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Donnerstag, 11. Januar 2024

Rückblicks-Rückblick

Ich hatte mich ja, auch wenn sie viel zu früh kam, sehr über die statistische Auswertung meines Spotify-Jahres gefreut. Und nicht nur ich; auf eine Bilanz ihres persönlichen Medienkonsums der vergangenen zwölf Monate sind offenbar viele Menschen scharf, weswegen nun auch andere Plattformen und Dienste ähnliches anbieten. Gegen Ende 2023 erhielt ich nämlich noch individuelle Steam- und Xbox-Rückblicke, die ich der Transparenz halber gerne auszugsweise mit euch teile:



Just heute bekam ich außerdem eine E-Mail mit meinem Audible-Rückblick:




Fehlt nur noch Youtube. Das würde mich tatsächlich am brennendsten interessieren!

Dienstag, 10. Januar 2023

Prime Evil oder: Die Musik(-App) des Teufels

Ich habe im Mai 2019 meinen Unmut über Amazon Music und speziell die dazugehörige App in Worte gehüllt. Seitdem ist dieser Musikdienst nicht etwa bedienungsfreundlicher oder weniger störrisch geworden, sondern im Gegenteil noch schlechter. Ich möchte die Mangelhaftigkeit an einem Beispiel konkretisieren.

Abends im Bett höre ich eine Folge der "Drei Fragezeichen". Irgendwann werde ich müde und pausiere die Wiedergabe. Wäre es nun nicht angenehm, könnte ich das Stück am folgenden Abend genau an der Stelle, wo ich aufgehört habe, fortsetzen, so wie es etwa mit der hervorragenden Google-Podcast-App möglich ist? Nein, das geht nicht. Öffne ich die Amazon-Music-App das nächste Mal, lande ich auf der Startseite. Nun navigiere ich zu "Zuletzt" > "Song-Verlauf" und sehe immerhin, bis zu welchem Track ich gekommen bin. Ich kann jedoch – wie ich bereits 2019 monierte – nicht einfach auf diesen Track tippen, um das Hörspiel weiter zu hören, no siree! Tu ich dies, wird die Liste der zuletzt gehörten Titel irrsinnigerweise rückwärts abgespielt. Ich muss also das entsprechende Album öffnen und darin den gewünschten Titel starten. Aber erst einmal finden:


Wie man sieht, tragen die Kapitel des Hörspiels (wie auch Songs allgemein) in der Verlaufsansicht keine Nummern im Namen und sind auch sonst nicht anhand ihres Titels zu unterscheiden bzw. zu identifizieren. Den zuletzt gehörten Track muss ich somit erst öffnen, seinen vollständigen Namen im Schneckentempo unten vorbeiziehen lassen, diesen memorieren und dann im Album ausfindig machen. Doch so einfach ist das nicht. Wähle ich im Dreipunkt-Menü "Album anzeigen", passiert ... nix:


Workaround: Das Album über die Suche finden bzw. über "Finden" suchen (Lupensymbol) und öffnen. Hier von "umständlich" zu sprechen, wäre untertrieben, die App ist nach meinem Dafürhalten unbenutzbar. Eventuell könnte ich damit leben, wenn Amazon Music als Musikplattform an sich unübertrefflich wäre. Ist sie das? Schauen wir mal.

Die Empfehlungen sind, wie ich beim letzten Mal recht derb formulierte, "stets für den Arsch", Amazons "Erinnerung" scheint nicht weiter als zwei Hör-Sessions zurückzureichen. Habe ich ausnahmsweise Lust auf schottische Traditionals und lausche mal eine Stunde lang einer zufälligen Playlist, kann ich mir sicher sein, dass meine "Das könnte dir gefallen"-Leiste morgen ausschließlich aus Highland-Hymnen und Dudelsack-Compilations besteht. Und was mir auf ewig verschlossen bleiben wird: Wieso kriegen die es nicht hin, einem Interpreten eine eindeutige ID zuzuweisen? Eine meiner meistgehörten Bands ist Sadness, und auf deren Künstlerseite tauchen nach wie vor Alben von ehemaligen oder noch existierenden Projekten gleichen Namens auf, die keinen Depressive Black Metal / Blackgaze / Post Rock machen, grrr. Ein anderes Beispiel von etlichen ist das doppelte Rome, das sowohl für ein Neofolk-Projekt als auch einen RnB-Sänger steht (kurioserweise steckt hinter beidem ein Frontmann namens Jérôme/Jerome).

