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Sonntag, 18. Januar 2026

Mythos Arbeit

Geständnis: In manchen Bereichen des Lebens habe ich alarmierend wenig Ahnung. Durch besondere Unkenntnis und, falls das ein Wort ist, Unerwachsenheit zeichne ich mich aus, wenn es ums Geldverdienen geht. Sagt mir etwa jemand (warum auch immer), er oder sie verdiene "65.000 Euro im Jahr", weiß ich nicht, was ich mit dieser Information anfangen soll. Ist das viel oder wenig? Brutto oder netto? Ist die Person Freiberufler/in? Gehen da mithin Kranken- und sonstige Versicherungsbeiträge von ab? Es kommt ja, wie so oft, drauf an. Meiner Ignoranz zuträglich ist, dass man mich mit hohen Einkünften oder sonstigem Statusausweis überhaupt nicht beeindrucken kann.

Der neueste Focus hat mir endlich ein wenig Aufklärung verschafft. Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt beträgt demnach in Deutschland 51.272 Euro, wobei sich immer noch ein empörender Gender-Gap auftut (Männer: 53.856 €, Frauen: 47.028 €). Vom Ost-West-Gefälle abgesehen, zeigen sich zudem Unterschiede, betrachtet man die Gehaltskarte nach Bundesländern aufgeschlüsselt: Hessen liegt mit 55.000 € vorn, ganz hinten rangiert mit 43.000 € Mecklenburg-Vorpommern, welches aber immerhin die größte positive Veränderung zum Vorjahr aufweisen kann (8,8 % Zuwachs).

Welche Branche hat die bemerkenswerteste Gehaltsentwicklung? Man kann sich's denken: Dank Schönheitswahn, Looksmaxxing, Longevity und sonstigen nicht nur von Social Media forcierten Bizarro-Trends (der Spiegel informiert diese Woche über das "Forever-35 Face") gab es im Bereich Sport/Beauty 2025 den markantesten Gehaltsanstieg, nämlich 10 Prozent. Der Wunschtraum der heutigen Jugend – Influencer werden – kommt nicht von ungefähr. Wie sieht es mit anderen Berufen konkret aus? Auch dazu hat der Focus aktuelle Statistiken. Mit einem Bruttojahresgehalt von 97.462 Euro sind – noch vor Piloten, Ärzten und Professoren – die Wirtschaftsprüfer Spitzenreiter. Außerdem in den Top-10: Program-Manager, Rechtsbeistand und Service-Delivery-Manager, drei Berufe, unter denen ich mir nichts vorstellen kann. Da "Anwalt" als eigener Punkt aufgeführt ist (Platz 9), muss es sich beim "Rechtsbeistand" um etwas Separates handeln, aber gewiss etwas anderes als die in § 149 StPO erfassten natürlichen Personen. Und ist ein "Softwarearchitekt" (Platz 6) dasselbe wie ein Programmierer? "Besonders schlecht bezahlt" sind u.a. Schulbegleiter, Friseure, Floristen, Küchenhilfen und Reinigungskräfte. Beruhigend ist es, dass nur 17 Prozent aller Deutschen den Wohlstand im Lande für "eher gerecht verteilt" halten ("eher ungerecht": 69 %, im Gehaltsschlusslicht Meck-Pomm gar 90,3 %), wie man einem anderen datensatten Artikel im selben Heft entnehmen kann ("Wie geht es Deutschland?").

Dienstag, 13. Januar 2026

Just another Jahresstatistik

Jepp, es gibt noch eine nachzutragende personalisierte Zusammenfassung für 2025. Es kam vor zwei Tagen per E-Mail: das "Wrapped"-Äquivalent von, haha!, Payback. Um der Transparenz willen teile ich auch diese Konsumverhaltensauswertung liebend gern.




Ohne die genauen Zahlen zu kennen: Da ging früher aber mehr. Jaaa, früher, als man noch bei Rewe Punkte sammeln konnte ... Als letzter Wert wurde mir noch mitgeteilt, dass ich null mal mit Payback bezahlt habe. Ich weiß nicht mal, wie das geht.

