Und an alle, die das gelesen haben: Danke, danke, danke! Guten Rutsch, viel Gesundheit und Liebe. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch in meinem zwanzigsten Bloggerjahr begleiten tätet.
Mittwoch, 31. Dezember 2025
Jahresausblick 2026
Und an alle, die das gelesen haben: Danke, danke, danke! Guten Rutsch, viel Gesundheit und Liebe. Ich würde mich freuen, wenn ihr mich auch in meinem zwanzigsten Bloggerjahr begleiten tätet.
Montag, 30. Dezember 2024
(Youtube-)Rück- und (allgemeiner) Ausblick
Vor gut einem Jahr äußerte ich den Wunsch nach einem persönlichen Youtube-Jahresrückblick à la "Spotify Wrapped". Meine Gebete wurden zum Teil erhört. Ich bekam vor wenigen Tagen eine Auswertung meines Videoguckverhaltens in Bezug auf das am häufigsten von mir aufgesuchte Genre:
Zu gern wüsste ich, welchen Anteil andere Kategorien ausmachen. Innerhalb des Gaming-Genres jedenfalls habe ich "mir dieses Jahr Videos zu 18 verschiedenen Games angesehen". Bloß? Ich vermute, es waren weitaus mehr, nur wurde bei vielen Videos das jeweilige Spiel nicht getaggt bzw. nicht automatisch erkannt. Der Spitzenreiter von "meinen" 18 Spielen dürfte Leute, die mich einigermaßen kennen, so wenig überraschen, wie er mich überrascht hat ...
Wie gesagt: Das ist noch ausbaufähig, Youtube darf mich ruhig mit allen möglichen Statistiken zuballern. Von Audible kam heuer übrigens nix.
Sonntag, 31. Dezember 2023
Jahresausblick 2024
Ja, ist es denn die Möglichkeit?! Die letzte Jahresvorschau habe ich 2018 veröffentlicht, dann wurde alles immer schlimmer und ich hatte keine Lust mehr. Von den vergangenen fünf Jahren war 2023 nun allerdings dasjenige, das ich ... nicht direkt am erträglichsten fand, aber zumindest weniger niederschmetternd als die vier davor. Auf 2024 bin ich darum gespannt genug, dass ich einen sneak peak auf das Jahr des Holz-Drachen (nach chinesischem Kalender) werfen möchte.
Wir feiern 75 Jahre Grundgesetz und 75 Jahre NATO und gratulieren Immanuel Kant zum 300. Geburtstag, Caspar David Friedrich zum 250. Geburtstag, Lord Kelvin zum 200. Geburtstag und Harry Houdini zum 150. Geburtstag. 100 Jahre alt werden/würden: Truman Capote, Jimmy Carter, George H.W. Bush, James Baldwin, Friedericke Mayröcker, Lauren Bacall und Marlon Brando. Es jährt sich ferner zum 200. Mal der Tag der Uraufführung von Beethovens Neunter, vor 500 Jahren erschien das erste evangelische Gesangbuch, und Facebook wird auch schon 20 Jahre alt. Ich überlege, ob ich einen Rewatch meiner Lieblingsserie "Lost" wage, die 2004 ihre Premiere auf FOX hatte.
Traurig beginnt das Jahr, mit der Auflösung der Republik Bergkarabach, deren Visum weiterhin stolz in meinem Reisepass kleben wird. Politisch geht es gewohnt gruselig weiter bzw. könnte es noch gruseliger werden. Gewählt wird bekanntlich in den USA und in Russland, außerdem stehen in Österreich die Nationalratswahl sowie in Sachsen, Brandenburg und Thüringen Landtagswahlen an. Oh, und Europawahl ist auch! Mit den Olympischen Spielen in Paris und der Fußball-EM in Deutschland steht uns zudem ein sportlicher Extrem-Sommer bevor. Für den 8. April ist eine totale Sonnenfinsternis angesetzt, beobachtbar in den USA, Mexiko und Kanada, und am 2. Oktober "können Beobachter in Argentinien und Chile die ringförmige Sonnenfinsternis sehen. Der Mond wird das Zentrum der Sonne verdecken und die Beobachter werden den 'Feuerring' um die Sonne sehen" (starwalk.space). Neid! Dafür dürfen wir zehn Tage später den Kometen C/2023 A3 mit bloßem Auge an der Erde vorbeirauschen sehen.
