jahre alt würden (wenn Menschen so alt werden könnten): Ferdinand Lasalle, Johann Strauss Sohn, Emil Erlenmeyer.

Der Aal ist der Fisch des Jahres, die Roteiche der Baum des Jahres, der Cashewbaum die Giftpflanze des Jahres, der Blattkohl das Gemüse des Jahres, das Kaukasus-Vergissmeinnicht die Staude des Jahres und das Filzige Haarkelchmoos das Moos des Jahres. Gratulation!

Ich bedanke mich wie immer an dieser Stelle bei allen, die hier regelmäßig vorbeischauen, und wünsche ihnen einen guten Rutsch. Möge es irgendwann besser werden.

Sonntag, 31. Dezember 2023

Jahresausblick 2024

Ja, ist es denn die Möglichkeit?! Die letzte Jahresvorschau habe ich 2018 veröffentlicht, dann wurde alles immer schlimmer und ich hatte keine Lust mehr. Von den vergangenen fünf Jahren war 2023 nun allerdings dasjenige, das ich ... nicht direkt am erträglichsten fand, aber zumindest weniger niederschmetternd als die vier davor. Auf 2024 bin ich darum gespannt genug, dass ich einen sneak peak auf das Jahr des Holz-Drachen (nach chinesischem Kalender) werfen möchte.

Wir feiern 75 Jahre Grundgesetz und 75 Jahre NATO und gratulieren Immanuel Kant zum 300. Geburtstag, Caspar David Friedrich zum 250. Geburtstag, Lord Kelvin zum 200. Geburtstag und Harry Houdini zum 150. Geburtstag. 100 Jahre alt werden/würden: Truman Capote, Jimmy Carter, George H.W. Bush, James Baldwin, Friedericke Mayröcker, Lauren Bacall und Marlon Brando. Es jährt sich ferner zum 200. Mal der Tag der Uraufführung von Beethovens Neunter, vor 500 Jahren erschien das erste evangelische Gesangbuch, und Facebook wird auch schon 20 Jahre alt. Ich überlege, ob ich einen Rewatch meiner Lieblingsserie "Lost" wage, die 2004 ihre Premiere auf FOX hatte.

Traurig beginnt das Jahr, mit der Auflösung der Republik Bergkarabach, deren Visum weiterhin stolz in meinem Reisepass kleben wird. Politisch geht es gewohnt gruselig weiter bzw. könnte es noch gruseliger werden. Gewählt wird bekanntlich in den USA und in Russland, außerdem stehen in Österreich die Nationalratswahl sowie in Sachsen, Brandenburg und Thüringen Landtagswahlen an. Oh, und Europawahl ist auch! Mit den Olympischen Spielen in Paris und der Fußball-EM in Deutschland steht uns zudem ein sportlicher Extrem-Sommer bevor. Für den 8. April ist eine totale Sonnenfinsternis angesetzt, beobachtbar in den USA, Mexiko und Kanada, und am 2. Oktober "können Beobachter in Argentinien und Chile die ringförmige Sonnenfinsternis sehen. Der Mond wird das Zentrum der Sonne verdecken und die Beobachter werden den 'Feuerring' um die Sonne sehen" (starwalk.space). Neid! Dafür dürfen wir zehn Tage später den Kometen C/2023 A3 mit bloßem Auge an der Erde vorbeirauschen sehen.

Zu guter Letzt ist wie gehabt die "Natur des Jahres" abzuklappern. Mit dem Igel als Wildtier des Jahres, dem Kiebitz als Vogel des Jahres, dem Dorsch als Fisch des Jahres und der Kreuzotter als Reptil des Jahres hat man sich auf solide Konsens-Kandidaten geeinigt, wahre Blue Chips der Tierwelt. Ausgefallener sind da schon die Gewinner und Gewinnerinnen in den Kategorien Orchidee (Mücken-Händelwurz), Baum (Mehlbeere), Libelle (Mond-Azurjungfer) und Einzeller des Jahres (Cafeteria-Geißeltierchen). Die Gefleckte Höhlenspinne konnte gleich zwei Titel erringen, sie ist sowohl Spinne als auch Höhlentier des Jahres 2024. Das Kabelbakterium Elektronema, ein Organismus mit tatsächlich stromleitenden Proteinfasern, ist die Mikrobe des Jahres, gekürt von der in Frankfurt am Main sitzenden Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM).

