Dienstag, 15. Oktober 2013
Irrwege der Verpackungsindustrie
Ausnahmsweise stelle ich das Bild, um das es erst später gehen soll, an den Anfang dieses Blogeintrags. Denn wenn ich es an das Ende hänge, werden die Lesenden immer wieder ebendort hinschielen und sich nicht mehr auf den Text konzentrieren. Also: Gleich erkläre ich, was es damit auf sich hat, aber zuerst muss ich ausholen.
In der DDR war die Standardverpackung für Milch eine wabbelige Plastiktüte. Davon schnitt man eine Ecke ab, worauf sich die Milch aus dem schlauchartigen Teil ungestüm ergoss; das spielt übrigens eine Rolle in der ersten Story der Kurzgeschichtensammlung Lexikon der Angst von Annette Pehnt (Lesetipp!). Wie sollte man nun so eine "angeschnittene" Milchtüte aufbewahren? Ganz einfach, dafür gab es oben abgeschrägte und offene, zylinderförmige Spezialbehältnisse! (Man hätte die Milch natürlich auch in eine Flasche umschütten können.) Irgendwann wurde es den Menschen zu bunt, sie gingen auf die Straße und riefen: "Wir wollen Tetrapaks!" Der Rest ist Geschichte – teilweise! Denn Tütenmilch wurde auch noch nach dem Ende der DDR jahrelang weiterverkauft, zumindest in ausgewählten Märkten. Ein Klassenkamerad von mir transportierte bis zur 10. Klasse sein Pausenbrot in (immer wieder neuen) leeren Milchtüten, wofür er entsprechend gehänselt – heute würde man "gemobbt" sagen – wurde.
Jedenfalls der reine Wahnsinn, Milch in Tüten. Dass man Fleur de Sel oder andere (scheinbar!) "bessere" Salze im Glas ausliefert: geschenkt. Dass man aber das, was man naheliegenderweise in Gläser tut, gelegentlich eben nicht in Gläser tut, ist ein Unding. Und damit komme ich zu obigem Bild. Die "Bittere Orangen Marmelade" von Schwartau kommt nämlich nicht im Glas daher, sondern in der Dose! Einer Blechdose, die nicht von einem Deckel verschlossen wird, sondern von – ha! – "leicht abziehbarer Folie". Eine Hygienekatastrophe hoch 10. Was kommt als nächstes? Marmelade im Schuh? Aprikosen in den Hosen? Senf in Flaschen? Zahnpasta in Büchsen? Warum nicht, immerhin gibt es bereits "Rügenwalder Mühlen Frikadellen" im Becher.
PS: Wenn man sich umhört, wird man nur sehr wenige Menschen finden, die bitterer Orangenmarmelade mit Stückchen drin etwas abgewinnen können. Ich mag das Zeug, sue me!
Sonntag, 13. Oktober 2013
"Sollen sie doch am Kuchen ersticken!" – Eine Hetzschrift wider das vermaledeite Adelspack
Adel, wie, was? Das gibt's doch bei uns gar nicht mehr! werden manche jetzt denken. Eben! Und doch wird immer noch so getan, als wäre der Adelsstand nie abgeschafft worden, als hätten hochtrabende "Titel" eine über den Namensbestandteil hinausgehende Bedeutung. Zwar durften Herrschaftstitel, die vor dem Inkrafttreten der Weimarer Reichsverfassung 1919 erworben wurden, behalten werden; Personen, die diese Regelung betrifft, dürfte es heute nur noch in verschwindend geringer Zahl geben. Doch selbst Nachgeborene schmücken und schmückten sich – siehe meine FAZ-Todesanzeigensammlung – mit den schiIlerndsten Titeln und Prädikaten. In Österreich war man in dieser Beziehung strenger, da wurden selbst die "von"s getilgt; der 2011 gestorbene Kaisersohn hieß dort ganz bescheiden Otto Habsburg. (Dafür hat sich in Österreich quasi als Ersatz eine akademische Titelgeilheit breitgemacht. Sich den "Mag." in den Ausweis eintragen zu lassen ist dort etwas Selbstverständliches.)
Freilich ist es möglich, auch hierzulande seine standesgemäßen Namensteile einfach unter den Tisch fallen zu lassen (vgl. z.B. die auch sonst sehr okaye Jutta Ditfurth, geb. von Dithfurth). Die Namen sind ja auch gar nicht das Beanstandenswerte. Das Schlimme ist, dass sich "Adelige" nach wie vor privilegiert vorkommen. Sie meinen, weil sie qua Geburt über gewisse Geldmengen und Liegenschaften verfügen und über zehn Ecken mit europäischen Monarchen verwandt sind, hätten sie irgendwelche Sonderrechte oder gar -pflichten, wie etwa das Veranstalten von "Charity-Events", i.e. pompöse Fressgelage, wo veruntreubare "Spenden" gesammelt und Glamour simulierende Partyfotos für die Gala geschossen werden. Die tatsächlich existierende "Vereinigung der Deutschen Adelsverbände" hat übrigens nicht weniger als 25.000 Mitglieder.