Zu guter Letzt ist wie gehabt die "Natur des Jahres" abzuklappern. Mit dem Igel als Wildtier des Jahres, dem Kiebitz als Vogel des Jahres, dem Dorsch als Fisch des Jahres und der Kreuzotter als Reptil des Jahres hat man sich auf solide Konsens-Kandidaten geeinigt, wahre Blue Chips der Tierwelt. Ausgefallener sind da schon die Gewinner und Gewinnerinnen in den Kategorien Orchidee (Mücken-Händelwurz), Baum (Mehlbeere), Libelle (Mond-Azurjungfer) und Einzeller des Jahres (Cafeteria-Geißeltierchen). Die Gefleckte Höhlenspinne konnte gleich zwei Titel erringen, sie ist sowohl Spinne als auch Höhlentier des Jahres 2024. Das Kabelbakterium Elektronema, ein Organismus mit tatsächlich stromleitenden Proteinfasern, ist die Mikrobe des Jahres, gekürt von der in Frankfurt am Main sitzenden Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie (VAAM).
Über und für den Pilz des Jahres freue ich mich am meisten, ist es doch mal wieder ein Tintling: der Schopftintling, dem das Standardwerk "Cook mal Pilze!" ganze vier Seiten widmet. Der auch als Schopfschwamm, Spargelkopf oder Porzellanpilz bekannte Pilz (engl. shaggy inkcap oder lawyer's wig) ist zwar kultivierbar, "mit jedoch geringer Vermarktungsfähigkeit wegen der kurzen Haltbarkeit". Dafür verantwortlich ist ein Phänomen namens Autolyse, "die biochemisch gesteuerte Selbstauflösung der Lamellen. Diese tropfen dann mit den reifen, schwarzen Sporen in die Erde. Dabei rollt sich der Hut nach und nach, an den Rändern beginnend, nach oben schwarz und tropfend auf. Aus der entstehenden schwarzen Flüssigkeit hat man früher eine dokumentenechte Tinte bereitet, was den Tintlingen auch ihren Namen gab". Bei Fund ist "Weiterverarbeitung innerhalb einer Stunde" geboten; Rezepte auf Anfrage.
Im Blog geht es auch im "Jahr der Kamele" (ausgerufen von den VN) munter weiter. Ich habe zwei Ideen für neue wiederkehrende Rubriken, und natürlich gibt es den fünften Teil der Schaltjahr-Fortsetzungsgeschichte. Bis dahin: Guten Rutsch, alles Liebe und reichlich Freude!
Donnerstag, 15. Dezember 2022
Die koreanische Bevölkerungsverjüngung
Das wusste ich auch nicht: Wenn in Südkorea ein Baby geboren wird, ist es nicht null Jahre alt, sondern zählt bereits ein Jahr. Am folgenden Neujahrstag und an jedem weiteren wird dann ein Jahr auf das Alter draufgeschlagen. Das heißt konkret, dass ein Menschlein, das am Silvesterabend das Licht der Welt erblickt, einen halben Tag später offiziell zwei Jahre alt ist! Die Gründe für diese eigentümliche Zählung sind nicht vollständig geklärt.*
Jedenfalls ist dieses etablierte System, welches dadurch verkompliziert wird, dass in Fragen von Wehrtauglichkeit und Alkoholerwerb sehr wohl ein Alter von 0 bei der Entbindung angesetzt wird, sowohl unbeliebt als auch ständiger Kritik ausgesetzt – weswegen es im Juni 2023 aufgegeben und durch das "westliche" ersetzt werden soll. Mit einem Schlag wird somit die gesamte südkoreanische Bevölkerung um ein bis zwei Jahre jünger. Glückwunsch vorab!