Noch schlimmer dran als ich sind alle, die nicht den "Unlimited"-Service abonniert haben. Wie PC Games Hardware im Dezember 2022 schreibt, hat ein größeres Update "vor ein paar Wochen" dafür gesorgt, dass, wer "Prime Music ohne Zusatzkosten nutzen möchte, [...] einzelne Musikstücke nicht mehr gezielt wiedergeben [kann]. Stattdessen gibt es nur noch einen Shuffle-Modus, der zufällig Songs abspielt. Darüber hinaus beschränkt Amazon die Wiedergabezeit zusätzlich auf maximal eine Stunde. Titel lassen sich auch nicht beliebig überspringen - damit sind Playlists fast witzlos." Und: "Ein Blick in die Android-Bewertungen zeigt, dass die App offenbar zusätzlich unter Performance-Problemen leidet, was einen Nutzer zu der Aussage verleitet, Amazon Music sei die schlechteste Musik-App überhaupt." Das heißt, die von mir geschilderten Mängel wären bloß der Tropfen auf den heißen Stein, wenn ich kein Unlimited-Abo hätte. Welches ich nun zu beenden beabsichtige. Erst im April darf ich meine Mitgliedschaft kündigen, denn ich hatte mich einst für die jährliche Zahlung (von immerhin 89 Euro!) entschieden. Bis dahin werde ich ersatzweise Spotify auf die Probe stellen. Sollte dort eine vergleichbar große Auswahl ("Die Drei Fragezeichen" sind mir am wichtigsten) sowie ein gewisser Komfort bestehen, wäre mir die werbefreie Nutzung sogar die stattliche Jahresgebühr von 99 Euro wert.

Donnerstag, 25. November 2021

Blattmacher und Glattmacher

In der FAZ erschien heute diese Anzeige:


Als ich das sah, hatte ich Fragen. Na, eigentlich nur eine Frage: Warum? Was bewegt den Weltkonzern Amazon dazu, an prominenter Stelle, nämlich auf Seite 5 des Wirtschaftsteils, für 80.410 Euro* darauf aufmerksam zu machen, dass man beim Kauf eines verdammten Glätteisens diese Woche 20 Prozent sparen kann? Richtigerweise ja "bis zu 20 %", also nicht einmal sensationell viel. Warum keine Collage mit mehreren Hammer-Schnäppchen zeigen, warum statt einer Auswahl an technischen Geräten dieses eine spezielle Produkt vorstellen? Hat man sich tatsächlich zusammengesetzt und entschieden: "Wir müssen unsere Black-Friday-Aktion bewerben, denn es haben noch nicht genügend Leute mitbekommen, dass wir diese Woche ohne Ende Rabatte gewähren. Einen richtigen Burner brauchen wir, ein Zugpferd, für das die garantiert überdurchschnittlich hairstyling-affine Leserschaft der FAZ sofort ihre Lektüre unterbrechen und bei uns vorbeisurfen wird!"? Bei der Besprechung in der Marketingabteilung hätte ich gerne Mäuschen gespielt. Oder war es die alleinige Entscheidung einer Einzelperson? In diesem Falle: Glückwunsch!

* Das ist indes nicht der teuerste Werbeplatz. Eine ganzseitige Anzeige auf S. 3 im Wirtschafts- oder S. 5 des Politikteils der Samstagsausgabe schlägt mit 88.760 € zu Buche.