Blaublütler mit allzu viel Tagesfreizeit sehen sich sogar dazu berufen, höhere Aufgaben zu übernehmen, und dann wird's richtig widerlich. FDP-Urgestein Otto Graf Lambsdorff: wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Der einstige Hoffnungsträger der Union Karl-Theodor zu Guttenberg: ein ausgemachter Schmierlappen, Kriegstreiber und Betrüger. In Regensburg, erfuhr ich aus erster Hand, läuft praktisch gar nix ohne die irre Gloria von Thurn und Taxis; sogar ein "fürstliches Forstamt" regelt dort völlig unabhängig vom deutschen Amtsapparat sämtliche Wild- und Wald-Angelegenheiten. Im Freistaat Sachsen hat die anämische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer gerade das Okay für die Streichung von 57 Studiengängen gegeben.
Es lassen sich nicht einmal nennenswerte historische Verdienste des deutschen Adels verzeichnen. Die eigentlichen Regiertätigkeiten haben stets Berater, Minister und Sekretäre übernommen. Zeitgenössische Dramen und Operetten geben einen guten Einblick ins höfische Leben: Den ganzen Tag waren die royalen Nichtsnutze damit beschäftigt, in zentnerschweren Kitschklamotten wie blödsinnig herumzutänzeln, Bändchen zu schwingen und "Hoppsasa!" zu jauchzen. Dazwischen wurde geschmaust, gesoffen, geblutschändet und auf den Fußboden geschissen.
Deutscher Plebs, ich ruf dir zu: Lasst uns endlich "unser" 1789 nachholen, diesmal richtig! Und wenn der letzte Regenbogenpressen-Star enteignet, geteert und gefedert ist, sind jene dran, die noch verkommener und würdeloser sind als die Adeligen selbst: die Adelsexperten.
Freilich ist es möglich, auch hierzulande seine standesgemäßen Namensteile einfach unter den Tisch fallen zu lassen (vgl. z.B. die auch sonst sehr okaye Jutta Ditfurth, geb. von Dithfurth). Die Namen sind ja auch gar nicht das Beanstandenswerte. Das Schlimme ist, dass sich "Adelige" nach wie vor privilegiert vorkommen. Sie meinen, weil sie qua Geburt über gewisse Geldmengen und Liegenschaften verfügen und über zehn Ecken mit europäischen Monarchen verwandt sind, hätten sie irgendwelche Sonderrechte oder gar -pflichten, wie etwa das Veranstalten von "Charity-Events", i.e. pompöse Fressgelage, wo veruntreubare "Spenden" gesammelt und Glamour simulierende Partyfotos für die Gala geschossen werden. Die tatsächlich existierende "Vereinigung der Deutschen Adelsverbände" hat übrigens nicht weniger als 25.000 Mitglieder.
Blaublütler mit allzu viel Tagesfreizeit sehen sich sogar dazu berufen, höhere Aufgaben zu übernehmen, und dann wird's richtig widerlich. FDP-Urgestein Otto Graf Lambsdorff: wegen Steuerhinterziehung verurteilt. Der einstige Hoffnungsträger der Union Karl-Theodor zu Guttenberg: ein ausgemachter Schmierlappen, Kriegstreiber und Betrüger. In Regensburg, erfuhr ich aus erster Hand, läuft praktisch gar nix ohne die irre Gloria von Thurn und Taxis; sogar ein "fürstliches Forstamt" regelt dort völlig unabhängig vom deutschen Amtsapparat sämtliche Wild- und Wald-Angelegenheiten. Im Freistaat Sachsen hat die anämische Wissenschaftsministerin Sabine von Schorlemer gerade das Okay für die Streichung von 57 Studiengängen gegeben.
Es lassen sich nicht einmal nennenswerte historische Verdienste des deutschen Adels verzeichnen. Die eigentlichen Regiertätigkeiten haben stets Berater, Minister und Sekretäre übernommen. Zeitgenössische Dramen und Operetten geben einen guten Einblick ins höfische Leben: Den ganzen Tag waren die royalen Nichtsnutze damit beschäftigt, in zentnerschweren Kitschklamotten wie blödsinnig herumzutänzeln, Bändchen zu schwingen und "Hoppsasa!" zu jauchzen. Dazwischen wurde geschmaust, gesoffen, geblutschändet und auf den Fußboden geschissen.
Deutscher Plebs, ich ruf dir zu: Lasst uns endlich "unser" 1789 nachholen, diesmal richtig! Und wenn der letzte Regenbogenpressen-Star enteignet, geteert und gefedert ist, sind jene dran, die noch verkommener und würdeloser sind als die Adeligen selbst: die Adelsexperten.