* Mitrechnung der Zeit im Mutterleib sowie altertümliche Vereinfachung mangels Kalenderverbreitung kommen als zwei Gründe in Betracht: "One theory is that turning one year old at birth takes into account time spent in the womb – with nine months rounded up to 12. Others link it to an ancient Asian numerical system that did not have the concept of zero.
Explanations for the extra year added on 1 January are more complicated. Some experts point to the theory that ancient Koreans placed their year of birth within the Chinese 60-year calendar cycle, but, at a time when there were no regular calendars, tended to ignore the day of their birth and simply added on a whole year on the first day of the lunar calendar. The extra year on 1 January became commonplace as more South Koreans began observing the western calendar." (The Guardian)
Dienstag, 31. Dezember 2019
Fliegender Wechsel
Montag, 31. Dezember 2018
Wenn aus 2018 2019 wird
ich möchte mich hiermit dafür bedanken, dass du diesem Blog ein weiteres Jahr die Treue gehalten hast. Das Jahr, von dem die Rede ist, heißt 2018 und war in der Gesamtbilanz für mich ein gutes.
Nun aber stracks ins Jahr des HErrn Zwanzigneunzehn! Meilensteine stehen uns ins Haus. Das Vereinigte Königreich tritt aus der EU aus. Kaiser Akihito dankt ab. Die indische Mondfahrzeugmission startet.
In drei ostdeutschen Bundesländern finden Landtagswahlen statt, was mir sehr, sehr große Sorgen bereitet. Die Europawahl steht auch schon wieder an! Die Schwimmweltmeisterschaft wird im südkoreanischen Gwangju ausgerichtet, was ich nur erwähne, weil ich erst vorletztes Jahr dort war. Wir feiern die 200. Geburtstage von Jacques Offenbach ("Catch me if you can-can"), von Herman Melville, von Clara Schumann (RIP D-Mark!), von Queen Victoria und von Theodor Fontane (Gähn!). Außerdem den 500. Todestag von Leonardo da Vinci. Die weiteren Jubiläen entnehmt ihr der Presse.
Bereits im Jänner gibt's eine totale Mondfinsternis und am 2. Juli eine totale Sofi (hierzulande nicht sichtbar), und am 11.11. einen Merkurtransit. Das Gemüse des Jahres 2019 (und 20) ist ... die Gurke! Die gefährdete Nutztierrasse des Jahres 2019 ist (oder sind?) das Rote, das Blonde und das Schwalbenbäuchige Wollschwein. Das Höhlentier des Jahres ist die Gemeine Höhlenstelzmücke, die Wildbiene des Jahres die Senf-Blauschillersandbiene, das Insekt des Jahres die Rostrote Mauerbiene, der Lurch des Jahres ist der Bergmolch, der Baum des Jahres die Flatter-Ulme, die Heilpflanze des Jahres das Echte Johanniskraut (big fan!) und der Schmetterling des Jahres das Schachbrett.
Gute Reise und viel Glück!