Freitag, 12. Februar 2021

Betr.: Palindromtag, Milch, Friends, Katzenfrau

In diesem Moment geht er zu Ende, ein ganz besonderer Tag. Das Datum 12.02.2021 ergibt nämlich rückwärts gelesen, mit leicht veränderter Punktsetzung, dasselbe! Das letzte "Ereignis" dieser Art (02.02.2020) habe ich ignoriert, und auch das nächste (22.02.2022) soll in diesem Blog keine Erwähnung finden.

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In meiner Aufzählung real existierender und fiktiver Milche fehlten damals einige Sorten, die es meines Wissens noch nicht gab und die zu erfinden mein Gehirn nicht vermochte: Haselnussmilch (lecker), Cashewmilch (dito) und Erbsenmilch (zu erbisg). Nun lese ich im Zeit-Magazin dies: "Das musste ja kommen: Jetzt gibt es auch noch Pistazienmilch, zum Beispiel von der Firma Táche. Welche Nuss wurde eigentlich noch nicht gemolken?"
Ich gebe die Frage weiter und setze Pistazienmilch auf meine To-drink-Liste.

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Bei Amazon Prime Video gibt es die Kategorie "Könnte es noch nostalgischer sein?", in der Filme und Serien mit Nostalgie-Faktor versammelt sind. Neulich fand ich nach einer unerklärlichen Umstellung des Sprachprofils heraus, dass diese Rubrik auf englisch "Could this BE more nostalgic?" heißt – eine klare Anspielung auf die Serie "Friends", in der Matthew Perry alias Chandler Bing regelmäßig rhetorische Fragen nach dem Muster "Could [x] be more [y]?!" stellte. Das, nun ja, etwas Bittersüße daran ist, dass die Nostalgie-Sitcom "Friends" gar nicht mehr Teil des Prime-Angebots ist. Seit Anfang des Jahres läuft sie bei Netflix, wie schon 2018 bis 2019; davor sowie 2020 lagen die Rechte bei Amazon, soweit ich weiß. Wohl dem, dem dieses Hin und Her egal sein kann, weil er sämtliche Staffeln auf dem Retro-Medium DVD besitzt (und nie mehr anschauen wird) (wie ich) ...

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An der Kasse bei Rewe stand hinter mir eine Frau in einem Leopardenfellmuster-Mantel, einer Leopardenfellmuster-Hose und mit einem ebensolchen Schal, dazu trug sie eine Leopardenfellmuster-Tasche sowie einen Mundschutz mit dem Aufdruck des Gesichts einer Großkatze. Ich war so gebannt von dem Anblick, dass ich nicht merkte, wie der Kassierer einen Teil meines Einkaufs der Kundin vor mir zuschlug.
So was gibt's nur in Frankfurt, was? Falsch! Das war in Berlin.

Mittwoch, 23. Dezember 2020

Das Rätsel der verschwundenen Ziffer

Auf der Startseite von Prime Video sah ich einen Thumbnail, der mich stutzen ließ:


"Der dreite Krieger"? Das kann doch unmöglich als Plakat oder als Ankündigungsbild durchgegangen sein, dachte ich mir. Ich öffnete die Filmbeschreibung, und dort wurde die korrekte Version sichtbar:


Was war da passiert? Das Vorschaubild wurde ganz offensichtlich nicht automatisch generiert, es muss von einem echten Menschen erstellt worden sein. Wie konnte dieser Person einfach so eine 1 abhanden kommen? Man sollte doch meinen, dass Amazon für Qualitätssicherung dieser Art noch den einen oder anderen Dollar locker machen kann ...