Sonntag, 4. Januar 2026

Nachgereicht: #Mapped2025

Schon gewusst? Auch die Wander-App Komoot schnürt ihren Usern neuerdings eine persönliche Jahresstatistik zusammen: "Mapped" (angelehnt an Spotifys "Wrapped") heißt diese Bewegungsauswertung, die bei mir folgende Daten zeitigte:


349 Kilometer in fünf Ländern, das ist sicherlich beachtlich, wenn auch nicht ganz korrekt. Einige Wanderungen, vor allem aber (kürzere wie längere) Spaziergänge habe ich nicht aufgezeichnet; wer weiß, was da noch alles an Kilometern hinzugekommen wäre! Weswegen freilich auch die Höhenmeterzahl nach oben zu korrigieren wäre:


Gerade seit meinem Umzug in die Berge läppert sich diesbezüglich gewiss so einiges. (Meine Partnerin erreichte gar über 10.000 Meter, was 1,2 mal dem Mount Everest entspricht.) Nichtsdestotrotz darf ich mir diesen Orden an die Brust heften:


Vorsatz für 2026: Noch öfter, im Idealfall bei jedem Auslauf, der über "Besorgungen machen" hinausgeht, Komoot benutzen. Und weiter dem Wandern frönen.

Auch hier ist, um im Bild zu bleiben, noch Luft nach oben.

Montag, 8. Dezember 2025

Youtube-Bilanz 2025

Nach meiner Musikstream-Bilanz möchte ich auch, wie erstmalig letztes Jahr, meine Youtube-Auswertung mit euch teilen. Sie kam vorgestern rein und war wenig überraschend.


Ich gebe mich auf Youtube einem breiten Spektrum von Genres hin; die fünf, die es mir 2025 am meisten angetan haben, sind aber wohl diese:


Bei "Gesundheitsübungen" handelt es sich um Fitnessanleitungen: so etwas wie "Tele-Gym" als Internetvideos. Meine sportliche Kreativität ist nämlich viel zu gering, als dass ich mir alle naslang neue Gymnastik- oder gar Pilates-Routinen ausdenken könnte. Meinen Go-to-Mitmachkanal unterstütze ich denn auch mit einem kleinen monatlichen Patreon-Obolus. Punkt 4 ist ebenfalls erklärungsbedürftig: "Nachrichten und Politik verfolgt" habe ich freilich nur in Form von US-Latenight-Shows. Und "analysiert" habe ich nicht nur "spannende Serien", sondern Serien und Filme aller Art – hochinteressante Analysen, Recaps und Video-Essays à la "Anatomy of a franchise" gibt es dankenswerterweise zu allen möglichen Bewegtbildreihen.

Die von mir konsumierten "Gaming-Inhalte" wurden ihrerseits in einer extra Kachel aufgefächert:


Hier hat sich nun ganz offensichtlich ein Fehler bei der automatischen Spiele-Erkennung eingeschlichen. Ich kann mich nicht erinnern, auch nur ein einziges "Sonic"-Video gesehen zu haben. Auch die Zuordnung "Super Mario Maker" stimmt nicht: Es handelte sich in fast allen Fällen um Let's Plays von "Super Mario World"-Romhacks, die mit Lunar Magic erstellt worden sind. Dass ich ein Top-Fan des Youtubers raocow bin, ist dagegen so wahr wie es Ehrensache ist.


Fazit-Fazit: Nichts von alldem ist sensationell, aber man ist doch zufrieden, (weitgehend) Klarheit erhalten zu haben. Wunschlos glücklich werde ich sein, wenn Youtube mir zum Ende eines Jahres auch noch die Gesamtguckzeit in Minuten mitteilt. Vielleicht 2026? Na?

Freitag, 5. Dezember 2025

Musikstream-Bilanz 2025

Ursprünglich, i.e. noch vor ein paar Wochen, hatte ich nicht vor, meine Spotify-Jahresauswertung zu teilen, weil ich den Dienst 2025 nur halbherzig genutzt habe. Nun kam mein "Wrapped" aber rein und, ach, warum nicht? Gehört habe ich 7.869 Minuten, gerade mal zwei Drittel der Zeit, die ich 2024 damit verbracht habe. Insgesamt 246 Genres lassen sich die von mir gestreamten Titel zuordnen.