Sonntag, 31. Dezember 2017
Ein Jahr geht, ein anderes kommt
Von runden Gedenktagen wimmelt es geradezu: Leonard Bernstein, Rita Hayworth, Helmut Schmidt, Kurt Waldheim, Nelson Mandela und Ingmar Bergman haben 100. Geburtstag, Claude Debussy, Gustav Klimt, Lili Boulanger (die Erfinderin der Boulangerie?) und Georg Cantor sogar 100. Todestag. In Mumbai wird mit dem "World One" das höchste bewohnbare Gebäude der Welt fertiggestellt. Nach dem chinesischen Horoskop betreten wir das Jahr des Erd-Hundes. "2018 wird das Jahr der Okö-Kryptowährungen", orakelt Wired und meint vermutlich "Öko-Kryptowährungen", es wird aber auch das "Jahr der Liebe" ("Wallstreet online") und muss (!) "das Jahr der Reformen werden", fordert die Süddeutsche Zeitung. Außerdem: "Freie Wähler Bernau fordert, dass 2018 das Jahr der Bernauer Ortsteile werden soll" (moz.de). Für Fans von Brückentagen ist 2018 wohl auch sehr reizvoll. Mir gefällt, dass das Jahr an einem Montag beginnt.
Noch rasch die Natur des Jahres abgehakt. Sehr bodenständig geht es in vielen Kategorien zu: Die Steckrübe ist das Gemüse des Jahres (exzellente Wahl, mjamm!), der Ingwer die Heilpflanze, die Esskastanie der Baum, die Wildkatze das Wildtier, der Wiesenchampignon der Pilz und der Vogel der Star des Jahres, Quatsch, andersrum. Schmetterling des Jahres ist der Große Fuchs, Wildbiene des Jahres die Gelbbindige Furchenbiene, Einzeller des Jahres sind die Tintinnen ("eine Gruppe gehäusebauender Wimpertiere", mehr weiß Wikipedia im Moment noch nicht darüber), Höhlentier des Jahres ist der Schwarze Schnurfüßer, Staude des Jahres ist die Tagliatelle, äh: die Taglilie, der Boden des Jahres ist der Alpine Felshumusboden, und der Ehrenpreis "Blume des Jahres" geht an den Langblättrigen Ehrenpreis.
Liebe Leserin, lieber Leser, stolpere frohen Mutes und erhobenen Hauptes in die frische kalendarische Großeinheit -- woah, da fällt mir ein, dass ich bis jetzt weder einen neuen Wochenplaner noch einen Tagesabreißkalender besorgt habe!
Samstag, 31. Dezember 2016
Just another Jahresausblick
Was wird uns sonst noch so erwarten? Sicherlich das Ableben einiger liebgewonnener Prominenter und abertausender weniger bekannter Menschen. Zudem: Terroranschläge, Naturkatastrophen, Flugzeugabstürze, diverse "Gates", Wetterkapriolen, beschissene Kinofilme, fruchtlose Debatten und schreckliche Dinge, die wir uns heute noch gar auszumalen wagen. Überhaupt wird bestimmt alles immer schlimmer und schlimmer.Jetzt wird vermutlich von mir erwartet, dass ich bei dem ubiquitären Rumgehacke auf 2016 mitmache, aber no way, José! Ich fand dieses Jahr nämlich – abgesehen von den weltpolitischen Entwicklungen, dem Populismus, dem Postfaktizismus, den wahnsinnigen Verschwörungstheorien, den glaubwürdigen Verschwörungstheorien, geschredderten Küken, Terroranschlägen, Naturkatastrophen, Flugzeugabstürzen, diversen "Gates", Wetterkapriolen, beschissenen Kinofilmen, fruchtlosen Debatten, persönlichen Rückschlägen und seelischem Leid ungekannten Ausmaßes – gar nicht so übel. Ja, an einige Dinge werde ich mich noch mein ganzes Leben lang mit Freude erinnern!
Auch 2017 hält das ein oder andere freudige Ereignis für uns bereit, etwa am 21.8. eine totale Sonnenfinsternis (die leider nur in Teilen der USA zu sehen sein wird)! Eine partielle Mondfinsternis ist für den 7. August geplant. 100 Jahre alt werden geworden wären sein (hä?): Arthur C. Clarke, Heinrich Böll, Indira Gandhi, JFK und Zsa Zsa Gabor. Zum Lutherjahr muss und möchte ich mich nicht äußern.