Montag, 25. Mai 2020

Von Grimsby nach Waterloo

Nach dem ausführlichen und für viele sicher ermüdenden Exkurs in die Welt der g.G. (eigene Abk.) möchte ich heute nur einige Zeilen zum leicht verdaulichen Thema Kriminalliteratur dalassen; auch weil ich nach einem mit Mühsal und abermaligem Computer-Ärger beladenen Tag allenfalls durchschnittlich starke Schreiblust verspüre.
Also: Das Fischer-Taschenbuch mit den Kriminalgeschichten von Dorothy Sayers, das ich aus dem Nidderauer Bücherschrank gezogen hatte, bereitete mir vergnügliche Lesestunden. Dabei fing es gar nicht gut an: Die erste Geschichte, "In vino veritas", war so dröge, dass ich sie nach wenigen Seiten abbrach. Zum Glück zwang ich mich zum Durchhalten, denn der zweite Fall, "Das Drachenhaupt", erinnerte an frühe "Drei Fragezeichen"-Erzählungen und sprühte vor blumiger Sprache und Lebendigkeit der Charaktere. Numero 3 ("Die verräterischen Schritte") erwies sich als handwerklich befriedigendes, aber aus heutiger Sicht arg konventionelles Whodunit, dessen Lösung ich leider beizeiten erriet. Der vierte Fall, "Die Leopardendame", war für mich der makabre Höhepunkt und stach mit seiner wickedness heraus wie Shirley Jacksons herrlich-fiese Short story "The Witch". Die fünfte und letzte Geschichte drehte sich um einen "Verdacht", der sich dem Leser schneller aufdrängt als der Hauptfigur, aber am Ende mit einem netten Dreh aufwartet. Nebenbei geht es dann um die Stadt Grimsby, die ich bisher nur aus der Sacha-Baron-Cohen-Komödie kannte.
Grimsby als Ortsnamen gibt es auch in Kanada und den USA und ist damit lange nicht so verbreitet wie Waterloo, das nicht nur der inoffizielle russische Name (Ватерлоо) der antarktischen King George Island, sondern auch in Neuseeland, Sierra Leone und Australien zu finden ist. In Letzterem sogar mehrfach, und in keinem davon, sondern in einem fiktiven "Waterloo" spielt der Krimi "Leiser Tod" von 2013 (auf deutsch erst 2018 erschienen). Es ist der erste Roman von Garry Disher, den ich lese, was ich nicht nur tue, weil das Feuilleton vergangenes Jahr bzgl. "Kaltes Licht" voll des Lobes war. Der Amazon-User "Manni Möllers" hat mich letztlich mit seiner Rezension "Buch" überzeugt: "ok"; 5 Sterne.

Freitag, 19. Juli 2019

Traumprotokoll: Bestandsanzeige

Im Traum hat die Amazon-Shopping-App ein praktisches Feature eingeführt: Für jedes Buch, das man auf seiner privaten Einkaufsliste hat, kann man sich die am nächsten gelegene Bibliothek anzeigen lassen, in der gerade ein entsprechendes Exemplar ausleihbar ist. Ich befinde mich unweit von einer Bücherei und möchte wissen, ob ein bestimmtes Buch dort vorrätig ist. Leider ist das mobile Netz so schlecht, dass die Karte, auf der normalerweise die Standorte von Interesse als blaue Punkte aufscheinen, nicht aufgebaut werden kann.

Hintergrund: Ich habe bei Amazon neben meinem (öffentlichen) Wunschzettel eine "Einkaufsliste" angelegt, auf der ich Bücher und sonstige Medien speichere, die ich mir nicht zu kaufen oder schenken zu lassen brauche, weil es sie – das habe ich jeweils vorher ermittelt – in einer städtischen Bibliothek gibt. Es ist also weniger eine Einkaufs- als eine "Was ich mir irgendwann mal ausleihen muss"-Liste. Da ich glücklicherweise Zugriff auf die Bibliotheksbestände von Frankfurt, Berlin und Dresden habe, komme ich tatsächlich oft in die Situation, dass ich mich frage: Hm, gab es dieses Buch jetzt hier oder nicht? Ich schätze jedoch, dass Amazon kaum Interesse daran hat, dass jemand etwas nicht über Amazon bestellt, und das mit einer Appfunktion unterstützt.

Nach dem Traum fällt mir ein, dass man die Posten auf seinen Amazon-Listen auch mit Kommentaren versehen kann – z.B. mit Vermerken, wo es was gibt.