Dass ich geschmacklich toleranter, flexibler, womöglich auch gleichgültiger geworden bin, wird untermauert von der Tatsache, dass ich rund 50 Interpreten mehr als 2024 meine Aufmerksamkeit geschenkt habe, nämlich 699 Artists.


Der Algorithmus charakterisiert mich denn auch als "Entdecker" ("Neuerscheinungen ziehen dich magisch an"; na ja) und hat mich dem "Club" "Grit Collective" zugeteilt.


Ach ja, und ich habe ein musikalisches Alter:


Gab es das letztes Jahr schon? 28 hätte ich jedenfalls nicht erwartet, irgendwie aber schon. Muss mir das peinlich sein? Nun, kaum peinlicher als es ist, überhaupt seine Spotify-Statistik zu veröffentlichen.

Donnerstag, 16. Januar 2025

Statistik mit Verspätung

Gestern Abend bekam ich eine Mail von Audible, mit der ich gar nicht mehr gerechnet hatte: Sie beinhaltete meine Hörstatistiken für 2024!


Das vergangene Jahr war demnach mein "Jahr der Fantasie". Meine "längste Hörserie war 11 Tage am Stück". Außerdem habe ich ein Abzeichen erhalten, nämlich die Auszeichnung "Genre-Entdecker".

Auf meine Gesamthördauer bin ich, auch wenn sie die letztjährige übertroffen hat, nicht besonders stolz. Auch die Anzahl der gehörten Titel ist eher unterwältigend, was daran liegt, dass ich einige recht umfangreiche Hörbücher in der Mache hatte bzw. habe, z.B. "Pantopia" von Theresa Hannig (14h 47m), "Fairy Tale" von Stephen King (26h 47m) und "Der Sympathisant" von Viet Than Nguyen (17h 14m).

Mittwoch, 8. Januar 2025

Social-Media-Verhalten 2025

Die sozialen Medien sind einerseits bedeutsam wie nie, andererseits werden sie regelmäßig für tot erklärt. Das ist, zugegeben, eine sehr oberflächliche Darstellung der Lage, sie soll aber reichen als Einleitungszeile vor einer kleinen Übersicht meiner persönlichen Social-Media-Nutzung, Stand 7. Januar 2025.

Bluesky ist seit über einem Jahr mein Lieblingskurznachrichtendienst. Angemeldet hatte ich mich bereits, als das exklusiv mit Einladungscodes ging. Bisweilen herrscht dort eine Atmosphäre wie auf Twitter in seiner angenehmsten und unterhaltsamsten Phase (ca. 2011-2015). Zwar haben mittlerweile etliche Nervensägen von ebendort hierher gefunden, aber die kommen mir kaum in die Quere. Ich öffne Bluesky mehrmals täglich, sowohl im Webbrowser als auch über die App. Ich habe 334 Follower.

Auf X bin ich seit Mai 2024 inaktiv. Der Hauptgrund dafür ist der, dass alle interessanten Kanäle inzwischen ebenfalls stumm bzw. ganz verschwunden sind. Von meinen einst 2080 Followern sind 1736 verblieben. Der große Exodus begann mit der Übernahme von Twitter durch Elon Musk, danach gab es ständig neue Anlässe für Weggänge ("Jetzt reicht's aber wirklich!"). Gelöscht habe ich meinen Account nicht; etwa einmal pro Woche werfe ich via Browser einen Blick auf die Plattform und muss alsbald feststellen, dass von den von mir Gefolgten noch etwa eine Handvoll übrig sind, die täglich "tweeten". Diese Leute kann man leider selbst mit viel Wohlwollen nur als "hängengeblieben" bezeichnen.