Über und für den Pilz des Jahres freue ich mich am meisten, ist es doch mal wieder ein Tintling: der Schopftintling, dem das Standardwerk "Cook mal Pilze!" ganze vier Seiten widmet. Der auch als Schopfschwamm, Spargelkopf oder Porzellanpilz bekannte Pilz (engl. shaggy inkcap oder lawyer's wig) ist zwar kultivierbar, "mit jedoch geringer Vermarktungsfähigkeit wegen der kurzen Haltbarkeit". Dafür verantwortlich ist ein Phänomen namens Autolyse, "die biochemisch gesteuerte Selbstauflösung der Lamellen. Diese tropfen dann mit den reifen, schwarzen Sporen in die Erde. Dabei rollt sich der Hut nach und nach, an den Rändern beginnend, nach oben schwarz und tropfend auf. Aus der entstehenden schwarzen Flüssigkeit hat man früher eine dokumentenechte Tinte bereitet, was den Tintlingen auch ihren Namen gab". Bei Fund ist "Weiterverarbeitung innerhalb einer Stunde" geboten; Rezepte auf Anfrage.

Im Blog geht es auch im "Jahr der Kamele" (ausgerufen von den VN) munter weiter. Ich habe zwei Ideen für neue wiederkehrende Rubriken, und natürlich gibt es den fünften Teil der Schaltjahr-Fortsetzungsgeschichte. Bis dahin: Guten Rutsch, alles Liebe und reichlich Freude!

Donnerstag, 15. Dezember 2022

Die koreanische Bevölkerungsverjüngung

Das wusste ich auch nicht: Wenn in Südkorea ein Baby geboren wird, ist es nicht null Jahre alt, sondern zählt bereits ein Jahr. Am folgenden Neujahrstag und an jedem weiteren wird dann ein Jahr auf das Alter draufgeschlagen. Das heißt konkret, dass ein Menschlein, das am Silvesterabend das Licht der Welt erblickt, einen halben Tag später offiziell zwei Jahre alt ist! Die Gründe für diese eigentümliche Zählung sind nicht vollständig geklärt.*

Jedenfalls ist dieses etablierte System, welches dadurch verkompliziert wird, dass in Fragen von Wehrtauglichkeit und Alkoholerwerb sehr wohl ein Alter von 0 bei der Entbindung angesetzt wird, sowohl unbeliebt als auch ständiger Kritik ausgesetzt – weswegen es im Juni 2023 aufgegeben und durch das "westliche" ersetzt werden soll. Mit einem Schlag wird somit die gesamte südkoreanische Bevölkerung um ein bis zwei Jahre jünger. Glückwunsch vorab!

* Mitrechnung der Zeit im Mutterleib sowie altertümliche Vereinfachung mangels Kalenderverbreitung kommen als zwei Gründe in Betracht: "One theory is that turning one year old at birth takes into account time spent in the womb – with nine months rounded up to 12. Others link it to an ancient Asian numerical system that did not have the concept of zero.
Explanations for the extra year added on 1 January are more complicated. Some experts point to the theory that ancient Koreans placed their year of birth within the Chinese 60-year calendar cycle, but, at a time when there were no regular calendars, tended to ignore the day of their birth and simply added on a whole year on the first day of the lunar calendar. The extra year on 1 January became commonplace as more South Koreans began observing the western calendar." (The Guardian)

Dienstag, 31. Dezember 2019

Fliegender Wechsel

Den Jahreswechsel 2019/2020 möchte ich, zumindest hier im Blog, komplett ignorieren. Zu den anstehenden Zwanzigern (die ganz sicher nicht golden werden) wurde allerorten schon genug geschrieben; dem vergangenen Jahrzehnt würdige ich keine einzige Zeile mehr; und über Gedenktage, Jubiläen, Sonnen- und Mondfinsternisse sowie die Natur des Jahres 2020 mag sich der geneigte Leser, die geneigte Leserin selbstständig informieren (über Letzteres hier).