Freitag, 11. Oktober 2013
Albernes zum Wochenschluss
Kleine Kulturgeschichte des Brummkreisels
Der Brummkreisel ist überraschenderweise eine zentraleuropäische Schöpfung und findet erstmals im Hildebrandslied, einem deutschen Heldenepos aus dem 9. Jahrhundert, als brumon-krîzel Erwähnung. Über die Jahre hinweg entwickelte sich dieses reizende Kinderspielzeug zu einer Wertanlage, die in keinem besseren Haushalt fehlen durfte. Im späten Mittelalter trat der Brummkreisel seinen Siegeszug in Kaukasien, der südlichen Ägäis und dem Hochland von Tibet an. Nicht nur die Kleinsten mochten inzwischen damit spielen, nein, sogar gepuderte Hofdamen ließen die handbemalten Blechteile um die plissierten Röcke kreiseln. Und es durfte sich nicht Ritter nennen, wer nicht mindestens einen Brummkreisel bei einer Schlacht mit sich führte. Auch in vielen Herrscherdynastien der Alten Welt gehört ein Brummkreisel seit jeher neben Zepter und Reichsapfel zum symbolischen Zubehör des Oberhauptes. Otto der IV. von Braunschweig, heißt es, besaß eine Sammlung von immerhin 400 Exemplaren. Die im Jahre 1198 verfassten "Brummkreisel-Statuten" ermächtigten die Hälfte davon zu offiziellen Beratern des mittlerweile vor Demenz und Syphilis siechenden Kaisers. Auch die Französin Katharina von Medici war vernarrt in die drehenden Geräte, wenngleich ihre Passion vornehmlich in der durch eine delikate Zweckentfremdung gewonnenen Lustverschaffung begründet lag.
Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären: dem Aufbau des Brummkreisels. Oben beginnend, besteht er aus einem Knöffel und der Latze. Ganz unten, also das, worauf der Kreisel steht, das ist die Zeixel oder auch der Flimmfuß. Durch das gleichmäßige und schnelle Pumpen des Knöffels lädt sich der Hohlkörper mit Druckluft auf. Wir nennen diesen Vorgang Walken, einige Vertreter der alten Mannheimer Kreiselschule sagen noch Druggen dazu. Den so entstandenen Pumpdruck bezeichnet man als Trempelscherfe. Diese wird mit dem Loslassen des Knöffels durch einen winzigen Kanal im Innern, der Wuhse, eingesaugt und in Kreiselkraft, in Quätsche, umgewandelt. Und voilà!, der Brummkreisel dreht sich, er rotiert, er kreiselt. Seit Anbruch des High-Tech-Zeitalters gibt es Versuche, den Brummkreisel mittels Fiberglas-Technologie zu einem Kommunikationsgerät zu entwickeln. Auch im militärischen Bereich wurde er – leider – zum Objekt der Wissenschaft. Im Vietnamkrieg beispielsweise fand er als Boobie Trap Verwendung.
(geschrieben 2003)
Der Brummkreisel ist überraschenderweise eine zentraleuropäische Schöpfung und findet erstmals im Hildebrandslied, einem deutschen Heldenepos aus dem 9. Jahrhundert, als brumon-krîzel Erwähnung. Über die Jahre hinweg entwickelte sich dieses reizende Kinderspielzeug zu einer Wertanlage, die in keinem besseren Haushalt fehlen durfte. Im späten Mittelalter trat der Brummkreisel seinen Siegeszug in Kaukasien, der südlichen Ägäis und dem Hochland von Tibet an. Nicht nur die Kleinsten mochten inzwischen damit spielen, nein, sogar gepuderte Hofdamen ließen die handbemalten Blechteile um die plissierten Röcke kreiseln. Und es durfte sich nicht Ritter nennen, wer nicht mindestens einen Brummkreisel bei einer Schlacht mit sich führte. Auch in vielen Herrscherdynastien der Alten Welt gehört ein Brummkreisel seit jeher neben Zepter und Reichsapfel zum symbolischen Zubehör des Oberhauptes. Otto der IV. von Braunschweig, heißt es, besaß eine Sammlung von immerhin 400 Exemplaren. Die im Jahre 1198 verfassten "Brummkreisel-Statuten" ermächtigten die Hälfte davon zu offiziellen Beratern des mittlerweile vor Demenz und Syphilis siechenden Kaisers. Auch die Französin Katharina von Medici war vernarrt in die drehenden Geräte, wenngleich ihre Passion vornehmlich in der durch eine delikate Zweckentfremdung gewonnenen Lustverschaffung begründet lag.