Wie die X-App habe ich auch die Facebook-App längst gelöscht. Trotzdem schaue ich fast jeden Tag auf meine Facebook-Timeline, denn mehrere mir bekannte bis nahestehende Personen posten dort, als wär's 2015 (was ihnen auf Dauer nicht gutzutun scheint). Bedauerlicher- wie ärgerlicherweise ist es nicht möglich, sich bloß die Beiträge jener Freundinnen und Freunde in chronologischer Reihenfolge anzeigen zu lassen, und so werden mir wild durcheinander teils tagealte Posts zwischen Neuigkeiten und für mich völlig irrelevanten Inhalten eingeblendet. Kürzlich erschienen, ich schwöre es, acht Werbeanzeigen hintereinander. Eine Zeitlang war alles mit KI-Bildern vollgemüllt. Da verliere ich schnell die Lust.

Sehr gerne bin ich auf Instagram. In diesem Fall kann ich sogar genau sagen, wie lange, denn "Insta" verwende ich nur als App, und Appnutzungsdauern werden getrackt. Also, mein Smartphone weiß: Am heutigen Dienstag war ich insgesamt 2 Minuten auf Instagram, gestern 1 Minute, am Sonntag 3 Minuten, am Samstag 7, am Freitag 3, am Donnerstag 1 Minute. Der berüchtigte ~A~l~g~o~r~i~t~h~m~u~s~ ist mir dabei wumpe, ich wähle beim Starten stets "Gefolgt" aus und sehe dann ausschließlich den Output der Kanäle, die ich abonniert habe. Aber selbst der "Für dich"-Feed besteht aus Unbedenklichem oder gar Erfreulichem. Ich habe 607 Follower.

Tja, das war's auch schon. Zusätzlich habe ich ein Konto bei Mastodon, wo ich mich allerdings nie aufhalte. Bei TikTok bin ich nicht registriert, weil ich ein erwachsener Mann bin. Grob überschlagen beschäftige ich mich jeden Tag zwischen einer Viertel- und einer halben Stunde mit Social Media. Es könnte demnächst deutlich weniger werden, denn just nachdem ich diesen Blogbeitrag zu Ende geschrieben habe, kommen alarmierende News zur Zukunft von Meta, den Mutterkonzern von Facebook und Instagram, rein: Unter anderem soll die Faktenprüfung abgeschafft werden, zudem sitzt seit Neuestem ein Trump-Vertrauter im Verwaltungsrat.

Montag, 30. Dezember 2024

(Youtube-)Rück- und (allgemeiner) Ausblick

Vor gut einem Jahr äußerte ich den Wunsch nach einem persönlichen Youtube-Jahresrückblick à la "Spotify Wrapped". Meine Gebete wurden zum Teil erhört. Ich bekam vor wenigen Tagen eine Auswertung meines Videoguckverhaltens in Bezug auf das am häufigsten von mir aufgesuchte Genre:


Zu gern wüsste ich, welchen Anteil andere Kategorien ausmachen. Innerhalb des Gaming-Genres jedenfalls habe ich "mir dieses Jahr Videos zu 18 verschiedenen Games angesehen". Bloß? Ich vermute, es waren weitaus mehr, nur wurde bei vielen Videos das jeweilige Spiel nicht getaggt bzw. nicht automatisch erkannt. Der Spitzenreiter von "meinen" 18 Spielen dürfte Leute, die mich einigermaßen kennen, so wenig überraschen, wie er mich überrascht hat ...



Wie gesagt: Das ist noch ausbaufähig, Youtube darf mich ruhig mit allen möglichen Statistiken zuballern. Von Audible kam heuer übrigens nix.