Daher in aller Knäppe nur noch dies: Fröhliches Rübergleiten & möglichst viel Gesundheit, Spaß und Glück für die kommenden 366 (!) Tage. Stay tuned!

Montag, 31. Dezember 2018

Wenn aus 2018 2019 wird

Liebe Leserin, lieber Leser,
ich möchte mich hiermit dafür bedanken, dass du diesem Blog ein weiteres Jahr die Treue gehalten hast. Das Jahr, von dem die Rede ist, heißt 2018 und war in der Gesamtbilanz für mich ein gutes. 

Nun aber stracks ins Jahr des HErrn Zwanzigneunzehn! Meilensteine stehen uns ins Haus. Das Vereinigte Königreich tritt aus der EU aus. Kaiser Akihito dankt ab. Die indische Mondfahrzeugmission startet. 
In drei ostdeutschen Bundesländern finden Landtagswahlen statt, was mir sehr, sehr große Sorgen bereitet. Die Europawahl steht auch schon wieder an! Die Schwimmweltmeisterschaft wird im südkoreanischen Gwangju ausgerichtet, was ich nur erwähne, weil ich erst vorletztes Jahr dort war. Wir feiern die 200. Geburtstage von Jacques Offenbach ("Catch me if you can-can"), von Herman Melville, von Clara Schumann (RIP D-Mark!), von Queen Victoria und von Theodor Fontane (Gähn!). Außerdem den 500. Todestag von Leonardo da Vinci. Die weiteren Jubiläen entnehmt ihr der Presse.

Bereits im Jänner gibt's eine totale Mondfinsternis und am 2. Juli eine totale Sofi (hierzulande nicht sichtbar), und am 11.11. einen Merkurtransit. Das Gemüse des Jahres 2019 (und 20) ist ... die Gurke! Die gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2019 ist (oder sind?) das Rote, das Blonde und das Schwalbenbäuchige Wollschwein. Das Höhlentier des Jahres ist die Gemeine Höhlenstelzmücke, die Wildbiene des Jahres die Senf-Blauschillersandbiene, das Insekt des Jahres die Rostrote Mauerbiene, der Lurch des Jahres ist der Bergmolch, der Baum des Jahres die Flatter-Ulme, die Heilpflanze des Jahres das Echte Johanniskraut (big fan!) und der Schmetterling des Jahres das Schachbrett.

Gute Reise und viel Glück!

Sonntag, 31. Dezember 2017

Ein Jahr geht, ein anderes kommt

Zwei der für 2017 angedachten "neuen Rubriken", die ich meinem Publikum vor einem Jahr versprochen hatte, konnte ich leider doch nicht introduzieren; eine aus Zeitgründen, die andere aus Unrealisierbarkeit. Ich bin aber zuversichtlich, dass beides 2018 klappt. Klappen wird auch die Beobachtung einer totalen Mondfinsternis am 27. Juli – außer man hält sich zu diesem Zeitpunkt in Nordamerika auf. Lediglich in der Antarktis und knapp darüber sichtbar sind hingegen die partiellen Sonnenfinsternisse am 15. Februar und am 13. Juli. Menschengemachte Spektakel sind u.a. die Olympischen Winterspiele in Südkorea und die Fußball-WM in Russland.