Bei der Natur des Jahres setzt man einerseits unverfänglich auf Mainstream-Spezies: Waldkauz (Vogel des Jahres), Flunder (Fisch), Haselmaus (Wildtier), Blindschleiche (Kriechtier), Gottesanbeterin (Insekt), Fichte (Baum), Gänseblümchen (Heilpflanze). Andererseits überrascht uns die NABU-Liste auch mit einigen ausgefalleneren Titelträgern. Die Gemeine Keiljungfer ist Libelle des Jahres, die Knautien-Sandbiene ist die Wildbiene des Jahres, die Vierfleck-Höhlenschlupfwespe ist das Höhlentier des Jahres, Hepps Schönfleck ist Flechte des Jahres, die Bergenie die Staude des Jahres und das Weiße Waldvögelein das Waldvögelein -- Quatsch: die Orchidee des Jahres. Wie ich schon 2015 an dieser Stelle monierte, hängen der Verband Deutscher Sporttaucher, die Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft sowie die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie stets mit ihren jeweiligen Benennungen hinterher. Wenigstens die 2016er Gewinner der Auszeichnungen "Wasserpflanze des Jahres", "Alge des Jahres" und "Mikrobe des Jahres" möchte ich noch nachträglich verkünden: der Flutende Wasserhahnenfuß, die Eisalge Melosira arctica und Streptomyces.
Für mein zwölftes Blogjahr habe ich mir
Donnerstag, 31. Dezember 2015
Der alljährliche Jahresausblick fürs kommende Jahr
Wie immer spannend dagegen: die Natur des Jahres. Mit Feuersalamander, Stieglitz, Hecht, Feldhamster und Echtem Kümmel wurden die Kategorien Lurch, Vogel, Fisch, Wildtier und Arzneipflanze des Jahres recht konventionell besetzt; der Stachelbeerspanner als Schmetterling des Jahres weiß allerdings zu überzeugen, auch Sommer-Drehwurz (Orchidee d.J.), Gemeine Binsenjungfer (Libelle), Höhlenlangbein (Höhlentier) und der Lilastielige Rötelritterling (Pilz) dürfen als solide Entscheidungen gelobt werden. Der Verband Deutscher Sporttaucher, die Sektion Phykologie der Deutschen Botanischen Gesellschaft sowie die Vereinigung für Allgemeine und Angewandte Mikrobiologie lassen sich wie immer noch etwas Zeit mit der Bekanntgabe von Wasserpflanze, Alge resp. Mikrobe des Jahres (*streng räusper*).
Was wird uns sonst noch so erwarten? Sicherlich das Ableben einiger liebgewonnener Prominenter und abertausender weniger bekannter Menschen. Zudem: Terroranschläge, Naturkatastrophen, Flugzeugabstürze, diverse "Gates", Wetterkapriolen, beschissene Kinofilme, fruchtlose Debatten und schreckliche Dinge, die wir uns heute noch gar auszumalen wagen. Überhaupt wird bestimmt alles immer schlimmer und schlimmer. Trotzdem guten Rutsch!
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Jetzt aber wirklich: Jahresausblick 2015
Vogel des Jahres ist der Habicht, Blume des Jahres der Gewöhnliche Teufelsabbiss (nie gehört), Baum des Jahres der Feldahorn, die Orchidee des Jahres das Fleischfarbene Knabenkraut (iiiks!), die Arzneipflanze des Jahres das Echte Johanniskraut (das zumindest habe ich schon oft in Pillenform konsumiert), der Fisch des Jahres ist der Huchen (und das Dessert des Jahres der Kuchen, höhö) -- den Rest lest bitte selbst auf der entsprechenden NABU-Seite nach. (Unter anderem der Einzeller des Jahres steht noch nicht fest, da rauchen noch die Köpfe.) (Was aber wirklich eine Schweinerei hoch zehn ist, ist die Wahl der fucking Zwiebel zur Heilpflanze des Jahres! J'accuse!!!) (PS: Über die jährliche Top-Lebewesenkür hat Michael Brake einen netten Taz-Text geschrieben.)