(parallel im Techniktagebuch veröffentlicht)

Freitag, 24. Mai 2019

Unlimited frustration

Inzwischen nutzen ja alle Menschen Spotify, jawohl, alle Menschen. Außer ich. Weil ich Amazon-Fan und Prime-Kunde bin, habe ich auf das Pferd "Amazon Music Unlimited" (das vormals "Prime Music" hieß, soweit ich mich erinnere) gesetzt und höre darüber die meiste Musik.

Doch ein kurzer rant sei mir gestattet: Dieser Musikdienst, und im Speziellen die dazugehörige App, ist das Schlechteste an ganz Amazon! Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll. Die Suchfunktion taugt nichts! Gibt man den Namen einer Band ein, tauchen manchmal irgendwelche Alben mit Titeln, in welchem Bestandteile des Bandnamens vorkommen, noch vor Releases nämlicher Band auf. Die Synchronisierung ist oft fehlerhaft. Sollte die Anwendung im Browser ausnahmsweise wissen, bis wie weit ich beim letzten Mal mit der App gehört habe, bringt es nichts, auf den zuletzt gehörten Titel zu klicken, weil sodann alles, was man bis dahin gehört hat, wiedergegeben wird; entsprechende Alben werden mithin in umgekehrter Track-Reihenfolge gespielt. Pausiert man ein Stück, kann man beim nächsten Öffnen der App nicht an der pausierten Stelle weiterhören, sondern wird an den Anfang zurückgeworfen. Das handling und die ganze usability ist unintuitiv und macht einfach keinen Spaß. Bei Alben gibt es die Funktionen "Zu Meine Musik hinzufügen", "Zur Playlist hinzufügen" und "Zur Wiedergabeliste hinzufügen": WO IST DA DER UNTERSCHIED? Die Empfehlungen sind stets für den Arsch; noch nie habe ich auf diese Weise etwas Interessantes entdeckt (Oh, wie ich die goldenen last.fm-Zeiten vermisse!).

Immerhin die Auswahl von Interpreten ist recht ordentlich, und ich vertraue darauf, dass Amazon an einer Verbesserung arbeitet.


Samstag, 9. September 2017

Unboxing

Vor knapp zwei Monaten habe ich bei Amazon die "Amazon Surprise Box" bestellt. (Dies ist kein gesponsorter Beitrag; das Angebot gibt es mittlerweile eh nicht mehr.)


Mit der Beschreibung "Staff Picks aus dem Bio & Clean Eating Store", "Thema: Gesunde-Food Trends und bewusste Ernährung" sowie "Lassen Sie sich von Snacks, Getränken und Kochzutaten überraschen" haben sie mich natürlich gekriegt. Die Überraschungsbox enthielt zehn Waren "im Wert von über 50 EUR" und kostete 24,99 €. Welche Produkte das bei mir im einzelnen waren, möchte ich euch zeigen. Seid ihr schon aufgeregt?


Lobenswert war schon mal, dass "für die Verpackung dieser Box [...] recyclebare Materialien verwendet" wurden. Hier nun die Produkte.
- Biomond Leinsamenmehl: Ich weiß nicht so recht, was ich damit anfangen soll. Na gut, wenn mein herkömmliches Weizenmehl alle ist, werde ich diese glutenfreie Alternative vielleicht zum Backen verwenden. Leider backe ich selten.
- Veganz Coconut Chips Cacao: Chips aus geröstetem Kokosnussfruchtfleisch. Lässt sich so wegknabbern.
- Tropicai Kokosblüten Vinaigrette: Noch nicht ausprobiert, aber es ist nie verkehrt, eine ausgefallene Vinaigrette im Haus zu haben.
- Vitam Hokkaido-Kürbis-Aufstrich: Geht immer.
- Spacebar veganer Landjäger: Knacker- oder Wiener-Imitationen würde ich mir nicht unbedingt kaufen, aber diese Seitan"wurst" war okay, zudem recht nahrhaft.
- Garofalo Spaghetti (glutenfrei): Auf Mais-, Reis- und Quinoabasis; ich hatte nix daran auszusetzen.
- Primal Pantry Paleo Riegel: Ich habe schon weitaus schmackhaftere Rohkostriegel verputzt, aber der hier hat wenigstens schön satt gemacht.
- Kreta Natura Olivenöl: Vermutlich das wertvollste Teil in der Auswahl. Ich hab's verschenkt.
- Eisblümerl Studentenfutter Aufstrich: Bereits hier vorgestellt.
- Veganz Weizengras-Pulver: Habe ich ebenfalls noch nicht angerührt, ich fürchte aber, dass dieser chlorophyllhaltige Smoothie-Aufpimper dem "Superfood" Moringa stark ähnelt, weswegen ich ein bisschen Angst davor habe.