Von runden Gedenktagen wimmelt es geradezu: Leonard Bernstein, Rita Hayworth, Helmut Schmidt, Kurt Waldheim, Nelson Mandela und Ingmar Bergman haben 100. Geburtstag, Claude Debussy, Gustav Klimt, Lili Boulanger (die Erfinderin der Boulangerie?) und Georg Cantor sogar 100. Todestag. In Mumbai wird mit dem "World One" das höchste bewohnbare Gebäude der Welt fertiggestellt. Nach dem chinesischen Horoskop betreten wir das Jahr des Erd-Hundes. "2018 wird das Jahr der Okö-Kryptowährungen", orakelt Wired und meint vermutlich "Öko-Kryptowährungen", es wird aber auch das "Jahr der Liebe" ("Wallstreet online") und muss (!) "das Jahr der Reformen werden", fordert die Süddeutsche Zeitung. Außerdem: "Freie Wähler Bernau fordert, dass 2018 das Jahr der Bernauer Ortsteile werden soll" (moz.de). Für Fans von Brückentagen ist 2018 wohl auch sehr reizvoll. Mir gefällt, dass das Jahr an einem Montag beginnt. 

Noch rasch die Natur des Jahres abgehakt. Sehr bodenständig geht es in vielen Kategorien zu: Die Steckrübe ist das Gemüse des Jahres (exzellente Wahl, mjamm!), der Ingwer die Heilpflanze, die Esskastanie der Baum, die Wildkatze das Wildtier, der Wiesenchampignon der Pilz und der Vogel der Star des Jahres, Quatsch, andersrum. Schmetterling des Jahres ist der Große Fuchs, Wildbiene des Jahres die Gelbbindige Furchenbiene, Einzeller des Jahres sind die Tintinnen ("eine Gruppe gehäusebauender Wimpertiere", mehr weiß Wikipedia im Moment noch nicht darüber), Höhlentier des Jahres ist der Schwarze Schnurfüßer, Staude des Jahres ist die Tagliatelle, äh: die Taglilie, der Boden des Jahres ist der Alpine Felshumusboden, und der Ehrenpreis "Blume des Jahres" geht an den Langblättrigen Ehrenpreis.

Liebe Leserin, lieber Leser, stolpere frohen Mutes und erhobenen Hauptes in die frische kalendarische Großeinheit -- woah, da fällt mir ein, dass ich bis jetzt weder einen neuen Wochenplaner noch einen Tagesabreißkalender besorgt habe!

Samstag, 31. Dezember 2016

Just another Jahresausblick

Ich so vor einem Jahr:
Was wird uns sonst noch so erwarten? Sicherlich das Ableben einiger liebgewonnener Prominenter und abertausender weniger bekannter Menschen. Zudem: Terroranschläge, Naturkatastrophen, Flugzeugabstürze, diverse "Gates", Wetterkapriolen, beschissene Kinofilme, fruchtlose Debatten und schreckliche Dinge, die wir uns heute noch gar auszumalen wagen. Überhaupt wird bestimmt alles immer schlimmer und schlimmer.
Jetzt wird vermutlich von mir erwartet, dass ich bei dem ubiquitären Rumgehacke auf 2016 mitmache, aber no way, José! Ich fand dieses Jahr nämlich – abgesehen von den weltpolitischen Entwicklungen, dem Populismus, dem Postfaktizismus, den wahnsinnigen Verschwörungstheorien, den glaubwürdigen Verschwörungstheorien, geschredderten Küken, Terroranschlägen, Naturkatastrophen, Flugzeugabstürzen, diversen "Gates", Wetterkapriolen, beschissenen Kinofilmen, fruchtlosen Debatten, persönlichen Rückschlägen und seelischem Leid ungekannten Ausmaßes – gar nicht so übel. Ja, an einige Dinge werde ich mich noch mein ganzes Leben lang mit Freude erinnern!

Auch 2017 hält das ein oder andere freudige Ereignis für uns bereit, etwa am 21.8. eine totale Sonnenfinsternis (die leider nur in Teilen der USA zu sehen sein wird)! Eine partielle Mondfinsternis ist für den 7. August geplant. 100 Jahre alt werden geworden wären sein (hä?): Arthur C. Clarke, Heinrich Böll, Indira Gandhi, JFK und Zsa Zsa Gabor. Zum Lutherjahr muss und möchte ich mich nicht äußern. 