Womit wir auch schon beim nächsten Thema wären: dem Aufbau des Brummkreisels. Oben beginnend, besteht er aus einem Knöffel und der Latze. Ganz unten, also das, worauf der Kreisel steht, das ist die Zeixel oder auch der Flimmfuß. Durch das gleichmäßige und schnelle Pumpen des Knöffels lädt sich der Hohlkörper mit Druckluft auf. Wir nennen diesen Vorgang Walken, einige Vertreter der alten Mannheimer Kreiselschule sagen noch Druggen dazu. Den so entstandenen Pumpdruck bezeichnet man als Trempelscherfe. Diese wird mit dem Loslassen des Knöffels durch einen winzigen Kanal im Innern, der Wuhse, eingesaugt und in Kreiselkraft, in Quätsche, umgewandelt. Und voilà!, der Brummkreisel dreht sich, er rotiert, er kreiselt. Seit Anbruch des High-Tech-Zeitalters gibt es Versuche, den Brummkreisel mittels Fiberglas-Technologie zu einem Kommunikationsgerät zu entwickeln. Auch im militärischen Bereich wurde er – leider – zum Objekt der Wissenschaft. Im Vietnamkrieg beispielsweise fand er als Boobie Trap Verwendung.
(geschrieben 2003)
Donnerstag, 10. Oktober 2013
Dienstag, 8. Oktober 2013
Empfehl, empfehl!
Entzückt stelle ich fest, dass neben den auf Webseiten mit Social-Media-Teilfunktion eingebetteten Facebook-Buttons nicht mehr "Empfehle dies deinen Freunden"
steht, sondern – mit korrektem Imperativ – "Empfiehl dies deinen Freunden"! Schon in der Schule hat es mich (und diverse Klassenkameraden) fuchsig gemacht, wenn unsere Biologielehrerin Sätze wie "Gebe drei Beispiele an!" schrieb.
Interessant ist, dass der Online-DUDEN über den deutschen Imperativ der 2. Person Singular schreibt, dieser sei mit der 1. Person Singular Präsens identisch (+/- e). Bei Wikipedia hingegen heißt es korrekt: "Im Singular wird der Imperativ im Deutschen gebildet, indem man die Verbform der 2. Person Singular benutzt, aber neben dem Personalpronomen auch die Endung -st weglässt."
Mit der ersten Person Singular des Präsens bildet man einen ganz anderen Modus: den sog. Inflektiv, der seine Ursprünge in der Comicsprache hat. Stöhn!, staun!, sterb! usw. sind Inflektive. Nun kommt eine geniale Frage: Wie lautet der Inflektiv von Verben, deren Stamm auf Konsonant + -m/n endet? Beim Imperativ bekommen diese Verben, so schreibt es der DUDEN vor, das -e obligatorisch angehängt (Atme!). Aber was sagt Donald Duck, wenn er atmet oder rechnet? *Atm!, *Rechn! ??? Erika Fuchs können wir leider nicht mehr dazu befragen.
Zuvor in diesem Blog: Grammatische Fehlgriffe auf Facebook?
Interessant ist, dass der Online-DUDEN über den deutschen Imperativ der 2. Person Singular schreibt, dieser sei mit der 1. Person Singular Präsens identisch (+/- e). Bei Wikipedia hingegen heißt es korrekt: "Im Singular wird der Imperativ im Deutschen gebildet, indem man die Verbform der 2. Person Singular benutzt, aber neben dem Personalpronomen auch die Endung -st weglässt."
Mit der ersten Person Singular des Präsens bildet man einen ganz anderen Modus: den sog. Inflektiv, der seine Ursprünge in der Comicsprache hat. Stöhn!, staun!, sterb! usw. sind Inflektive. Nun kommt eine geniale Frage: Wie lautet der Inflektiv von Verben, deren Stamm auf Konsonant + -m/n endet? Beim Imperativ bekommen diese Verben, so schreibt es der DUDEN vor, das -e obligatorisch angehängt (Atme!). Aber was sagt Donald Duck, wenn er atmet oder rechnet? *Atm!, *Rechn! ??? Erika Fuchs können wir leider nicht mehr dazu befragen.
Zuvor in diesem Blog: Grammatische Fehlgriffe auf Facebook?
Sonntag, 6. Oktober 2013
Samstag, 5. Oktober 2013
Abwechslung im Badezimmer!
Als Angehöriger von Deutschland oder einer ähnlichen von freier Marktwirtschaft geprägten Nation kann man sein gesamtes Leben durchschreiten, ohne jemals zwei unterschiedliche Shampoo- oder Duschgelsorten benutzen zu müssen. Es gibt so viel Bewegung in der Kosmetikbranche, dass man bei jedem Drogeriebesuch mindestens eine Flasche mit dem Label "NEU" entdeckt.
Ich erfreue mich an diesem Mut zur Variation und kaufe jedes Mal ein Shampoo oder ein Duschgel, das ich noch nicht kenne. Neu in meinem Haushalt:
Frangipani! Das kannte ich noch gar nicht! "Frangipani [frandʒiˈpaːni] (Plumeria), auch Frangipandi, Wachsblume, Flor de Cebo oder Tempelbaum genannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Hundsgiftgewächse [...]. Die Westindische Frangipani ist die Nationalblume Nicaraguas" (Wikipedia). Öl hingegen ist längst Standard.