Gesamturteil: Interessante Mischung für Experimentierfreudige, bei der man Geld spart, das man am Ende ohnehin nicht ausgegeben hätte. Bei vier hervorragenden (Aufstriche, Öl, Vinaigrette), vier ganz netten (Chips, Spaghetti, Riegel) und zwei potentiell ungenutzt bleiben werdenden Produkten (Mehl, Pulver) würde ich dennoch sagen, dass sich dieser Blindkauf gelohnt hat.

Sonntag, 8. November 2015

Scheidende Scheiben

Eigentlich wollte ich heute die jährliche Einkommensübersicht für meinen Steuerberater erstellen, aber jetzt prokrastiniere ich lieber: nämlich indem ich Audio-CDs digitalisiere und darüber schreibe. Bei den Audio-CDs handelt es sich um gebrannte Musikalben, die ich ab sofort nicht mehr in der Wohnung verstauben lassen will. Zu dieser Entscheidung bin ich gelangt, als Amazon vor ein paar Tagen "Prime Music" einführte, einen Streamingdienst, den ich als Prime-Kunde kostenlos nutzen kann. Das Angebot umfasst nicht nur langweiligen Mainstream, sondern auch Musik, die mir zusagt und/oder solche, die ich bereits besitze. Das ist in jenen Fällen leicht ärgerlich, wo ich für diese Musik bereits bezahlt habe (was seit ein paar Jahren mein Standard der Musikbeschaffung ist); teils betrifft es aber auch Alben, die ich als illegal gerippte CDs im Regal stehen habe. Und weil ich die nun in den Müll schmeißen kann, nutze ich die Gelegenheit, auch die nicht bei Amazon verfügbaren Alben zu entsorgen – nicht ohne sie vorher (so sie mir überhaupt noch gefallen) als MP3s auf meinem Rechner zu speichern. Original-CDs behalte ich freilich. Wie ich mit Zeug verfahre, das ich bereits auf der Festplatte liegen habe und das nun bei "Prime Music" zur Verfügung steht, weiß ich noch nicht. Wahrscheinlich lösche ich es einfach, denn Amazon wird die Alben schon nicht einfach wieder aus seinem Sortiment nehmen, oder? Oder? Wann habe ich eigentlich zum letzten Mal ein Album auf CD gebrannt? Das muss gut zehn Jahre her sein. Wann ich zum letzten und zum vorletzten Mal physische Audiodatenträger gekauft habe, ist ja hinreichend dokumentiert. (Nebenanmerkung zum Komplex Amazon & Musik hier.)

Dienstag, 19. Mai 2015

Die drei Fragezeichen und die irrsinnige Preisgestaltung

Nach fast genau drei Jahren habe ich mir wieder zwei CDs gekauft! CDs! Der Grund: Wie von einer Kollegin im Techniktagebuch geschildert, sind physische (Musik-)Alben bei Amazon bisweilen billiger als der MP3-Download – den man dank "AutoRip" kostenlos mit dazu erhält. 


Die CDs sind noch eingeschweißt. Soll ich sie öffnen? Oder reklamieren, hihi? Geht das überhaupt? Die digitalen Versionen besitze ich ja bereits. Naja, vielleicht verlose ich die zwei Alben zu Weihnachten.