Bei der Natur des Jahres setzt man einerseits unverfänglich auf Mainstream-Spezies: Waldkauz (Vogel des Jahres), Flunder (Fisch), Haselmaus (Wildtier), Blindschleiche (Kriechtier), Gottesanbeterin (Insekt), Fichte (Baum), Gänseblümchen (Heilpflanze). Andererseits überrascht uns die NABU-Liste auch mit einigen ausgefalleneren Titelträgern. Die Gemeine Keiljungfer ist Libelle des Jahres, die Knautien-Sandbiene ist die Wildbiene des Jahres, die Vierfleck-Höhlenschlupfwespe ist das Höhlentier des Jahres, Hepps Schönfleck ist Flechte des Jahres, die Bergenie die Staude des Jahres und das Weiße Waldvögelein das Waldvögelein -- Quatsch: die Orchidee des Jahres. Wie ich schon 2015 an dieser Stelle monierte, hängen der Verband Deutscher Sporttaucher, die Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft sowie die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie stets mit ihren jeweiligen Benennungen hinterher. Wenigstens die 2016er Gewinner der Auszeichnungen "Wasserpflanze des Jahres", "Alge des Jahres" und "Mikrobe des Jahres" möchte ich noch nachträglich verkünden: der Flutende Wasserhahnenfuß, die Eisalge Melosira arctica und Streptomyces.

Für mein zwölftes Blogjahr habe ich mir etliche einige wenige neue Rubriken ausgedacht; man darf gespannt sein. Allen, die bis hierher gelesen haben, wünsche ich bestmögliche Bilanzen und ein beträchtliches Quantum Glückseligkeit!

Donnerstag, 31. Dezember 2015

Der alljährliche Jahresausblick fürs kommende Jahr

2016 beschert Teilen der Welt eine totale (9.3.) und eine ringförmige Sonnenfinsternis (1.9.); in Europa kriegt man davon nichts mit. Das chinesische Jahr des Affen ist zugleich das Internationale Jahr der Geographie, der Kamele und der Hülsenfrüchte. Wir feiern 500 Jahre Reinheitsgebot, 150 Jahre Prager Frieden und den 200. Geburtstag des Erfinders der Sachertorte. Der Rest ist langweilig.

Wie immer spannend dagegen: die Natur des Jahres. Mit Feuersalamander, Stieglitz, Hecht, Feldhamster und Echtem Kümmel wurden die Kategorien Lurch, Vogel, Fisch, Wildtier und Arzneipflanze des Jahres recht konventionell besetzt; der Stachelbeerspanner als Schmetterling des Jahres weiß allerdings zu überzeugen, auch Sommer-Drehwurz (Orchidee d.J.), Gemeine Binsenjungfer (Libelle), Höhlenlangbein (Höhlentier) und der Lilastielige Rötelritterling (Pilz) dürfen als solide Entscheidungen gelobt werden. Der Verband Deutscher Sporttaucher, die Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft sowie die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie lassen sich wie immer noch etwas Zeit mit der Bekanntgabe von Wasserpflanze, Alge resp. Mikrobe des Jahres (*streng räusper*).

Was wird uns sonst noch so erwarten? Sicherlich das Ableben einiger liebgewonnener Prominenter und abertausender weniger bekannter Menschen. Zudem: Terroranschläge, Naturkatastrophen, Flugzeugabstürze, diverse "Gates", Wetterkapriolen, beschissene Kinofilme, fruchtlose Debatten und schreckliche Dinge, die wir uns heute noch gar auszumalen wagen. Überhaupt wird bestimmt alles immer schlimmer und schlimmer. Trotzdem guten Rutsch!