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Das also war 2024 – global gesehen das neunte beschissene Jahr in Folge. Wäre doch gelacht, wenn wir mit 2025 nicht die Zehn vollmachten! Ich frage mich oft, womit ich es verdient habe, die Blüte meines Lebens (na ja) in so einer hoffnungslosen, entmutigenden Ära verbringen zu müssen. Aber nützt ja nix. Immerhin ist 2025 ein Heiliges Jahr! Das gibt es nur alle 25 Jahre (daher kommt die Wendung "alle Jubeljahre"), wobei ich mich gar nicht mehr daran erinnere, dass 2000 auch eins war. Kurzgefasst gibt es in einem Heiligen Jahr Ablass für alle, einfach so vom Papst spendiert. Eröffnet wurde das Jubeljahr bereits am 24. Dezember, ich habe im Fernsehen davon erfahren. Wikipedia: "Der Papst öffnet am Heiligen Abend die eigens in den Petersdom gebrochene Heilige Pforte, eine massive Marmorplatte, feierlich mit mehreren Hammerschlägen eines goldenen Hammers und spricht einen Segen. Die Pforte öffnet sich, der Papst schreitet als erster hindurch, die Gläubigen folgen. Zum Abschluss des Heiligen Jahres wird die Heilige Pforte wieder geschlossen." So ist es Brauch seit 1500.

2025 hält zwei partielle Sonnenfinsternisse für uns bereit: am 29. März und am 21. September. Frauen dürfen in Deutschland ab 1. Mai sorbische Nachnamensendungen führen. Passbilder dürfen nur noch elektronisch angefertigt werden. Südafrika wird als erstes afrikanisches Land Gastgeber des G20-Gipfels sein. Rumänien und Bulgarien treten dem Schengen-Raum bei. Curaçao und Sint Maarten bekommen den Karibischen Gulden als Nachfolgewährung des Antillen-Gulden. Und wir bekommen endlich "The Day The Clown Cried" zu sehen!

Zu den größeren Gedenktagen zählen: 500 Jahre (nicht nur Pfälzer) Bauernkrieg, 80 Jahre Ende des Zweiten Weltkriegs, 1700 Jahre Konzil von Nicäa, 150 Jahre Meterkonvention. 100 Jahre alt geworden wären Hans Rosenthal, Malcolm X, Peter Sellers, Margaret Thatcher, Sammy Davis, Jr., Rock Hudson und die Knef. Gar 200 Jahre alt würden (wenn Menschen so alt werden könnten): Ferdinand Lasalle, Johann Strauss Sohn, Emil Erlenmeyer.

Der Aal ist der Fisch des Jahres, die Roteiche der Baum des Jahres, der Cashewbaum die Giftpflanze des Jahres, der Blattkohl das Gemüse des Jahres, das Kaukasus-Vergissmeinnicht die Staude des Jahres und das Filzige Haarkelchmoos das Moos des Jahres. Gratulation!

Ich bedanke mich wie immer an dieser Stelle bei allen, die hier regelmäßig vorbeischauen, und wünsche ihnen einen guten Rutsch. Möge es irgendwann besser werden.

Freitag, 6. Dezember 2024

Musikstream-Bilanz 2024

Juchhu, diese Woche kam die Jahresauswertung meines Spotify-Nutzungsverhaltens rein. Ich habe, trotz längerem Aussetzen der Premium-Mitgliedschaft, fleißiger gestreamt als 2023. Sagenhafte 11.849 Minuten lang habe ich dieses Jahr Spotify gehört, das sind mehr als acht Tage. 2.358 Titel von 646 Artists habe ich abgespielt, am häufigsten diese hier:


Dazu muss ich sagen, dass ich den Nr.-1-Song lediglich sechs Mal abgespielt habe, denn ein Ohrwurm-bis-er-zum-Hals-raushängt-Hörer bin ich nicht. Meine Top-Interpreten sind:


Abriction hat heuer gewissermaßen Sadness abgelöst, wobei ich mir sicher war, dass ich Letztere trotzdem insgesamt öfter laufen gelassen hätte. Wundern tut mich auch, dass es Lustre und Mesarthim nicht auf die Liste geschafft haben, die ich dieses Jahr entdeckt und intensiv gehört habe. Der dritte Platz für Ramin Djawadi erklärt sich daraus, dass ich, nachdem die jeweiligen Serienstaffeln ausgestrahlt worden waren, die OSTs von "Fallout" und "House of the Dragon" gestreamt habe – jeweils nur einmal, aber die Alben beinhalten eben viele Tracks.

Weiters wurde mir diese wichtige Information nicht vorenthalten:


Tja, hm, da habe ich laut meinem Kalender regulär gearbeitet; offenbar brauchte ich an jenem Tag besonders viel Beschallung zur Konzentration/Ablenkung.