Dieses Fructis-Haarpflegemittel enthält nicht weniger als drei Ölarten, obendrein "schwerelose"! Auch hier habe ich wieder etwas dazugelernt: Shea-Öl ist das Öl vom Karitébaum a.k.a. Sheanussbaum a.k.a. Schibutterbaum a.k.a. Afrikanischer Butterbaum.
Hier wird's dann schon reichlich albern. Die Bierhefe soll vermutlich Männer ansprechen und einen Gegenpunkt zu den oft als weiblich vermarkteten und wahrgenommenen Rosétönen schaffen. Tja, bei mir hat's gewirkt, auch wenn ich vorher nicht unbedingt mit "Granatapfel" geantwortet hätte, wenn mich ein Marktforschungsinstitut gefragt hätte, wie ich wünschte, dass mein Haar rieche.
Man möchte die Vielfalt der Inhaltsstoffe gerne weiterspinnen (sog. "Verlängerungswitz"), allein: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Erhältlich sind u.a.: Kindershampoo mit Drachenfrucht und Zaubernuss; Hypoallergen-Shampoo mit reiner Baumwolle; Duschgel mit Himalaya-Salzen; "Pflegedusche mit dem Duft der Wasserlilie". Lediglich das Kultkraut Bärlauch scheint es noch nicht auf die Zutatenliste geschafft zu haben. Vor vielen Jahren brachten meine Eltern ein Teer-Shampoo nach Hause. Es roch unangenehm und verschwand nach einer kurzen Phase des Hypes landesweit aus den Regalen, als man hier und da Krebswarnungen vernahm. Apropos unangenehmer Geruch:
Abzuraten ist von Flaschen, auf denen gar keine "besonderen" Ingredienzen vermerkt sind. Das "men's care"-Zeug stank jedenfalls wie eine Mischung aus alter Tropfsteinhöhle und Kernseife, mit einer starken, eindeutigen Kurkuma-Note.
Ich erfreue mich an diesem Mut zur Variation und kaufe jedes Mal ein Shampoo oder ein Duschgel, das ich noch nicht kenne. Neu in meinem Haushalt:
Frangipani! Das kannte ich noch gar nicht! "Frangipani [frandʒiˈpaːni] (Plumeria), auch Frangipandi, Wachsblume, Flor de Cebo oder Tempelbaum genannt, ist eine Pflanzengattung in der Familie der Hundsgiftgewächse [...]. Die Westindische Frangipani ist die Nationalblume Nicaraguas" (Wikipedia). Öl hingegen ist längst Standard.
Dieses Fructis-Haarpflegemittel enthält nicht weniger als drei Ölarten, obendrein "schwerelose"! Auch hier habe ich wieder etwas dazugelernt: Shea-Öl ist das Öl vom Karitébaum a.k.a. Sheanussbaum a.k.a. Schibutterbaum a.k.a. Afrikanischer Butterbaum.
Hier wird's dann schon reichlich albern. Die Bierhefe soll vermutlich Männer ansprechen und einen Gegenpunkt zu den oft als weiblich vermarkteten und wahrgenommenen Rosétönen schaffen. Tja, bei mir hat's gewirkt, auch wenn ich vorher nicht unbedingt mit "Granatapfel" geantwortet hätte, wenn mich ein Marktforschungsinstitut gefragt hätte, wie ich wünschte, dass mein Haar rieche.
Man möchte die Vielfalt der Inhaltsstoffe gerne weiterspinnen (sog. "Verlängerungswitz"), allein: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Erhältlich sind u.a.: Kindershampoo mit Drachenfrucht und Zaubernuss; Hypoallergen-Shampoo mit reiner Baumwolle; Duschgel mit Himalaya-Salzen; "Pflegedusche mit dem Duft der Wasserlilie". Lediglich das Kultkraut Bärlauch scheint es noch nicht auf die Zutatenliste geschafft zu haben. Vor vielen Jahren brachten meine Eltern ein Teer-Shampoo nach Hause. Es roch unangenehm und verschwand nach einer kurzen Phase des Hypes landesweit aus den Regalen, als man hier und da Krebswarnungen vernahm. Apropos unangenehmer Geruch:
Abzuraten ist von Flaschen, auf denen gar keine "besonderen" Ingredienzen vermerkt sind. Das "men's care"-Zeug stank jedenfalls wie eine Mischung aus alter Tropfsteinhöhle und Kernseife, mit einer starken, eindeutigen Kurkuma-Note.
Donnerstag, 3. Oktober 2013
Dienstag, 1. Oktober 2013
Betr.: Balken, grüner Daumen, S/M
Den Akku meines neuen Samsung Galaxy habe ich in dem einen Monat, in dem ich es besitze, bereits öfter komplett leerlaufen lassen als den meines letzten Telefons in zwoeinhalb Jahren. Der Grund dafür: Der Ladebalken des Samsung-Handys ist immer grün. Nicht einmal beim letzten Prozent denkt der Balken daran, wenigstens gelb zu werden – von rot ganz zu schweigen. Tut mir leid, das kann ich nicht ernst nehmen. Wenn du aufgeladen werden möchtest, signalisiere mir das bitte auf andere Weise als durch die international anerkannte Symbolfarbe für "alles i.O."!