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Jetzt aber wirklich: Jahresausblick 2015

2015, das chinesische Jahr des Holz-Pferdes und des Holz-Schafes, bringt uns* nicht nur eine partielle Sonnenfinsternis, sondern auch eine totale Sonnenfinsternis und eine totale Mondfinsternis. Da ist für jeden was dabei! (* und mit "uns" meine ich die Menschen, die sich zur jeweiligen Zeit am jeweils richtigen Sichtbarkeitsort aufhalten; informiert's euch halt im Internet!) Die UNESCO ruft das Internationale Jahr des Lichts und lichtbasierter Technologien aus. Zudem ist 2015 das Internationale Jahr des Bodens.
Vogel des Jahres ist der Habicht, Blume des Jahres der Gewöhnliche Teufelsabbiss (nie gehört), Baum des Jahres der Feldahorn, die Orchidee des Jahres das Fleischfarbene Knabenkraut (iiiks!), die Arzneipflanze des Jahres das Echte Johanniskraut (das zumindest habe ich schon oft in Pillenform konsumiert), der Fisch des Jahres ist der Huchen (und das Dessert des Jahres der Kuchen, höhö) -- den Rest lest bitte selbst auf der entsprechenden NABU-Seite nach. (Unter anderem der Einzeller des Jahres steht noch nicht fest, da rauchen noch die Köpfe.) (Was aber wirklich eine Schweinerei hoch zehn ist, ist die Wahl der fucking Zwiebel zur Heilpflanze des Jahres! J'accuse!!!) (PS: Über die jährliche Top-Lebewesenkür hat Michael Brake einen netten Taz-Text geschrieben.)
Litauen bekommt den Euro, womit endlich das gesamte Baltikum zur Eurozone gehört (und meine Euromünzsammlung weiter wachsen wird). NASA-Sonden erreichen die Zwergplaneten Pluto und Ceres. In Deutschland finden lediglich zwei Landtagswahlen statt, und das auch nur in den Möchtergern-"Ländern" Hamburg und Bremen. 
Personalia: 200. Geburtstag von Bismarck, 150. Todestag von Lincoln, 100. Geburtstag von Frank Sinatra, Edith Piaf, Franz Josef Strauß und Orson Welles.
Nicht zu vergessen: 2015 ist das Jahr, in dem die Zukunftsereignisse von "Zurück in die Zukunft II" spielen.