Mittwoch, 4. Februar 2015

Neulich bei Amazon gesehen


"... für Dummies"-Bücher gibt es bekanntermaßen so einige. Die zwei oder drei oder vier, die ich gelesen habe, waren tatsächlich didaktisch und lernkurventechnisch gut aufbereitet. Hier bringt allerdings schon der Titel mein Gehirn zum Taumeln. Ist das "Internet für Senioren" ein spezieller Teil des Internets, welcher der Zielgruppe (Dummies) nähergebracht werden soll? Oder sind Senioren die Zielgruppe? Oder soll man hier lernen, wie man Senioren das Internet erklärt? Gibt es bald "'... für Dummies'-Bücher für Dummies"? Sorry, das ist mir eine Ecke zu meta.

Mittwoch, 23. April 2014

Zum Welttag des Buches

1. "Darm mit Charme", 2. das BGB, 3. "Deutschland von Sinnen", 5. "Weber's Grillbibel": Wer seine Klischeevorstellung vom Deutschen als fleischfressenden, analfixierten Querulanten-Nazi bestätigt wissen möchte, braucht nur einen Blick auf die Top 5 der Amazon-Bestsellerliste zu werfen (Stand: 23.4., 16 Uhr). Einzig auf Platz 4 hat sich mit "Hundert Jahre Einsamkeit" ein nicht so ganz in das Bild passendes Buch verirrt.

Versöhnen sollte uns dann aber die Tatsache, dass heute außerdem der Tag des deutschen Bieres gefeiert wird. Prost!

Donnerstag, 27. Februar 2014

Techniktagebuch: Amazon Prime

Ich habe beschlossen, fortan alle technikbezogenen Blogposts unter der Überschrift und dem Tag "Techniktagebuch" zu veröffentlichen.

Gerade lese ich folgenden Eintrag im Originalblog: "Ich lasse mich von Amazon mit ihrem neuen 'Amazon Prime Instant Video' locken, Amazon Prime 30 Tage kostenlos zu testen. Dann hätte ich superschnellen Versand, Kindle-Bücherei (ein Buch im Monat, na ja) und Video on Demand von Amazon. Ich verspreche mir sehr viel von einem Video on Demand von Amazon, weil, nun ja, Amazon halt. Als ich dann endlich das Angebot durchstöbern darf, bin ich schwer enttäuscht. [...] Unter diesen Umständen nutzt mir Amazon Prime jetzt auch nicht wirklich viel und ich werde wohl nach den 30 Tage Testphase wieder kündigen [...]."

Ja, ich habe mich ebenfalls von dem 30-Tage-Deal ködern lassen. Den Videodienst habe ich gestern ausprobiert. Tatsächlich ist das Angebot an Filmen und Serien eher medioker; am Ende habe ich – fast schäme ich mich – eine Folge von "Being Erica" geschaut. Gut ist, dass man mit der Streamingplattform etliche Geräte verbinden kann – theoretisch: Für die Benutzung der Amazon-Video-App auf der Xbox benötigt man Gold-Status, und für meinen Samsung-"Smart"-Fernseher bräuchte ich einen Wlan-Dongle (warum ist das nicht integriert?). Sehr enttäuschend ist auch die Kindle-Leihbücherei. Da gibt es so gut wie nichts Interessantes; das meiste sind obskure, überraschend oft pornographische, Publikationen im Eigenverlag. Um irgendetwas auszuleihen, habe ich schließlich ein vegetarisches Kochbuch runtergeladen. (Rezepte auf'm Kindle lesen, macht das jemand???)

Ob ich es schaffe, die Prime-Mitgliedschaft nach der Testphase zu kündigen, bezweifle ich aber. Meine Bequemlichkeit in Kombination mit der doch recht niedrigen Gebühr von 29,- € im ersten Jahr wird mich wohl für ewig an das Unternehmen binden. Und der dadurch mögliche Blitzversand ist ja auch ganz nett.