Litauen bekommt den Euro, womit endlich das gesamte Baltikum zur Eurozone gehört (und meine Euromünzsammlung weiter wachsen wird). NASA-Sonden erreichen die Zwergplaneten Pluto und Ceres. In Deutschland finden lediglich zwei Landtagswahlen statt, und das auch nur in den Möchtergern-"Ländern" Hamburg und Bremen.
Personalia: 200. Geburtstag von Bismarck, 150. Todestag von Lincoln, 100. Geburtstag von Frank Sinatra, Edith Piaf, Franz Josef Strauß und Orson Welles.
Nicht zu vergessen: 2015 ist das Jahr, in dem die Zukunftsereignisse von "Zurück in die Zukunft II" spielen.
Montag, 29. Dezember 2014
Jahresvorschau-Rückblick
2009 war dann nicht nur das Jahr des Gorillas, des Hais, der Astronomie, des eBooks, des Kulturtourismus und "der schlechten Nachrichten" (Merkel), sondern auch das Jahr dreier Komponisten: Haydn, Mendelssohn und Händel. Deutschland wurde 60 und im Sommer kam die längste totale Sonnenfinsternis des Jahrhunderts.
2010 war das Gedenkjahr vieler berühmter Personen. Es war u.a. das Konrad-Zuse-, Elvis-Presley-, Robert-Schumann-, Mark-Twain-, Mutter-Teresa-, das Botticelli-, Schopenhauer-, Chopin- und das Tolstoi-Jahr. Es war außerdem das Internationale Jahr der Biodiversität sowie das chinesische Jahr des Tigers. IT-Experten sprachen vom "Jahr des Löschens" (Was hat man da gelöscht – die Errorlogs vom Millennium-Bug?). In Vancouver fanden die Olympischen Winterspiele statt, und in Südafrika wurde die Fußball-WM ausgerichtet (Siegeszug der Vuvuzela, argh!). Hier und da gab's (partielle) Sonnen- und Mondfinsternisse.
Sodann schickte sich 2011 an, das Internationale Jahr der Wälder und der Chemie zu werden. Der Beinbrech war die Blume des Jahres, die Elsbeere der Baum des Jahres, der Rote Gitterling der Pilz des Jahres und die Äsche der Fisch des Jahres. Man fragte sich, ob denen langsam die Kandidaten ausgehen. Estland bekam den Euro, der Papst (damals noch ein Deutscher) kam nach Deutschland und gleich zwei totale Mondfinsternisse beglückten die Erdlinge.
2012 war nicht nur das Jahr des Weltuntergangs, sondern auch das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen. Ferner das Jahr des Burnouts, das Jahr des Honigs, das Jahr der Kirchenmusik, das Jahr der Fledermaus (Kinohighlight: "The Dark Knight Rises"), das Jahr der erneuerbaren Energien für alle und das Jahr der Genossenschaften. Wir feierten 20 Jahre SMS, 60 Jahre Tagesschau, 1000 Jahre Bamberger Dom, 600 Jahre Jeanne d'Arc, 200 Jahre Charles Dickens, 2000 Jahre Caligula, 100 Jahre Alan Turing, 100 Jahre Titanic-Untergang, 100 Jahre Prawda, 60 Jahre Wasserstoffbombe und leider auch 300 Jahre Friedrich der Große. Die Süßholzwurzel war die Arzneipflanze des Jahres (hach, war das ein Raspelspaß!), die Echte Lungenflechte die Flechte des Jahres, der Hirschkäfer das Insekt des Jahres (endlich!), die Neunaugen waren die Fische des Jahres (und zwar alle vier in Deutschland heimischen Arten, wobei der Verband deutscher Sportfischer noch hinwies: "Streng genommen zählen sie nicht zu den 'Fischen', sondern zu den so genannten Rundmäulern."), und die Erdkröte war der Lurch des Jahres. In London fanden die XXX. Olympischen Sommerspiele statt, in Istanbul die 40. Schacholympiade. Es gab erstmals seit 2004 einen Venustransit (Wikipedia: "Ein Venustransit ist ein sehr seltenes Ereignis, von dem es in 130 Jahren nur zwei gibt, und zwar abwechselnd nach acht und nach 105 bzw. 122 Jahren. [...] Im 20. Jahrhundert fand kein einziger Venusdurchgang statt. Ein Venustransit ist deshalb tatsächlich ein astronomisches Jahrhundertereignis und schon aufgrund seiner Seltenheit ein die Beobachtung lohnendes Himmelsschauspiel. Allerdings muss man dabei unbedingt geeignete, hitzesichere Sonnenfilter benutzen, da man ansonsten erblinden könnte"; mein Beitrag dazu ist hier archiviert). Der Asteroid 433 Eros, das zweitgrößte Erdnahe Objekt, flog an der Erde vorbei, und der Marsrover landete.