Montag, 29. Dezember 2014

Jahresvorschau-Rückblick

Erstmals im Jahr 2007 habe ich mir das angekündigte Folgejahr, in jenem Fall 2008, unter Jubiläums- und Widmungs-Gesichtspunkten angeschaut. 2008 war zum Beispiel ein Schaltjahr, was ja immer mal wieder vorkommt. Ungewöhnlicher war, dass Himmelfahrt 2008 auf den 1. Mai fiel. 2008 war zudem das Internationale Jahr der Mathematik, der Sprachen und der Kartoffel. Die Flechte des Jahres war die Wolfsflechte (verdientermaßen!). Die Special Olympics fanden in Karlsruhe statt, die Schach-WM in Dresden und die Olympischen Spiele in Beijing. (So lange ist das schon wieder her! Ich hatte mir damals noch notiert: "Zur Eröffnung besteht eine 50-prozentige Regenwahrscheinlichkeit, weswegen sog. Hagelflieger Silberiodid-Aceton in die Atmosphäre sprühen, um den Niederschlag vorzeitig auszulösen." Stimmte das?)
2009 war dann nicht nur das Jahr des Gorillas, des Hais, der Astronomie, des eBooks, des Kulturtourismus und "der schlechten Nachrichten" (Merkel), sondern auch das Jahr dreier Komponisten: Haydn, Mendelssohn und Händel. Deutschland wurde 60 und im Sommer kam die längste totale Sonnenfinsternis des Jahrhunderts.
2010 war das Gedenkjahr vieler berühmter Personen. Es war u.a. das Konrad-Zuse-, Elvis-Presley-, Robert-Schumann-, Mark-Twain-, Mutter-Teresa-, das Botticelli-, Schopenhauer-, Chopin- und das Tolstoi-Jahr. Es war außerdem das Internationale Jahr der Biodiversität sowie das chinesische Jahr des Tigers. IT-Experten sprachen vom "Jahr des Löschens" (Was hat man da gelöscht – die Errorlogs vom Millennium-Bug?). In Vancouver fanden die Olympischen Winterspiele statt, und in Südafrika wurde die Fußball-WM ausgerichtet (Siegeszug der Vuvuzela, argh!). Hier und da gab's (partielle) Sonnen- und Mondfinsternisse.
Sodann schickte sich 2011 an, das Internationale Jahr der Wälder und der Chemie zu werden. Der Beinbrech war die Blume des Jahres, die Elsbeere der Baum des Jahres, der Rote Gitterling der Pilz des Jahres und die Äsche der Fisch des Jahres. Man fragte sich, ob denen langsam die Kandidaten ausgehen. Estland bekam den Euro, der Papst (damals noch ein Deutscher) kam nach Deutschland und gleich zwei totale Mondfinsternisse beglückten die Erdlinge.
2012 war nicht nur das Jahr des Weltuntergangs, sondern auch das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen. Ferner das Jahr des Burnouts, das Jahr des Honigs, das Jahr der Kirchenmusik, das Jahr der Fledermaus (Kinohighlight: "The Dark Knight Rises"), das Jahr der erneuerbaren Energien für alle und das Jahr der Genossenschaften. Wir feierten 20 Jahre SMS, 60 Jahre Tagesschau, 1000 Jahre Bamberger Dom, 600 Jahre Jeanne d'Arc, 200 Jahre Charles Dickens, 2000 Jahre Caligula, 100 Jahre Alan Turing, 100 Jahre Titanic-Untergang, 100 Jahre Prawda, 60 Jahre Wasserstoffbombe und leider auch 300 Jahre Friedrich der Große. Die Süßholzwurzel war die Arzneipflanze des Jahres (hach, war das ein Raspelspaß!), die Echte Lungenflechte die Flechte des Jahres, der Hirschkäfer das Insekt des Jahres (endlich!), die Neunaugen waren die Fische des Jahres (und zwar alle vier in Deutschland heimischen Arten, wobei der Verband deutscher Sportfischer noch hinwies: "Streng genommen zählen sie nicht zu den 'Fischen', sondern zu den so genannten Rundmäulern."), und die Erdkröte war der Lurch des Jahres. In London fanden die XXX. Olympischen Sommerspiele statt, in Istanbul die 40. Schacholympiade. Es gab erstmals seit 2004 einen Venustransit (Wikipedia: "Ein Venustransit ist ein sehr seltenes Ereignis, von dem es in 130 Jahren nur zwei gibt, und zwar abwechselnd nach acht und nach 105 bzw. 122 Jahren. [...] Im 20. Jahrhundert fand kein einziger Venusdurchgang statt. Ein Venustransit ist deshalb tatsächlich ein astronomisches Jahrhundertereignis und schon aufgrund seiner Seltenheit ein die Beobachtung lohnendes Himmelsschauspiel. Allerdings muss man dabei unbedingt geeignete, hitzesichere Sonnenfilter benutzen, da man ansonsten erblinden könnte"; mein Beitrag dazu ist hier archiviert). Der Asteroid 433 Eros, das zweitgrößte Erdnahe Objekt, flog an der Erde vorbei, und der Marsrover landete.