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Speaking of grün: Ist hier noch irgendwas zu retten?
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Schade, dass sich der Marquis de Sade (1740-1814) und Leopold von Sacher-Masoch (1836-1895) nie begegnet sind. Was für eine schöne Begrüßung wäre da möglich gewesen!
- Sacher-Masoch: "Es ist mir sehr unangenehm, Sie zu kennenzulernen!"
- de Sade: "Das freut mich!"
- Sacher-Masoch: "Und mich erst!"
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Speaking of grün: Ist hier noch irgendwas zu retten?
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Schade, dass sich der Marquis de Sade (1740-1814) und Leopold von Sacher-Masoch (1836-1895) nie begegnet sind. Was für eine schöne Begrüßung wäre da möglich gewesen!
- Sacher-Masoch: "Es ist mir sehr unangenehm, Sie zu kennenzulernen!"
- de Sade: "Das freut mich!"
- Sacher-Masoch: "Und mich erst!"
Sonntag, 29. September 2013
Die besten Webcomics
1.) Loading Artist. Comicstrips und Ein-panel-Zeichnungen von einem Neuseeländer namens Gregor Czaykowski. Wird leider nur noch etwa 1-2x im Monat upgedated.
2.) Owl Turd Comix (Tumblr). Updates Montag, Mittwoch und Freitag, "and whenever else I feel like, man."
3.) The Earth Explodes. "It updates on Monday. Dylan Spencer makes it." Manchmal arg derb/platt. Als Alt text steht bei jedem Comic "...and then the Earth explodes."
2.) Owl Turd Comix (Tumblr). Updates Montag, Mittwoch und Freitag, "and whenever else I feel like, man."

3.) The Earth Explodes. "It updates on Monday. Dylan Spencer makes it." Manchmal arg derb/platt. Als Alt text steht bei jedem Comic "...and then the Earth explodes."
Samstag, 28. September 2013
Selbstgezeichnetes zum Samstag
Das Dresdner Bekleidungsgeschäft Jeans Live verschenkte im Jahr 2009 Werbe-Streichholzbriefchen mit dem Slogan "Jeans Live. Der Jeans-Riese mit Niveau". Das hat mich zu einer kleinen Bildgeschichte inspiriert.
Mittwoch, 25. September 2013
Eine Partei unter der LUPe
Als Blogger habe ich auch eine Chronistenfunktion, also: Liebe Leserinnen und Leser aus der Zukunft! Zur Erinnerung: Am 22. September war in Deutschland Bundestagswahl, gleichzeitig (oder wie man neuerdings sagt: "zeitgleich") aber auch die Wahl zum Hessischen Landtag. Auf dem Stimmzettel für die letztgenannte entdeckte ich relativ weit unten einen Wahlvorschlag, von dem ich vorher nichts mitgekriegt hatte: LUPe.
Das Parteienkürzel LUPe dürfte das, sorry: beknackteste Parteienkürzel aller Zeiten sein. Es steht für "Lärmfolter Umwelt Politik ehrlich". Super. Da hat man einfach vier beliebige Schlagwörter, die auf keine Weise zusammenpassen, zu einer irgendwie bedeutungsvollen Initialkürzung aneinandergereiht. Das kann ich auch! Hiermit beantrage ich Markenschutz für folgende noch zu gründende Parteien:
- BRILLe: "Baulärm Recht Industrie. Liebe Leute, echt!"
- FoLTeR: "Flug ohne Lärm, Themen erörtern real!"
- SCHMEr-z: "SCHland Mehrheit Europa ruck-zuck"
- PEIN: "Partei Einigkeit Intoleranz Neofaschismus"
- WaHNsinn: "Wahlen: alles Hohn? Na, soweit ist's noch nicht!"
Reicht, oder?
Das Parteienkürzel LUPe dürfte das, sorry: beknackteste Parteienkürzel aller Zeiten sein. Es steht für "Lärmfolter Umwelt Politik ehrlich". Super. Da hat man einfach vier beliebige Schlagwörter, die auf keine Weise zusammenpassen, zu einer irgendwie bedeutungsvollen Initialkürzung aneinandergereiht. Das kann ich auch! Hiermit beantrage ich Markenschutz für folgende noch zu gründende Parteien:
- BRILLe: "Baulärm Recht Industrie. Liebe Leute, echt!"
- FoLTeR: "Flug ohne Lärm, Themen erörtern real!"
- SCHMEr-z: "SCHland Mehrheit Europa ruck-zuck"
- PEIN: "Partei Einigkeit Intoleranz Neofaschismus"
- WaHNsinn: "Wahlen: alles Hohn? Na, soweit ist's noch nicht!"