Im März hatte ich laut Spotify meine "atmospheric-fantasy-black-metal-Phase", im August war "light academia ballet classical" mein "Ding", während mein Oktober "im Zeichen von post-apocalyptic movie tunes soundtrack" stand. Na, wenn die das sagen.

Donnerstag, 11. Januar 2024

Rückblicks-Rückblick

Ich hatte mich ja, auch wenn sie viel zu früh kam, sehr über die statistische Auswertung meines Spotify-Jahres gefreut. Und nicht nur ich; auf eine Bilanz ihres persönlichen Medienkonsums der vergangenen zwölf Monate sind offenbar viele Menschen scharf, weswegen nun auch andere Plattformen und Dienste ähnliches anbieten. Gegen Ende 2023 erhielt ich nämlich noch individuelle Steam- und Xbox-Rückblicke, die ich der Transparenz halber gerne auszugsweise mit euch teile:



Just heute bekam ich außerdem eine E-Mail mit meinem Audible-Rückblick:




Fehlt nur noch Youtube. Das würde mich tatsächlich am brennendsten interessieren!

Montag, 4. Dezember 2023

Musikstream-Bilanz 2023

Mit meinem Wechsel von Prime Music zu Spotify (ich berichtete) bin ich, in einem Wort, zufrieden. Die werbefinanzierte Gratisversion war mir für die tägliche Hintergrundbeschallung völlig ausreichend, weil ich jedoch auch "Die Drei Fragezeichen" hören wollte, testete ich drei Monate lang die Premiumversion (ich berichtete ebenfalls). Damit war Hörspielkonsum problemlos möglich. Da auch der Wegfall von Werbespots keinen Nachteil darstellt und ich keine sonstigen Pferdefüße ausmachen konnte (nur in ganz seltenen Fällen hat sich der Player meinen zuletzt gehörten Titel nicht gemerkt oder gleich den kompletten Verlauf geschluckt), ließ ich das Abo nach Ende des Probezeitraums einfach weiter laufen.

Lohnen sich die rund zehn Euro allein schon für das Quantum des von mir Weggehörten? Letzte Woche tauchte auf der Startseite mein "persönlicher Jahresrückblick" auf, und anhand dessen kann ich sagen: Ja! 2091 Songs habe ich 2023 gestreamt (da fehlt wohlgemerkt der gesamte Dezember; warum kommt die Auswertung nicht am Ende des Jahres?). 'ne Menge Holz, in Zahlen:


Das sind gut 166 Stunden, fast eine Woche! Ich liebe Statistik. Allein deswegen ist Spotify dem Amazon-Service überlegen. Und was habe ich so gehört?


Hm, das wirkt so, als wäre ich genremäßig recht einseitig unterwegs, dabei bin ich geschmacklich viel breiter aufgestellt. Case in point: Unter "Basierend auf deinem Hörverlauf" werden mir so exotische Playlists wie "Ambient X Takeover", "bleeps ^ glitches" oder "Relaxing dogs mix" angeboten. Im Übrigen bin ich laut Jahresrückblick ein "Hypnotiseur": "Bei dir ist volle Konzentration angesagt. Du hörst Alben gerne komplett, vom ersten Song bis zum letzten Ton." Das stimmt wohl.

Montag, 31. Juli 2023

Dinner time!

Via TYWKIWDBI: Wann wird in US-amerikanischen Haushalten zu Abend gegessen? Eine Berechnung auf Grundlage von Erhebungen des American Time Use Survey 2018 bis 2022 ergibt folgenden Graphen (ich hoffe, es ist okay, den hierher zu kopieren):