Dienstag, 24. Dezember 2013

Jahresausblick // Blogpause

Im Jahr 2014 beginnt das chinesische Jahr des Holz-Pferdes. Ganz schön albern. Weniger albern, aber immerhin: 2014 ist das Internationale Jahr der kleinen Inselentwicklungsstaaten, das Jahr der familienbetriebenen Landwirtschaft und das Jahr der Kristallographie. Ferner wird 2014 das "Jahr der Taten" (B. Obama), das "Jahr der Baustellen" (Mainpost), das "Jahr des Stock-Pickings" (Handelsblatt), das "Jahr der Mittelklasse-Autos" (t-online), das "Jahr der Jahre" (Volksstimme) und eventuell das "Jahr der Edelmetalle" (Deutsches Anleger Fernsehen). Lettland bekommt den Euro. 200 Jahre Wiener Kongress. (Was man immer durcheinanderbringt: Wiener Konkordat, Wormser Edikt, Emser Depesche.) 100. Geburtstag von Louis de Funès. 100. Todestag von August Macke, 400. Todestag von El Greco. Der Blattlose Widerbart ist die Orchidee des Jahres, der Europäische Stör der Fisch des Jahres, der Gemeine Tiegelteuerling der Pilz des Jahres und der Wolfsmilchschwärmer der Schmetterling des Jahres. Am 29.4. gibt's eine ringförmige Sonnenfinsternis, am 23.10. eine partielle Sonnenfinsternis, sichtbar in der Antarktis resp. in Nordamerika. 
Geplant für dieses Blog: "Humorperlen aus dem Abreißkalender – Text-Edition", "Volksweisheiten deconstructed", "Meine bedeutendste Nerd-Errungenschaft" und "Let's eat... cat food".

Damit verabschiede ich mich in eine kurze Winterpause; in der zweiten Jännerwoche geht es weiter. Bis dahin wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine angenehme Zeit!

Sonntag, 30. Dezember 2012

Jahresausblick

2013 ist die erste Jahreszahl seit 1987, die aus vier verschiedenen Ziffern besteht. Aber nicht nur deswegen gibt es Grund zum Feiern.
Die UN rufen das Internationale Jahr der Zusammenarbeit im Wasserbereich sowie das Internationale Jahr der Quinoa aus! Zudem ist 2013 das Jahr des Ehrenamtes, das Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger, das EKD-Jahr der Toleranz, das "Jahr der Teilschutz-Produkte" (boerse-express.com), das "Jahr der physischen Indexfonds" (Boersen-Zeitung), das "Jahr des Mindestlohns" (G. Gysi), das "Jahr der Wahlfreiheit" (Steve Wozniak), das "Jahr der Honorarberatung" (Assekuranz Info-Portal), das "Jahr der Luft" (Umweltkommissar Janez Potočnik) und das "Jahr der Nahe" (Gault Millau WeinGuide: "Während die Bedingungen 2011 in vielen anderen Gebieten für zahlreiche unharmonische Weine gesorgt hätten, seien die Winzer an der Nahe herausragend gut mit dem Jahrgang zurecht gekommen.").
Am 10. Februar beginnt das chinesische Jahr der Wasserschlange. Die Erde (oder Teile davon) erwartet eine ringförmige und eine hybride Sonnenfinsternis (letzteres ist eine Mischung aus totaler und ringförmiger). Jubiläen: 50 Jahre Vegan Society, 100 Jahre DLRG, 10 Jahre Saddam-Hussein-Sturz. Wir feiern 50 Jahre ZDF, 50 Jahre James Bond und 50 Jahre Doctor Who (!!!). Richard Wagner und Giuseppe Verdi verden, äh: werden 200 Jahre alt, Georg Büchner auch, Edvard Munch 150, Willy Brandt und Albert Camus jeweils 100. Die USA erinnern sich an 150 Jahre Sklavenbefreiung, 100 Jahre Rosa Parks, 50 Jahre "I have a dream" und 50 Jahre JFK-Attentat. Der Sumpfwiesen-Perlmuttfalter ist der Schmetterling des Jahres, das Purpur-Knabenkraut ist die Orchidee des Jahres, der Braungrüne Zärtling der Pilz des Jahres und der Holzapfel der Baum des Jahres. Herzlichen Glückwunsch!

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gutes Jahr 2013.