Reicht, oder?
Montag, 23. September 2013
Worst Movie Ever ... vor sieben Jahren
Wann ist ein Film schlecht? Darüber kann man ausgiebig diskutieren. Aber nicht hier und jetzt. Ich möchte nur kurz einen der miesesten Filme vorstellen, die ich je sah – einen deutschen Film, den zu Recht keiner kennt und über den ich später las, dass er in seinem Erscheinungsjahr gerade einmal 2.535,50 Euro eingespielt hat (bei 323.911 € Filmförderung). Ein verdienter Flop also.
Was kaum jemand weiß: Im Jahr 2006 war ich freier Redakteur für eine Kinosendung bei Dresden Fernsehen.* Das wöchentliche TV-Magazin wurde von dem idiotischen Regionalsender nach kaum einem Jahr aus dem Programm genommen, aber ich war von Anfang bis Ende dabei und kenne daher fast jeden Film, der 2006 in die deutschen Kinos kam. Der misslungenste hieß Hitlerkantate.
Der Film spielt in der NS-Zeit. Ein zurückgezogener und systemkritischer Musikprofessor namens Broch soll eine "Hitlerkantate" komponieren. Unter der Bedingung, in seinem finnischen Ferienhaus arbeiten zu dürfen, nimmt er das Angebot an, kriegt allerdings eine verblendete Nazi-Göre namens Ursula als Assistentin zugeteilt. Es kommt zu allerhand Zwischenmenscheleien. "Weltfremde Konversationen" und "verhaltensgestörte Charaktere", die den Zuschauer "nur noch ungläubig den Kopf schütteln lassen", beherrschen laut meiner Kritik das Machwerk. Und im CINEMA-Archiv heißt es "Seltsam gestelzte Dialoge durchziehen die Zusammenarbeit des heimlichen Regimegegners und seiner dümmlichen Assistentin, der pathetische Soundtrack ist schwer erträglich und der Schnitt, nun ja, eigenwillig." Dennoch gab es dafür den Querdaumen.
Zwei Szenen haben sich mir unauslöschlich ins Gedächtnis gebrannt: 1.) Die zwei Prota- oder vielmehr Antagonisten sitzen am Frühstückstisch und labern. Nach einer peinlichen Gesprächspause glotzt der Komponist (gespielt von Hilmar Thate; u.a. Grimmepreis, Bayerischer Filmpreis) ins Leere und sagt unvermittelt: "Ich muss mich rasieren!" 2.) Natürlich haben die beiden irgendwann Sex. Dabei ruft Broch: "Soll ich dir den Hitler aus dem Leib vögeln?", und Ursula antwortet: "Das kannst du gar nicht mehr. Der ist ganz tief in mir drin!" Das ist so doof, dass man fast schon lachen muss. Zum richtigen Kult-Trash fehlt es dem Streifen aber trotzdem.
Hitlerkantate war dann auch für mindestens drei beteiligte Personen ein Career killer. Das tut einem fast schon wieder leid. Ich jedenfalls verbinde seitdem mit dem Namen Hitler nur Negatives.
* Wer mein Alter nicht kennt, hält mich jetzt vermutlich für ziemlich alt, dabei war ich damals einfach nur ziemlich jung; ich war hauptberuflich Student.
Was kaum jemand weiß: Im Jahr 2006 war ich freier Redakteur für eine Kinosendung bei Dresden Fernsehen.* Das wöchentliche TV-Magazin wurde von dem idiotischen Regionalsender nach kaum einem Jahr aus dem Programm genommen, aber ich war von Anfang bis Ende dabei und kenne daher fast jeden Film, der 2006 in die deutschen Kinos kam. Der misslungenste hieß Hitlerkantate.
Der Film spielt in der NS-Zeit. Ein zurückgezogener und systemkritischer Musikprofessor namens Broch soll eine "Hitlerkantate" komponieren. Unter der Bedingung, in seinem finnischen Ferienhaus arbeiten zu dürfen, nimmt er das Angebot an, kriegt allerdings eine verblendete Nazi-Göre namens Ursula als Assistentin zugeteilt. Es kommt zu allerhand Zwischenmenscheleien. "Weltfremde Konversationen" und "verhaltensgestörte Charaktere", die den Zuschauer "nur noch ungläubig den Kopf schütteln lassen", beherrschen laut meiner Kritik das Machwerk. Und im CINEMA-Archiv heißt es "Seltsam gestelzte Dialoge durchziehen die Zusammenarbeit des heimlichen Regimegegners und seiner dümmlichen Assistentin, der pathetische Soundtrack ist schwer erträglich und der Schnitt, nun ja, eigenwillig." Dennoch gab es dafür den Querdaumen.