18 Uhr 19 als Spitzenzeit überrascht mich. Nach dem, was ich in amerikanischen Filmen und Serien gesehen habe, hätte ich vermutet, dass viel später diniert wird. Der Datensatz lässt sich nach Bundesstaaten aufdröseln; demzufolge versammelt man sich in Pennsylvania am allerfrühesten am Esstisch, durchschnittlich um 17 Uhr 37, was ein Kommentator im verlinkten Blog damit zu erklären versucht, dass es in Pennsylvania eine hohe Population von Amish ohne Strom gibt. Diese Annahme lässt sich mit Blick auf die nackten Zahlen kontern: In Pennsylvania leben zwar mit 23,7 % die meisten Amish der USA, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung des Staates beträgt aber nur 0,67 %, was sogar von Ohio (0,69 %) und Indiana (0,92 %) übertroffen wird, deren Essenszeiten im Mittelfeld liegen. Texas ist übrigens Schlusslicht (19 Uhr 02), geschlagen nur vom District of Columbia (19 Uhr 10). Über die Gründe kann man spekulieren. ("Is it an age thing? A sunlight thing?")

Gäbe es auf meinem Blog so etwas wie Publikumsinteraktion, würde ich jetzt fragen: Wie ist das bei euch, wann esst ihr Abendbrot? Überhaupt hätte ich gern entsprechende Daten für Deutschland.

Donnerstag, 17. April 2014

Von Tüten und Blasen

Es muss irgendwann zwischen 2011 und 2013 gewesen sein, als das Magazin ZEIT Wissen behauptete, der Durchschnittseuropäer kaufe jedes Jahr 500 Plastiktüten. Diese Zahl hielt ich für viel zu hoch angesetzt.

Gestern war in einem Artikel auf Welt online eine neue, weitaus realistischere Angabe zu erfahren:


198 Tüten also. Immer noch viel, aber glaubwürdig. Woher kam dann die Zahl 500?


Okay, die Portugiesen sind es angeblich, die "mehr als 500 Tüten" verbrauchen. Allerdings ist die Rede von "Tüten insgesamt". Wie viele davon sind Einwegtüten? Denn nur auf diese Zahl kommt es ja an, denn sie beeinflusst letztlich die mit 198 angegebene Durchschnittszahl für Europa. Möglicherweise bezieht sich diese Zahl aber gar nicht auf die Einwegtüten. Auf tagesschau.de heißt es nämlich: "198 Plastiktüten verbrauchte jeder Europäer 2010 nach Angaben der EU pro Jahr im Durchschnitt." (Fettung von mir) Das würde heißen, die Welt irrt. Oder spielt der Unterschied zwischen Plastik- und Einwegtüten keine Rolle? Warum wird dann im Beispiel Irland darauf hingewiesen?

Das Bundesumweltamt schreibt in einer Broschüre von 2013 zu diesem Komplex: "Mit dem Begriff „Plastiktüten“ sind hier alle Einwegkunststofftüten gemeint, die im Einzelhandel als Serviceverpackungen abgegeben werden, unabhängig davon, ob die Abgabe kostenpflichtig (z.B. an der Kasse im Lebensmitteleinzelhandel) oder kostenlos (z.B. für Bekleidung, Elektronik, Obst und Gemüse) erfolgt. Nicht gemeint sind Tüten oder Taschen, die, wie beispielsweise Müllbeutel, als Produkte verkauft werden oder aufgrund Ihrer Machart für den mehrfachen Gebrauch bestimmt sind." Diese Broschüre gibt für Irland übrigens den Wert 18 an; was es mit den mysteriösen zwei Nicht-Einwegtüten auf sich hat, die bei welt.de erwähnt werden, bleibt also ungeklärt. Noch rätselhafter: Den europäischen Höchstverbrauch schreibt das Umweltamt Bulgarien mit 421 Tüten pro Kopf und Jahr zu. Von Portugal und der Zahl 500 ist gar keine Rede! Ich werde die Sache weiter verfolgen müssen ...

Montag, 14. Mai 2012

Per Mausklick


Diese Google-Graphik zeigt das Auftauchen der Wendung "per Mausklick" in deutschen Nachrichtenportalen von 2004 bis heute. Ich bin weder Hellseher noch Extrapolationsexperte, doch ich meine, es besteht Hoffnung, dass die ausgeleierte Floskel "per Mausklick" in wenigen Jahrzehnten endgültig verschwunden sein wird. Die "Datenautobahn" haben wir ja auch hinter uns gelassen.