Dienstag, 24. Dezember 2013
Jahresausblick // Blogpause
Geplant für dieses Blog: "Humorperlen aus dem Abreißkalender – Text-Edition", "Volksweisheiten deconstructed", "Meine bedeutendste Nerd-Errungenschaft" und "Let's eat... cat food".
Damit verabschiede ich mich in eine kurze Winterpause; in der zweiten Jännerwoche geht es weiter. Bis dahin wünsche ich allen Leserinnen und Lesern eine angenehme Zeit!
Sonntag, 30. Dezember 2012
Jahresausblick
Die UN rufen das Internationale Jahr der Zusammenarbeit im Wasserbereich sowie das Internationale Jahr der Quinoa aus! Zudem ist 2013 das Jahr des Ehrenamtes, das Europäische Jahr der Bürgerinnen und Bürger, das EKD-Jahr der Toleranz, das "Jahr der Teilschutz-Produkte" (boerse-express.com), das "Jahr der physischen Indexfonds" (Boersen-Zeitung), das "Jahr des Mindestlohns" (G. Gysi), das "Jahr der Wahlfreiheit" (Steve Wozniak), das "Jahr der Honorarberatung" (Assekuranz Info-Portal), das "Jahr der Luft" (Umweltkommissar Janez Potočnik) und das "Jahr der Nahe" (Gault Millau WeinGuide: "Während die Bedingungen 2011 in vielen anderen Gebieten für zahlreiche unharmonische Weine gesorgt hätten, seien die Winzer an der Nahe herausragend gut mit dem Jahrgang zurecht gekommen.").
Am 10. Februar beginnt das chinesische Jahr der Wasserschlange. Die Erde (oder Teile davon) erwartet eine ringförmige und eine hybride Sonnenfinsternis (letzteres ist eine Mischung aus totaler und ringförmiger). Jubiläen: 50 Jahre Vegan Society, 100 Jahre DLRG, 10 Jahre Saddam-Hussein-Sturz. Wir feiern 50 Jahre ZDF, 50 Jahre James Bond und 50 Jahre Doctor Who (!!!). Richard Wagner und Giuseppe Verdi verden, äh: werden 200 Jahre alt, Georg Büchner auch, Edvard Munch 150, Willy Brandt und Albert Camus jeweils 100. Die USA erinnern sich an 150 Jahre Sklavenbefreiung, 100 Jahre Rosa Parks, 50 Jahre "I have a dream" und 50 Jahre JFK-Attentat. Der Sumpfwiesen-Perlmuttfalter ist der Schmetterling des Jahres, das Purpur-Knabenkraut ist die Orchidee des Jahres, der Braungrüne Zärtling der Pilz des Jahres und der Holzapfel der Baum des Jahres. Herzlichen Glückwunsch!
Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein gutes Jahr 2013.