Zwei Szenen haben sich mir unauslöschlich ins Gedächtnis gebrannt: 1.) Die zwei Prota- oder vielmehr Antagonisten sitzen am Frühstückstisch und labern. Nach einer peinlichen Gesprächspause glotzt der Komponist (gespielt von Hilmar Thate; u.a. Grimmepreis, Bayerischer Filmpreis) ins Leere und sagt unvermittelt: "Ich muss mich rasieren!" 2.) Natürlich haben die beiden irgendwann Sex. Dabei ruft Broch: "Soll ich dir den Hitler aus dem Leib vögeln?", und Ursula antwortet: "Das kannst du gar nicht mehr. Der ist ganz tief in mir drin!" Das ist so doof, dass man fast schon lachen muss. Zum richtigen Kult-Trash fehlt es dem Streifen aber trotzdem.
Hitlerkantate war dann auch für mindestens drei beteiligte Personen ein Career killer. Das tut einem fast schon wieder leid. Ich jedenfalls verbinde seitdem mit dem Namen Hitler nur Negatives.
* Wer mein Alter nicht kennt, hält mich jetzt vermutlich für ziemlich alt, dabei war ich damals einfach nur ziemlich jung; ich war hauptberuflich Student.
Sonntag, 22. September 2013
Vornamen, die man nur in den Todesanzeigen der "Rheinpfalz" findet
Die übrigen drei Kinder Gudula, Gundula und Gandalf haben eine separate Traueranzeige aufgegeben.
Dank an Leserin L.!
Freitag, 20. September 2013
Patent zu verschenken
Immer wieder kommt es vor, dass Menschen mit gelockerter Gesetzestreue an eine Tanksäule fahren, ihren Wagen volltanken und dann ohne zu zahlen weiterfahren!
Deshalb habe ich folgende Erfindung konzipiert (im Kopf): Man installiert kurz vor der Tankstellenausfahrt schwere Straßenfallen (in Form sog. "motorisierter Nagelsperren"), die nur über eine Fernsteuerung in die Fahrbahn eingeklappt werden können. Diese Fernsteuerung bedient das Kassenpersonal erst, nachdem der Kunde / die Kundin die Tankrechnung beglichen hat.
Soweit ich sehe, ist bisher noch niemand auf diese Idee gekommen. Allerdings wurde 1995 eine Zapfpistole mit Wegfahrsperre zum Patent angemeldet. Dabei "hängt" das betankte Auto solange an der Zapfsäule, bis die Zahlung erfolgt ist.
Hier sehe ich sofort das Problem, dass findige Gaunerwerkstätten die Einfüllstutzen dergestalt manipulieren könnten, dass diese gegen das Einkrallen der Zapfpistolen resistent sind (mit extragroßen Löchern oder so).
Meine Erfindung hat außerdem den Vorteil, dass der Wagenführer nach dem Tankvorgang schon mal vorfahren kann und die Säule für den nächsten freigibt, während er bezahlen geht.
Ich bin zu faul, diese geniale Erfindung genau zu formulieren oder gar zu zeichnen, weswegen ich sie der Gemeinheit vermache.
Hier noch zwei schöne Dinge, die ich gerade bei Wikipedia gefunden habe:
1) Tschechenigel (Es gab mal so eine Panelshow im Fernsehen, bei der Comedians die Bedeutung seltsamer Wörter erraten mussten; der "Tschechenigel" hätte gut darein gepasst.)
2) diese Brainfuck-Graphik
Deshalb habe ich folgende Erfindung konzipiert (im Kopf): Man installiert kurz vor der Tankstellenausfahrt schwere Straßenfallen (in Form sog. "motorisierter Nagelsperren"), die nur über eine Fernsteuerung in die Fahrbahn eingeklappt werden können. Diese Fernsteuerung bedient das Kassenpersonal erst, nachdem der Kunde / die Kundin die Tankrechnung beglichen hat.
Soweit ich sehe, ist bisher noch niemand auf diese Idee gekommen. Allerdings wurde 1995 eine Zapfpistole mit Wegfahrsperre zum Patent angemeldet. Dabei "hängt" das betankte Auto solange an der Zapfsäule, bis die Zahlung erfolgt ist.
Hier sehe ich sofort das Problem, dass findige Gaunerwerkstätten die Einfüllstutzen dergestalt manipulieren könnten, dass diese gegen das Einkrallen der Zapfpistolen resistent sind (mit extragroßen Löchern oder so).
Meine Erfindung hat außerdem den Vorteil, dass der Wagenführer nach dem Tankvorgang schon mal vorfahren kann und die Säule für den nächsten freigibt, während er bezahlen geht.
Ich bin zu faul, diese geniale Erfindung genau zu formulieren oder gar zu zeichnen, weswegen ich sie der Gemeinheit vermache.
Hier noch zwei schöne Dinge, die ich gerade bei Wikipedia gefunden habe:
1) Tschechenigel (Es gab mal so eine Panelshow im Fernsehen, bei der Comedians die Bedeutung seltsamer Wörter erraten mussten; der "Tschechenigel" hätte gut darein gepasst.)
2) diese Brainfuck-Graphik
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