In der gestrigen Ausgabe von "Aktenzeichen XY ungelöst" wurde wie so oft das rekonstruierte Gesicht einer Leiche gezeigt. Neu war dabei, dass neben dem Foto der Hinweis "KI-bearbeitet" stand. Rudi Cerne erklärte, das Bild sei "mit Hilfe Künstlicher Intelligenz ein wenig retuschiert" worden. Da sage ich: Okay, das ist doch mal ein sinnvoller Einsatz moderner Software! Ich könnte mir vorstellen, dass KI mittlerweile nicht nur in der Lage ist, zu berechnen, wie ein unidentifizierter Toter zu Lebzeiten ausgesehen haben könnte (ich bin mit der Formulierung bewusst vorsichtig), sondern auch Personen, die seit langer Zeit vermisst werden oder untergetaucht sind, "altern" zu lassen – ihr wisst schon, die berühmte Fahndungsphrase "Inzwischen könnte die Gesuchte so aussehen."
Donnerstag, 23. Januar 2025
Dienstag, 14. November 2023
Das fetzt nicht wirklich
Donnerstag, 9. Dezember 2021
Kurz notiert: Lass
In der vorletzten Ausgabe von "Aktenzeichen XY ungelöst" lief ein Filmbeitrag über einen Fall vom Anfang der 1990er-Jahre. In einer Szene stand eine Gruppe junger Frauen vor einer Diskothek, und eine von ihnen sagte: "Lass reingehen!" Ich bin mir zu 99 % sicher, dass Phrasen mit "Lass ...!" – man spricht dabei übrigens von einem periphrastischen Adhortativ – damals selbst in den sprachprogressivsten Milieus noch nicht unter Auslassung von "uns" geäußert wurden. Klar: Heute tilgt man sogar bei zwei aufeinander folgenden "uns" gleich alle beide; aus "Lass uns uns treffen" wird immer häufiger "Lass treffen", und bestimmt ist irgendwo im deutschen Sprachraum schon mal der Satz "Lass scheiden!" gefallen.
Bei einer entsprechenden Google-Suche stößt man schnell auf einen Beleg bei Grillparzer, welcher in seinem Trauerspiel "König Ottokars Glück und Ende" von 1825 (!) einmal ein Reflexivpronomen unter den Tisch hat fallen lassen ("Laß uns eignen Wertes freuen"), aber erstens war der Österreicher, zweitens mag das dichterische Freiheit gewesen sein. "Lass"-Sätze ganz ohne "uns" kann ich mir jedenfalls vor (gefühlt) dem Jahr 2005 nicht vorstellen.
Donnerstag, 14. Juli 2016
Herzliches bei Leid. Eine Gewissensfrage
Schwierig, so schwierig, das alles! Aber wem ist denn geholfen, wenn man immer nur sauertöpfisch und leidend vor dem Bewegtbildmedium sitzt?
Sonntag, 5. Mai 2013
Aktenzeichen XY – Die Seifenoper
Anm.: Ich bin gerade erst dabei, in die Untiefen von Adobe Premiere Pro einzutauchen. Falls es einen zweiten Teil der XY-Soap geben sollte, werde ich hoffentlich mit etwas mehr videoschneiderischem Know-how aufwarten können.

